Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 25.08.2026 · Lesezeit: 7 Minuten
Das Wichtigste in Kürze
- Rüden bis 5 kg, Hündinnen bis 5,4 kg.
- Übermäßiges Haar wird im Standard streng bestraft.
- Alle Farben zulässig außer Albino und Leberfarbe.
- Erster westlicher Standard: 1898.
Ich finde im Pekingesen-Standard eine Klausel, die man dort nicht erwartet. Sie richtet sich gegen die eigene Zucht.
Die kurze Antwort
Ein Begleithund bis gut fünf Kilogramm, mit Mähne, dichter Unterwolle und einer sehr alten Geschichte.
Der entscheidende Punkt
Der Standard begrenzt die Fellfülle ausdrücklich — sie darf die Aktivität nicht behindern.
Die Klausel gegen zu viel Haar
Der VDH beschreibt zunächst das Haarkleid. Es sei mäßig lang und gerade, mit einer Mähne, die sich wie ein Schal um den Hals legt, aber nicht weiter als bis zur Schulter reicht.

Dann folgt die Einschränkung. Länge und Fülle des Haars sollten den wohlgeformten Körper nicht verschleiern und auch nicht die Aktivität des Hundes beeinträchtigen.
Der letzte Satz ist der schärfste: Übermäßiges Haar muss bei der Bewertung durch den Zuchtrichter streng bestraft werden. Aus meiner Erfahrung sind solche Formulierungen selten — hier steht eine ausdrückliche Absage an Übertypisierung im Standard selbst. Mehr zur Fellstruktur in Fellpflege beim Hund.
Rassedaten nach dem VDH-Rasselexikon.
Die Hündin darf schwerer sein
Beim Gewicht steht eine Angabe, die bei Hunderassen ungewöhnlich ist. Rüden sollen bis 5 Kilogramm wiegen, Hündinnen bis 5,4.

Bei fast allen anderen Rassen liegt der Rüde über der Hündin. Hier ist es umgekehrt. Der VDH nennt beide Werte ausdrücklich als Idealgewicht.
Eine Größenangabe fehlt dagegen ganz. Das Rasselexikon führt für den Pekingesen keine Widerristhöhe auf — ich lese das Gewicht deshalb als einzigen Maßstab.
Fell: Mähne, Befederung, Unterwolle
Das Oberhaar ist derb, darunter liegt eine dicke, weichere Unterwolle. Diese Kombination erklärt, warum ein Pekingese trotz seiner Größe viel Haar verliert.
Reich befedert sind Ohren, die Rückseite der Läufe, die Rute und die Zehen. Die Mähne bleibt dagegen auf Hals und Schulterbereich begrenzt.
Meine langjährige Erfahrung mit doppelt behaarten Kleinhunden zeigt, dass gerade die befederten Stellen verfilzen. Zehen und Ohrenansatz gehören deshalb regelmäßig kontrolliert. Grundlagen zur Haltung stehen in Erziehung des Hundes.

Was ein Pekinese im Alltag braucht
- Regelmäßige Kontrolle der befederten Stellen.
- Hitzeschutz — dichte Unterwolle plus kurzer Fang.
- Ruhige, kurze Spaziergänge statt langer Touren.
- Kontrolle des Gewichts, weil der Rahmen klein ist.
- Kontakt zu Artgenossen, wie es § 2 TierSchHuV verlangt.
Zur Aufzucht: Welpen richtig füttern.
Was der kurze Fang für den Alltag bedeutet
Der Pekingese gehört zu den Rassen mit stark verkürztem Fang. Diese Kopfform bringt Anforderungen mit, die im Rasselexikon nicht ausführlich stehen, im Alltag aber jeden Tag zählen.
Warme Tage sind der kritische Punkt. Hunde geben Wärme über das Hecheln ab. Ein kurzer Fang macht diesen Weg weniger wirksam. Dichte Unterwolle verschärft das Problem zusätzlich, gerade an schwülen Sommertagen.
Beim Züchterbesuch achte ich deshalb auf die Atmung. Ein Pekingese, der im Ruhezustand hörbar atmet, ist kein gutes Zeichen — weder für den einzelnen Hund noch für die Linie.
Farben: fast alles erlaubt
Beim Fell ist der Standard großzügig. Alle Farben und Zeichnungen sind zulässig und gleichwertig.
Ausgenommen sind nur zwei: Albino und Leberfarbe. Bei mehrfarbigen Hunden sollen die Farben gleichmäßig verteilt sein.
Das Wort gleichwertig ist dabei entscheidend. Keine Farbe gilt als besser. Keine rechtfertigt einen höheren Preis.
Der Drachenhund aus China
Den genauen Ursprung dieser Rasse kann wohl niemand benennen, schreibt der VDH. Schon lange vor unserer Zeitrechnung gab es aber Darstellungen kleiner Hunde, die den heutigen Pekingesen sehr ähnlich waren.
Auch in der früheren chinesischen Literatur wurden diese Tiere erwähnt. Der Drachenhund spielt eine große Rolle in der chinesischen Mythologie.
Der erste Rassestandard für Pekingesen geht auf die Kaiserin Tsu Hsi zurück. Schon 1898 wurde der erste westliche Standard aufgestellt — für eine Rasse, die im Westen damals kaum bekannt war.
Haltung und Gesundheit
Die Tierschutz-Hundeverordnung verlangt in § 2 Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers, mehrmals täglich Umgang mit der Betreuungsperson und regelmäßigen Kontakt zu Artgenossen. Diese Vorgaben gelten unabhängig von der Größe des Hundes.
Bei einem Hund mit kurzem Fang und dichter Unterwolle achte ich besonders auf Hitze. Sommerliche Spaziergänge gehören in die kühlen Tagesstunden. Wie du Bewegung sinnvoll dosierst, steht in Täglicher Auslauf.
Der zweite Punkt ist das Gewicht. Bei einem Rahmen von fünf Kilogramm wirkt sich jedes Extrakilo stark auf die Gelenke aus. Was dort passiert, erklärt Gelenke beim Hund. Unterstützend gibt es die Lucky Pets Gelenktabletten mit Grünlippmuschel und Kollagen.

Fazit: Der Pekingese wiegt als Rüde bis 5 Kilogramm, als Hündin bis 5,4 — eine Widerristhöhe nennt der VDH nicht. Sein Haar ist mäßig lang und gerade, mit einer Mähne am Hals, derbem Oberhaar und dicker Unterwolle. Bemerkenswert ist die Klausel im Standard: Länge und Fülle des Haars dürfen den Körper nicht verschleiern und die Aktivität nicht beeinträchtigen, übermäßiges Haar wird streng bestraft. Zulässig sind alle Farben außer Albino und Leberfarbe.
Häufige Fragen zum Pekingesen
Wie schwer wird ein Pekinese?
Rüden bis 5 kg, Hündinnen bis 5,4 kg — jeweils als Idealgewicht.
Warum ist die Hündin schwerer?
So steht es im Standard. Bei Hunderassen ist das ungewöhnlich.
Wie groß wird er?
Eine Größenangabe führt das VDH-Rasselexikon nicht auf.
Wie ist sein Fell?
Mäßig lang und gerade, mit einer Mähne wie ein Schal um den Hals.
Hat er Unterwolle?
Ja. Derbes Oberhaar liegt über dicker, weicherer Unterwolle.
Darf das Haar beliebig lang sein?
Nein. Übermäßiges Haar muss vom Zuchtrichter streng bestraft werden.
Warum diese Regel?
Das Haar darf den Körper nicht verschleiern und die Aktivität nicht beeinträchtigen.
Wo ist er besonders befedert?
An Ohren, Rückseite der Läufe, Rute und Zehen.
Welche Farben sind zulässig?
Alle Farben und Zeichnungen, außer Albino und Leberfarbe.
Sind Farben gleichwertig?
Ja, der Standard nennt sie ausdrücklich gleichwertig.
Was ist der Drachenhund?
Eine Figur der chinesischen Mythologie, die dem Pekingesen zugeordnet wird.
Seit wann gibt es einen westlichen Standard?
Seit 1898.
Quellen
- VDH Rasselexikon – Pekingese
- Tierschutz-Hundeverordnung § 2 – Allgemeine Anforderungen an das Halten
Weiterlesen
Über den Autor

Kevin Roth
Co-Gründer von Lucky Pets
Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.
Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.
Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung.
