Ca de Bestiar: Der schwarze Hirtenhund von Mallorca

Ca de Bestiar: Der schwarze Hirtenhund von Mallorca

Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 23.08.2026 · Lesezeit: 6 Minuten

Das Wichtigste in Kürze

  • Rüden 66 bis 73 cm, mittleres Gewicht etwa 40 kg.
  • 🔴 Vollständig schwarz oder schwarz mit weißem Brustabzeichen.
  • Zwei Haarvarietäten: Kurzhaar und Langhaar.
  • FCI-Gruppe 1, Sektion 1 Schäferhunde, ohne Arbeitsprüfung.

Ein großer schwarzer Hirtenhund von den Balearen, den man außerhalb Spaniens selten sieht. Ich habe den Standard gelesen. Beim Wesen ist er ungewöhnlich offen — mir ist selten ein so direkter Absatz begegnet.

Die kurze Antwort

Der Ca de Bestiar ist ein Hüte-, Wach- und Schutzhund aus Spanien. Rüden messen 66 bis 73 Zentimeter bei etwa 40 Kilogramm.

🔴 Der entscheidende Punkt

Der Standard schreibt, er anerkenne nur einen Herrn und lasse Fremde nur ungern an sich heran. Das ist Zuchtziel, nicht Zufall.

Die Zahlen aus dem Standard

Der FCI-Rassestandard Nr. 321 nennt Spanien und ausdrücklich die Balearen als Ursprung. Als Verwendung steht dort Hüte-, Wach- und Schutzhund. Geführt wird die Rasse in Gruppe 1 Hütehunde und Treibhunde, Sektion 1 Schäferhunde, ohne Arbeitsprüfung.

Großer wacher schwarzer Hund steht aufmerksam auf einer Wiese
Vollständig schwarz — der Standard lässt kaum eine andere Farbe zu.

Bei der Größe gibt der Standard Rüden 66 bis 73 Zentimeter vor, Hündinnen 62 bis 68. Eine Abweichung von einem Zentimeter nach oben oder unten wird akzeptiert, sollte sich aber in der Gesamtbeurteilung auswirken. Das mittlere Gewicht liegt bei etwa 40 Kilogramm.

Merkmal Vorgabe laut FCI-Standard Nr. 321
MerkmalUrsprung Vorgabe laut FCI-Standard Nr. 321Spanien (Balearen)
MerkmalVerwendung Vorgabe laut FCI-Standard Nr. 321Hüte-, Wach- und Schutzhund
MerkmalFCI-Gruppe Vorgabe laut FCI-Standard Nr. 3211, Sektion 1 Schäferhunde
MerkmalArbeitsprüfung Vorgabe laut FCI-Standard Nr. 321ohne
MerkmalWiderristhöhe Rüde Vorgabe laut FCI-Standard Nr. 32166 bis 73 cm (± 1 cm)
MerkmalWiderristhöhe Hündin Vorgabe laut FCI-Standard Nr. 32162 bis 68 cm (± 1 cm)
MerkmalGewicht Vorgabe laut FCI-Standard Nr. 321mittleres Gewicht ca. 40 kg
MerkmalFarbe Vorgabe laut FCI-Standard Nr. 321vollständig schwarz oder schwarz mit weißem Brustabzeichen

Nach dem FCI-Rassestandard Nr. 321, deutsche Fassung, geprüft am 23.08.2026.

Aus meiner Erfahrung fällt bei dieser Rasse zuerst die Farbe auf. Der Standard lässt nur Schwarz zu, allenfalls mit weißem Brustabzeichen. Ich sehe darin ein klares Erkennungsmerkmal der Rasse. Wie du die Größe korrekt nachmisst, steht in Widerristhöhe beim Hund.

🔴 Zwei Haarvarietäten in einem Standard

Das Erscheinungsbild beschreibt der Standard als Hund von leicht konvexem Profil. Groß, aber ohne Übertreibung. Dazu von mittlerem Gewicht. Genannt werden gut proportioniert, rustikal, kräftig, muskulös, robust und behände.

Und dann folgt eine Aufteilung, die man kennen sollte: Es existieren zwei Haarvarietäten — Kurzhaar als die meist verbreitete Varietät und Langhaar.

Großer wacher schwarzer Hund steht aufmerksam an einem Zaun
Hüte-, Wach- und Schutzhund — so nennt ihn der Standard.

Beim Kurzhaar liegt das Haar kurz und gut an der Haut an, auf dem Rücken etwa 1,5 bis 3 Zentimeter, mit sehr feiner, dünner Unterwolle. Bei der langhaarigen Varietät kann das Haar auf dem Rücken leicht gewellt sein und je nach Jahreszeit etwas mehr als sieben Zentimeter erreichen — im Winter ist es am längsten. Zur Pflege siehe Fellpflege beim Hund.

Ein ungewöhnlich offener Wesensabsatz

Die meisten Standards formulieren beim Wesen vorsichtig. Dieser nicht. Er beginnt mit einem Hund von großem Adel und schreibt dann: Er anerkennt nur einen Herrn und lässt es nur ungern zu, dass sich ihm Fremde nähern.

Weiter heißt es: intelligent, führig, anhänglich. In der Jugend sei er äußerst scheu und zurückhaltend, später erreichten seine Gefühlsausbrüche ungeahnte Ausmaße. Und: Seinem Herrn ist er bis in den Tod treu.

Was das für die Anschaffung bedeutet

  • 🔴 Ein Hund, der Fremde ungern an sich heranlässt, braucht Führung und Struktur.
  • Wie viel Erfahrung hast du mit Herdenschutz- und Wachhunden?
  • Wie sieht dein Umfeld aus — Besuch, Nachbarn, Spaziergänge?
  • Wer begleitet dich fachlich in den ersten Monaten?
  • Wo findest du in Deutschland überhaupt seriöse Zuchtstätten?

Wie strukturiertes Training aussieht, zeigt Hundeschule.

§ 2 der Tierschutz-Hundeverordnung nennt das Mindestmaß: ausreichend Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers, mehrmals täglich Umgang mit der Betreuungsperson und regelmäßiger Kontakt zu Artgenossen. Alles angepasst an Rasse, Alter und Gesundheitszustand.

Frau steht draußen ruhig neben ihrem großen wachen schwarzen Hund
Der Standard spricht von Treue bis in den Tod — und von Zurückhaltung gegenüber Fremden.

Wer den Hund draußen hält, braucht nach § 4 eine Schutzhütte und zusätzlich einen witterungsgeschützten, schattigen und wärmegedämmten Liegeplatz.

Meine langjährige Erfahrung mit Hüte- und Schutzhunden sagt: Die frühe Sozialisierung entscheidet, wie ein solcher Hund später auf Fremde reagiert. Für Welpen nennt das zuständige Bundesministerium vier Stunden täglichen Umgang bis zur zwanzigsten Lebenswoche. Ich halte diese Phase hier für besonders wichtig.

Und wenn du wissen willst, welche Rassen sonst in Gruppe 1 stehen: Hunderassen von A bis Z ordnet die zehn Gruppen ein. Eine zweite Gruppe-1-Rasse mit ähnlicher Aufgabe ist der rumänische Herdenschutzhund.

Fazit: Der Ca de Bestiar steht im FCI-Rassestandard Nr. 321, dessen gültige Fassung auf den 26. Mai 1982 datiert. Ursprung sind Spanien und ausdrücklich die Balearen. Als Verwendung nennt der Standard Hüte-, Wach- und Schutzhund. Geführt wird die Rasse in Gruppe 1, Sektion 1 Schäferhunde, ohne Arbeitsprüfung. Rüden messen 66 bis 73 Zentimeter, Hündinnen 62 bis 68, jeweils mit einem Zentimeter Toleranz. Das mittlere Gewicht liegt bei etwa 40 Kilogramm. Erlaubt ist vollständiges Schwarz oder Schwarz mit weißem Brustabzeichen. Es gibt zwei Haarvarietäten: Kurzhaar mit etwa 1,5 bis 3 Zentimetern auf dem Rücken als verbreitetere Form und Langhaar mit je nach Jahreszeit etwas mehr als sieben Zentimetern. Beim Wesen hält der Standard fest, dass der Hund nur einen Herrn anerkennt und Fremde nur ungern an sich heranlässt.

Häufige Fragen zum Ca de Bestiar

🔴 Woher stammt der Ca de Bestiar?

Aus Spanien, genauer von den Balearen. Der Standard nennt ihn Hüte-, Wach- und Schutzhund.

Wie groß wird er?

Rüden 66 bis 73 Zentimeter, Hündinnen 62 bis 68. Eine Abweichung von einem Zentimeter wird akzeptiert.

Wie schwer wird er?

Der Standard nennt ein mittleres Gewicht von etwa 40 Kilogramm.

Welche Farbe schreibt der Standard vor?

Vollständig schwarz oder schwarz mit weißem Brustabzeichen.

🔴 Gibt es verschiedene Fellvarianten?

Ja, zwei: Kurzhaar als die meist verbreitete Varietät und Langhaar.

Wie lang ist das Fell jeweils?

Beim Kurzhaar etwa 1,5 bis 3 Zentimeter auf dem Rücken. Beim Langhaar je nach Jahreszeit etwas mehr als sieben Zentimeter.

🔴 Was sagt der Standard zum Wesen?

Er anerkennt nur einen Herrn und lässt es nur ungern zu, dass sich ihm Fremde nähern — intelligent, führig und anhänglich.

Wie verhält er sich in der Jugend?

Laut Standard äußerst scheu und zurückhaltend. Später erreichen seine Gefühlsausbrüche ungeahnte Ausmaße.

In welcher FCI-Gruppe steht er?

In Gruppe 1, Sektion 1 Schäferhunde, ohne Arbeitsprüfung.

Wie alt ist der Standard?

Der gültige offizielle Standard datiert vom 26. Mai 1982.

Was verlangt die Verordnung an Haltung?

Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers, mehrmals täglich Umgang und regelmäßigen Kontakt zu Artgenossen.

Darf er draußen gehalten werden?

Wer einen Hund im Freien hält, braucht laut Verordnung eine Schutzhütte und einen wärmegedämmten Liegeplatz.

Quellen

Über den Autor

Kevin Roth, Co-Gründer von Lucky Pets

Kevin Roth

Co-Gründer von Lucky Pets

Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.

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Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung. Zu Gesundheit und Belastbarkeit des einzelnen Hundes berät die Tierarztpraxis.