Saluki: Größe, Herkunft und Haltung

Saluki: Größe, Herkunft und Haltung

Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 27.08.2026 · Lesezeit: 11 Minuten

Das Wichtigste in Kürze

  • Rüden 58–71 cm, Hündinnen proportional kleiner.
  • Der Typ ist seit Jahrtausenden unverändert.
  • Langhaar mit Befederung und Kurzhaar ohne.
  • Alle Farben erlaubt, Brindle unerwünscht.

Beim Saluki reicht die Rassegeschichte weiter zurück als bei fast jedem anderen Hund. Ich gehe die belegten Angaben durch.

Die kurze Antwort

Ein orientalischer Windhund von 58 bis 71 Zentimetern, mit seidigem Haar und Befederung.

Der entscheidende Punkt

Er wurde für die Jagd gezüchtet, nicht für den Stadtpark. Das prägt seinen Bedarf.

Älter als die meisten Rassen

Der VDH beginnt mit einem Satz, der die Rasse einordnet. Uralt wie die Geschichte des Orients sei die Geschichte des Saluki. Seit Jahrtausenden ist sein Typ in unveränderter Form bekannt.

Wacher Saluki steht aufmerksam auf einer Wiese
Ein Windhund von 58 bis 71 Zentimetern Widerristhöhe. Foto: SALUKIWORLD / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Belege gibt es in Stein. Auf antiken Skulpturen und Abbildungen taucht er immer wieder auf, zum Beispiel auf den Grabmälern von Hierakonpolis. Diese gehen auf das Jahr 3600 vor Christus zurück.

Später kommen weitere Darstellungen hinzu, etwa auf dem Alexander-Sarkophag oder in der Vatikanischen Sammlung. Sie zeigen, welch großer Beliebtheit sich der Saluki durch die Jahrtausende erfreut hat. Mir ist keine andere Hunderasse bekannt, deren Erscheinungsbild sich über einen so langen Zeitraum belegen lässt.

Merkmal Angabe
MerkmalWiderristhöhe Rüde Angabe58 – 71 cm
MerkmalWiderristhöhe Hündin Angabeproportional kleiner
MerkmalFCI-Gruppe AngabeGruppe 10 Windhunde, Sektion 1 (langhaarig und befedert)
MerkmalVarietäten AngabeLanghaar mit Befederung, Kurzhaar ohne
MerkmalFarben Angabealle, Brindle unerwünscht

Rassedaten nach dem VDH-Rasselexikon, Klassifikation nach FCI-Standard Nr. 269.

Der Hund, der im Sattel mitritt

Das Verbreitungsgebiet ist riesig. Weil die Wüstenstämme ein Nomadenleben führten, reicht es von der Türkei über Iran und Irak bis nach Saudi-Arabien und Syrien.

Jahrtausendelang war der Saluki ein unentbehrlicher und hochgeschätzter Jagdgehilfe der Nomaden. Diese brachten ihm alle Liebe und Fürsorge entgegen und teilten meist auch das Lager mit ihm. Die Welpen und Jungtiere zogen die Frauen des Stammes groß.

Ein Detail beschreibt das Jagdverfahren. Bei der Jagd nahm man den Saluki mit in den Sattel. Erst wenn der Falke das flüchtige Wild erspäht hatte, ging er ausgeruht der Beute nach. Aus meiner Erfahrung erklärt genau das seinen Bewegungsbedarf heute — er ist ein Sprinter, kein Dauerläufer. Was das für die Auslastung bedeutet, steht in Hundespielzeug.

Was ein Saluki im Alltag braucht

  • Gelegenheit zu freiem, schnellem Lauf auf gesichertem Gelände.
  • Einen Halter, der Windhund-Jagdtrieb einkalkuliert.
  • Regelmäßiges Kämmen der Befederung an Läufen und Ohren.
  • Auslauf im Freien und täglichen Umgang mit seinen Leuten.
  • Weiche Liegeflächen — ein Hund mit wenig Körperfett braucht sie.

Zur Aufzucht: Welpen richtig füttern.

Haar, Befederung und Farben

Das Haar ist glatt und von weicher, seidiger Struktur. Befederung sitzt an den Läufen und an den Rückseiten von Ober- und Unterschenkel. Bei erwachsenen Hunden kann auch an der Kehle Befederung vorkommen.

Im Welpenalter zeigt sich manchmal eine leichte, mehr wollige Befederung an Oberschenkeln und Schultern. Diese verliert sich später. Ich rate dazu, das Kämmen schon beim Welpen zur Gewohnheit zu machen. Wie das ohne Stress gelingt, steht in Fellpflege beim Hund.

Daneben steht die Kurzhaarvarietät. Sie kommt ohne jegliche Befederung aus. In Deutschland gibt es sie seit 1987. Bei den Farben ist der Standard großzügig: Alle Farben und Farbkombinationen sind zulässig. Nur Brindle ist unerwünscht.

Was ein Windhund im Alltag heißt

Wacher Saluki steht aufmerksam im Freien
Lange Hebel und tiefer Brustkorb — gebaut für den Sprint. Foto: ReyCep / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Ein Saluki ist kein Hund für den Nebenbei-Betrieb. Sein Körper ist auf Tempo gebaut, mit wenig Fettpolster und langen Hebeln. Ich sehe zwei Punkte, die im Alltag häufig unterschätzt werden. Der erste ist der Untergrund. Vollgas auf Asphalt schadet, Vollgas auf Wiese nicht. Grundsätzliches zur Bewegung steht in Erziehung des Hundes.

Der zweite Punkt ist die Sicherheit. Ein Hund, der Wild auf Sicht verfolgt, hört im Sprint niemanden mehr. Ein eingezäuntes Gelände löst das Problem, ein guter Rückruf allein nicht immer. Wer das früh übt, spart sich später viel Ärger.

Vom Orient nach Deutschland

Um das Jahr 1910 tauchen erstmals Salukis auf dem europäischen Kontinent auf. Einige wurden ins Zuchtbuch des Deutschen Windhundzucht- und Rennverbands eingetragen. Der erste dort verzeichnete Saluki-Wurf fiel am 12. November 1922.

Weitere Importe folgten 1926, nachdem der englische Kennel Club die Rasse anerkannt hatte. Der britische Standard von 1923 war der erste offizielle europäische Rassestandard für den Saluki. Heute liegt das Patronat bei der FCI selbst. Als Ursprung führt sie den Mittleren Osten.

Zum Wesen schweigt das Rasselexikon. Der FCI-Standard Nr. 269 schweigt nicht, ihn zitiere ich weiter unten. Was gesetzlich gilt, steht ebenfalls fest: Die Tierschutz-Hundeverordnung verlangt in § 2 Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers, mehrmals täglich Umgang mit der Betreuungsperson und regelmäßigen Kontakt zu Artgenossen.

Meine langjährige Erfahrung mit Windhunden zeigt eine typische Baustelle. Der Sprint aus dem Stand belastet Gelenke und Muskulatur stärker als gleichmäßiges Traben. Was dabei passiert, erklärt Gelenke beim Hund. Unterstützend gibt es die Lucky Pets Gelenktabletten mit Grünlippmuschel und Kollagen.

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Größe und Gewicht

Bei der Größe formuliert der Standard ungewöhnlich vorsichtig. Er nennt einen Durchschnitt zwischen 58 und 71 Zentimetern Widerristhöhe, in Zoll sind das 23 bis 28. Hündinnen bleiben proportional kleiner. Feste Ober- oder Untergrenzen je Geschlecht zieht er nicht.

Angabe FCI-Standard Nr. 269
AngabeWiderristhöhe FCI-Standard Nr. 269durchschnittlich 58 – 71 cm (23 – 28 Zoll)
AngabeHündinnen FCI-Standard Nr. 269proportional kleiner, ohne eigene Zahl
AngabeGewicht FCI-Standard Nr. 269im Standard nicht angegeben
AngabeRumpflänge FCI-Standard Nr. 269annähernd gleich der Widerristhöhe
AngabeFCI-Gruppe FCI-Standard Nr. 269Gruppe 10 Windhunde, Sektion 1, ohne Arbeitsprüfung
AngabeVerwendung FCI-Standard Nr. 269Jagd- und Coursinghund

FCI-Standard Nr. 269, gültige Fassung vom 25.10.2000, Ursprung Mittlerer Osten unter FCI-Patronat.

Diese Spanne von 13 Zentimetern hat einen Grund. Salukis variieren im Typ. Der Standard nennt diese Variationsbreite ausdrücklich erwünscht und typisch für die Rasse. Jeder Wüstenstamm hielt die Hunde, die zum Wild seiner Gegend passten. Der britische Standard von 1923 sollte alle diese Typen erfassen.

Ein Gewicht führt der Standard nicht auf. Wer eine belastbare Zahl braucht, holt sie beim Zuchtverband oder beim Züchter ein. Ich nenne hier keine. Weiter hilft ohnehin die Proportion: Die Rumpflänge entspricht annähernd der Widerristhöhe, auch wenn der Hund oft länger wirkt.

Wesen im Alltag

Drei Sätze stehen im Standard, die den Alltag mit dieser Rasse besser treffen als jeder Ratgebertext. Fremden gegenüber reserviert, jedoch nicht scheu oder aggressiv. Würdevoll, intelligent und unabhängig.

Reserviert heißt dabei nicht ängstlich. Ein Saluki begrüßt Besuch selten überschwänglich. Er schaut, ordnet ein, legt sich wieder hin. Wer einen Hund sucht, der jedem Gast entgegenspringt, sucht die falsche Rasse.

Unabhängig ist das Wort mit den größten Folgen. Ein Hund, der jahrtausendelang selbstständig hinter Wild her arbeitete, wartet nicht auf Kommandos. Der Rückruf klappt im Alltag. Sobald ein Hase startet, klappt er nicht mehr.

Der Standard beschreibt das Zuchtziel, nicht den einzelnen Hund. Aus meiner Erfahrung streuen Salukis im Verhalten stärker als viele andere Rassen. Manche suchen viel Nähe, andere bleiben ihr Leben lang zurückhaltend. Beides passt ins Bild.

Beim Alleinbleiben hilft die Herkunft weiter. Die Nomaden teilten meist das Lager mit ihm. Ein Saluki gehört ins Haus, nicht in den Zwinger. Ich plane bei dieser Rasse einen weichen Liegeplatz mitten im Wohnraum ein, nicht in der letzten Ecke.

Gesundheit und was der Standard ausschließt

Eine Lebenserwartung nennt der FCI-Standard nicht. Ich schreibe deshalb keine hin. Auch die Liste der Fehler fällt ungewöhnlich kurz aus. Genau das ist beim Saluki die eigentliche Aussage.

Zwei Punkte schließen von der Zucht aus. Aggressive Hunde gehören dazu, übermäßig ängstliche ebenso. Daneben stehen Hunde mit deutlichen physischen Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen. Mehr führt der Standard nicht auf.

Diese Kürze passt zur Rasse. Ein Standard, der Variationsbreite ausdrücklich begrüßt, kann schlecht lange Fehlerlisten führen. Er beschreibt Funktion statt Detail: Anmut und Ebenmaß, große Schnelligkeit und Ausdauer, verbunden mit Kraft und Gewandtheit.

Über dem Standard steht das Gesetz. § 11b des Tierschutzgesetzes untersagt Zuchten, bei denen den Nachkommen erblich bedingt Körperteile für den artgemäßen Gebrauch fehlen und dadurch Schmerzen, Leiden oder Schäden auftreten. Erblich bedingte Verhaltensstörungen, die mit Leiden verbunden sind, fallen ebenfalls darunter.

Am Ende steht der Satz, den alle FCI-Standards führen. Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde dienen. Bei einem Hund, der auf Tempo gebaut ist, gehört für mich ein Blick auf den Bewegungsapparat der Elterntiere dazu.

Welpenkauf: worauf du achten solltest

Kopf eines wachen Saluki
Befederung an den Ohren gehört zur langhaarigen Varietät. Foto: Timothy A. Gonsalves / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Der Saluki ist eine anerkannte Rasse mit eigenem Standard. Wer einen Welpen sucht, fängt beim Zuchtverband an. In Deutschland führt der Deutsche Windhundzucht- und Rennverband das Zuchtbuch. Was sonst vor dem Kauf zu klären ist, steht in Hundekauf.

Papiere sind hier keine Formsache. Aus der Ahnentafel liest du ab, welche Hunde hinter dem Wurf stehen. Dazu gehören der EU-Heimtierausweis mit Chipnummer, der Impfnachweis sowie das Entwurmungsprotokoll.

Ich fahre grundsätzlich hin, bevor ich zusage. Das Muttertier muss beim Wurf dabei sein. Die Welpen leben im Haus und kennen Staubsauger, Türklingel und Besuch. Bei einer reservierten Rasse zahlt sich diese frühe Gewöhnung besonders aus.

Beim Abgabealter ist die Rechtslage eindeutig. Die Tierschutz-Hundeverordnung erlaubt in § 2 die Trennung vom Muttertier erst im Alter von über acht Wochen. Viele Züchter geben später ab. Ich halte das für ein gutes Zeichen.

Bei dieser Rasse frage ich zusätzlich nach der Varietät. Langhaar und Kurzhaar stehen im selben Standard, sie unterscheiden sich nur in der Befederung. Preise nenne ich hier bewusst nicht, sie schwanken zu stark für eine Zahl, die morgen noch stimmt. Zur Fütterung in den ersten Monaten: Welpen richtig füttern.

Passt ein Saluki zu dir?

Die Verwendung im Standard beantwortet die halbe Frage: Jagd- und Coursinghund. Coursing meint das Hetzen eines künstlichen Hasen über freie Fläche. Ein Hund für diesen Zweck braucht Platz zum Rennen, kein zweites Stockwerk.

Für ein Grundstück mit hohem Zaun spricht alles. Für den Alltag ohne gesicherte Fläche spricht wenig. Ein Saluki im Sprint hört niemanden mehr, das ist keine Erziehungsfrage. Ich kläre feste Laufgelegenheiten deshalb, bevor der Hund einzieht.

Mit Kindern klappt es bei ruhigem Umgang. Ein würdevoller, zurückhaltender Hund mag keine Dauerbespaßung. Mit anderen Hunden klappt es meistens, sobald der erste Kontakt ohne Hektik läuft. Kleintiere im selben Haushalt bleiben dagegen ein echtes Thema.

Für Einsteiger ist die Rasse anspruchsvoll. Wer einen Hund sucht, der jeden Wunsch abliest, greift daneben. Wer einen eigenständigen Begleiter mit sehr alter Geschichte will, findet hier genau das. Ein weiterer Windhund aus derselben Sektion steht unter Afghanischer Windhund.

Fazit: Rüden erreichen 58 bis 71 Zentimeter, Hündinnen bleiben proportional kleiner. Der Saluki zählt zu den langhaarigen und befederten Windhunden, daneben gibt es eine Kurzhaarvarietät ohne Befederung. Sein Typ ist seit Jahrtausenden belegt, unter anderem auf Grabmälern von 3600 vor Christus. Bei den Nomaden ritt er im Sattel mit, um ausgeruht hinter dem vom Falken erspähten Wild herzujagen. Alle Farben sind zulässig, Brindle ist unerwünscht.

Häufige Fragen zum Saluki

Wie groß wird ein Saluki?

Rüden 58 bis 71 cm. Hündinnen sind proportional kleiner.

Zu welcher Gruppe gehört er?

In FCI-Gruppe 10, die Windhunde. Dort steht er in Sektion 1, den langhaarigen und befederten Windhunden, ohne Arbeitsprüfung.

Wie alt ist die Rasse?

Sehr alt. Der VDH verweist auf Grabmäler von Hierakonpolis aus dem Jahr 3600 v. Chr.

Gibt es ihn auch mit kurzem Haar?

Ja. Die Kurzhaarvarietät kommt ohne jegliche Befederung aus.

Wie fühlt sich sein Haar an?

Glatt, von weicher und seidiger Struktur.

Welche Farben sind erlaubt?

Alle Farben und Farbkombinationen. Nur Brindle ist unerwünscht.

Aus welcher Region stammt er?

Aus einem riesigen Areal von der Türkei über Iran und Irak bis Saudi-Arabien und Syrien.

Warum ritt er im Sattel mit?

Damit er ausgeruht war, sobald der Falke das Wild erspäht hatte.

Wie lebten die Nomaden mit ihm?

Sie teilten meist das Lager mit ihm. Die Frauen des Stammes zogen die Welpen groß.

Seit wann gibt es Salukis in Europa?

Um 1910. Der erste Wurf im deutschen Zuchtbuch fiel am 12. November 1922.

Wer legt den Standard fest?

Heute die FCI selbst. Standard Nr. 269 nennt als Ursprung „Mittlerer Osten" mit FCI-Patronat. Der erste offizielle europäische Standard kam 1923 aus Großbritannien.

Seit wann gibt es Kurzhaar-Salukis in Deutschland?

Seit 1987.

Quellen

Über den Autor

Kevin Roth, Co-Gründer von Lucky Pets

Kevin Roth

Co-Gründer von Lucky Pets

Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.

Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.

Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung.