Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 25.08.2026 · Lesezeit: 8 Minuten
Das Wichtigste in Kürze
- Eine der größten und schwersten Hunderassen überhaupt.
- 🔴 Kein Hochleistungssportler — Spaziergänge reichen.
- Hohe Reizschwelle, tolerant gegenüber Mensch und Tier.
- In den USA häufig als Therapiehund ausgebildet.
Ich finde beim Mastiff gleich zwei Stellen, an denen das Rasselexikon dem Klischee widerspricht. Beide Stellen betreffen den Alltag direkt.
Die kurze Antwort
Ein englischer Riese mit hoher Reizschwelle, gemächlich im Tempo und tolerant gegenüber Mensch und Tier.
🔴 Der entscheidende Punkt
Er braucht wenig Bewegung, aber viel Ruhe und Nähe — und er sabbert.
🔴 Der Riese als Therapiehund
Der VDH schreibt einen Satz, der viele überrascht: Mastiffs werden vor allem in den USA gerne als Therapiehunde ausgebildet.

Das Rasselexikon nimmt die Überraschung gleich vorweg. Das möge im ersten Moment verblüffen. Und doch behaupten sich die freundlichen Riesen bestens in diesem anspruchsvollen Bereich.
Aus meiner Erfahrung ist die Erklärung schlicht. Therapiearbeit verlangt Gelassenheit unter fremden Reizen — und genau dafür ist die hohe Reizschwelle des Mastiffs gemacht. Wie du sie früh stabilisierst, steht in Sozialisierung von Welpen.
Angaben nach dem VDH-Rasselexikon.
Wesen hinter den Falten
Sein melancholischer Gesichtsausdruck ist den Gesichtsfalten zuzuschreiben. Übellaunig sei der Mastiff deshalb aber nicht.
Im Gegenteil: Er genieße das gemächliche Zusammensein mit seinen Menschen und begeistere mit seiner Gelassenheit.

Der VDH fasst das Wesen so zusammen: Der Mastiff wirkt erhaben, er ist wesensstark, er zeigt sich gutmütig und man kann sich auf ihn verlassen. Seine hohe Reizschwelle und tolerante Grundeinstellung gegenüber Mensch und Tier befähigen ihn zum überlegt agierenden Wachhund und zum angenehmen Familienmitglied.
🔴 Kein Hochleistungssportler
Beim Bewegungsbedarf wird das Rasselexikon ungewöhnlich direkt. Mastiffs seien absolut keine Hochleistungs-Sportler.
Ausgedehnte Spaziergänge reichen dem gutmütigen Vierbeiner absolut aus, um sein Bewegungsbedürfnis zu befriedigen. Viele Rassevertreter lieben Wasser und schwimmen sogar ausgesprochen gut.
Meine langjährige Erfahrung mit schweren Rassen bestätigt das. Wer einen Mastiff wie einen Sporthund führt, schadet den Gelenken, statt ihn auszulasten. Schwimmen ist die bessere Wahl. Mehr zu Auslastung in Täglicher Auslauf.
Was ein Mastiff im Alltag braucht
- 🔴 Ruhige Spaziergänge statt Sport — keine Dauerläufe.
- Erziehung von klein auf, solange das Gewicht handhabbar ist.
- Tücher und Toleranz für Sabberspuren.
- Regelmäßiges Bürsten trotz kurzem Fell.
- Kontakt zu Artgenossen, wie es § 2 TierSchHuV verlangt.
Zur Aufzucht: Welpen richtig füttern.
Erziehung und der britische Dickkopf

Die Erziehung des starken Hundes sollte von klein auf im Fokus stehen, schreibt der VDH. Der Grund liegt auf der Hand — später ist das Gewicht kaum noch zu korrigieren.
Als sinnvolle Aufgaben nennt das Rasselexikon Begleithundeprüfung, Team Tests und Wesenstests. All das meistert der Mastiff in der Regel mit unerschütterlicher Gelassenheit.
Es gibt aber eine Grenze. Passt ihm etwas nicht, kommt sein britischer Dickkopf zum Vorschein. Damit sollte man umgehen können. Grundlagen dazu in Erziehung des Hundes.
Wachhund ohne Schärfe
Der VDH nennt ihn einen überlegt agierenden Wachhund. Das Wort überlegt trägt hier die ganze Aussage.
Ein Hund mit niedriger Reizschwelle reagiert schnell und oft falsch. Der Mastiff prüft erst und handelt dann — das ist bei diesem Gewicht der entscheidende Unterschied.
Meine Empfehlung an Interessenten: Achte beim Züchterbesuch genau auf diese Gelassenheit. Sie ist das Rassemerkmal, das im Alltag am meisten zählt.
Körperbau und Pflege
Der quadratische Kopf ist ein wahrer Blickfang. Dazu passt der massive Körper, der mit Breite, Tiefe und Länge einen imposanten Eindruck vermittelt. Das Gebäude des kräftig bemuskelten Mastiffs ist fest.
Die hoch angesetzte Rute reicht mindestens bis zu den Sprunggelenken. Im Ruhezustand hängt sie entspannt herab, bei Aufmerksamkeit biegt er sie mit erhobener Spitze nach oben — über dem Rücken trägt er sie nie. Das Gangwerk nennt der Standard kraftvoll, mühelos, raumgreifend und mit viel Schub von hinten.
Das kurze Haarkleid ist pflegeleicht, sollte aber regelmäßig gebürstet werden. Der VDH ergänzt eine Ehrlichkeit, die man selten liest: Man muss sich mitunter auf Sabberspuren an Auto- und Hausscheiben einstellen. Mehr zur Fellpflege in Fellpflege beim Hund.
🔴 Beinahe ausgestorben
Mastiffs sind eine sehr alte Hunderasse. Seit jeher schätzte man den großen, starken Hund für seine Fähigkeiten als Wach- und Schutzhund.
Nach einer langen, traditionsreichen Geschichte starben Mastiffs nach dem Zweiten Weltkrieg beinahe aus. Dem engagierten Einsatz einiger Züchter ist es zu verdanken, dass die Rasse überlebte.
Bis heute gehört sie weltweit zu den seltenen Rassen. Ich sehe darin einen praktischen Hinweis für Interessenten: Wartezeiten sind normal, die Züchtersuche braucht Geduld. Bei einem so schweren Hund achte ich zudem auf die Gelenke — was dort passiert, erklärt Gelenke beim Hund. Unterstützend gibt es die Lucky Pets Gelenktabletten mit Grünlippmuschel und Kollagen.

Fazit: Der Mastiff gehört laut VDH zu den größten und schwersten Hunderassen überhaupt, feste Maße nennt das Rasselexikon nicht. Sein Wesen gilt als erhaben und wesensstark, gutmütig und zuverlässig, mit hoher Reizschwelle und toleranter Grundeinstellung gegenüber Mensch und Tier. In den USA wird er häufig als Therapiehund ausgebildet. Beim Bewegungsbedarf ist er anspruchslos: Ausgedehnte Spaziergänge genügen, Hochleistungssport passt nicht. Dafür gehören Sabberspuren zum Alltag.
Häufige Fragen zum Mastiff
Wie groß wird ein Mastiff?
Der VDH nennt keine Zahl, nur: möglichst viel Größe, nie auf Kosten der Gesundheit.
Gehört er zu den größten Rassen?
Ja. Der VDH zählt ihn zu den größten und schwersten Hunderassen überhaupt.
Wie ist sein Wesen?
Erhaben und wesensstark, dazu gutmütig und zuverlässig.
🔴 Ist er reizbar?
Nein. Der VDH nennt eine hohe Reizschwelle und tolerante Grundeinstellung.
🔴 Wird er als Therapiehund eingesetzt?
Ja, vor allem in den USA — und laut VDH mit Erfolg.
🔴 Wie viel Bewegung braucht er?
Ausgedehnte Spaziergänge reichen aus. Er ist kein Hochleistungssportler.
Schwimmt er gern?
Viele Rassevertreter lieben Wasser und schwimmen ausgesprochen gut.
Sabbert er?
Ja. Der VDH nennt Sabberspuren an Auto- und Hausscheiben ausdrücklich.
Wie aufwendig ist die Pflege?
Das kurze Haarkleid ist pflegeleicht, sollte aber regelmäßig gebürstet werden.
Ist er stur?
Passt ihm etwas nicht, kommt laut VDH sein britischer Dickkopf zum Vorschein.
Welche Aufgaben passen?
Begleithundeprüfung, Team Tests und Wesenstests.
Ist die Rasse selten?
Ja. Nach dem Zweiten Weltkrieg starb sie beinahe aus und gilt bis heute als selten.
Quellen
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Über den Autor

Kevin Roth
Co-Gründer von Lucky Pets
Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.
Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.
Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung.
