Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 27.08.2026 · Lesezeit: 11 Minuten
Das Wichtigste in Kürze
- Rüden 26–28 cm und 4–6 kg, Hündinnen 23–25 cm und 3,5–5 kg.
- Das Wesen gilt als eines der wichtigsten Rassemerkmale.
- Baumwollartiges Haar — nie hart oder rau.
- Grundfarbe Weiß, farbige Spuren nur an den Ohren erlaubt.
Der Coton de Tuléar wird oft mit anderen kleinen weißen Hunden verwechselt. Sein Name verrät den Unterschied. Ich gehe die VDH-Angaben durch und zeige, was diese Rasse ausmacht.
Die kurze Antwort
Ein kleiner Begleithund aus Madagaskar, 23 bis 28 Zentimeter groß, fröhlich, ausgeglichen und sehr umgänglich.
Der entscheidende Punkt
Das Fell ist baumwollartig weich. Hart oder rau darf es nie sein — genau daran erkennt man die Rasse.
Herkunft: von Madagaskar nach Europa
Der VDH nennt Madagaskar als Heimat. Nach Frankreich kam der Coton de Tuléar bereits lange vor seiner offiziellen Anerkennung im Jahr 1970.

Dort eroberte der Neuankömmling rasch einen Spitzenplatz unter den Begleithunden des Landes. Heute ist die Rasse auf der ganzen Welt verbreitet. Der Zusatz Tuléar verweist auf die Hafenstadt im Südwesten der Insel, Coton auf das französische Wort für Baumwolle.
Rassedaten nach dem VDH-Rasselexikon.
Der Standard beschreibt einen kleinen Gesellschaftshund mit langem, weißem Haar von baumwollartiger Textur. Dazu kommen dunkle, runde Augen mit lebhaftem und intelligentem Ausdruck. Mehr braucht es nicht, um die Rasse zu erkennen. Verwechslungen entstehen trotzdem — meist mit dem Malteser oder dem Bichon Frisé.
Wesen: das wichtigste Rassemerkmal
Der VDH beschreibt ein fröhliches Wesen, ausgeglichen und sehr umgänglich mit Artgenossen wie mit Menschen. Der Coton de Tuléar passt sich perfekt jedem Lebensstil an.

Ein Satz sticht heraus. Das Wesen dieser Rasse ist eines ihrer wichtigsten Merkmale. Bei kaum einer anderen Rasse formuliert der Standard das so ausdrücklich — hier steht der Charakter über allem.
Aus meiner Erfahrung sollte man genau daraus die Kaufentscheidung ableiten. Wer einen scheuen oder aufgeregten Welpen sieht, sieht keinen typischen Vertreter dieser Rasse. Wo du an einer stabilen Bindung arbeitest, steht in Hundeschule.
Die Anpassungsfähigkeit hat allerdings eine Kehrseite. Ein Hund, der überall mitgeht, wird leicht überall mitgeschleppt. Ruhephasen gehören trotzdem dazu — täglich, an einem festen Platz, ohne Ausnahme am Wochenende. Wie sich Überforderung zeigt, beschreibt Trennungsangst beim Hund.
Alltag: klein, aber ein Hund
Die Tierschutz-Hundeverordnung setzt in § 2 den Mindestrahmen. Verlangt werden ausreichend Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers, mehrmals täglich Umgang mit der Betreuungsperson und regelmäßiger Kontakt zu Artgenossen.
Angepasst wird das an Rasse, Alter und Gesundheitszustand. Bei einem Vier-Kilo-Hund fällt die Strecke kürzer aus als beim Schäferhund. Der Kontakt zu Artgenossen bleibt trotzdem Pflicht — er lässt sich nicht durch Menschen ersetzen. Welpen bis zwanzig Wochen brauchen mindestens vier Stunden Umgang je Tag.

Was ein Coton de Tuléar im Alltag braucht
- Tägliche Fellpflege, sonst verfilzt das weiche Haar.
- Echte Hundekontakte statt nur Menschenkontakt.
- Eigene Wege statt Dauerbetrieb in der Tasche.
- Ruhephasen, auch wenn er überall mitgehen würde.
- Kontrolle der Augenpartie bei weißem Fell.
Zur Beschäftigung im Alltag: Hundespielzeug.
Ich rate dazu, die tägliche Pflegeroutine früh zu etablieren. Ein Welpe, der Bürste und Kamm kennt, macht später keine Szene daraus. Was in der Wachstumsphase auf den Teller gehört, steht in Welpen richtig füttern.
Fell und Farbe
Wie es der Name sagt, ist das Haar eines der wichtigsten Merkmale: sehr weich und geschmeidig, baumwollartig, nie hart oder rau. Es soll dicht und reichlich vorhanden sein und darf sehr leicht gewellt sein.
Meine langjährige Erfahrung mit weichhaarigen kleinen Rassen zeigt, wo die Arbeit anfällt. Weiches Haar verfilzt schneller als hartes, vor allem hinter den Ohren, in den Achseln und an der Rute. Ich lasse mir die Technik lieber einmal zeigen, statt sie mir über Jahre selbst beizubringen. Hilfe findest du unter Hundefriseur.
Bei der Farbe ist der Standard eindeutig. Grundfarbe ist Weiß, Spuren hellen Graus oder falber Stichelung sind auf den Ohren erlaubt. An anderen Körperpartien werden sie toleriert, sind aber nicht erwünscht und sollen nicht gefördert werden. Was gereizte Haut bei hellem Fell auslöst, beschreibt Juckreiz beim Hund.
Unabhängig von der Rasse gilt: Haut und Fell brauchen B-Vitamine. Gebündelt stecken sie im Lucky Pets Vitamin B-Komplex auf Basis inaktivierter Bierhefe.

Passend dazu ist Chow Chow.
Einen genaueren Blick darauf wirft Akita Inu.
So sieht der Coton de Tuléar aus
FCI-Standard Nr. 283 beschreibt den Kopf als kurz und von oben gesehen dreieckig. Die Augen stehen eher rund, dunkel und weit auseinander. Ihr Lidrand ist gut pigmentiert, je nach Farbe des Nasenschwamms schwarz oder braun.
Zwei Proportionen betreffen nur den Kopf. Die Kopflänge verhält sich zur Körperlänge wie zwei zu fünf. Schädel und Fang stehen im Verhältnis neun zu fünf. Beim Gebiss lässt der Standard mehr zu als viele andere: Scherengebiss, Zangengebiss und ein engschließender Vorbiss ohne Kontaktverlust sind erlaubt. Das Fehlen der ersten kleinen Backenzähne wird nicht bestraft.
Die Ohren hängen, sie sind dreieckig und hoch am Schädel angesetzt. Sie liegen an der Wange an und reichen bis zum Lippenwinkel. Die Rute setzt tief an. In Ruhe reicht sie bis unter das Sprunggelenk, ihre Spitze biegt sich auf. In der Bewegung trägt er sie fröhlich über dem Rücken.
Auch das Gangwerk steht im Text. Es ist leicht und frei, dabei nicht sehr raumgreifend. Die obere Linie bleibt dabei gerade, der Hund schwankt nicht. Die Haut ist dünn und am ganzen Körper sehr straff. Sie ist rosa und darf pigmentiert sein.
Größe und Gewicht
Beim Maßband nennt der Standard eine Toleranz, die viele Quellen weglassen. Rüden messen 26 bis 28 Zentimeter, Hündinnen 23 bis 25. Erlaubt sind zwei Zentimeter darüber und ein Zentimeter darunter. Beim Gewicht stehen 4 bis maximal 6 Kilogramm für Rüden, 3,5 bis maximal 5 für Hündinnen.
FCI-Standard Nr. 283, gültige Fassung vom 25. November 1999.
Die Proportion erklärt den Umriss besser als jede Zentimeterangabe. Widerristhöhe und Körperlänge verhalten sich wie zwei zu drei. Der Hund ist also deutlich länger als hoch. Ich achte beim Welpen deshalb weniger auf die Zahl als auf diesen Rahmen.
Gesundheit und was der Standard ausschließt
Eine Lebenserwartung führt der Standard nicht auf. Was er auflistet, sind schwere Fehler und die Fehler, die von der Zucht ausschließen. Auffällig oft geht es dabei um Augen und Pigment.
Als schwerer Fehler gelten helle Augen, zu mandelförmige Augen sowie hervortretende Augen. Aufgeführt sind außerdem Entropium und Ektropium — das nach innen gerollte und das nach außen hängende Lid. Beim Pigment stören teilweise oder zu hell pigmentierte Lider und Lippen, ebenso ein depigmentierter Nasenschwamm. Beim Haar zählen zu kurzes, zu welliges und gelocktes Haar als Fehler.
Disqualifizierend sind aggressive oder übermäßig ängstliche Hunde. Dasselbe gilt für Hunde mit deutlich physischen Abnormalitäten. Ausgeschlossen ist außerdem, wer die vorgegebene Größe oder das vorgegebene Gewicht verlässt.
Über dem Rassestandard steht das Gesetz. § 11b des Tierschutzgesetzes verbietet Zuchten, bei denen den Nachkommen erblich bedingt Körperteile für den artgemäßen Gebrauch fehlen und dadurch Schmerzen, Leiden oder Schäden auftreten. Ob ein einzelner Wurf darunter fällt, entscheidet die zuständige Behörde.
Ich sehe mir bei dieser Rasse zuerst die Augen der Elterntiere an. Sie sind der Punkt, an dem der Standard am genauesten wird.
Welpenkauf: worauf du achten solltest
Fang beim Zuchtverband an. Die Rasse ist anerkannt und trägt die Standardnummer 283 — nach dieser Nummer darfst du fragen. Aus der Ahnentafel liest du ab, welche Hunde hinter dem Wurf stehen. Dazu gehören Heimtierausweis mit Chipnummer, Impfnachweis und Entwurmungsprotokoll.
Ich fahre grundsätzlich hin, bevor ich zusage. Das Muttertier muss beim Wurf dabei sein. Ein Welpe darf erst im Alter von über acht Wochen vom Muttertier getrennt werden. Wer früher abgibt, verstößt gegen geltendes Recht.
Nimm dir Zeit für den ganzen Wurf. Das Wesen nennt der Standard eines der wichtigsten Merkmale dieser Rasse. Ein Welpe, der von sich aus Kontakt sucht, sagt dir mehr als jedes Papier.
Passt der Coton de Tuléar zu dir?
Er passt in fast jeden Haushalt. Im Standard steht, er passe sich perfekt jedem Lebensstil an. Eine Wohnung reicht ihm völlig. Zeit brauchst du täglich für das Fell.
Mit Kindern klappt es gut, mit anderen Hunden ebenfalls. Beschrieben ist er als sehr umgänglich mit Artgenossen und mit Menschen. Für Ersthalter ist er damit eine der einfacheren Rassen.
Für wen passt er nicht? Für Haushalte ohne Zeit fürs Bürsten. Für Menschen, die einen wetterfesten Draußenhund suchen. Und für alle, die viele Stunden am Stück weg sind — bei einer so menschenbezogenen Rasse halte ich das für den schwersten Punkt.
Fazit: Der Coton de Tuléar stammt aus Madagaskar und ist seit 1970 offiziell anerkannt. Rüden messen 26 bis 28 Zentimeter bei 4 bis 6 Kilogramm, Hündinnen 23 bis 25 Zentimeter bei 3,5 bis 5 Kilogramm. Sein Wesen — fröhlich, ausgeglichen und sehr umgänglich — nennt der VDH eines der wichtigsten Rassemerkmale. Das baumwollartige Haar darf nie hart oder rau sein, die Grundfarbe ist Weiß. Beim Züchterbesuch zählt deshalb weniger das Fell als das Verhalten der Welpen. Wer diese Rasse wählt, wählt den Charakter.
Häufige Fragen zum Coton de Tuléar
Wie groß wird ein Coton de Tuléar?
Rüden messen 26 bis 28 cm, Hündinnen 23 bis 25 cm. Damit gehört er zu den kleinen Begleithunden.
Coton de Tuléar: Wie schwer wird er?
Rüden wiegen 4 bis 6 kg, Hündinnen 3,5 bis 5 kg.
Coton de Tuléar: Woher stammt die Rasse?
Aus Madagaskar. Nach Frankreich kam sie lange vor der offiziellen Anerkennung im Jahr 1970.
Coton de Tuléar: Woher kommt der Name?
Vom baumwollartigen Haar. Coton ist das französische Wort für Baumwolle.
Coton de Tuléar: Wie ist sein Wesen?
Fröhlich, ausgeglichen und sehr umgänglich mit Menschen wie Artgenossen. Der VDH nennt das Wesen eines der wichtigsten Rassemerkmale.
Coton de Tuléar: Passt er in jeden Haushalt?
Der Standard formuliert es deutlich: Er passt sich perfekt jedem Lebensstil an.
Coton de Tuléar: Wie fühlt sich das Fell an?
Sehr weich und geschmeidig, baumwollartig. Hart oder rau darf es ausdrücklich nie sein.
Darf das Haar gewellt sein?
Sehr leicht gewellt ist erlaubt. Dicht und reichlich vorhanden soll es ebenfalls sein.
Welche Farbe ist vorgeschrieben?
Weiß als Grundfarbe. Spuren hellen Graus oder falber Stichelung sind auf den Ohren erlaubt.
Sind farbige Abzeichen erwünscht?
Nein. An anderen Körperpartien werden sie toleriert, erwünscht sind sie nicht und gefördert werden sollen sie auch nicht.
Coton de Tuléar: Seit wann ist er anerkannt?
Offiziell seit 1970. In Frankreich war er schon vorher als Begleithund verbreitet.
Coton de Tuléar: In welche FCI-Gruppe gehört er?
In Gruppe 9, Sektion 1.2. Die Standardnummer lautet 283.
Quellen
- VDH Rasselexikon – Coton de Tuléar
- FCI-Standard Nr. 283 – Coton de Tuléar (deutsche Fassung, 25.11.1999)
- Tierschutzgesetz § 11b – Verbot bestimmter Zuchtformen
- Tierschutz-Hundeverordnung § 2 – Allgemeine Anforderungen an das Halten
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Über den Autor

Kevin Roth
Co-Gründer von Lucky Pets
Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.
Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.
Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung. Zu Haut, Fell und Augen berät die Tierarztpraxis individuell.
