Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 23.08.2026 · Lesezeit: 6 Minuten
Das Wichtigste in Kürze
- 🔴 15 Rassen beginnen mit E — eigene Auszählung.
- Sieben davon stehen allein in Gruppe 7.
- Die English Bulldog gehört nicht dazu.
- Der Eurasier ist die einzige deutsche E-Rasse.
Wer nach Hunderassen mit E sucht, landet schnell bei der English Bulldog. Die FCI führt sie aber gar nicht unter diesem Namen. Ich habe deshalb alle zehn Gruppenseiten durchgezählt.
Die kurze Antwort
Fünfzehn Rassen der FCI-Nomenklatur beginnen mit E. Der Schwerpunkt liegt bei den französischen Epagneuls und den englischen Jagdhunden.
🔴 Der entscheidende Punkt
Die English Bulldog heißt in der Nomenklatur schlicht Bulldog und steht mit der Nummer 149 unter B.
Die fünfzehn Rassen im Überblick
Grundlage ist die FCI-Rassennomenklatur in ihrer deutschen Fassung. Gezählt habe ich nur Rassen, deren FCI-Name mit E beginnt.

Eigene Auszählung der deutschen FCI-Gruppenseiten am 23.08.2026. Die Zahl ist keine amtliche Angabe.
Auffällig ist die Häufung in Gruppe 7. Fünf der sieben Einträge dort sind Epagneuls, also französische Spaniel-Rassen — passend dazu Französische Hunderassen.
🔴 Warum die English Bulldog fehlt
In der Nomenklatur steht unter Großbritannien schlicht Bulldog mit der Nummer 149. Kein English, kein Zusatz. Alphabetisch landet die Rasse damit unter B.
Aus meiner Erfahrung ist das kein Einzelfall. Umgangssprachliche Rassenamen und FCI-Namen gehen oft auseinander. Wer eine Rasse sucht, sollte deshalb immer die Standardnummer prüfen — der Name allein führt in die Irre.
Genauso wenig zählen der Old English Sheepdog mit der Nummer 16, der Cão da Serra da Estrela mit 173 oder der Canadian Eskimo Dog mit 211. In allen drei Fällen steht das E nicht am Anfang. Der gleiche Effekt tritt bei Hunderassen mit K auf.

Die einzige deutsche Rasse in dieser Liste
Der FCI-Rassestandard Nr. 291 führt den Eurasier mit Ursprungsland Deutschland. Der gültige Standard datiert auf den 4. September 2019. Als Verwendung nennt er ein einziges Wort: Begleithund.
Das Wesen beschreibt der Standard als selbstbewusst, ruhig und ausgeglichen, mit hoher Reizschwelle. Wachsam und aufmerksam, ohne lautfreudig zu sein. Die Bindung an die Familie ist stark ausgeprägt, Fremden gegenüber bleibt er gelassen und unaufdringlich.
Dann folgt ein Satz, den ich für den wichtigsten des ganzen Standards halte: Zur vollen Ausbildung dieser Merkmale braucht der Eurasier ständigen, engen häuslichen Kontakt zu seiner Familie. Das ist kein Hund für den Zwinger.
Bei den Farben ist der Standard dagegen ungewöhnlich offen. Zugelassen sind alle Farben und Farbkombinationen, ausgenommen reinweiß und gescheckt. Ein Eurasier kann also wolfsgrau, rot, falbfarben oder schwarz sein — Beispiele dazu in Schwarze Hunderassen.
FCI-Rassestandard Nr. 291, deutsche Fassung, gültig ab 04.09.2019.

Wie du diese Werte an einem konkreten Hund nachmisst, zeigt Widerristhöhe beim Hund.
Was bei allen fünfzehn gleich gilt
Vier Fragen vor der Entscheidung
- 🔴 Welche Aufgabe hatte die Rasse ursprünglich?
- Wie viel Bewegung braucht ein Jagdgebrauchshund täglich?
- Passt die Endgröße zu deinem Zuhause?
- Wer übernimmt die Fellpflege?
Zur Einordnung ins Rassesystem hilft Hunderassen von A bis Z.
§ 2 der Tierschutz-Hundeverordnung verlangt ausreichenden Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers, mehrmals täglich Umgang mit der Betreuungsperson und regelmäßigen Kontakt zu Artgenossen.
Für die Prägephase nennt das zuständige Bundesministerium vier Stunden täglichen Umgang bis zur zwanzigsten Lebenswoche. Meine langjährige Erfahrung sagt: Diese Wochen entscheiden mehr über den späteren Hund als der Anfangsbuchstabe seiner Rasse.
Fazit: Eine eigene Auszählung der zehn deutschen FCI-Gruppenseiten ergab am 23. August 2026 fünfzehn Rassen, deren Name mit E beginnt. Sieben davon stehen in Gruppe 7, darunter fünf Epagneuls sowie English Pointer und English Setter. Zwei stehen in Gruppe 8 mit English Cocker Spaniel und English Springer Spaniel, zwei in Gruppe 6 mit English Foxhound und Erdélyi Kopó. Dazu kommen der Entlebucher Sennenhund in Gruppe 2, der English Toy Terrier in Gruppe 3, der Eurasier in Gruppe 5 und der Epagneul Nain Continental in Gruppe 9. Die Gruppen 1, 4 und 10 enthalten keine Rasse mit E. Die English Bulldog gehört nicht dazu: Die FCI führt sie als Bulldog mit der Nummer 149.
Häufige Fragen zu Hunderassen mit E
🔴 Wie viele Hunderassen mit E gibt es?
Eine eigene Auszählung der zehn FCI-Gruppenseiten ergab am 23. August 2026 fünfzehn Rassen.
Steht die English Bulldog darunter?
Nein. Die FCI führt sie schlicht als Bulldog mit der Nummer 149 — also unter B.
In welcher Gruppe stehen die meisten?
In Gruppe 7 bei den Vorstehhunden: sieben Rassen.
Welche Gruppen enthalten keine Rasse mit E?
Die Gruppen 1, 4 und 10 — Hütehunde, Dachshunde und Windhunde.
🔴 Welche deutsche Rasse beginnt mit E?
Der Eurasier mit der Standardnummer 291.
Wie groß wird ein Eurasier?
Rüden 52 bis 60 Zentimeter, Hündinnen 48 bis 56.
Wie schwer wird er?
Rüden 22 bis 30 Kilogramm, Hündinnen 18 bis 26.
Welche Farben sind beim Eurasier erlaubt?
Alle Farben und Kombinationen außer reinweiß und gescheckt.
🔴 Was sind Epagneuls?
Französische Spaniel-Rassen. Fünf davon stehen in Gruppe 7, eine in Gruppe 9.
Was ist der Erdélyi Kopó?
Die Ungarische Bracke, auch Transylvanischer Laufhund, mit der Nummer 241.
Zählt der Old English Sheepdog dazu?
Nein. Sein Rassename beginnt mit O, der deutsche mit A.
Ist die Zahl 15 amtlich?
Nein, sie stammt aus einer eigenen Auszählung der Nomenklatur.
Quellen
- FCI-Rassennomenklatur, deutsche Fassung
- FCI-Rassestandard Nr. 291 – Eurasier, deutsche Fassung (PDF)
- Tierschutz-Hundeverordnung § 2 – Allgemeine Anforderungen an das Halten
- Bundesministerium (BMLEH) – Mehr Tierschutz bei Hunden
Über den Autor

Kevin Roth
Co-Gründer von Lucky Pets
Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.
Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.
Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung. Zu Gesundheit und Belastbarkeit des einzelnen Hundes berät die Tierarztpraxis.
