Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 24.08.2026 · Lesezeit: 8 Minuten
Das Wichtigste in Kürze
- Die Fachliteratur nennt 400 Milligramm Trockenextrakt je 10 Kilogramm am Tag.
- 🔴 In einer Studie an 29 Hunden zeigten 21 nach sechs Wochen eine Veränderung.
- Für Katzen gilt: niedrig dosieren, höchstens jeden zweiten Tag.
- 🔴 Indischer Weihrauch enthält Estragol, andere Arten nicht.
Die kurze Antwort
Für den Hund nennt die Fachliteratur 400 Milligramm eines standardisierten Trockenextrakts je 10 Kilogramm Gewicht am Tag, gegeben über das Futter.
🔴 Der Punkt, den kaum jemand nennt
Der Indische Weihrauch enthält im ätherischen Öl den Stoff Estragol. Laut Fachdatenbank fehlt genau dieser Stoff im Weihrauch anderer Arten.
Weihrauch steht in fast jedem Regal für Hundezusätze. Meist neben Grünlippmuschel und Teufelskralle.

Aus meiner Erfahrung wird dabei selten eine Zahl genannt. Dabei gibt es eine.
Die Dosierung
Die Fachdatenbank der Universität Zürich nennt für den Hund 400 Milligramm je 10 Kilogramm Gewicht am Tag.
Gemeint ist ein Trockenextrakt. Das ist ein Auszug aus dem Harz, eingestellt auf mindestens 50 Prozent Triterpensäuren.
Angaben aus der Fachliteratur
Die Katze fällt aus dem Rahmen. Hier wird ausdrücklich zur Zurückhaltung geraten.
In Fertigpräparaten steckt Weihrauch oft zusammen mit Brennnessel, Birke oder Teufelskralle.
🔴 Was die Studie zeigte
Es gibt eine Untersuchung am Hund. Sie ist klein, aber sie existiert.
29 Hunde erhielten 400 Milligramm je 10 Kilogramm über das Futter. 42 Tage lang.
Nach sechs Wochen zeigten 21 dieser Hunde deutliche Verbesserungen bei Lahmheit, Schmerz und Steifheit.
Diese Zahl sagt zweierlei. Es reagiert nicht jeder Hund. Und es dauert.
Was du daraus mitnehmen kannst
- Sechs Wochen sind der Zeitraum, über den beobachtet wurde.
- Nach einer Woche lässt sich nichts beurteilen.
- Acht der 29 Hunde zeigten keine deutliche Veränderung.
- Die Menge richtet sich nach dem Gewicht, nicht nach dem Gefühl.
Meine langjährige Erfahrung: Die meisten setzen viel zu früh wieder ab.
Zum Umgang mit steifen Gelenken passt auch Arthrose beim Hund. Wie Gelenke aufgebaut sind, steht in Gelenke beim Hund.
Was im Harz steckt
Die Inhaltsstoffübersicht teilt das Harz in drei Gruppen.
Zusammensetzung des Harzes
Die Wirkübersicht derselben Datenbank beschreibt für die Boswelliasäuren eine Hemmung von zwei Enzymen des Entzündungsstoffwechsels.
Ein weiterer Bestandteil, das Incensolacetat, zeigte im Tierversuch angstlösende Effekte.

Das sind Beschreibungen aus der Fachliteratur. Sie sind kein Heilversprechen.
🔴 Der Punkt mit dem Estragol
Im ätherischen Öl des Indischen Weihrauchs steckt ein Stoff namens Methylchavicol. Geläufiger ist der zweite Name: Estragol.
Die Fachdatenbank hält dazu einen Satz fest, den man leicht überliest. Dieser Stoff fehlt im Weihrauch anderer Arten.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung stuft Estragol als gentoxisches Kanzerogen ein. Das heißt: als Stoff, der das Erbgut schädigen und Krebs auslösen kann.
Für Duftöle schlägt die Behörde deshalb einen Höchstwert von 100 Milligramm je Kilogramm vor.
Jetzt die Einordnung, damit die Zahl nicht falsch ankommt.
Wie die Estragol-Frage einzuordnen ist
Wer Weihrauch dauerhaft füttert, sollte trotzdem auf einen standardisierten Extrakt achten. Rohes Harz aus dem Räucherhandel ist etwas anderes.
Was ich Haltern rate
Ich rechne die Menge aus, bevor ich kaufe. Ein 20-Kilo-Hund braucht 800 Milligramm am Tag.
Mir fällt auf, dass viele Präparate diese Menge gar nicht liefern. Da steht Weihrauch drauf und es sind 50 Milligramm drin.
Aus meiner Sicht gehört ein Zusatz neben eine Behandlung, nicht an ihre Stelle. Was Schmerzmittel leisten, steht in Schmerzmittel für Hunde.
Und ich schaue auf das Alter. Für den älteren Hund gilt Eigenes, siehe Alter Hund.
Verträglichkeit ist übrigens gut dokumentiert. Über sechs Monate zeigten Tierversuche auch bei hohen Mengen keine Auffälligkeiten.
Bei Magen und Darm hat die Fachliteratur eine zweite Angabe. Dort werden ebenfalls mindestens 400 Milligramm je 10 Kilogramm als Einzeldosis genannt. Mehr dazu in Darmsanierung beim Hund.
Läuft parallel ein Schmerzmittel, spreche ich die Zugabe vorher ab. Wie Langzeitgabe aussieht, zeigt Trocoxil für Hunde.
Fazit: Für den Hund nennt die Fachdatenbank der Universität Zürich 400 Milligramm eines standardisierten Weihrauch-Trockenextrakts je 10 Kilogramm Körpergewicht am Tag. In einer Studie erhielten 29 Hunde diese Menge über 42 Tage mit dem Futter. Nach sechs Wochen zeigten 21 der Tiere deutliche Verbesserungen bei Lahmheit, Schmerz und Steifheit. Für Katzen wird eine niedrige Dosierung genannt, die höchstens jeden zweiten Tag wiederholt werden soll. Das Harz besteht zu 50 bis 70 Prozent aus Harzanteilen mit den Boswelliasäuren, zu 4 bis 9 Prozent aus ätherischem Öl und zu 20 bis 23 Prozent aus Schleimstoffen. Im ätherischen Öl des Indischen Weihrauchs findet sich Estragol, das im Weihrauch anderer Arten fehlt und vom Bundesinstitut für Risikobewertung als gentoxisches Kanzerogen eingestuft wird. Als Gegenanzeige nennt die Fachliteratur Überempfindlichkeit oder Allergie. In Tierversuchen über sechs Monate traten auch bei hohen Mengen keine Auffälligkeiten auf.
Häufige Fragen zu Weihrauch für Hunde
Wie viel Weihrauch bekommt ein Hund?
Die Fachliteratur nennt 400 Milligramm Trockenextrakt je 10 Kilogramm am Tag.
🔴 Wie lange dauert es?
In der Studie an 29 Hunden zeigten sich die Veränderungen nach sechs Wochen.
Was ist ein Trockenextrakt?
Ein Auszug aus dem Harz, eingestellt auf mindestens 50 Prozent Triterpensäuren.
Was sind Boswelliasäuren?
Die Hauptbestandteile des Harzes. Sie machen den größten Teil des Auszugs aus.
🔴 Ist Weihrauch für Katzen geeignet?
Nur niedrig dosiert. Die Gabe soll höchstens jeden zweiten Tag wiederholt werden.
Gibt es Gegenanzeigen?
Überempfindlichkeit oder eine Allergie gegen die Pflanze.
Was steckt sonst im Harz?
Etwa 4 bis 9 Prozent ätherisches Öl und 20 bis 23 Prozent Schleimstoffe.
🔴 Was ist Estragol?
Ein Bestandteil des ätherischen Öls, den die deutsche Behörde kritisch bewertet.
Steckt es in jedem Weihrauch?
Nein. Laut Fachdatenbank fehlt es im Weihrauch anderer Arten.
Ist Weihrauch dopingrelevant?
Nein, im Pferdesport gilt Boswellia serrata nicht als verdächtige Substanz.
Quellen
- CliniPharm, Universität Zürich – Olibanum indicum, Veterinärmedizin
- CliniPharm, Universität Zürich – Olibanum indicum, Inhaltsstoffe
- CliniPharm, Universität Zürich – Olibanum indicum, Wirkungen
- Bundesinstitut für Risikobewertung – Stellungnahme zu Duftölen mit Safrol, Methyleugenol oder Estragol
Über den Autor

Kevin Roth
Co-Gründer von Lucky Pets
Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.
Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.
Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei anhaltender Lahmheit gehört der Hund untersucht.

