Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 27.08.2026 · Lesezeit: 11 Minuten
Das Wichtigste in Kürze
- Braun steht oft gleichrangig neben Schwarz.
- Der Labrador kommt in drei Farben vor.
- Beim Pudel ist Beige nicht zugelassen.
- Die Nasenfarbe folgt der Grundfarbe.
Braun oder schwarz — bei vielen Rassen ist das keine Frage der Seltenheit. Die Standards führen beide Farben nebeneinander, mit klaren Regeln für jede.
Die kurze Antwort
Bei Labrador, Pudel, Dobermann und Dackel sind Braun und Schwarz gleichwertige Varianten derselben Rasse.
Der entscheidende Punkt
Braun ist nicht automatisch selten oder wertvoller. Es steht so im Standard wie Schwarz.
Der Labrador: drei Farben, ein Standard
Der FCI-Standard Nr. 122 nennt die Farben in einem Satz. Einfarbig schwarz, gelb oder leber- beziehungsweise schokoladenbraun.

Für jede Farbe gibt es eine Spanne. Gelb reicht von hellcreme bis fuchsrot. Leberfarben und schokoladenbraun reichen von hell bis dunkel.
Weiß ist eng begrenzt. Zulässig ist ein kleiner Fleck auf der Brust und auf der Hinterseite des Vordermittelfußes. Mehr nicht.
FCI-Standard Nr. 122, deutsche Fassung.
Aus meiner Erfahrung halten viele den schokoladenbraunen Labrador für eine Sonderzüchtung. Er steht im selben Satz wie Schwarz. Wo Farbe dagegen wirklich zum Verkaufsargument wird, zeigt Blue Line Hund.
Der Pudel: klare Grenzen
Der FCI-Standard Nr. 172 in der Fassung vom Dezember 2024 ordnet die Farben in mehreren Blöcken. Einfarbig zugelassen sind Schwarz, Weiß und Braun.
Für Braun steht eine eigene Beschreibung. Es soll satt, ziemlich dunkel, gleichmäßig und tiefgründig sein. Bei schwarzem oder braunem Haarkleid sind weiße Abzeichen ausgeschlossen. Dieser Satz steht im Block für einfarbige Pudel.

Seit der Fassung vom 20. Dezember 2024 führt derselbe Standard außerdem mehrfarbige Pudel auf. Dazu kommen Braun mit Loh und Schwarz mit Loh. Beides sind Zeichnungen, keine Grundfarben.
Und dann kommt eine klare Absage. Beige und seine helleren Abstufungen sind nicht zugelassen. Grau muss gleichmäßig sein, weder rußig noch zu weiß.
Die Rasse steht in Gruppe 9, Sektion 2, ohne Arbeitsprüfung. Beim Haarkleid unterscheidet der Standard zwei Typen: den Wollpudel mit gelocktem Haar und den Schnürenpudel, dessen Schnüre mindestens 20 cm lang sein sollen.
Wo Braun eine zweite Varietät ist
Bei zwei weiteren Rassen ist Braun ausdrücklich die zweite Grundfarbe. Der Dobermann wird laut Standard Nr. 143 in zwei Farbvarietäten gezüchtet: schwarz oder braun, jeweils mit rostrotem, scharf abgegrenztem Brand. In Deutschland verbietet § 6 TierSchG das Kupieren, von eng begrenzten Ausnahmen abgesehen.
Beim Dachshund nach Standard Nr. 148 gilt dasselbe Prinzip. Zweifarbige sind tiefschwarz oder braun. Die Details zur Zeichnung stehen in Hund schwarz braun.

Interessant ist die Folgeregel. Nase, Krallen und Ballen sind bei schwarzer Grundfarbe schwarz und bei brauner Grundfarbe braun. Die Pigmentierung folgt also der Fellfarbe.
Ich finde das eine der elegantesten Regeln in den Standards. Sie verhindert Kombinationen, die nur zufällig entstehen. Wie streng Standards sonst formulieren, zeigt Griffon Nivernais.
Woran du eine standardgerechte Färbung erkennst
- Die Farbe ist satt und gleichmäßig, nicht ausgeblichen.
- Weiß tritt nur dort auf, wo der Standard es erlaubt.
- Nase und Ballen passen zur Grundfarbe.
- Die Übergänge sind sauber abgegrenzt.
- Es gibt keine Fantasiebezeichnung im Angebot.
Meine langjährige Erfahrung sagt: Ein Farbname, der im Standard nicht vorkommt, ist meistens Marketing.
Was das Recht dazu sagt
Farbe allein ist kein Zuchtziel. § 11b des Tierschutzgesetzes verbietet das Züchten, wenn erblich bedingt Körperteile oder Organe fehlen, untauglich oder umgestaltet sind und dadurch Schmerzen, Leiden oder Schäden auftreten.
Das Gesetz geht weiter. Die zuständige Behörde kann das Unfruchtbarmachen anordnen. Das Ministerium darf per Rechtsverordnung das Züchten mit bestimmten Rassen und Linien verbieten.
Das zuständige Bundesministerium nennt zusätzlich ein Ausstellungsverbot für Hunde mit Qualzuchtmerkmalen. Es gilt für alle Veranstaltungen mit Beurteilung, Prüfung oder Vergleich.
Mein Eindruck nach vielen Standards: Je genauer eine Farbe beschrieben ist, desto schwerer lässt sich damit Geld machen. Genau darin liegt der Sinn dieser Vorgaben. Ich sehe das bei jeder Modefarbe aufs Neue bestätigt.
Wie oft kommt Braun vor
Belastbare Zahlen zur Häufigkeit einzelner Farben veröffentlicht die FCI nicht. Was sich sagen lässt: Braun ist bei den genannten Rassen im Standard vorgesehen und damit regulär zu erwarten.
Mein Rat ist deshalb, die Frage anders zu stellen. Nicht wie selten ist die Farbe, sondern steht sie im Standard. Einen Überblick über die Rassen gibt Hunderassen von A bis Z.
Und wenn ein Angebot mit Seltenheit wirbt, lohnt der Blick ins Original. Ein Beispiel für eine erfundene Kategorie steht in Tamaskan Black.
Unabhängig von der Rasse gilt: Haut und Fell brauchen B-Vitamine. Gebündelt stecken sie im Lucky Pets Vitamin B-Komplex auf Basis inaktivierter Bierhefe.

Größe und Gewicht: was die Standards hergeben
Wer Braun sucht, sucht meistens eine bestimmte Rasse. Die Maße stehen im selben Standard wie die Farbe. Sie fallen sehr unterschiedlich aus.
FCI-Standards Nr. 122, 143, 148, 172 und 216, deutsche Fassungen, abgerufen am 27.08.2026.
Der Dackel fällt aus dem Rahmen. Standard Nr. 148 kennt gar keine Widerristhöhe. Gemessen wird der Brustumfang, frühestens mit 15 Monaten.
Beim Teckel sind das über 37 bis 47 cm für Rüden. Der Zwergteckel liegt bei über 32 bis 37 cm, der Kaninchenteckel bei 27 bis 32 cm. Für Hündinnen gelten jeweils zwei Zentimeter weniger.
Vier der fünf Standards nennen kein Gewicht. Wer eine belastbare Zahl braucht, holt sie beim Zuchtverband oder beim Züchter. Alles andere ist geraten.
Wie die Standards das Braun benennen
Jeder Standard hat sein eigenes Wort für dieselbe Farbe. Daran erkennst du, ob ein Angebot aus dem Original zitiert oder aus dem Netz.
Nr. 216 stellt beim Pudelpointer einfarbig Braun, Dürrlaubfarben und Schwarz gleichrangig nebeneinander. Kleine weiße Abzeichen sind dort zulässig. Der Labrador heißt in Nr. 122 leber- beziehungsweise schokoladenbraun.
Der Pudelstandard geht noch weiter. Bei braunen Pudeln sind die Lidränder braun, die Krallen braun. Die Augen dürfen dunkel bernsteinfarben sein. Bei schwarzen Pudeln sind Lidränder und Krallen schwarz.
Ich nutze das beim Welpenbesuch als schnellsten Prüfstein. Passt die Pigmentierung nicht zur Fellfarbe, stimmt die Angabe im Papier oft auch nicht.
Wesen im Alltag
Farbe und Wesen stehen im Standard nur wenige Zeilen auseinander. Einen Zusammenhang behauptet dort niemand.
Nr. 122 beschreibt den Labrador als ausgeglichen und sehr aufgeweckt, mit vorzüglicher Nase und weichem Maul. Im Alltag heißt das viel Nasenarbeit. Ein Labrador ohne Aufgabe wird schwer.
Nr. 216 nennt den Pudelpointer ruhig, beherrscht und ausgeglichen, dazu mit ausgeprägtem Jagdtrieb. Der Dackel gilt nach Nr. 148 als freundlich, weder ängstlich noch aggressiv, dazu passioniert und ausdauernd.
Für den Pudel führt Nr. 172 Loyalität sowie Lern- und Dressurfähigkeit an. Alle diese Sätze beschreiben ein Zuchtziel. Der Hund vor dir darf davon abweichen.
Haltung, Auslastung und Erziehung
Was eine Rasse braucht, steht unter Verwendung. Fünf Rassen, fünf verschiedene Aufträge.
Der Labrador ist Apportierhund mit Arbeitsprüfung. Der Pudelpointer arbeitet in Feld, Wald und Wasser. Der Dackel jagt über und unter der Erde. Der Pudel steht als Gesellschafts- und Begleithund ohne Arbeitsprüfung im Register.
Daraus folgt der Alltag. Ein Labrador will apportieren und ins Wasser. Der Pudelpointer braucht Fährte, Suche und Wild. Beim Dackel zählen enge Röhren und Bodenarbeit, dazu eine Nase, die wirklich arbeiten darf. Der Pudel lernt Tricks.
Ich sehe immer wieder denselben Fehler. Wer die Gruppe übergeht und nur nach der Farbe kauft, holt sich in Woche drei ein Problem ins Haus.
Gesundheit und was die Standards ausschließen
Eine Lebenserwartung nennt kein FCI-Standard. Wer dazu eine Zahl liest, hat sie aus zweiter Hand. Was drinsteht, sind die zuchtausschließenden Fehler.
Bei allen fünf Rassen fallen aggressive oder übermäßig ängstliche Hunde durch. Ebenso Hunde mit deutlichen körperlichen Abnormitäten. Das ist der gemeinsame Boden aller Standards.
Beim Pudel kommt die Pigmentierung dazu. Augenlider, Nasenschwamm, Lippen, Zahnfleisch, Gaumen und Fußballen müssen gut pigmentiert sein. Bei hellfalben Hunden soll das Pigment so dunkel wie möglich ausfallen.
Fehlendes Pigment ist damit ein Fehler, kein hübsches Extra. Wer dir helle Lidränder als besondere Note verkauft, hat den Standard nicht gelesen.
Welpenkauf: worauf du achten solltest
Bei der Farbe wird am meisten geschummelt. Deshalb lohnt ein fester Ablauf.
Lass dir die Ahnentafel zeigen und sieh nach, welcher Verein sie ausgestellt hat. Besuch den Wurf beim Züchter, mit dem Muttertier im selben Raum. Frag nach Impfpass und Entwurmung.
§ 2 Absatz 4 der Tierschutz-Hundeverordnung erlaubt die Trennung vom Muttertier erst im Alter von über acht Wochen. Ein Welpe mit sechs Wochen ist kein Schnäppchen. Das ist ein Rechtsverstoß.
Und ein Satz zum Preis. Ein Aufschlag für Schokobraun hat in keinem der fünf Standards eine Grundlage. Braun steht dort im selben Satz wie Schwarz.
Wie du aus dieser Liste die passende Rasse findest — und für wen keine taugt
Nimm die Farbe als letztes Kriterium. Vorher entscheidest du über Größe, Aufgabe und Zeitbudget.
Für einen bewegungsfreudigen Familienhund passt der Labrador. Wer jagdlich führt, findet im Pudelpointer oder im Dackel den Partner dafür. Wer Tricks und Kopfarbeit sucht, landet beim Pudel.
Der Dobermann ist der anspruchsvollste in dieser Runde. Er braucht Erfahrung mit großen Hunden und eine ruhige Hand.
Die Gegenprobe fällt klar aus. Wer wenig Zeit hat und selten rausgeht, passt zu keiner dieser fünf Rassen. Die Farbe ändert daran nichts.
Fazit: Braun und Schwarz stehen bei mehreren Rassen gleichrangig nebeneinander. Der FCI-Standard Nr. 122 nennt für den Labrador Retriever einfarbig schwarz, gelb oder leber- beziehungsweise schokoladenbraun. Gelb reicht dabei von hellcreme bis fuchsrot, Braun von hell bis dunkel. Ein kleiner weißer Fleck ist nur an Brust und Vordermittelfuß zulässig. Der FCI-Standard Nr. 172 lässt beim Pudel einfarbig Schwarz, Weiß und Braun zu. Für Braun verlangt er satt, ziemlich dunkel, gleichmäßig und tiefgründig. Weiße Abzeichen sind bei schwarzem oder braunem Haarkleid ausgeschlossen, Beige und dessen hellere Abstufungen ebenfalls. Der Dobermann wird nach Standard Nr. 143 in zwei Farbvarietäten gezüchtet, der Dachshund nach Standard Nr. 148 zweifarbig tiefschwarz oder braun, wobei Nase, Krallen und Ballen der Grundfarbe folgen.
Häufige Fragen zu braunen und schwarzen Hunden
Ist Braun bei Hunden eine seltene Farbe?
Nein. Bei mehreren Rassen steht sie gleichrangig neben Schwarz im Standard.
Welche Farben hat der Labrador?
Einfarbig schwarz, gelb oder leber- beziehungsweise schokoladenbraun.
Wie dunkel darf ein brauner Labrador sein?
Der Standard nennt hell bis dunkel. Beides ist zulässig.
Darf ein Labrador Weiß haben?
Nur einen kleinen Fleck auf der Brust und auf der Hinterseite des Vordermittelfußes.
Welche Farben führt der Pudel?
Einfarbig schwarz, weiß oder braun, dazu grau, falb und apricot. Mehrfarbige führt der Standard gesondert.
Wie soll das Braun beim Pudel aussehen?
Satt, ziemlich dunkel, gleichmäßig und tiefgründig.
braun schwarz: Sind weiße Abzeichen erlaubt?
Beim einfarbigen Pudel nicht. Mehrfarbige Pudel führt derselbe Standard gesondert auf.
braun schwarz: Was ist beim Pudel nicht zugelassen?
Beige und seine helleren Abstufungen.
Gibt es den Dobermann in Braun?
Ja. Der Standard nennt zwei Varietäten: schwarz oder braun, jeweils mit rostrotem Brand.
Warum ist die Nasenfarbe wichtig?
Beim Dackel folgt sie der Grundfarbe: schwarz bei Schwarz, braun bei Braun.
braun schwarz: Wie groß wird ein Labrador?
Rüden erreichen ideal 56 bis 57 cm, Hündinnen 54 bis 56 cm.
braun schwarz: Welche Pudelgrößen gibt es?
Großpudel über 45 bis 60 cm, Kleinpudel über 35 bis 45 cm, Zwergpudel über 28 bis 35 cm.
Quellen
- FCI-Rassestandard Nr. 122 – Labrador Retriever, deutsche Fassung (PDF)
- FCI-Rassestandard Nr. 172 – Pudel, deutsche Fassung (PDF)
- Tierschutzgesetz § 11b – Verbot des Züchtens von Wirbeltieren
- Bundesministerium (BMLEH) – Mehr Tierschutz bei Hunden
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Über den Autor

Kevin Roth
Co-Gründer von Lucky Pets
Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.
Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.
Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Fragen zu Rasse und Gesundheit hilft deine Tierarztpraxis weiter.
