Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 25.08.2026 · Lesezeit: 7 Minuten
Das Wichtigste in Kürze
- Idealmaß: Rüden 57 cm, Hündinnen 53 cm (± 3 cm).
- Kein Wachhund — beim Bewachen streikt er.
- Zughund im Trab, kein Sprinter.
- Zwei- bis dreimal pro Woche bürsten und kämmen.
Der Samojede fällt durch sein Lächeln auf. Zwei Erwartungen an ihn erfüllt er trotzdem nicht. Ich gehe die VDH-Angaben durch und nenne beide.
Die kurze Antwort
Ein mittelgroßer arktischer Spitz um 53 bis 57 Zentimeter, freundlich, ausdauernd und stark im Zug.
Der entscheidende Punkt
Er bewacht nichts. Der VDH schreibt, dass die Rasse beim Bewachen des Hauses streikt.
Herkunft: Rentierherden in Sibirien
Der VDH führt den Namen auf die Samojeden-Stämme aus Nordrussland und Sibirien zurück. Diese setzten die Vorfahren des heutigen Samojeden zum Hüten und Treiben ihrer Rentierherden ein.

Daneben liefen die Hunde als Jagd- und Schlittenhunde. Nach Europa kam die Rasse über den Zoologen Ernest Kilbourne Scott, dessen importierte Hunde die Basis der europäischen Zucht bildeten. Der erste Standard wurde 1909 in England niedergelegt.
Rassedaten nach dem VDH-Rasselexikon.
Zwei Erwartungen, die er nicht erfüllt
Die erste betrifft den Schutz. Als Familienhund macht der Samojede allen Freude — nur beim Bewachen des Hauses streikt die menschenfreundliche Rasse. Das Bellen liegt ihr durchaus im Blut, der Wachtrieb fehlt trotzdem.
Die zweite betrifft das Tempo. Der Samojede ist vom Körperbau her kein Sprinter. Seine Stärke liegt nicht im Hochgeschwindigkeits-Galopp, sondern im ausdauernden Trab. Diese Gangart schont seinen Bewegungsapparat am meisten. Aus meiner Erfahrung führt das bei Joggern zu Enttäuschung — wer Tempo sucht, wählt die falsche Rasse. Was zu ihm passt, steht in Hundespielzeug.

Wo er dafür glänzt, ist der Zug. Vor dem Hundeschlitten, dem Trainingswagen oder einer Pulka läuft er zu Hochtouren auf. Beim Ziehen schwerer Lasten lässt er laut VDH so manches zweibeinige Muskelpaket vor Neid erblassen.
Wesen und Erziehung
Samojeden lieben ihre Menschen. Der VDH nennt ein feines Gespür für die Stimmungen des Halters. Gemeinsame Unternehmungen sind für sie das Größte, Kuscheln schätzen sie ebenfalls.
Die Erziehung gilt als recht einfach. Eine Einschränkung nennt der Verband trotzdem. Sie ist ehrlich formuliert: Er gehört zu den Hunden, die eher nach dem zweiten Pfiff kommen als nach dem ersten. Dafür entschädigt er mit überschwänglicher Freude. Die Grundlagen stehen in Erziehung des Hundes.
An Beschäftigung bietet die Rasse viel Auswahl. Radtouren begleitet sie begeistert, als Reitbegleithund macht sie eine gute Figur. Auch Hütearbeit, Agility und die Arbeit als Therapiehund liegen ihr. Die Tierschutz-Hundeverordnung setzt in § 2 die Untergrenze: Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers, mehrmals täglich Umgang mit der Betreuungsperson und regelmäßiger Kontakt zu Artgenossen.
Was ein Samojede im Alltag braucht
- Zugarbeit oder Ausdauer im Trab — kein Sprint.
- Zwei- bis dreimal pro Woche bürsten und kämmen.
- Geduld bei Rückruf: zweiter Pfiff statt erster.
- Toleranz gegenüber Bellen.
- Keine Erwartung an Wachverhalten.
Zum Aufbau in den ersten Monaten: Sozialisierung von Welpen.

Bewegung: weit ausgreifend statt schnell
Der Samojede ist ein mittelgroßer, eleganter arktischer Spitz. Seine Schritte greifen konstant weit aus, der Schub kommt aus der Hinterhand. Dieser Bewegungsablauf ist flüssig und effektiv.
Daraus folgt etwas Praktisches. Auch nach langer Tagesstrecke blickt einem noch ein motivierter Hund entgegen. Er ermüdet nicht über die Distanz, sondern über das Tempo.
Ich plane Runden mit dieser Rasse deshalb nach Länge statt nach Geschwindigkeit. Zwei ruhige Stunden bringen ihm mehr als dreißig Minuten Sprint. Wie du dabei die Fütterung anpasst, steht in Welpen richtig füttern.
Fell: die eigentliche Arbeit
Bürste und Kamm gehören zur Standardausrüstung. Zwei- bis dreimal pro Woche will das doppelte Haarkleid gründlich gebürstet und anschließend gekämmt werden. Es besteht aus kurzer, weicher Unterwolle und längerem, harscherem Deckhaar.
Meine langjährige Erfahrung mit Spitzen zeigt, wo es kritisch wird. Zweimal im Jahr steht der Fellwechsel an — der VDH nennt das haarige Tage und Wochen. Wer in dieser Zeit nicht durchbürstet, hat wenig später verfilzte Stellen an Hals und Keulen. Hilfe findest du unter Hundefriseur.
Bei einem Zughund achte ich zusätzlich auf die Gelenke. Ziehen belastet Schulter und Hinterhand dauerhaft, anders als beim reinen Spaziergang. Was dabei passiert, erklärt Gelenke beim Hund. Unterstützend gibt es die Lucky Pets Gelenktabletten mit Grünlippmuschel und Kollagen.

Fazit: Der Samojede stammt von den Samojeden-Stämmen aus Nordrussland und Sibirien, wo seine Vorfahren Rentierherden hüteten und trieben. Das Idealmaß liegt bei 57 Zentimetern für Rüden und 53 für Hündinnen, ein Gewicht nennt der VDH nicht. Zwei Dinge sollte man vorher wissen. Er bewacht nichts. Und er ist kein Sprinter. Seine Stärke ist der ausdauernde Trab und das Ziehen von Lasten. Beim Fell fallen zwei- bis dreimal wöchentlich Bürste und Kamm an.
Häufige Fragen zum Samojeden
Wie groß wird ein Samojede?
Das Idealmaß liegt bei 57 cm für Rüden und 53 cm für Hündinnen, mit drei Zentimetern Toleranz.
Wie schwer wird er?
Der VDH nennt kein Gewicht. Wer eine Kilozahl liest, liest die Angabe eines Anbieters.
Ist er ein Wachhund?
Nein. Beim Bewachen des Hauses streikt die Rasse — obwohl ihr das Bellen im Blut liegt.
Woher stammt die Rasse?
Von den Samojeden-Stämmen aus Nordrussland und Sibirien. Daher kommt auch der Name.
Was war seine Aufgabe?
Das Hüten und Treiben von Rentierherden. Dazu kam der Einsatz als Jagd- und Schlittenhund.
Kann er Lasten ziehen?
Sehr gut. Vor Schlitten, Trainingswagen oder Pulka läuft er zu Hochtouren auf.
Wie schnell ist er?
Schnelligkeit ist nicht sein Ding. Trab ist seine Gangart und schont seinen Bewegungsapparat.
Wie schwer ist die Erziehung?
Recht einfach. Er kommt allerdings eher nach dem zweiten Pfiff als nach dem ersten.
Wie oft muss man ihn bürsten?
Zwei- bis dreimal pro Woche gründlich bürsten und anschließend kämmen.
Wie stark haart er?
Zweimal im Jahr steht ein Fellwechsel an. Der VDH spricht von haarigen Tagen und Wochen.
Hat er Jagdtrieb?
Eine angeborene jagdliche Motivation ist da, weist aber gewisse Einschränkungen auf.
Eignet er sich als Therapiehund?
Ja. Sein stets lächelndes Gesicht erhellt laut VDH die menschliche Psyche.
Quellen
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Über den Autor

Kevin Roth
Co-Gründer von Lucky Pets
Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.
Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.
Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung. Zu Gelenken, Belastung und Fell berät die Tierarztpraxis individuell.
