Bobtail: Größe, Wesen und Fellpflege

Bobtail: Größe, Wesen und Fellpflege

Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 25.08.2026 · Lesezeit: 8 Minuten

Das Wichtigste in Kürze

  • Rüden ab 61 cm, Hündinnen ab 56 cm.
  • Zwei bis drei Stunden Bürsten pro Woche — nicht öfter.
  • Sein Hütetrieb richtet sich auf die eigene Familie.
  • Lebenserwartung 12 bis 13 Jahre.

Ich finde beim Bobtail eine Pflegezeit, die viele überrascht. Und gleich danach eine Obergrenze.

Die kurze Antwort

Der größte britische Hütehund, ab 56 Zentimetern, gutmütig und humorvoll — mit hohem Pflegeaufwand.

Der entscheidende Punkt

Zwei bis drei Stunden bürsten pro Woche, aber nicht häufiger — sonst leidet die Unterwolle.

Zwei bis drei Stunden — und keine Minute öfter

Der VDH beginnt mit einer klaren Warnung: Ohne den regelmäßigen Griff zu Kamm und Bürste verfilzt der Bobtail.

Wacher Bobtail steht im Profil auf einer Wiese
Quadratisch gebaut, untersetzt und muskulös. Foto: Mona (uploaded by Caronna 08:14, 15 Apr 2005 (UTC)) / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Dann folgt die konkrete Angabe. Ein gepflegter Familienhund sollte einmal pro Woche zwei bis drei Stunden lang gründlich gebürstet werden, woran er von Anfang an konsequent gewöhnt werden sollte.

Ungewöhnlich ist der nächste Satz: Öfter sollte man jedoch nicht zur Bürste greifen, weil dann zu viel Unterwolle und damit das herrliche Volumen des Haarkleids verloren geht. Aus meiner Erfahrung ist das eine der wenigen Rassen, bei denen zu viel Pflege schadet. Mehr dazu in Fellpflege beim Hund.

Merkmal Rüde Hündin
MerkmalWiderristhöhe Rüde61 cm und größer Hündin56 cm und größer
MerkmalGewicht Rüdenicht im Rasselexikon Hündinnicht im Rasselexikon
MerkmalLebenserwartung Rüde12–13 Jahre Hündin12–13 Jahre
MerkmalBürsten Rüdeeinmal pro Woche, 2–3 Stunden Hündineinmal pro Woche, 2–3 Stunden
MerkmalFormat Rüdequadratisch, untersetzt, muskulös Hündinquadratisch, untersetzt, muskulös

Rassedaten nach dem VDH-Rasselexikon.

Der Hütetrieb richtet sich auf die Familie

Heute setzen noch immer Liebhaber den Bobtail zum Schafehüten ein. Überwiegend genießt er jedoch ein Dasein als Familienhund.

Die angeborene Motivation zeigt sich trotzdem. Der kompakte und kräftige Hund versucht, sein menschliches Rudel immer schön beieinander zu halten.

Wacher Bobtail läuft über eine Wiese
Im Schritt rollt der Bobtail bärenhaft dahin. Foto: 4028mdk09 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Dass jeder seine eigenen Wege geht, widerstrebt dem größten der britischen Hütehunde naturbedingt. Alle sollen beieinander bleiben, dann ist auch drohende Gefahr gebannt — so sieht es zumindest der Bobtail. Meine langjährige Erfahrung mit Hütehunden bestätigt dieses Muster. Grundlagen dazu in Erziehung des Hundes.

Was ein Bobtail im Alltag braucht

  • Zwei bis drei Stunden Bürsten pro Woche, ab dem Welpenalter gewöhnt.
  • Ausreichend Bewegung plus geistige Auslastung.
  • Liebevolle, konsequente Erziehung gegen die Sturheit.
  • Aufgaben statt Leerlauf — Sport oder Suchspiele.
  • Kontakt zu Artgenossen, wie es § 2 TierSchHuV verlangt.

Zur Aufzucht: Welpen richtig füttern.

Wesen: gutmütig mit Beschützerqualitäten

Der VDH beschreibt die Anpassungsfähigkeit des Bobtails als verbunden mit Ausgeglichenheit und einer Portion Kühnheit. Dabei seien Bobtails treu und zuverlässig.

Als Familienhund sei er sehr anhänglich, gutmütig und zuverlässig, was ihn für viele Freizeitaktivitäten mit der ganzen Familie prädestiniert.

Beschützerqualitäten bringt er ebenfalls mit. Laut Rasselexikon macht er sich leidenschaftlich gerne für Schwächere stark. Jagen oder Streunen liegen dem ausdauernden Hund dagegen fern.

Die Rasse hat Humor

Kopf eines wachen Bobtails
Die üppige Behaarung fällt ebenso auf wie der kluge Augenausdruck. Foto: Lilly M / Wikimedia Commons, CC BY 2.5

Diesen Satz schreibt der VDH wörtlich. Bestätigen würde ihn fast jeder, der die langlebige Rasse kennenlernen durfte.

Es sei etwas charmant Clowneskes an diesem Hund, der bei der kleinsten Aufforderung sofort von Entspannung auf Spiellaune umschaltet.

Bei aller Ruhe und Ausgeglichenheit sprudle der Old English Sheepdog vor Lebensfreude und Unternehmungslust. Diese beiden Seiten gehören bei ihm zusammen.

Auslastung und Erziehung

Ausreichend Bewegung und geistige Auslastung sind wichtig, um einen ausgeglichenen Bobtail zu bekommen. Der VDH begründet das direkt.

Unausgelastete Rassevertreter machen ihrem Temperament gerne ungezügelt Luft. Als Hütehunde bringen Bobtails viel Kraft, Ausdauer und Geschicklichkeit mit — Eigenschaften, die täglich ein Ventil brauchen.

Eine liebevolle, konsequente Erziehung ist wichtig, denn der gelehrige und intelligente Hütehund versteht es, sich mit ausgemachter Sturheit durchzusetzen. Ich sehe darin keinen Widerspruch: Klug und stur schließen sich nicht aus. Wie viel Bewegung dazugehört, steht in Täglicher Auslauf.

Sport und Körperbau

In die richtigen Bahnen gelenkt eröffnet sein Temperament viele Möglichkeiten. Bobtails sind weltweit erfolgreich als Rettungshunde im Einsatz.

Sie behaupten sich als Fährtenhunde und punkten im Breitensport. Von Agility-Plätzen sind sie ebenso wenig wegzudenken wie von Flyball-Meisterschaften und Obedience-Turnieren.

Körperlich sind Bobtails quadratisch gebaute, kräftige Hunde mit untersetztem, muskulösem und ausgesprochen symmetrischem Körper. Im Schritt rollt der Bobtail bärenhaft dahin, im Trab entwickelt er mühelos Streckung und Schub, sein Galopp ist überaus elastisch.

Haltung und Gesundheit

Die Tierschutz-Hundeverordnung verlangt in § 2 Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers, mehrmals täglich Umgang mit der Betreuungsperson und regelmäßigen Kontakt zu Artgenossen.

Bei einer Lebenserwartung von 12 bis 13 Jahren ist der Bobtail für einen großen Hund langlebig. Diese Angabe macht der VDH ausdrücklich.

Weil er im Sport viel springt und wendet, achte ich auf die Gelenke — gerade in den Jahren nach dem Wachstum. Was dort passiert, erklärt Gelenke beim Hund. Unterstützend gibt es die Lucky Pets Gelenktabletten mit Grünlippmuschel und Kollagen.

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Fazit: Der Bobtail misst als Rüde 61 Zentimeter und mehr, als Hündin 56 und mehr. Seine Lebenserwartung liegt bei 12 bis 13 Jahren. Sein Wesen gilt als anpassungsfähig, ausgeglichen, treu und zuverlässig, dazu gutmütig und humorvoll. Sein Hütetrieb richtet sich auf die eigene Familie, die er beieinander halten will. Der größte Posten im Alltag ist die Pflege: einmal pro Woche zwei bis drei Stunden bürsten — häufiger schadet der Unterwolle.

Häufige Fragen zum Bobtail

Wie groß wird ein Bobtail?

Rüden 61 cm und größer, Hündinnen 56 cm und größer.

Wie schwer wird er?

Ein Gewicht führt der VDH nicht auf.

Wie alt wird er?

Durchschnittlich 12 bis 13 Jahre.

Wie lange muss man ihn bürsten?

Einmal pro Woche zwei bis drei Stunden lang.

Kann man zu oft bürsten?

Ja. Dann geht zu viel Unterwolle und damit das Volumen verloren.

Wie ist sein Wesen?

Anpassungsfähig, ausgeglichen, treu und zuverlässig — mit einer Portion Kühnheit.

Was macht sein Hütetrieb?

Er versucht, sein menschliches Rudel beieinander zu halten.

Jagt er?

Nein. Jagen oder Streunen liegen ihm laut VDH fern.

Hat er Humor?

Der VDH sagt ja — es sei etwas charmant Clowneskes an ihm.

Was passiert bei Unterforderung?

Unausgelastete Bobtails machen ihrem Temperament gern ungezügelt Luft.

Ist er stur?

Er versteht es, sich mit ausgemachter Sturheit durchzusetzen.

Welcher Sport passt?

Rettungshundearbeit, Fährte, Breitensport, Agility, Flyball und Obedience.

Quellen

Über den Autor

Kevin Roth, Co-Gründer von Lucky Pets

Kevin Roth

Co-Gründer von Lucky Pets

Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.

Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.

Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung.