Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 25.08.2026 · Lesezeit: 6 Minuten
Das Wichtigste in Kürze
- Rüden etwa 25 cm, Hündinnen etwas kleiner.
- Seine Vorfahren kamen im Jahr 732 nach Japan.
- Aufgeweckt, gutmütig und liebenswürdig.
- Seidiges, gerades und langes Haar mit reichlicher Befederung.
Beim Japan Chin lässt sich die Ankunft in Japan auf ein Jahr datieren. Das ist bei Hunderassen ungewöhnlich. Ich gehe die Angaben durch.
Die kurze Antwort
Ein japanischer Begleithund von rund 25 Zentimetern mit seidigem, langem Haar.
Der entscheidende Punkt
Er ist seit Jahrhunderten Begleithund. Eine Arbeitsprüfung gibt es für ihn nicht.
Ein Geschenk aus dem Jahr 732
Der VDH stützt sich auf alte Aufzeichnungen. Danach gilt als gesichert, dass die Vorfahren des Chin im Jahr 732 als Geschenk der koreanischen Herrscher an den japanischen Hof gelangten. Die Herrscher gehörten der Dynastie Silla an, die von 337 bis 935 regierte.

In den folgenden hundert Jahren kamen offenbar viele weitere Chin nach Japan. Nach zeitgenössischen Überlieferungen brachte man später Exemplare der Rasse direkt wieder nach China und nach Nordkorea zurück.
Den Sprung zum Schoßhund verdankt der Chin einem Shogun. Unter Tsunayoshi Tokugawa, der von 1680 bis 1709 herrschte, wurde die Rasse im Schloss Edo aufgewertet. Mir ist keine andere Rasse bekannt, deren Weg sich über mehr als tausend Jahre so genau nachzeichnen lässt.
Rassedaten nach dem VDH-Rasselexikon.
Der Weg nach Europa und Amerika
1613 brachte der englische Kapitän Searles einen Chin nach England. Damit beginnt die europäische Geschichte der Rasse.

1853 führte der amerikanische Kommandeur Perry zahlreiche dieser Hunde in die USA ein. Zwei Exemplare gingen als Geschenk an die englische Königin Viktoria.
Ab 1868 war der Chin der bevorzugte Schoßhund der Damen der hohen Gesellschaft. Heute nennt ihn der VDH einen weitverbreiteten Haushund. Aus meiner Erfahrung begegnet er einem in Deutschland trotzdem selten. Was beim Züchterbesuch zählt, steht in Sozialisierung von Welpen.
Was ein Japan Chin im Alltag braucht
- Tägliches Kämmen des seidigen, langen Haars.
- Anschluss an seine Menschen — er ist ein Begleithund.
- Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers.
- Kontakt zu Artgenossen von klein auf.
- Einen Halter, der ihn als Hund führt, nicht als Accessoire.
Zur Fütterung: Welpen richtig füttern.
Erscheinung und Haarkleid
Der VDH beschreibt einen kleinen, eleganten und graziösen Hund mit reichlichem Haarkleid und breitem Gesichtsschädel. Rüden erreichen etwa 25 Zentimeter, Hündinnen bleiben etwas kleiner.

Das Haar ist seidig, gerade und lang. Außer in der Gesichtsregion ist der ganze Körper reichlich damit bedeckt. Ohren, Hals, Oberschenkel und Rute sind reichlich befedert.
Diese Verteilung hat Folgen für die Pflege. Ein Hund ohne Unterwolle, aber mit langem Deckhaar verfilzt an Reibestellen. Meine langjährige Erfahrung mit seidenhaarigen Zwergrassen zeigt, dass tägliches Kämmen weniger Arbeit macht als wöchentliches Entwirren. Mehr dazu in Fellpflege beim Hund.
Wesen: aufgeweckt und gutmütig
Beim Wesen bleibt das Rasselexikon knapp. Aufgeweckt, gutmütig und liebenswürdig. Mehr steht dort nicht.
Ich halte diese Kürze für ehrlich. Bei einer Rasse ohne Arbeitsprüfung entscheidet die Linie stärker über den Charakter als die Rassezugehörigkeit. Wer einen Welpen sucht, sollte die Elterntiere erleben. Grundlagen zur Führung stehen in Erziehung des Hundes.
Aufgeweckt heißt außerdem, dass er Beschäftigung braucht. Ein Begleithund ist kein Hund ohne Bedarf, sondern einer, dessen Bedarf im Zusammensein liegt. Passende Ideen findest du unter Hundespielzeug.
Ein Hund für die Wohnung
Ein Begleithund von 25 Zentimetern passt in fast jede Wohnung. Das ist der offensichtliche Teil. Der weniger offensichtliche: Er passt auch in fast jeden Tagesablauf, solange er dabei sein darf.
Ich sehe darin die eigentliche Anforderung dieser Rasse. Ein Chin, der stundenlang allein bleibt, lebt an seiner Bestimmung vorbei. Wer viel unterwegs ist, sollte prüfen, ob der Hund mitkommen kann.
Mir ist außerdem aufgefallen, wie gut diese Hunde Ruhe halten können, wenn sie Anschluss haben. Sie fordern Nähe, nicht ständige Aktion.
Haltung eines kleinen Begleithundes
Die Tierschutz-Hundeverordnung verlangt in § 2 Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers, mehrmals täglich Umgang mit der Betreuungsperson und regelmäßigen Kontakt zu Artgenossen. Diese Vorgaben gelten für einen Hund von 25 Zentimetern genauso wie für einen großen.
Gerade der letzte Punkt wird bei sehr kleinen Rassen oft übersehen. Ein Chin, der nie andere Hunde trifft, lernt den Umgang mit ihnen nicht. Getragen zu werden ersetzt das nicht.
Bei Zwerghunden achte ich außerdem auf die Gelenke. Sprünge vom Sofa und von Treppen summieren sich über Jahre. Was dort passiert, erklärt Gelenke beim Hund. Unterstützend gibt es die Lucky Pets Gelenktabletten mit Grünlippmuschel und Kollagen.

Fazit: Rüden erreichen etwa 25 Zentimeter, Hündinnen bleiben etwas kleiner, ein Gewicht nennt der VDH nicht. Die Vorfahren des Japan Chin kamen im Jahr 732 als Geschenk koreanischer Herrscher an den japanischen Hof. Unter Shogun Tsunayoshi Tokugawa wurde er zum Schoßhund im Schloss Edo, ab 1868 zum bevorzugten Begleiter der Damen der hohen Gesellschaft. Sein Wesen gilt als aufgeweckt, gutmütig und liebenswürdig, sein Haar als seidig, gerade und lang.
Häufige Fragen zum Japan Chin
Wie groß wird ein Japan Chin?
Rüden etwa 25 cm, Hündinnen etwas kleiner.
Wie schwer wird er?
Ein Gewicht führt der VDH nicht auf.
Zu welcher Gruppe gehört er?
Zu den Gesellschafts- und Begleithunden, Sektion Japanische Spaniel und Pekingesen.
Wie ist sein Wesen?
Aufgeweckt, gutmütig und liebenswürdig.
Wie sieht er aus?
Klein, elegant und graziös, mit reichlichem Haarkleid und breitem Gesichtsschädel.
Wie ist sein Haar?
Seidig, gerade und lang. Nur die Gesichtsregion bleibt frei.
Wo ist er befedert?
An Ohren, Hals, Oberschenkeln und Rute.
Seit wann gibt es ihn in Japan?
Seine Vorfahren kamen im Jahr 732 als Geschenk koreanischer Herrscher an den japanischen Hof.
Wer machte ihn zum Schoßhund?
Shogun Tsunayoshi Tokugawa, zwischen 1680 und 1709 im Schloss Edo.
Wann kam er nach England?
1613, durch den englischen Kapitän Searles.
Wann kam er in die USA?
1853, durch den amerikanischen Kommandeur Perry.
Wer bekam zwei Chin geschenkt?
Die englische Königin Viktoria.
Quellen
- VDH Rasselexikon – Japan Chin
- Tierschutz-Hundeverordnung § 2 – Allgemeine Anforderungen an das Halten
Über den Autor

Kevin Roth
Co-Gründer von Lucky Pets
Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.
Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.
Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung.
