Catahoula Bulldog: Was die Rasseliste dazu sagt

Catahoula Bulldog: Was die Rasseliste dazu sagt

Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 24.08.2026 · Lesezeit: 6 Minuten

Das Wichtigste in Kürze

  • 🔴 Der Catahoula Bulldog ist keine FCI-Rasse.
  • Anerkannt sind die Molosser der Gruppe 2.
  • Atemnot gilt im Standard als unerwünscht.
  • Ein Bulldog wiegt 23 bis 25 Kilogramm.

Der Name klingt nach einer festen Rasse mit klarem Profil. In der offiziellen Liste steht er nicht — weder als Bulldog-Variante noch als Hütehund.

Die kurze Antwort

Der Catahoula Bulldog ist keine von der FCI anerkannte Rasse. Es gibt für ihn keinen Standard.

🔴 Der entscheidende Punkt

Anerkannt sind die Molosser in Gruppe 2, Sektion 2.1 — mit klaren Vorgaben zu Bau und Atmung.

Was die FCI führt

Ich habe die deutsche FCI-Rassennomenklatur nach Catahoula durchsucht. Kein Treffer, in keiner der zehn Gruppen.

Kompakter kurzhaariger Molosser steht wach auf einer Wiese
Der Bulldog steht in Gruppe 2, Sektion 2.1.

In Gruppe 2, Sektion 2.1, den Molossoiden vom doggenartigen Typ, stehen dagegen mehrere bekannte Rassen.

Rasse Nr. Ursprung
RasseBulldog Nr.149 UrsprungGroßbritannien
RasseBullmastiff Nr.157 UrsprungGroßbritannien
RasseMastiff Nr.264 UrsprungGroßbritannien
RasseDogue de Bordeaux Nr.116 UrsprungFrankreich
RasseCane Corso Italiano Nr.343 UrsprungItalien
RasseRottweiler Nr.147 UrsprungDeutschland

FCI-Nomenklatur Gruppe 2, deutsche Fassung, Stand 24.08.2026.

Aus meiner Erfahrung entstehen solche Kombinationsnamen aus zwei Typvorstellungen. Sie sagen etwas über die Erwartung, nichts über geprüfte Merkmale. Einen ähnlichen Fall beschreibt Pitbull vs Staffordshire Bull Terrier.

🔴 Was der Bulldog-Standard verlangt

Der FCI-Standard Nr. 149 beschreibt den Bulldog als kurzhaarig, ziemlich untersetzt, eher tiefgestellt, breit gebaut, kraftvoll und kompakt.

Dann folgt eine Einschränkung, die selten zitiert wird. Kein Merkmal darf so übermäßig ausgeprägt sein, dass die Ausgewogenheit gestört ist, der Hund missgebildet erscheint oder in seiner Bewegungsfähigkeit beeinträchtigt ist.

Und noch deutlicher: Hunde mit erkennbarer Atemnot sind höchst unerwünscht. Der Körper soll ziemlich kurz und gut zusammengefügt sein, ohne jegliche Neigung zur Fettleibigkeit.

Großer kurzhaariger Molosser steht wach auf einem Weg
Zu den anerkannten Molossern zählt auch der Cane Corso.

Als Verwendung nennt der Standard heute einen Begleithund mit Abschreckungswirkung. Ursprünglich wurde die Rasse für die Stierhetze eingesetzt, erstmals erwähnt um 1630.

Ich finde diesen Wandel bemerkenswert. Aus einem Hetzhund wurde ein Begleithund — und der Standard schreibt heute Gesundheit vor Optik. Wie sich Aufgaben sonst verändert haben, zeigt Trüffelhunde.

Genau hier liegt der Prüfstein für jeden Molosser. Ein Hund, der im Trab hörbar schnauft, erfüllt den Standard nicht.

Wesen und Farben

Beim Wesen ist der Standard knapp und treffend. Der Bulldog vermittelt den Eindruck von Entschlossenheit, Kraft und Aktivität.

Weiter heißt es: aufmerksam, kühn, loyal, zuverlässig, mutig. Grimmig im Aussehen, aber liebenswürdig im Wesen.

Kräftiger kurzhaariger Hund gemischten Typs trabt wach über eine Wiese
Bei Mischtypen lässt sich das Ergebnis nicht vorhersagen.

Zugelassen sind gestromt, rot in allen Schattierungen, falb, rehbraun, weiß und gescheckt. Höchst unerwünscht sind eine unpigmentierte Nase sowie schwarz und schwarz mit loh. Rüden wiegen 25 kg, Hündinnen 23 kg. Wie unterschiedlich Farbregeln ausfallen, zeigt Braune Hunde.

Was das Recht dazu sagt

§ 11b des Tierschutzgesetzes verbietet das Züchten, wenn erblich bedingt Körperteile oder Organe für den artgemäßen Gebrauch fehlen, untauglich oder umgestaltet sind und dadurch Schmerzen, Leiden oder Schäden auftreten.

Das gilt unabhängig davon, ob eine Rasse anerkannt ist. Die zuständige Behörde kann zusätzlich das Unfruchtbarmachen anordnen. Und das Ministerium darf per Rechtsverordnung das Züchten mit bestimmten Rassen und Linien verbieten oder beschränken.

Das zuständige Bundesministerium nennt außerdem ein Ausstellungsverbot für Hunde mit Qualzuchtmerkmalen. Es umfasst alle Veranstaltungen mit Beurteilung, Prüfung oder Vergleich.

Fragen vor dem Kauf eines Mischtyps

  • 🔴 Welche Rassen stecken nachweislich dahinter?
  • Atmen beide Elterntiere ruhig und geräuschlos?
  • Welcher Verband hat Papiere ausgestellt?
  • Welche Gesundheitsuntersuchungen liegen vor?
  • Wie beweglich sind die Elterntiere im Trab?

Meine langjährige Erfahrung sagt: Der Atemtest im Trab sagt mehr als jedes Verkaufsgespräch.

Was bei einem Mischtyp offen bleibt

Zwei Typvorstellungen ergeben keinen dritten Standard. Ein Hütehund arbeitet selbständig, aufmerksam und über Stunden ausdauernd, ein Molosser wurde dagegen für Kraft, Ruhe und Präsenz gezüchtet. Beides zusammen ergibt keinen berechenbaren Hund.

Was aus dieser Kombination wird, steht nirgends geschrieben. Genau darin liegt das Risiko für Käufer. Dasselbe Muster zeigt Doodle-Rassen.

Mein Eindruck nach vielen Gesprächen: Wer Kraft und Wachsamkeit sucht, findet unter den anerkannten Molossern genug Auswahl. Einen Überblick gibt Hunderassen von A bis Z.

Wer dagegen einen Hütehundtyp will, sollte in Gruppe 1 suchen — dort steht die passende Auswahl mit geprüftem Wesen und geprüfter Größe. Beides gleichzeitig zu bekommen, ist eine Hoffnung, keine Zusage. Ein Wurf kann in jede Richtung ausschlagen, auch innerhalb desselben Wurfs.

Fazit: Der Catahoula Bulldog ist keine von der FCI anerkannte Rasse. Weder Catahoula noch Catahoula Bulldog stehen in der Nomenklatur. Anerkannt sind die Molossoiden vom doggenartigen Typ in Gruppe 2, Sektion 2.1, darunter Bulldog (149), Bullmastiff (157), Mastiff (264), Dogue de Bordeaux (116) und Cane Corso Italiano (343). Der FCI-Standard Nr. 149 beschreibt den Bulldog als kurzhaarig, untersetzt, breit gebaut und kompakt. Er verlangt aber ausdrücklich, dass kein Merkmal übertrieben ausfällt. Der Hund darf weder missgebildet erscheinen noch in seiner Bewegungsfähigkeit eingeschränkt sein. Hunde mit erkennbarer Atemnot sind höchst unerwünscht. Als Verwendung nennt der Standard einen Begleithund mit Abschreckungswirkung. Rüden wiegen 25 kg, Hündinnen 23 kg. § 11b des Tierschutzgesetzes verbietet unabhängig von der Anerkennung Zuchten, bei denen erblich bedingt Leiden entstehen.

Häufige Fragen zum Catahoula Bulldog

🔴 Ist der Catahoula Bulldog eine anerkannte Rasse?

Nein. Weder Catahoula noch Catahoula Bulldog stehen in der FCI-Nomenklatur.

Welche Molosser führt die FCI?

In Gruppe 2, Sektion 2.1 stehen unter anderem Bulldog, Bullmastiff, Mastiff und Cane Corso.

Wofür wurde der Bulldog gezüchtet?

Der Standard nennt ihn heute Begleithund mit Abschreckungswirkung.

Wie schwer ist ein Bulldog?

Rüden 25 kg, Hündinnen 23 kg.

🔴 Was sagt der Standard zur Atmung?

Hunde mit erkennbarer Atemnot sind höchst unerwünscht.

Darf ein Merkmal übertrieben sein?

Nein. Kein Merkmal darf so ausgeprägt sein, dass der Hund missgebildet oder eingeschränkt wirkt.

Wie beschreibt der Standard das Wesen?

Aufmerksam, kühn, loyal, zuverlässig, mutig — grimmig im Aussehen, aber liebenswürdig im Wesen.

Welche Farben sind zulässig?

Gestromt, rot in allen Schattierungen, falb, rehbraun, weiß und gescheckt.

Was ist unerwünscht?

Eine unpigmentierte Nase sowie schwarz und schwarz mit loh.

🔴 Was gilt für die Zucht?

Das Tierschutzgesetz verbietet Zuchten, bei denen erblich bedingt Leiden entstehen.

Gibt es ein Ausstellungsverbot?

Ja. Es gilt für Hunde mit Qualzuchtmerkmalen bei allen Veranstaltungen mit Beurteilung.

Worauf achte ich bei einem Angebot?

Auf Papiere eines anerkannten Verbands, sichtbare Elterntiere und Gesundheitsnachweise.

Quellen

Über den Autor

Kevin Roth, Co-Gründer von Lucky Pets

Kevin Roth

Co-Gründer von Lucky Pets

Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.

Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.

Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Fragen zu Atmung und Belastbarkeit hilft deine Tierarztpraxis weiter.