Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 25.08.2026 · Lesezeit: 8 Minuten
Das Wichtigste in Kürze
- Er soll 30 cm nicht überschreiten.
- Idealer Wohnungshund, der nicht haart.
- Ausdauernd, aber ohne Bedarf an langen Wanderungen.
- Sein Name bedeutet wörtlich: der Verhätschelte.
Ich finde die Namensgeschichte dieser Rasse ungewöhnlich: Der Bichon Frisé hieß nicht immer so. Sein heutiger Name ist die Folge davon, wie man ihn behandelt hat.
Die kurze Antwort
Ein Begleithund bis 30 Zentimeter, fröhlich und kinderlieb, mit korkenzieherartigem Haar, das nicht ausfällt.
Der entscheidende Punkt
Er haart nicht — das Haar bleibt im Fell und muss deshalb heraus gekämmt werden.
Der Wohnungshund, der nicht haart
Der VDH formuliert es direkt: Der Bichon à poil frisé ist ein idealer Wohnungshund, der nicht haart.

Dazu passt die Angabe zur Bewegung. Bei Spaziergängen kann er sehr ausdauernd sein, benötigt aber keine ausgedehnten Wanderungen, um sich wohl und ausgelastet zu fühlen.
Aus meiner Erfahrung führt der Satz vom Nicht-Haaren regelmäßig zu Missverständnissen. Das Haar fällt nicht aus, es bleibt im Fell hängen — und verfilzt dort, wenn niemand kämmt. Mehr dazu in Fellpflege beim Hund.
Angaben nach dem VDH-Rasselexikon.
Wesen: wachsam ohne zu kläffen
Die Rasse gilt als ausgesprochen aufmerksam und wachsam. Der VDH schiebt sofort eine Klarstellung nach: Ein Kläffer ist der Bichon Frisé nicht.
Sein Wesen nennt das Rasselexikon ausgeglichen und selbstbewusst. Fremden Personen und anderen Hunden gegenüber zeigt er sich freundlich und ohne Aggressionen.

Kinder liebt er über alles. Spielen und Toben mit ihnen bereitet ihm viel Freude — eine Angabe, die man bei kleinen Rassen nicht in jedem Profil findet. Grundlagen zur Führung stehen in Erziehung des Hundes.
Was ein Bichon Frisé im Alltag braucht
- Regelmäßiges Kämmen, weil das Haar nicht ausfällt.
- Kurze, regelmäßige Spaziergänge statt langer Touren.
- Kontakt zu Kindern und Hunden — er sucht ihn von sich aus.
- Klare Regeln trotz seiner Freundlichkeit.
- Kontakt zu Artgenossen, wie es § 2 TierSchHuV verlangt.
Zur Aufzucht: Welpen richtig füttern.
Das Fell der Mongolenziege
Der Standard beschreibt das Haar als dünn, seidig, korkenzieherartig und sehr locker. Als Vergleich nennt er das Fell der Mongolenziege.
Es soll weder schlicht noch verflochten sein und erreicht 7 bis 10 Zentimeter Länge. Ich lese daraus: Die Locken sind fest gedreht, nicht wollig verklebt.
Meine langjährige Erfahrung mit Lockenfellen zeigt, dass genau diese Struktur den Aufwand bestimmt. Je feiner und lockerer das Haar, desto schneller entstehen Knoten dicht an der Haut. Wer erst kämmt, wenn die Filzplatte sichtbar ist, kommt zu spät — dann hilft oft nur noch die Schere.
Fünf Rassen, eine Familie

Seine Abstammung findet der Bichon Frisé im Water Spaniel beziehungsweise Barbet. Daraus stammt auch der Oberbegriff Barbichon.
Zu dieser Gruppe zählen laut VDH fünf Rassen. Es sind der Bichon Maltais, also der Malteser, sowie der Bichon Bolognais, der Bologneser. Dazu kommen der Bichon Havanais, also der Havaneser, sowie der Bichon Ténériffe — der heutige Bichon Frisé. Die fünfte Rasse ist das Petit chien lion, das Löwchen.
Ich finde diese Einordnung praktisch für die Rasseauswahl. Wer einen Bichon Frisé mag, sollte sich die vier Verwandten ebenfalls ansehen. Zum Malteser gibt es ein eigenes Profil: Malteser.
Wie aus Ténériffe Bichon wurde
Der Name Ténériffe stammt aus der frühesten Zeit um 1500, als spanische Segler einige dieser Hunde auf die Kanarischen Inseln brachten. Dort wurden sie gezüchtet und an hochstehende spanische und italienische Persönlichkeiten verkauft.
1515 hielt der Bichon Frisé unter Francis I. Einzug in die Königshäuser. Den Höhepunkt seiner Popularität erreichte er 1574 unter Henry III.
Dann kam der Namenswechsel. Er wurde parfümiert, mit Bändchen und Schleifchen geschmückt, man drehte ihm Löckchen ein — kurzum, er wurde von allen Seiten verhätschelt. Aus dem französischen bichonner für verhätscheln wurde Bichon. Der Zusatz frisé bedeutet lediglich gelockt.
Standard, Haltung und Gesundheit
Erst im März 1933 wurde ein Standard über diese Rasse geschrieben. Anderthalb Jahre später, im Oktober 1934, führte man sie erstmals im Zuchtbuch des französischen Hundeverbandes. Der Bichon Frisé gilt als franco-belgische Rasse.
Die Tierschutz-Hundeverordnung verlangt in § 2 Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers, mehrmals täglich Umgang mit der Betreuungsperson und regelmäßigen Kontakt zu Artgenossen.
Mir fallen bei kleinen Rassen vor allem die Sprünge von Möbeln auf. Ich sehe darin die stärkste Belastung für Knie und Ellbogen im Alltag. Was dabei passiert, erklärt Gelenke beim Hund. Unterstützend gibt es die Lucky Pets Gelenktabletten mit Grünlippmuschel und Kollagen.

Fazit: Der Bichon Frisé soll 30 Zentimeter nicht überschreiten, ein Gewicht nennt der VDH nicht. Er gilt als aufmerksam und wachsam, ohne zu kläffen. Sein Wesen ist ausgeglichen und selbstbewusst. Fremden und anderen Hunden begegnet er freundlich, Kinder liebt er über alles. Als Wohnungshund ist er ideal, weil er nicht haart — das 7 bis 10 Zentimeter lange, korkenzieherartige Haar muss dafür regelmäßig gekämmt werden. Sein Name kommt vom französischen bichonner, also verhätscheln.
Häufige Fragen zum Bichon Frisé
Wie groß wird ein Bichon Frisé?
Er soll 30 cm nicht überschreiten.
Wie schwer wird er?
Ein Gewicht führt der VDH nicht auf.
Haart er?
Nein. Der VDH nennt ihn einen idealen Wohnungshund, der nicht haart — das Haar bleibt im Fell.
Wie viel Bewegung braucht er?
Er ist ausdauernd. Ausgedehnte Wanderungen braucht er aber nicht.
Bellt er viel?
Er gilt als aufmerksam und wachsam, ist laut VDH aber kein Kläffer.
Wie ist er zu Kindern?
Er liebt sie über alles, Spielen und Toben bereitet ihm viel Freude.
Wie reagiert er auf Fremde?
Freundlich und ohne Aggressionen — auch anderen Hunden gegenüber.
Wie lang wird sein Haar?
7 bis 10 Zentimeter, korkenzieherartig und sehr locker.
Woher kommt der Name Bichon?
Vom französischen bichonner, also verhätscheln. Frisé heißt schlicht gelockt.
Wie hieß er früher?
Ténériffe — nach den Kanarischen Inseln, wohin spanische Segler ihn brachten.
Welche Rassen gehören zu den Bichons?
Malteser, Bologneser, Havaneser, Bichon Frisé und Löwchen.
Seit wann gibt es einen Standard?
Seit März 1933, im Zuchtbuch steht er seit Oktober 1934.
Quellen
- VDH Rasselexikon – Bichon à poil frisé
- Tierschutz-Hundeverordnung § 2 – Allgemeine Anforderungen an das Halten
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Über den Autor

Kevin Roth
Co-Gründer von Lucky Pets
Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.
Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.
Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung.
