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Die Nickhaut ist ein oft unterschätzter Teil der Hundeanatomie, doch sie spielt eine wichtige Rolle im Lebensalltag deines Vierbeiners. Diese spezielle Augenstruktur sorgt nicht nur für Schutz vor Fremdkörpern, sondern trägt auch zur Gesundheit der Augen bei. In diesem Artikel erfährst du mehr über die Funktionen der Nickhaut, wie du sie richtig pflegen kannst und welche Anzeichen auf mögliche Erkrankungen hinweisen.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Nickhaut schützt die Hundeaugen vor Fremdkörpern und trägt zur Augengesundheit bei.
- Sie produziert Tränenflüssigkeit zur Befeuchtung und Reinigung der Augenoberfläche.
- Veränderungen oder Entzündungen an der Nickhaut können auf gesundheitliche Probleme hinweisen.
- Regelmäßige Pflege und Beobachtungen sind wichtig zur Früherkennung von Erkrankungen.
- Tierärztliche Untersuchungen sind notwendig bei auffälligen Symptomen der Nickhaut.
Anatomie der Nickhaut beim Hund
Die Nickhaut, auch als drittes Augenlid bekannt, ist ein faszinierender Teil des Augensystems deines Hundes. Sie befindet sich an der Innenseite des Augenlids und kann leicht hervorgezogen werden. Diese spezielle Struktur spielt eine entscheidende Rolle beim Schutz der Augen, da sie bei Bewegungen des Auges schützend darüber gleitet.
Die Nickhaut ist mit einer Vielzahl von Drüsen ausgestattet, die Tränenflüssigkeit produzieren. Diese Flüssigkeit wirkt nicht nur als Schmiermittel, sondern hilft auch dabei, Bakterien und andere Schadstoffe abzuwehren. Wenn dein Hund blinzelt, sorgt die Nickhaut dafür, dass sein Auge stets feucht bleibt und gleichzeitig Schmutzpartikel entfernt werden.
Darüber hinaus trägt die Nickhaut zur Immunkompetenz des Auges bei, indem sie den Kontakt mit Krankheitserregern minimiert und somit das Risiko von Infektionen senkt. Eine gesunde Nickhaut ist für das allgemeine Wohlergehen der Augen unerlässlich. Es ist wichtig, auf eventuelle Veränderungen oder Auffälligkeiten zu achten, um deinem Hund bestmöglich zu helfen.
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Funktion der Nickhaut im Immunsystem

Wenn dein Hund blinzelt, ziehen sich die Nicker zusammen und verteilen diese schützenden Substanzen gleichmäßig über die Augenoberfläche. Dadurch wird das Risiko von Entzündungen und anderen Erkrankungen minimiert. Ein gesundes Funktionieren der Nickhaut ist für die allgemeine Augengesundheit unerlässlich, da sie eine Barriere gegen Umwelteinflüsse darstellt.
Ein geschwächtes Immunsystem kann dazu führen, dass die Nickhaut ihre Schutzfunktion nicht mehr ausreichend erfüllen kann. Das kann sich in Symptomen wie übermäßigem Tränenfluss oder Verfärbungen äußern. Achte daher auf Veränderungen an den Augen deines Hundes, denn eine intakte Nickhaut trägt wesentlich zur Gesundheit desselben bei.
Schutz der Augen vor Fremdkörpern
Die Nickhaut bietet einen wichtigen Schutz für die Augen deines Hundes vor Fremdkörpern wie Staub, Schmutz oder Insekten. Wenn sich ein Fremdkörper im Auge befindet, kann dies bei deinem Hund zu Irritationen oder sogar ernsthaften Verletzungen führen. Die Nickhaut agiert hier als natürliche Barriere und hilft dabei, solche Gefahren frühzeitig abzuwehren.
Wenn dein Hund blinzelt, bewegt sich die Nickhaut sanft über den Augapfel und reinigt ihn von unerwünschten Partikeln. Dieser Mechanismus sorgt dafür, dass das Auge in erster Linie geschützt wird. Zudem ist die Schleimhaut der Nickhaut mit einer speziellen Tränenflüssigkeit ausgestattet, die dazu beiträgt, kleine Reste sofort zu entfernen und gleichzeitig die Oberfläche des Auges geschmeidig zu halten.
Ein gut funktionierendes System ist entscheidend, damit die Augen deines Hundes gesund bleiben. Achte darauf, ob die Nickhaut reibungslos funktioniert und keine Anzeichen von Entzündungen oder Verletzungen zeigt. Bei Auffälligkeiten ist es ratsam, einen Tierarzt aufzusuchen, um eventuelle Probleme rechtzeitig zu diagnostizieren.
„Die Gesundheit unserer Tiere sollte immer an erster Stelle stehen, denn sie sind nicht nur Haustiere, sondern treue Begleiter und Familienmitglieder.“ – Dr. med. vet. Uwe K. Riemann
Flüssigkeitsproduktion zur Befeuchtung
Die Nickhaut trägt entscheidend zur Flüssigkeitsproduktion bei, die für die Befeuchtung der Augen deines Hundes unerlässlich ist. Durch die speziellen Drüsen in der Nickhaut wird eine Tränenflüssigkeit produziert, die nicht nur dafür sorgt, dass das Auge feucht bleibt, sondern auch hilft, Schmutz und andere schädliche Partikel zu entfernen.
Bei jeder Blinzelbewegung des Hundes wird diese Flüssigkeit gleichmäßig über die Augenoberfläche verteilt. Dadurch wird sichergestellt, dass das Auge stets geschützt und befeuchtet ist. Ein gesunder Feuchtigkeitsfilm verhindert Trockenheit und Irritationen, die durch Umwelteinflüsse oder Allergene verursacht werden können. Eine ausreichende Befeuchtung ist auch wichtig für die Sicht deines Hundes; trockene Augen können langfristige Probleme nach sich ziehen.
Wenn du bemerkst, dass dein Hund viel häufiger blinzelt oder Anzeichen von Unbehagen zeigt, könnte dies darauf hinweisen, dass die Flüssigkeitsproduktion gestört ist. Achte auf Veränderungen in der Klarheit der Augen oder auf einen unnormalen Farbton der Nickhaut, da solche Symptome ebenfalls auf ein Problem hindeuten können. Bei Verdacht auf Erkrankungen ist es ratsam, schnellstmöglich einen Tierarzt aufzusuchen, um die Gesundheit der Augen zu gewährleisten.
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Pflege der Nickhaut im Alltag

du kannst die Umgebung deines Hundes auch rein halten, um das Risiko von Reizungen zu minimieren. Wenn dein Hund viel Zeit draußen verbringt, achte darauf, dass er nicht mit Staub, Pollen oder anderen Allergenen in Kontakt kommt. Gelegentliches Abwischen der Augenpartie mit einem sauberen, feuchten Tuch kann ebenfalls helfen, Unreinheiten zu entfernen.
Wenn du bemerkst, dass die Nickhaut deines Hundes ständig sichtbar ist oder sich ungewöhnlich verhält, solltest du sofort einen Tierarzt aufsuchen. Ein gesundes Auge ist für das Wohlbefinden deines Hundes wichtig. Mit der richtigen Pflege sorgst du dafür, dass die Nickhaut ihre schützenden Funktionen optimal erfüllen kann.
Achte auf Veränderungen!
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Anzeichen für Erkrankungen der Nickhaut

Zusätzlich können Veränderungen in der Farbe oder der Textur der Nickhaut darauf hindeuten, dass etwas nicht stimmt. Eine blasse Nickhaut könnte auf Blutarmut hinweisen, während eine dunkle Verfärbung auf eine Entzündung oder allergische Reaktionen schließen lässt. Achte auch darauf, ob dein Hund übermäßig tr tears (tränenflüssig) wird, was oft mit solchen Problemen einhergeht.
Ein weiteres Symptom, das du beobachten solltest, ist, wenn dein Hund wiederholt versucht, sich die Augen zu reiben oder zu kratzen. Dies kann ein Zeichen dafür sein, dass er Beschwerden empfindet oder irritiert ist. Bei solchen Auffälligkeiten sollte schnellstmöglich ein Tierarzt aufgesucht werden, um die Gesundheit der Augen deines Hundes sicherzustellen.
Häufige Erkrankungen und ihre Symptome
Häufige Erkrankungen der Nickhaut können ernsthafte Probleme für die Augen deines Hundes darstellen. Eine oft vorkommende Erkrankung ist das sogenannte Drittes Augenlid-Syndrom. Dabei kann die Nickhaut aufgrund von Entzündungen oder Reizungen vorstehen und damit ein Anzeichen für andere zugrunde liegende Probleme sein. Wenn du bemerkst, dass die Nickhaut deines Hundes übermäßig sichtbar ist, könnte dies auf eine Entzündung oder Infektion hindeuten.
Eine weitere häufige Erkrankung sind Allergien, die zur Rötung und Schwellung der Nickhaut führen können. Hunde zeigen häufig Symptome wie starkes Tränenfluss oder Juckreiz. In solch einem Fall solltest du den Kontakt mit potenziellen Allergenen minimieren und einen Tierarzt konsultieren.
Zusätzlich kann eine konjunktivale (Bindehaut-) Entzündung auftreten, bei der die Nickhaut ebenfalls betroffen sein kann. Hierbei sind die Augen oft geschwollen und gerötet, und es kann Ausfluss geben.
Wenn du mehrere dieser Symptome beobachtest, ist schnelles Handeln erforderlich, um langfristige Schäden an den Augen deines Hundes zu vermeiden.
Notwendigkeit von tierärztlicher Untersuchung
Eine tierärztliche Untersuchung ist besonders wichtig, wenn du Anzeichen von Veränderungen oder Problemen mit der Nickhaut deines Hundes bemerkst. Frühe Diagnose kann entscheidend dazu beitragen, ernsthafte Augenprobleme zu vermeiden und die Gesundheit deines Vierbeiners zu gewährleisten.
Wenn die Nickhaut häufig sichtbar ist oder deine Fellnase Schwierigkeiten hat, die Augen sauber und feucht zu halten, sollte der Tierarzt aufgesucht werden. Beschwerden wie übermäßiger Tränenfluss, Rötung oder Schwellungen sind ebenfalls klare Signale, dass etwas nicht in Ordnung sein könnte. Eine sorgfältige Untersuchung durch einen Fachmann kann helfen, entzündliche Erkrankungen oder Infektionen frühzeitig zu erkennen.
Nicht nur die Sicht, sondern auch das Wohlbefinden deines Hundes kann erheblich beeinträchtigt werden, wenn es zu unentdeckten Problemen kommt. Die Gesundheit der Augen spielt eine zentrale Rolle im Alltag deines Hundes, und deshalb ist es ratsam, regelmäßig Check-ups durchführen zu lassen. So kannst du sicherstellen, dass deine Fellnase immer in bester Form bleibt.