Pharaonenhund: Größe, Wesen und Haltung

Pharaonenhund: Größe, Wesen und Haltung

Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 25.08.2026 · Lesezeit: 6 Minuten

Das Wichtigste in Kürze

  • Rüden im Idealfall 56 cm, Hündinnen 53 cm.
  • Ursprungsland ist Malta, nicht Ägypten.
  • Jagt mit Augen, Nase und auf kurze Distanz mit den Ohren.
  • Der Nasenschwamm ist immer fleischfarben.

Der Name führt in die Irre. Der Pharaonenhund kommt nicht aus Ägypten. Ich gehe die Angaben im Standard durch.

Die kurze Antwort

Ein maltesischer Jagdhund vom Urtyp mit einer idealen Widerristhöhe von 53 bis 56 Zentimetern.

Der entscheidende Punkt

Er jagt mit drei Sinnen. Augen, Nase und auf kurze Distanz die Ohren.

Malta statt Ägypten

Der FCI-Standard Nr. 248 nennt als Ursprungsland Malta. Das Patronat, also die Zuständigkeit für den Standard, liegt bei Großbritannien.

Wacher Pharaonenhund steht aufmerksam im Freien
Mittelgroß, mit edler Haltung und klaren Linien. Foto: Frank Vincentz / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Das überrascht viele, weil der Name etwas anderes nahelegt. Der Standard selbst führt die Rasse nicht auf Ägypten zurück, sondern ordnet sie schlicht Malta zu.

Geführt wird sie in der FCI-Gruppe 5 bei den Spitzen und Hunden vom Urtyp, Sektion 6, ohne Arbeitsprüfung. Mir fällt auf, wie sparsam dieser Standard insgesamt ist. Er beschreibt schlicht, was am Hund zu sehen ist. Auf die Legenden, die sich um den Namen ranken, verzichtet er vollständig.

Merkmal Rüde Hündin
MerkmalIdeale Widerristhöhe Rüde56 cm Hündin53 cm
MerkmalZulässiger Bereich Rüde56 – 63,5 cm Hündin53 – 61 cm
MerkmalUrsprung RüdeMalta HündinMalta
MerkmalFCI-Gruppe Rüde5, Sektion 6 Urtyp Hündin5, Sektion 6 Urtyp
MerkmalNasenschwamm Rüdeimmer fleischfarben Hündinimmer fleischfarben

Maße nach FCI-Standard Nr. 248, deutsche Fassung.

Ein Jäger mit drei Sinnen

Bei der Verwendung wird der Standard ungewöhnlich konkret. Er beschreibt einen wachsamen, leidenschaftlichen Jäger, der sowohl seine Augen wie auch seinen Geruchssinn benutzt.

Wacher Pharaonenhund im offenen Gelände
Ein leidenschaftlicher Jäger, der Augen und Nase gleichermaßen einsetzt. Foto: Frank Vincentz / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Dann kommt der Zusatz, den ich für den interessantesten Satz des ganzen Standards halte. Bei der Arbeit auf kurze Distanz gebraucht er auch seine Ohren in bemerkenswerter Weise.

Ein Hund, der auf Sicht startet, mit der Nase weitersucht und am Ende auf Geräusche reagiert, deckt drei Suchwege ab. Aus meiner Erfahrung erklärt das, warum diese Rasse im Freilauf schwer zu kontrollieren ist. Grundlagen zur Führung stehen in Erziehung des Hundes.

Was ein Pharaonenhund im Alltag braucht

  • Gesichertes Gelände für den Freilauf.
  • Beschäftigung für Nase und Augen.
  • Wärme bei Kälte — sein Haar ist kurz und ohne Befederung.
  • Auslauf im Freien und täglichen Umgang mit seinen Leuten.
  • Frühen Kontakt zu Menschen und Artgenossen.

Zur Prägung: Sozialisierung von Welpen.

Wesen: zutraulich und verspielt

Beim Wesen bleibt der Standard bei vier Wörtern. Wachsam, intelligent, zutraulich und verspielt.

Wacher Pharaonenhund steht aufmerksam im Gras
Der Kopf stellt einen stumpfen Keil dar, der Nasenschwamm ist fleischfarben. Foto: Frank Vincentz / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Diese Kürze passt zur Rasse. Ein Urtyp-Hund lässt sich schlecht in Adjektiven fassen. Ich rate deshalb dazu, Elterntiere zu erleben statt sich auf die Beschreibung zu verlassen. Was du dabei beobachten solltest, steht in Welpen richtig füttern.

Klar ist dagegen, was nicht sein darf. Aggressive oder übermäßig ängstliche Hunde führt der Standard unter den disqualifizierenden Fehlern. Beides ist damit kein Charakterzug, sondern ein Ausschlussgrund. Passende Beschäftigung findest du unter Hundespielzeug.

Ein Urtyp im deutschen Alltag

Urtyp-Hunde sind in Deutschland selten. Das liegt weniger an ihrem Wesen als an ihren Ansprüchen. Ein Hund, der auf Sicht startet, braucht eingezäuntes Gelände, sonst bleibt er an der Leine.

Ich rate deshalb dazu, vor dem Kauf zu klären, wo der Hund frei laufen darf. Ohne diese Möglichkeit wird aus einem leidenschaftlichen Jäger ein frustrierter Hund.

Mir sind dagegen Halter begegnet, die mit Coursing-Anlagen oder eingezäunten Wiesen arbeiten. Dort zeigt der Pharaonenhund, wofür er gebaut ist — und ist zu Hause anschließend ruhig.

Kopf, Haar und Farben

Der Fang ist geringfügig länger als der Schädel, ihre oberen Begrenzungslinien verlaufen parallel. Von oben und von der Seite betrachtet stellt der Kopf einen stumpfen Keil dar. Der Schädel ist lang, trocken und gut geformt, der Stopp nur geringfügig ausgebildet.

Beim Nasenschwamm macht der Standard eine Vorgabe ohne Ausnahme. Er ist immer fleischfarben, im Einklang mit der Fellfarbe. Ein schwarzer Nasenschwamm entspricht der Rasse nicht.

Das Haar ist kurz und glänzend, von fein und dicht bis etwas harsch. Befederung gibt es keine. Zugelassen ist Rostbraun bis Dunkelrostbraun. Erlaubt sind vier weiße Markierungen. Die weiße Schwanzspitze ist sogar sehr erwünscht. Dazu kommen ein weißer Brustfleck, genannt Stern, Weiß an den Zehen sowie eine schmale Blesse auf der Mittellinie des Gesichts. Zur Pflege siehe Fellpflege beim Hund.

Haltung in Deutschland

Die Tierschutz-Hundeverordnung verlangt in § 2 Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers, mehrmals täglich Umgang mit der Betreuungsperson und regelmäßigen Kontakt zu Artgenossen. Bei einem zutraulichen Hund ist der zweite Punkt kein Zwang.

Ein Punkt kommt in Deutschland dazu. Ein Hund aus dem Mittelmeerraum mit kurzem Haar und ohne Befederung friert. Ein Mantel im Winter und eine warme Liegefläche gehören deshalb zur Grundausstattung, sobald die Temperaturen fallen.

Meine langjährige Erfahrung mit leichten Urtyp-Hunden zeigt eine zweite Baustelle. Ihr Sprint aus dem Stand und die abrupten Wendungen belasten Gelenke und Sehnen. Was dort passiert, erklärt Gelenke beim Hund. Unterstützend gibt es die Lucky Pets Gelenktabletten mit Grünlippmuschel und Kollagen.

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Fazit: Rüden erreichen im Idealfall 56 Zentimeter und dürfen bis 63,5 messen, Hündinnen im Idealfall 53 und bis 61 Zentimeter. Ursprungsland ist Malta, das Patronat liegt bei Großbritannien. Der Pharaonenhund jagt mit Augen und Geruchssinn und setzt auf kurze Distanz zusätzlich die Ohren ein. Sein Wesen gilt als wachsam, intelligent, zutraulich und verspielt. Sein Nasenschwamm ist immer fleischfarben.

Häufige Fragen zum Pharaonenhund

Wie groß wird ein Pharaonenhund?

Rüden im Idealfall 56 cm (56–63,5 cm), Hündinnen 53 cm (53–61 cm).

Wie schwer wird er?

Ein Gewicht führt der Standard nicht auf.

Woher stammt er wirklich?

Aus Malta. Das Patronat liegt bei Großbritannien.

Wie ist sein Wesen?

Wachsam, intelligent, zutraulich und verspielt.

Womit jagt er?

Mit Augen und Geruchssinn. Auf kurze Distanz setzt er zusätzlich die Ohren ein.

Zu welcher Gruppe gehört er?

Zur FCI-Gruppe 5, Sektion 6 Urtyp, ohne Arbeitsprüfung.

Welche Farbe hat sein Nasenschwamm?

Immer fleischfarben, passend zur Fellfarbe.

Wie sieht sein Kopf aus?

Von oben und von der Seite betrachtet wie ein stumpfer Keil.

Wie ist sein Haar?

Kurz und glänzend, von fein und dicht bis etwas harsch. Ohne Befederung.

Welche Farbe ist zugelassen?

Rostbraun bis dunkelrostbraun.

Welche weißen Abzeichen sind erlaubt?

Weiße Schwanzspitze, Brustfleck, Weiß an den Zehen und eine schmale Blesse.

Welche Hunde werden disqualifiziert?

Aggressive oder übermäßig ängstliche Hunde.

Quellen

Über den Autor

Kevin Roth, Co-Gründer von Lucky Pets

Kevin Roth

Co-Gründer von Lucky Pets

Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.

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Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung.