Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 22.08.2026 · Lesezeit: 6 Minuten
Das Wichtigste in Kürze
- Rüden ca. 63,5 cm und 38 kg, Hündinnen ca. 58,5 cm und 34 kg.
- 🔴 Der VDH nennt ihn ausdrücklich keinen Anfängerhund.
- Ausdauersportler, kein Sprinter — und kein Wachhund.
- Hohe Jagdmotivation, deshalb fast überall an der Leine.
Der Alaskan Malamute wird ständig mit dem Husky verwechselt. Beide ziehen einen Schlitten, damit endet die Gemeinsamkeit aber schon. Ich gehe die Angaben des VDH durch und zeige, was dieser Hund im deutschen Alltag wirklich fordert.
Die kurze Antwort
Ein arktischer Zughund mit rund 38 Kilogramm, hoher Jagdmotivation und eigenem Kopf. Kraftvoll statt schnell.
🔴 Der entscheidende Punkt
Die Rasse arbeitet auf Ausdauer. Eine Runde um den Block ersetzt keine Aufgabe, die Kraft und Kondition fordert.
Herkunft: Zugtier und Jagdhelfer der Inuit
Der VDH nennt den Alaskan Malamute eine der ältesten Schlittenhund-Rassen der Arktis. Die Vorfahren stammen aus Sibirien. Mit den Einwanderungswellen gelangten Hunde vom nordischen Schlittenhundtyp nach Alaska.

Dort züchteten Inuit daraus den Hund von den Mahlemiuten. Er zog Lasten und half bei der Jagd. Wer diese Doppelrolle kennt, versteht sofort, warum heute beides in dem Hund steckt: der Wille zu ziehen und der Wille, einer Fährte zu folgen.
Rassedaten nach dem VDH-Rasselexikon.
Die Farbpalette fällt breit aus. Der VDH führt Grau-Weiß, Silber, Sable, Alaskan Seal, Weiß, Blau, Schwarz-Weiß und Braun. Das mächtige Gebäude mit dem tiefen Brustkorb erklärt, warum dieser Hund über Stunden gleichmäßig arbeiten kann.
🔴 Wesen: freundlich, aber mit eigenem Kopf
Selbständig, eigenwillig, arbeitsfreudig — so fasst der VDH das Wesen zusammen. Der Hund braucht täglich eine Herausforderung. Hinter der gelassenen Ausstrahlung steckt eine Persönlichkeit, die sich nicht so schnell umstimmen lässt.

Fremden begegnet er mit freundlicher Gleichgültigkeit. Genau deshalb taugt er weder als Wachhund noch als Schutzhund. Wer einen bellenden Aufpasser sucht, sucht die falsche Rasse.
Aus meiner Erfahrung scheitert die Erziehung immer an derselben Stelle. Wer Gehorsam erzwingen will, verliert. Wer sich den Schlittenhund zum Freund macht, gewinnt Entscheidungen, die der Hund von sich aus mitträgt. Wo du das üben kannst, steht in Hundeschule.
Ein Punkt wird unterschätzt: die jagdliche Motivation. Sie ist hoch und macht die Leine fast überall unumgänglich. Wer trotzdem an der Freilaufidee festhält, riskiert genau die Situation, die in Hund zieht an der Leine beschrieben ist.
Alltag: was das Gesetz verlangt
Die Tierschutz-Hundeverordnung regelt in § 2 den Rahmen für jeden Hund. Verlangt werden ausreichend Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers, mehrmals täglich Umgang mit der Betreuungsperson und regelmäßiger Kontakt zu Artgenossen.
Entscheidend ist der Zusatz im selben Paragrafen. Auslauf und Sozialkontakte sind der Rasse, dem Alter und dem Gesundheitszustand anzupassen. Bei einem Zughund aus der Arktis bedeutet das eine ganz andere Latte als bei einem kleinen Begleithund. Für Welpen bis zwanzig Wochen schreibt die Verordnung mindestens vier Stunden Umgang je Tag vor.

Was ein Malamute im Alltag braucht
- Eine Aufgabe, die Kraft und Ausdauer fordert — Zugarbeit, lange Touren.
- Leine als Standard, Freilauf nur in gesichertem Gelände.
- Kühle Rückzugsorte im Sommer, das Fell ist für Frost gebaut.
- 🔴 Junge Hunde nicht über Distanz oder Zuglast auslasten.
- Klare Absprachen in der Familie, sonst sucht er sich seine eigenen Regeln.
Zum Wärmerisiko dickfelliger Rassen: Hitzschlag beim Hund.
Ich rate dazu, den Sommer vorher ernsthaft durchzudenken. Ein Hund mit rauem Deckhaar und dichter Unterwolle kommt mit Frost besser zurecht als mit dreißig Grad. Wie du Überhitzung früh erkennst, steht im verlinkten Ratgeber. Was in der Wachstumsphase auf den Teller gehört, beschreibt Welpen richtig füttern.
Pflege, Gesundheit und Kosten
Die Fellpflege bleibt überschaubar. Regelmäßiges Bürsten reicht, im Fellwechsel kommt die Bürste deutlich häufiger zum Einsatz. Ich halte den Aufwand für machbar, solange der Fellwechsel eingeplant ist. Wer sich das nicht zutraut, findet Hilfe unter Hundefriseur.
Meine langjährige Erfahrung mit großen Zughunden zeigt: der Bewegungsapparat entscheidet über die späteren Jahre. Bei 38 Kilogramm tragen Hüften und Knie deutlich mehr als bei einem mittelgroßen Hund. Was dahintersteckt, erklärt Hüftdysplasie beim Hund.
Der zweite Punkt betrifft die Fütterung. Ein tiefbrüstiger Hund dieser Größe gehört nach dem Fressen zur Ruhe, nicht auf die Wiese. Warum das wichtig ist, steht in Magendrehung beim Hund.
Fazit: Der Alaskan Malamute stammt von sibirischen Schlittenhunden ab, die über Alaska zu den Inuit kamen. Rüden messen rund 63,5 Zentimeter bei etwa 38 Kilogramm, Hündinnen 58,5 Zentimeter bei 34 Kilogramm. Er arbeitet auf Ausdauer statt auf Tempo. Als Wachhund oder Schutzhund taugt er nicht. Fremden begegnet er freundlich gleichgültig, seiner Nase folgt er dagegen konsequent. Der VDH nennt ihn ausdrücklich keinen Anfängerhund — wer ihn hält, braucht Zeit, Gelände und Geduld.
Häufige Fragen zum Alaskan Malamute
Wie groß wird ein Alaskan Malamute?
Rüden messen im Schnitt 63,5 cm, Hündinnen rund 58,5 cm. Damit gehört die Rasse klar zu den großen Hunden.
Wie schwer wird er?
Rüden wiegen etwa 38 kg, Hündinnen etwa 34 kg. Der tiefe Brustkorb und das mächtige Gebäude erklären dieses Gewicht.
Ist der Malamute dasselbe wie ein Husky?
Nein. Beide zieht der Schlitten, aber der Malamute ist schwerer gebaut und arbeitet auf Ausdauer, nicht auf Tempo.
Taugt er als Wachhund?
Nein. Der VDH schließt sowohl den Einsatz als Wachhund als auch den als Schutzhund aus.
Wie begegnet er Fremden?
Mit freundlicher Gleichgültigkeit. Er bellt sie nicht an, er interessiert sich schlicht wenig für sie.
🔴 Ist er ein Anfängerhund?
Nein. Kraft und Persönlichkeit dieser Rasse überfordern Einsteiger, das schreibt der VDH ausdrücklich.
Kann er ohne Leine laufen?
Meistens nicht. Die jagdliche Motivation ist hoch, deshalb bleibt die Leine fast überall unumgänglich.
Wie aufwendig ist die Fellpflege?
Relativ einfach. Regelmäßiges Bürsten genügt, im Fellwechsel greift man deutlich häufiger zur Bürste.
Welche Farben gibt es?
Grau-Weiß, Silber, Sable, Alaskan Seal, Weiß, Blau, Schwarz-Weiß und Braun.
Woher stammt die Rasse?
Ihre Vorfahren kamen aus Sibirien nach Alaska. Die Inuit züchteten daraus den Hund von den Mahlemiuten.
Wofür wurde er gebraucht?
Nomadisierende Jäger und Fischer setzten ihn als Zugtier und als Jagdhelfer ein.
In welche FCI-Gruppe gehört er?
In Gruppe 5, Sektion 1 der nordischen Schlittenhunde. Die Standardnummer lautet 243.
Quellen
- VDH Rasselexikon – Alaskan Malamute
- Tierschutz-Hundeverordnung § 2 – Allgemeine Anforderungen an das Halten
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Über den Autor

Kevin Roth
Co-Gründer von Lucky Pets
Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.
Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.
Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung. Zu Belastung und Wachstum großer Rassen berät die Tierarztpraxis individuell.
