Moskauer Wachhund: Was die FCI-Listen hergeben

Moskauer Wachhund: Was die FCI-Listen hergeben

Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 23.08.2026 · Lesezeit: 6 Minuten

Das Wichtigste in Kürze

  • 🔴 Nicht in der FCI-Nomenklatur, auch nicht provisorisch.
  • 20 Rassen sind derzeit provisorisch anerkannt.
  • Russlands Rasse in Gruppe 2: der Russische Schwarze Terrier.
  • Dessen Zucht überwachte eine Militärschule bei Moskau.

Der Name taucht in Anzeigen und Foren auf, in den offiziellen Listen aber nicht. Ich habe beide FCI-Verzeichnisse geprüft — das endgültige und das provisorische.

Die kurze Antwort

Der Moskauer Wachhund ist von der FCI nicht anerkannt. Weder die Gruppe 2 noch die Liste der provisorisch anerkannten Rassen führt ihn.

🔴 Der entscheidende Punkt

Ohne Standard gibt es keine verbindlichen Angaben zu Größe, Gewicht oder Wesen — und keine FCI-Ahnentafel.

Was die beiden Listen sagen

In der FCI-Nomenklatur der Gruppe 2 sind Pinscher und Schnauzer, Molosser und Schweizer Sennenhunde versammelt. Eine Volltextsuche nach Moskau oder Moscow blieb dort ohne Treffer. Unter der Russischen Föderation steht in dieser Gruppe der Russkiy Tchiorny Terrier mit der Nummer 327, geführt in Sektion 1.4.

Großer wacher dunkler Hund mit dichtem Fell steht aufmerksam auf einer Wiese
Ohne Standard gibt es keine verbindlichen Maße.

Auch die Liste der provisorisch anerkannten Rassen führt ihn nicht. Sie umfasst am 23. August 2026 zwanzig Einträge — darunter den Continental Bulldog, die Estnische Bracke, den Lancashire Heeler, den Prager Rattler, den Transmontano-Hirtenhund und die Yakutskaya Laika.

Provisorisch anerkannte Rassen sind ein Zwischenschritt. Sie können bis zur endgültigen Anerkennung kein CACIB erhalten, erscheinen aber bereits in einer offiziellen Liste. Der Moskauer Wachhund steht auch dort nicht.

Aus meiner Erfahrung ist das keine Wertung, sondern eine Information. Es gibt viele Hunde ohne FCI-Papiere — nur lassen sich aus dem Namen keine Maße ableiten. Wie das Ordnungssystem funktioniert, zeigt Hunderassen von A bis Z.

🔴 Die russische Rasse, die es tatsächlich gibt

Der FCI-Standard Nr. 327 beschreibt den Russischen Schwarzen Terrier. Als Verwendung nennt er Gebrauchshund, Wachhund, Sport- und Gesellschaftshund. Geführt wird die Rasse in Gruppe 2, Sektion 1.4, ohne Arbeitsprüfung.

Der geschichtliche Abriss ist ungewöhnlich konkret. Die Rasse wurde in Russland um 1940 und bis Anfang 1950 durch ausgewählte Kreuzungen entwickelt — genannt werden Rottweiler, Riesenschnauzer, Airedale Terrier und Neufundländer. Als Hauptvorfahre gilt der Riesenschnauzer. Die anfänglichen Züchtungen überwachte die kynologische Militärschule außerhalb von Moskau.

Großer wacher Hund steht aufmerksam an einem Zaun auf einer Wiese
Wachverhalten gehört bei vielen großen Rassen zum Zuchtziel.
Merkmal Vorgabe laut FCI-Standard Nr. 327
MerkmalUrsprung Vorgabe laut FCI-Standard Nr. 327Russland
MerkmalVerwendung Vorgabe laut FCI-Standard Nr. 327Gebrauchshund, Wachhund, Sport- und Gesellschaftshund
MerkmalFCI-Gruppe Vorgabe laut FCI-Standard Nr. 3272, Sektion 1.4 Tchiorny Terrier
MerkmalWiderristhöhe Rüde Vorgabe laut FCI-Standard Nr. 32772 bis 76 cm, nicht unter 70 und nicht über 78
MerkmalWiderristhöhe Hündin Vorgabe laut FCI-Standard Nr. 32768 bis 72 cm, nicht unter 66 und nicht über 74
MerkmalGewicht Vorgabe laut FCI-Standard Nr. 327Rüden 50 bis 60 kg, Hündinnen 45 bis 50 kg
MerkmalWesen Vorgabe laut FCI-Standard Nr. 327würdevoll, selbstsicher, anpassungsfähig, leicht trainierbar

Nach dem FCI-Rassestandard Nr. 327, deutsche Fassung, geprüft am 23.08.2026.

Beim Wesen beschreibt der Standard einen würdevollen und selbstsicheren Hund, der allen Situationen gut angepasst ist. Wenn die Situation es erfordert, nimmt er sofort eine aktive Verteidigungsposition ein — wird aber schnell wieder ruhig, wenn die Gefahr vorbei ist. Weiter heißt es dort: liebenswürdig, ausdauernd, anspruchslos, schlau und freundlich.

Was das für die Anschaffung bedeutet

Ein fehlender Standard heißt nicht, dass ein Hund weniger wert ist. Er heißt, dass du selbst prüfen musst, was du sonst nachlesen könntest: Endgröße, Gewicht, Fell und die Grundzüge des Verhaltens.

Ohne Rassestandard prüfen

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§ 2 der Tierschutz-Hundeverordnung gilt unabhängig von Papieren. Verlangt werden ausreichend Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers, mehrmals täglich Umgang mit der Betreuungsperson und regelmäßiger Kontakt zu Artgenossen. Alles angepasst an Rasse, Alter und Gesundheitszustand.

Frau übt draußen ruhig mit ihrem großen wachen Hund
Bei großen Wachhunden entscheidet die Führung mehr als die Abstammung.

Meine langjährige Erfahrung mit großen Wachhunden sagt: Die Führung entscheidet mehr als die Abstammung. Ich plane bei solchen Hunden Trainingsbegleitung von Anfang an ein — wie das aussieht, zeigt Hundeschule.

Und wenn du wissen willst, wie groß dein Hund tatsächlich ist, hilft Widerristhöhe beim Hund weiter. Ein zweites Beispiel für einen Namen ohne Standard ist der Rumänische Senfhund.

Fazit: Der Moskauer Wachhund ist von der FCI nicht anerkannt. Die Prüfung am 23. August 2026 ergab weder in der Nomenklatur der Gruppe 2 noch auf der Liste der zwanzig provisorisch anerkannten Rassen einen Eintrag. Unter der Russischen Föderation führt Gruppe 2 den Russkiy Tchiorny Terrier mit der Standardnummer 327. Dieser Russische Schwarze Terrier wurde laut Standard um 1940 bis Anfang 1950 aus Rottweiler, Riesenschnauzer, Airedale Terrier und Neufundländer entwickelt, überwacht von der kynologischen Militärschule außerhalb von Moskau. Rüden messen 72 bis 76 Zentimeter bei 50 bis 60 Kilogramm, Hündinnen 68 bis 72 Zentimeter bei 45 bis 50 Kilogramm. Das Wesen beschreibt der Standard als würdevoll, selbstsicher und leicht trainierbar.

Häufige Fragen zum Moskauer Wachhund

🔴 Ist der Moskauer Wachhund FCI-anerkannt?

Nein. Er steht weder in der Nomenklatur der Gruppe 2 noch auf der Liste der provisorisch anerkannten Rassen.

Wie viele Rassen sind provisorisch anerkannt?

Zwanzig, Stand 23. August 2026 — darunter der Continental Bulldog, die Estnische Bracke und der Prager Rattler.

Welche russische Rasse steht in Gruppe 2?

Der Russkiy Tchiorny Terrier, auf Deutsch Russischer Schwarzer Terrier, mit der Standardnummer 327.

🔴 Was hat der mit Moskau zu tun?

Die anfänglichen Züchtungen wurden laut Standard von der kynologischen Militärschule außerhalb von Moskau überwacht.

Wie entstand diese Rasse?

Um 1940 bis Anfang 1950 durch ausgewählte Kreuzungen aus Rottweiler, Riesenschnauzer, Airedale Terrier und Neufundländer.

Wie groß wird ein Russischer Schwarzer Terrier?

Rüden 72 bis 76 Zentimeter, Hündinnen 68 bis 72 — nach unten und oben mit engen Grenzen.

Wie schwer wird er?

Rüden 50 bis 60 Kilogramm, Hündinnen 45 bis 50.

Was sagt der Standard zum Wesen?

Würdevoll und selbstsicher, gut allen Situationen angepasst — und schnell wieder ruhig, wenn die Gefahr vorbei ist.

🔴 Was heißt es, wenn eine Rasse nicht anerkannt ist?

Es gibt keinen FCI-Standard, keine Ahnentafel über die FCI und keine verbindlichen Angaben zu Größe oder Wesen.

Kann sich das ändern?

Ja. Rassen können provisorisch und später endgültig anerkannt werden — dann erscheinen sie in den Listen.

Was verlangt die Verordnung an Haltung?

Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers, mehrmals täglich Umgang und regelmäßigen Kontakt zu Artgenossen.

Worauf achte ich ohne Standard?

Auf die Elterntiere, ihr Verhalten und die Aufzucht — nicht auf den Rassenamen in der Anzeige.

Quellen

Über den Autor

Kevin Roth, Co-Gründer von Lucky Pets

Kevin Roth

Co-Gründer von Lucky Pets

Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.

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Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung. Zu Gesundheit und Verhalten des einzelnen Hundes berät die Tierarztpraxis.