Cirneco dell'Etna: Größe und Wesen

Cirneco dell'Etna: Größe und Wesen

Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 27.08.2026 · Lesezeit: 11 Minuten

Das Wichtigste in Kürze

  • Rüden 46–50 cm und 10–13 kg, Hündinnen 44–48 cm und 8–11 kg.
  • Wahrscheinlich Nachfahre ägyptischer Jagdhunde.
  • Willensstark, unnachgiebig, anhänglich und wachsam.
  • Ideales Revier: Nischen und Vorsprünge.

Der Cirneco dell'Etna sieht aus wie ein kleiner Pharaonenhund. Seine Herkunft erklärt, warum. Ich gehe die Angaben durch.

Die kurze Antwort

Ein sizilianischer Jagdhund vom Urtyp, 44 bis 50 Zentimeter groß und höchstens 13 Kilogramm schwer.

Der entscheidende Punkt

Er ist willensstark und unnachgiebig. Das steht so im Standard, nicht als Nebensatz.

Von Ägypten über Phönizien nach Sizilien

Der FCI-Standard Nr. 199 beschreibt einen Hund, der bereits im Altertum auf Sizilien zu Hause war. Es handelt sich um einen Hund aus dem Mittelmeerraum.

Wacher Cirneco dell'Etna läuft über eine Wiese
Ein leichter Jagdhund vom Urtyp, 44 bis 50 Zentimeter hoch. Foto: Vignazzi / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Seine Herkunft führt der Standard weiter zurück. Wahrscheinlich stammt er von den Jagdhunden des alten Ägypten aus der Zeit der Pharaonen ab. Nach Sizilien brachten ihn demnach die Phönizier.

Belege für seine Existenz auf der Insel gibt es reichlich. Zahlreiche Abbildungen auf Münzen, Schnitzereien und Mosaiken stammen aus einer Zeit viele Jahrhunderte vor Christus. Mir ist bei kaum einer anderen Rasse die Herkunft über Handelswege so klar beschrieben.

Merkmal Rüde Hündin
MerkmalWiderristhöhe Rüde46 – 50 cm Hündin44 – 48 cm
MerkmalToleranz Rüde± 2 cm Hündin± 2 cm
MerkmalGewicht Rüde10 – 13 kg Hündin8 – 11 kg
MerkmalFCI-Gruppe Rüde5, Spitze und Hunde vom Urtyp Hündin5, Spitze und Hunde vom Urtyp
MerkmalHaarlänge Rüdeca. 2,5 cm Hündinca. 2,5 cm

Maße nach FCI-Standard Nr. 199, deutsche Fassung.

Willensstark und unnachgiebig

Der Standard fasst das Wesen in einem langen Satz. Der Cirneco ist sehr willensstark, unnachgiebig, anhänglich und wachsam, ein resoluter Hund, seinem Herrn treu ergeben.

Wacher Cirneco dell'Etna steht auf Felsgestein
Sein Revier sind Nischen und Vorsprünge, kein offenes Feld. Foto: Vignazzi / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Diese Wortwahl ist bemerkenswert. Willensstark und unnachgiebig stehen an erster Stelle, nicht als Einschränkung am Ende. Aus meiner Erfahrung heißt das für die Praxis: Wer diesen Hund über Druck führen will, verliert. Grundlagen dazu in Erziehung des Hundes.

Dann folgt die andere Seite. Er ist durch und durch ein Jagdhund, der seinen ausgebildeten Geruchssinn einsetzt, zugleich aber ein ausgezeichneter Begleiter. Wie du beide Seiten früh zusammenbringst, steht in Sozialisierung von Welpen.

Was ein Cirneco dell'Etna im Alltag braucht

  • Gesichertes Gelände — er jagt Kleinwild selbstständig.
  • Nasenarbeit als Hauptbeschäftigung.
  • Wärme bei Kälte, sein Haar ist nur 2,5 cm lang.
  • Auslauf im Freien und täglichen Umgang mit seinen Leuten.
  • Einen Halter, der Willensstärke nicht als Ungehorsam liest.

Zur Fütterung: Welpen richtig füttern.

Ein Revier aus Nischen und Vorsprüngen

Besonders zeichnet ihn laut Standard die Fähigkeit aus, die Fährte wilder Kaninchen aufzunehmen und zu verfolgen. Dazu kommen anderes Kleinwild und Wildgeflügel.

Kopf eines wachen Cirneco dell'Etna
An den Ohren liegt das Haar glatt an. Foto: Vignazzi / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Das ideale Jagdrevier beschreibt der Standard mit zwei Wörtern: Nischen und Vorsprünge. Wer die Lavafelder rund um den Ätna kennt, versteht sofort, was gemeint ist.

Für diesen Untergrund braucht ein Hund Trittsicherheit und Wendigkeit statt Ausdauer im Galopp. Ich halte das für den Schlüssel zum Verständnis dieser Rasse — sie ist kein Windhund, auch wenn sie so aussieht. Passende Beschäftigung findest du unter Hundespielzeug.

Haar und Farben

Das Haar ist von glasiger und dichter Textur. An Ohren und Läufen liegt es glatt an, am Körper und am Schwanz ist es halblang mit etwa 2,5 Zentimetern und liegt ebenfalls an.

Bei den Farben nennt der Standard zwei Gruppen. Die erste ist Falb in allen Schattierungen, von dunkel bis hell, auch mit Verwässerungen.

Die zweite ist Lohfarben mit Weiß. Erlaubt sind eine weiße Blesse oder ein Fleck am Kopf, ein weißer Fleck oder eine Blesse an der Brust sowie weiße Pfoten, Rutenspitze und Bauch. Ein weißes Halsband ist dagegen weniger wünschenswert. Bei so kurzem Haar bleibt die Pflege minimal — mehr dazu in Fellpflege beim Hund.

Cirneco oder Pharaonenhund?

Beide Rassen werden regelmäßig verwechselt. Der schnellste Unterschied ist die Größe. Ein Pharaonenhund misst im Idealfall 56 Zentimeter, ein Cirneco bleibt bei 46 bis 50.

Auch die Herkunftsländer sind verschieden. Der Pharaonenhund kommt aus Malta, der Cirneco aus Sizilien. Beide werden in derselben FCI-Gruppe geführt, gehören aber zu unterschiedlichen Sektionen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Interessenten diese Unterschiede vor dem Kauf unterschätzen. Wer einen leichten, wendigen Hund für unwegsames Gelände sucht, ist beim Cirneco richtig.

Haltung in Deutschland

Die Tierschutz-Hundeverordnung verlangt in § 2 Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers, mehrmals täglich Umgang mit der Betreuungsperson und regelmäßigen Kontakt zu Artgenossen. Bei einem Hund, der als ausgezeichneter Begleiter beschrieben wird, ist der mittlere Punkt zentral.

Praktisch kommt bei dieser Rasse ein deutscher Faktor dazu. Ein Hund mit 2,5 Zentimeter kurzem Haar und wenig Fettpolster friert im Winter. Ein Mantel gehört bei Kälte zur Ausrüstung, ebenso eine weiche, warme Liegefläche.

Meine langjährige Erfahrung mit leichten Jagdhunden zeigt eine weitere Baustelle. Wendungen auf felsigem oder hartem Untergrund fordern die Gelenke. Was dort passiert, erklärt Gelenke beim Hund. Unterstützend gibt es die Lucky Pets Gelenktabletten mit Grünlippmuschel und Kollagen.

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Größe und Gewicht

Beim Maßband wird der Standard ausführlicher als bei den meisten Rassen. Rüden messen 46 bis 50 Zentimeter, Hündinnen 44 bis 48. Zwei Zentimeter Toleranz gelten nach unten wie nach oben. Beim Gewicht stehen 10 bis 13 Kilogramm für Rüden und 8 bis 11 für Hündinnen.

Angabe Wert im Standard Nr. 199
AngabeWiderristhöhe Rüde Wert im Standard Nr. 19946 bis 50 cm, Toleranz ±2 cm
AngabeWiderristhöhe Hündin Wert im Standard Nr. 19944 bis 48 cm, Toleranz ±2 cm
AngabeGewicht Rüde Wert im Standard Nr. 19910 bis 13 kg
AngabeGewicht Hündin Wert im Standard Nr. 1998 bis 11 kg
AngabeKörperlänge Wert im Standard Nr. 199entspricht der Widerristhöhe (quadratisch)
AngabeKopflänge Wert im Standard Nr. 199vier Zehntel der Widerristhöhe
AngabeFCI-Gruppe Wert im Standard Nr. 199Gruppe 5, Sektion 7, mit Arbeitsprüfung in Italien

FCI-Standard Nr. 199, gültige Fassung vom 30. Oktober 2016.

Die Proportionen erklären den Bau besser als die reinen Höhen. Der Hund ist quadratisch gebaut, Körperlänge und Widerristhöhe sind gleich. Die Brust reicht knapp bis zu den Ellenbogen, nicht darüber hinaus. Ihr Umfang übertrifft die Widerristhöhe um etwa ein Achtel.

Ich lese daraus einen leichten, hochbeinigen Hund mit viel Lungenraum. Genau das braucht ein Tier, das über Lavabrocken springt. Eine Größe außerhalb des Toleranzbereichs schließt der Standard von der Zucht aus.

Das Erscheinungsbild fasst der Standard in einem Satz. Er nennt einen mittelgroßen Hund vom Urtyp, elegant und schmal in der Form. Kompakt soll er sein, von starkem Körperbau, mit feinem Haarkleid und aufrechten Ohren. Und stets aufmerksam. Die Rute sitzt tief, im Stand trägt er sie säbelförmig. Wird er aufmerksam, biegt sie sich sichelförmig über den Rücken.

Wesen im Alltag

Interessant wird der Standard dort, wo er die Sinne trennt. Die Augen dienen dem Cirneco nur dazu, die passende Stelle auszuwählen. Über die Ohren nimmt er die Bewegung eines Hasen wahr. Der Fährte folgt er dann mit der Nase. Seinen Geruchssinn nennt der Text stark und verlässlich.

Für den Alltag heißt das etwas Praktisches. Ein Hund, der Bewegung hört und Fährten riecht, ist auf einer Wiese nie ganz bei dir. Der Rückruf steht in Konkurrenz zu einer Kaninchenspur. Ich übe ihn früh und lange an der Schleppleine.

Beim Besuch zeigt sich die wachsame Seite. Er meldet, bevor es klingelt. Anhänglich bleibt er trotzdem — der Standard nennt ihn seinem Herrn treu ergeben. Für Kinder ist er ein guter Spielpartner, solange sie Ruhepausen zulassen.

Beschrieben ist damit das Zuchtziel, nicht der Hund vor dir. Willensstärke wirkt bei einem Welpen anders als bei einem dreijährigen Rüden. Alleinbleiben lernt er, wenn es früh und in kleinen Schritten anfängt.

Gesundheit und was der Standard ausschließt

Eine Lebenserwartung führt der Standard nicht auf. Was er auflistet, sind die Fehler, die ein Tier von der Zucht ausschließen. Bei Nummer 199 dreht sich diese Liste auffällig oft um Pigment.

Disqualifizierend sind ein schwarzer Nasenschwamm und eine Nase ganz ohne Pigment. Dasselbe gilt für schwarze Lidränder, Krallen und Ballen sowie für ein einfarbig braunes, schwarzes oder gestromtes Haarkleid. Auch ein Glasauge zählt dazu — gemeint ist ein helles, pigmentloses Auge. Zur Haut heißt es, sie dürfe nie schwarze Flecken tragen und nie depigmentiert sein.

Beim Gebäude schließen Unterbiss und Überbiss aus, ebenso hängende Ohren. Eine über dem Rücken gebogen getragene Rute gehört dazu, genauso eine fehlende oder verkürzte Rute. Aggressive oder übermäßig ängstliche Hunde sind wie bei jeder Rasse ausgeschlossen.

Über dem Rassestandard steht das Gesetz. § 11b des Tierschutzgesetzes verbietet Zuchten, bei denen den Nachkommen erblich bedingt Körperteile für den artgemäßen Gebrauch fehlen und dadurch Schmerzen, Leiden oder Schäden auftreten. Ob ein einzelner Wurf darunter fällt, entscheidet die zuständige Behörde.

Ich frage Züchter bei dieser Rasse nach dem Gebiss der Elterntiere. Unter- und Überbiss stehen beide auf der Ausschlussliste.

Welpenkauf: worauf du achten solltest

Fang beim Zuchtverband an. Die Rasse ist anerkannt und trägt die Standardnummer 199 — nach dieser Nummer darfst du fragen. Aus der Ahnentafel liest du ab, welche Hunde hinter dem Wurf stehen. Dazu gehören Heimtierausweis mit Chipnummer, Impfnachweis und Entwurmungsprotokoll.

Ich fahre grundsätzlich hin, bevor ich zusage. Das Muttertier muss beim Wurf dabei sein. Ein Welpe darf erst im Alter von über acht Wochen vom Muttertier getrennt werden. Wer früher abgibt, verstößt gegen geltendes Recht.

In Deutschland ist die Rasse selten. Der Blick nach Italien lohnt sich deshalb, denn dort führt der Standard eine Arbeitsprüfung. Eltern mit Prüfung sagen dir etwas über Nase und Nerven, nicht nur über das Aussehen.

Passt der Cirneco dell'Etna zu dir?

Er passt zu Menschen, die gern draußen unterwegs sind. Eine Wohnung reicht ihm. Voraussetzung ist, dass seine Nase täglich Arbeit bekommt. Zeit brauchst du für gesicherte Auslaufflächen.

Mit Kindern klappt es gut, mit anderen Hunden meist auch. Kleintiere im Haushalt sind ein Thema. Der Standard nennt wilde Kaninchen ausdrücklich als seine Beute.

Für wen passt er nicht? Für alle, die einen Hund ohne Jagdverhalten suchen. Für kalte Wohnungen ohne warmen Liegeplatz. Und für jeden, der einen zuverlässigen Rückruf ohne Training erwartet.

Fazit: Rüden erreichen 46 bis 50 Zentimeter und 10 bis 13 Kilogramm, Hündinnen 44 bis 48 Zentimeter und 8 bis 11 Kilogramm, jeweils mit zwei Zentimetern Toleranz. Der Cirneco dell'Etna war schon im Altertum auf Sizilien zu Hause und stammt wahrscheinlich von ägyptischen Jagdhunden ab, die Phönizier brachten ihn ins Mittelmeer. Sein Wesen gilt als willensstark, unnachgiebig, anhänglich und wachsam. Sein ideales Revier sind Nischen und Vorsprünge.

Häufige Fragen zum Cirneco dell'Etna

Wie groß wird ein Cirneco dell'Etna?

Rüden 46 bis 50 cm, Hündinnen 44 bis 48 cm.

Wie viel Toleranz gibt es?

Zwei Zentimeter unter der Minimal- und zwei über der Maximalhöhe.

Wie schwer wird er?

Rüden 10 bis 13 kg, Hündinnen 8 bis 11 kg.

Wofür wird er eingesetzt?

Als Jagdhund, vor allem für die Hasenjagd.

Wie ist sein Wesen?

Willensstark, unnachgiebig, anhänglich und wachsam — ein resoluter Hund, seinem Herrn treu ergeben.

Jagt er auf Sicht oder mit der Nase?

Er bringt seinen ausgebildeten Geruchssinn zum Einsatz.

Was ist sein ideales Revier?

Nischen und Vorsprünge — also unwegsames, felsiges Gelände.

Welches Wild jagt er?

Wilde Kaninchen, dazu anderes Kleinwild und Wildgeflügel.

Wie ist sein Haar?

Glasig und dicht, halblang mit etwa 2,5 cm, am Körper anliegend.

Welche Farben gibt es?

Falb in allen Schattierungen sowie Lohfarben mit Weiß.

Woher stammt die Rasse?

Aus Sizilien. Ihre Vorfahren sollen aus dem alten Ägypten stammen.

Wer brachte sie nach Sizilien?

Die Phönizier.

Quellen

Über den Autor

Kevin Roth, Co-Gründer von Lucky Pets

Kevin Roth

Co-Gründer von Lucky Pets

Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.

Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.

Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung.