Mops: Gewicht, Farben und Haltung

Mops: Gewicht, Farben und Haltung

Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 27.08.2026 · Lesezeit: 11 Minuten

Das Wichtigste in Kürze

  • Idealgewicht 6,3–8,1 kg.
  • Multum in Parvo — viel Masse in kleinem Raum.
  • Vier Farben, jeweils rein, mit schwarzen Abzeichen.
  • Kam um 1500 über die Niederlande nach Europa.

Ich kenne keine kürzere Rassebeschreibung als die des Mopses. Sie besteht aus drei lateinischen Wörtern.

Die kurze Antwort

Ein kompakter Begleithund von rund sieben Kilogramm, ausgeglichen und fröhlich, in vier Farben.

Der entscheidende Punkt

Der kurze Fang macht Hitze zum Hauptthema der Haltung.

Multum in Parvo

Der VDH beschreibt den Körperbau ausgesprochen quadratisch und gedrungen. Dann folgt der Leitsatz des Standards: Der Mops sei ein Multum in Parvo.

Wacher hellfalbfarbener Mops steht auf einer Wiese
Ausgesprochen quadratisch und gedrungen gebaut. Foto: Abuk SABUK / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Übersetzt heißt das viel Masse in kleinem Raum. Ausgedrückt wird es durch kompakte, straff-gedrungene Proportionen und die Festigkeit der Muskulatur.

Aus meiner Erfahrung ist dieser Satz eine gute Prüffrage beim Züchterbesuch. Ein Mops soll fest und muskulös sein, nicht rund und weich. Das Idealgewicht liegt bei 6,3 bis 8,1 Kilogramm. Zur Fütterung: Welpen richtig füttern.

Merkmal Angabe des VDH
MerkmalIdealgewicht Angabe des VDH6,3–8,1 kg
MerkmalGröße Angabe des VDHnicht im Rasselexikon
MerkmalFormat Angabe des VDHausgesprochen quadratisch und gedrungen
MerkmalHaar Angabe des VDHfein, glatt, weich, kurz, glänzend
MerkmalFarben Angabe des VDHSilber, Apricot, Hellfalb, Schwarz

Angaben nach dem VDH-Rasselexikon.

Wesen: Charme, Würde, Intelligenz

Beim Wesen ist der Standard knapp. Viel Charme, Würde und Intelligenz nennt er als Merkmale.

Wacher Mops liegt entspannt auf einem Stein im Freien
Ausgeglichen, fröhlich und lebhaft — so knapp beschreibt der Standard sein Wesen. Foto: Ramon FVelasquez / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Dazu kommen drei weitere Wörter: ausgeglichen, fröhlich und lebhaft. Mehr steht dort nicht.

Ich finde, diese Kürze passt zur Rasse. Ein Mops wurde nie für eine Arbeitsaufgabe gezüchtet, sondern als Begleiter — entsprechend wenig Anforderungen stellt das Rasselexikon an sein Verhalten.

Farben und der Aalstrich

Zulässig sind vier Farben: Silber, Apricot, Hellfalbfarben oder Schwarz. Wichtig ist der Zusatz, dass diese Farben jeweils rein sein sollen.

Der Grund steht direkt dabei: Es geht um den Kontrast von Farbe, Aalstrich und Maske. Den Aalstrich definiert das VDH-Rasselexikon als einen vom Hinterhauptbein bis zum Rutenansatz durchgehenden schwarzen Streifen. Im FCI-Standard Nr. 253 vom 21.02.2025 steht die kürzere Fassung: vom Hinterhauptbein bis zur Rute.

Die Abzeichen sollen sauber abgegrenzt sein. Maske, Ohren, die Zeichnung auf den Wangen, der Stirnfleck — im Englischen Diamant genannt — und der Aalstrich sollen so schwarz wie möglich sein.

Kopf eines wachen Mopses
Maske und Stirnfleck sollen so schwarz wie möglich sein. Foto: Giliguori / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Was der kurze Fang bedeutet

Der Mops gehört zu den Rassen mit stark verkürztem Fang. Das Rasselexikon nennt seine chinesische Herkunft und erwähnt, dass dort stumpfnasige Hunde immer beliebt waren.

Für die Haltung heute folgt daraus eine klare Priorität. Hunde geben Wärme über das Hecheln ab. Ein kurzer Fang macht diesen Weg weniger wirksam, weshalb Hitze für einen Mops schneller kritisch wird als für andere Rassen.

Meine langjährige Erfahrung mit kurznasigen Rassen führt zu zwei Empfehlungen. Spaziergänge gehören im Sommer in die kühlen Stunden. Beim Züchterbesuch prüfe ich außerdem die Atmung im Ruhezustand. Ein Mops, der im Liegen hörbar atmet, ist kein gutes Zeichen. Wie du Bewegung sinnvoll dosierst, steht in Täglicher Auslauf.

Was ein Mops im Alltag braucht

  • Kühle Tageszeiten für Spaziergänge im Sommer.
  • Kontrolle des Gewichts — jedes Extrakilo zählt bei 7 kg Rahmen.
  • Regelmäßige Reinigung der Gesichtsfalten.
  • Züchter, die auf freie Atmung selektieren.
  • Kontakt zu Artgenossen, wie es § 2 TierSchHuV verlangt.

Zur Aufzucht: Sozialisierung von Welpen.

Fell und Pflege

Das Haar beschreibt der Standard als fein, glatt, weich, kurz und glänzend. Ausdrücklich ausgeschlossen sind harsche und wollige Texturen.

Der Pflegeaufwand ist entsprechend gering. Regelmäßiges Bürsten verteilt Hautfett und entfernt loses Haar.

Eine Ausnahme sind die Gesichtsfalten. Sie gehören trocken gehalten, weil sich in Feuchtigkeit sonst Hautprobleme entwickeln. Mehr zur Fellstruktur in Fellpflege beim Hund.

Über die Handelsroute nach Europa

Über den Ursprung dieser Rasse ist laut VDH ziemlich viel diskutiert worden. Sie muss wohl vom Orient gekommen sein, ihr Heimatland ist mit China angegeben.

Den Weg nach Europa fand der Mops mit den Geschäftsleuten der Niederländischen Ostindien-Gesellschaft. Schon um 1500 wurde er in den Niederlanden bewundert und bekam das Symbol für die königlichen Patrioten.

Nach England kam er, als William III. den Thron bestieg. Bis 1877 war die Rasse dort nur in Hellfalbfarben bekannt — dann wurde ein schwarzes Paar aus dem Orient eingeführt.

Haltung und Gesundheit

Die Tierschutz-Hundeverordnung verlangt in § 2 Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers, mehrmals täglich Umgang mit der Betreuungsperson und regelmäßigen Kontakt zu Artgenossen. Auch ein kleiner Begleithund fällt darunter.

Der zweite Gesundheitspunkt ist das Gewicht. Bei einem Idealgewicht von gut sieben Kilogramm wirkt sich jedes zusätzliche Kilo deutlich aus — auf die Atmung ebenso wie auf die Gelenke. Was dort passiert, erklärt Gelenke beim Hund. Unterstützend gibt es die Lucky Pets Gelenktabletten mit Grünlippmuschel und Kollagen.

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Der Mops ist ein Hund für Menschen, die viel Zeit zu Hause verbringen. Lange Touren, Hitze und harter Sport passen nicht zu ihm — ruhige Gesellschaft dagegen sehr gut.

Brachyzephalie: was der Standard selbst verlangt

Der Mops ist ein kurzköpfiger Hund. Fachlich heißt das Brachyzephalie, also ein verkürzter Gesichtsschädel. Der FCI-Standard Nr. 253 zieht dieser Verkürzung an vier Stellen selbst eine Grenze.

Die erste steht beim Nasenschwamm. Gefordert sind ziemlich große, weit geöffnete Nasenlöcher. Eine zusammengedrückte Nase gilt als inakzeptabel und soll schwer bestraft werden. Für starke Faltenbildung auf dem Nasenrücken gilt derselbe Satz.

Die zweite Stelle betrifft den Fang. Ziemlich kurz, stumpf, quadratisch, nicht aufgebogen — so steht es dort. Direkt darunter folgt eine Bedingung: Augen oder Nase dürfen nicht durch übermäßige Nasenfalten beeinträchtigt oder verdeckt werden.

Die dritte Stelle sind die Augen. Dunkel, relativ groß und von runder Form sollen sie sein. Niemals hervorstehend, übertrieben oder weiß zeigend, heißt es weiter. Und frei von jeglichen erkennbaren Augenproblemen.

Die vierte Stelle ist der Schädel. Klar abgezeichnete Falten auf der Stirn verlangt der Standard, ausdrücklich ohne Übertreibung. Beim Gebiss ist ein geringfügiger Vorbiss gewünscht. Sichtbare Zähne oder eine sichtbare Zunge gelten als höchst unerwünscht.

Aus meiner Erfahrung ist das die brauchbarste Prüfliste, die ein Käufer bekommen kann. Vier Merkmale, alle mit bloßem Auge zu sehen, alle im Standard verankert. Ein besonders flaches Gesicht ist danach eben nicht das Zuchtziel.

Größe und Gewicht

Beim Mops fehlt eine Zahl, die fast jede andere Rasse hat. Ein Zentimetermaß sucht man im Standard vergeblich.

Die Überschrift des Abschnitts lautet Größe und Gewicht. Aufgeführt ist darunter trotzdem nur ein einziger Wert: das ideale Gewicht von 6,3 bis 8,1 Kilogramm.

Dazu kommt ein Satz, der im Alltag mehr wert ist als jede Zahl. Die Muskulatur soll hart sein. Substanz sollte nicht mit Übergewicht verwechselt werden. Wie du das sauber prüfst, steht in Übergewicht beim Hund.

Wer eine Widerristhöhe braucht, findet sie weder im Standard noch im VDH-Rasselexikon. Eine belastbare Zahl gibt es nur für den einzelnen Hund. Sie entsteht beim Züchter, mit dem Maßband am Widerrist.

Merkmal Was der FCI-Standard Nr. 253 sagt
MerkmalWiderristhöhe Rüde Was der FCI-Standard Nr. 253 sagtnicht angegeben
MerkmalWiderristhöhe Hündin Was der FCI-Standard Nr. 253 sagtnicht angegeben
MerkmalIdeales Gewicht Was der FCI-Standard Nr. 253 sagt6,3 bis 8,1 kg
MerkmalKörperbau Was der FCI-Standard Nr. 253 sagtausgesprochen quadratisch und gedrungen
MerkmalFCI-Gruppe Was der FCI-Standard Nr. 253 sagtGruppe 9 Gesellschafts- und Begleithunde
MerkmalSektion Was der FCI-Standard Nr. 253 sagtSektion 11 Kleine doggenartige Hunde
MerkmalArbeitsprüfung Was der FCI-Standard Nr. 253 sagtohne

FCI-Standard Nr. 253 Pug, deutsche Fassung vom 21.02.2025. Der gültige offizielle Standard datiert vom 10.08.2023.

Gesundheit und was der Standard ausschließt

Eine Lebenserwartung nennt der Rassestandard nicht. Im Netz kursieren dazu Zahlen ohne Beleg. Deshalb steht hier keine.

Was der Standard hergibt, sind seine Ausschlussgründe. Disqualifiziert sind aggressive Hunde sowie übermäßig ängstliche. Dasselbe gilt für Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen.

Bei allen übrigen Fehlern zählt der Grad der Abweichung. Ausdrücklich verlangt der Standard, den Einfluss auf Gesundheit und Wohlbefinden des Hundes zu beachten. Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde dienen.

Deutlicher wird § 11b des Tierschutzgesetzes. Absatz 1 verbietet eine Zucht, bei der erblich bedingt Körperteile oder Organe für den artgemäßen Gebrauch fehlen. Verboten ist sie auch, wenn diese untauglich oder umgestaltet sind und dadurch Schmerzen, Leiden oder Schäden auftreten.

Absatz 2 geht einen Schritt weiter. Die zuständige Behörde kann das Unfruchtbarmachen von Wirbeltieren anordnen. Voraussetzung ist, dass züchterische Erkenntnisse solche Veränderungen bei den Nachkommen erwarten lassen.

Für dich als Käufer folgt daraus ein einfacher Ablauf. Sieh dir die Elterntiere selbst an, nicht nur den Welpen. Lass dir zeigen, wie beide nach einer kurzen Runde wieder zur Ruhe kommen.

Welpenkauf: worauf du achten solltest

Der erste Weg führt zu einem Züchter, der einem Zuchtverband angeschlossen ist. Papiere belegen Abstammung und Wurfkontrolle. Was sonst noch dazugehört, steht in Alles über den Hundekauf.

Fahr hin. Die Welpen sollen beim Muttertier stehen, im Haus des Züchters, nicht auf einem Parkplatz. Wer dir den Wurf nicht zeigen mag, hat dafür einen Grund.

Beim Abgabealter ist die Rechtslage eindeutig. Ein Welpe darf erst im Alter von über acht Wochen vom Muttertier getrennt werden. So steht es in § 2 Absatz 4 der Tierschutz-Hundeverordnung.

Dieselbe Vorschrift stellt eine zweite Bedingung. Welpen bis zu einem Alter von zwanzig Wochen brauchen mindestens vier Stunden Umgang mit einer Betreuungsperson je Tag. Frag ruhig nach, wie der Züchter das löst.

Beim Mops kommen drei Blicke dazu. Schau auf die Nasenlöcher, auf die Falte über dem Nasenrücken und auf die Augen. An allen drei Stellen verlangt der Standard Zurückhaltung statt Übertreibung.

Lass dir Impfungen und Entwurmungen im Heft zeigen. Ein guter Züchter fragt auch zurück. Er will wissen, wie du wohnst und wer tagsüber zu Hause ist.

Passt der Mops zu dir?

Er passt in eine Wohnung. Ein Hund von rund sieben Kilogramm braucht keinen großen Garten. Treppen und Sommerhitze wiegen bei ihm schwerer als Quadratmeter.

Er passt zu Menschen, die viel zu Hause sind. Ausgeglichen, fröhlich und lebhaft nennt ihn der Standard. Gesellschaft leisten ist seine Aufgabe, nicht Arbeit abliefern.

Er passt zu Haltern, die im Sommer ihren Tagesablauf umstellen können. Wer nur abends um sieben Zeit für die Runde hat, tut sich mit dieser Rasse im Juli schwer.

Er passt zu Familien mit Kindern, sofern die Regeln stehen. Ein kleiner Hund braucht einen Rückzugsort, den niemand betritt.

Er passt nicht zu Ausdauersportlern. Er passt auch nicht in einen Haushalt, der tagsüber leer bleibt. Und er passt nicht zu jemandem, der ein möglichst flaches Gesicht sucht.

§ 2 der Tierschutz-Hundeverordnung enthält dazu einen Satz, den viele überlesen. Auslauf und Sozialkontakte sind der Rasse, dem Alter und dem Gesundheitszustand des Hundes anzupassen. Beim Mops heißt das: kürzer, öfter, kühler.

Fazit: Der Mops hat laut VDH ein Idealgewicht von 6,3 bis 8,1 Kilogramm, eine Größenangabe nennt das Rasselexikon nicht. Sein Körperbau ist ausgesprochen quadratisch und gedrungen — der Standard nennt ihn Multum in Parvo, viel Masse in kleinem Raum. Sein Wesen gilt als ausgeglichen, fröhlich und lebhaft, mit viel Charme, Würde und Intelligenz. Zulässig sind vier reine Farben mit möglichst schwarzen Abzeichen und durchgehendem Aalstrich. Wichtigstes Alltagsthema bleibt der Umgang mit Hitze.

Häufige Fragen zum Mops

Wie schwer wird ein Mops?

Das Idealgewicht liegt bei 6,3 bis 8,1 kg.

Wie groß wird er?

Eine Widerristhöhe nennt weder der FCI-Standard Nr. 253 noch das VDH-Rasselexikon. Angegeben ist nur das Idealgewicht.

Was bedeutet Multum in Parvo?

Viel Masse in kleinem Raum — der Leitsatz des Rassestandards.

Wie ist sein Wesen?

Ausgeglichen, fröhlich und lebhaft, mit viel Charme, Würde und Intelligenz.

Welche Farben gibt es?

Silber, Apricot, Hellfalbfarben oder Schwarz — jeweils rein.

Was ist der Aalstrich?

Ein durchgehender schwarzer Streifen vom Hinterhauptbein bis zum Rutenansatz.

Welche Abzeichen gehören dazu?

Maske, Ohren, Nasenrücken-Zeichnung, Stirnfleck und Aalstrich — so schwarz wie möglich.

Wie ist sein Fell?

Fein, glatt, weich, kurz und glänzend — weder harsch noch wollig.

Woher stammt der Mops?

Aus China. Über die Niederländische Ostindien-Gesellschaft kam er nach Europa.

Seit wann ist er in Europa?

Um 1500 wurde er bereits in den Niederlanden bewundert.

Worauf muss man bei Hitze achten?

Sein kurzer Fang macht das Hecheln weniger wirksam — Sommerhitze ist kritisch.

Was verlangt das Gesetz?

Auslauf im Freien, täglichen Umgang und Kontakt zu Artgenossen.

Quellen

Über den Autor

Kevin Roth, Co-Gründer von Lucky Pets

Kevin Roth

Co-Gründer von Lucky Pets

Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.

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Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung.