Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 27.08.2026 · Lesezeit: 11 Minuten
Das Wichtigste in Kürze
- Mit Y führt die FCI genau drei Rassen: Nr. 365, Nr. 86 und Nr. 326.
- Der Jakutische Laika misst laut Standard Nr. 365 bei Rüden 55 bis 59 Zentimeter.
- Laika ist kein Rassename, sondern der Name von vier Rassen.
- Ein Gewicht und eine Lebenserwartung nennt Standard Nr. 365 nicht.
Hunderasse mit Y — die Liste ist kürzer, als die meisten erwarten. Drei Namen stehen im Register der FCI, mehr nicht. Der bekannteste davon ist ein Zwerghund aus England. Der spannendste kommt aus Nordostsibirien.
Die kurze Antwort
Yakutskaya Laika (Nr. 365), Yorkshire Terrier (Nr. 86) und Yuzhnorusskaya Ovcharka (Nr. 326). Andere Rassen mit Y führt die FCI nicht.
Der Punkt, den fast alle übersehen
Der Jakutische Laika ist bei der FCI erst provisorisch anerkannt. Deshalb taucht er in der Gruppenliste gar nicht auf, sondern auf einer eigenen Seite.
Die drei Rassen mit Y im Überblick
Ich habe das Namensregister der FCI am 27. August 2026 beim Buchstaben Y durchgezählt. Drei Einträge, drei Kontinente der Herkunft, drei völlig verschiedene Hunde.
Angaben wörtlich aus den deutschsprachigen FCI-Standards, abgerufen am 27. August 2026.
Die Spannweite ist enorm. Zwischen einem Yorkshire Terrier mit 3,2 Kilogramm und einem Ovtcharka mit mindestens 35 Kilogramm liegt der Faktor elf.
Zwei der drei stammen aus Russland. Das ist kein Zufall, denn die FCI benennt Rassen in der Sprache des Ursprungslandes. Aus der Transkription kyrillischer Namen entstehen viele Y am Wortanfang.
Der Jakutische Laika und sein Standard
Der Standard Nr. 365 ist jung. Die gültige deutsche Fassung trägt das Publikationsdatum 4. September 2019.
Als Verwendung steht dort schlicht: Schlitten- und Jagdhund. Im Kopf des Papiers steht der Vermerk zur Arbeitsprüfung.
Diese beiden Zeilen sagen mehr über den Alltag mit dieser Rasse als jede Wesensbeschreibung. Ein Hund aus der Schlittenhundgruppe zieht gern. Er läuft weit. Und er entscheidet unterwegs vieles selbst.
Die Widerristhöhe liegt bei Rüden zwischen 55 und 59 Zentimetern, bei Hündinnen zwischen 53 und 57. Der Körper ist dabei länger als hoch, um 10 bis 15 Prozent.
Ein Gewicht fehlt im Standard komplett. Genauso fehlt eine Lebenserwartung. Aus meiner Erfahrung ist genau das der Punkt, an dem viele Rasseseiten anfangen zu raten.

So sieht der Jakutische Laika aus
Das Haar ist dick, glänzend, gerade und harsch, dazu kommt eine sehr dichte Unterwolle. Am Hals bildet es eine Mähne, bei Rüden deutlicher als bei Hündinnen. An den Rückseiten der Läufe steht dichte Befederung, die Rute trägt buschiges Haar mit kleinen Fransen.
Bei der Farbe wird der Standard ungewöhnlich streng. Erlaubt sind Weiß und alle Scheckungen, zweifarbig oder dreifarbig. Jede einheitliche Farbe außer Weiß schließt einen Hund von der Zucht aus.
Ein einfarbig schwarzer oder einfarbig brauner Hund ist also kein Jakutischer Laika im Sinne des Standards. Auch kurzes, glattes Haar steht auf der Ausschlussliste.
Die Augen sind mandelförmig und weit auseinander eingesetzt. Erlaubt sind dunkelbraun, blau, verschiedenfarbig sowie blaue Segmente auf brauner Iris. Ein braunes und ein blaues Auge sind damit rassetypisch.
Die Ohren stehen dreieckig und hoch, breit an der Basis. Stehohr oder Kippohr, beides ist zulässig. Die Rute liegt als Halbkreis auf dem Rücken, eine Sichelrute geht auch.
Wesen im Alltag
Der Standard beschreibt den Jakutischen Laika mit sechs Adjektiven. Furchtlos, lebhaft, folgsam, dem Menschen zugewandt, umgänglich und energisch.
Von einem Schutzinstinkt steht dort kein Wort. Das ist wichtig, weil im Netz oft das Gegenteil zu lesen ist. Ein Schlittenhund arbeitet mit fremden Menschen zusammen, nicht gegen sie.
Solche Zeilen beschreiben das Zuchtziel, nicht deinen Hund. Ein einzelner Rüde kann trotzdem schwierig im Rückruf sein. Meine langjährige Erfahrung sagt: Bei Jagdhunden entscheidet die Linie mehr als der Rassename.
Praktisch heißt „energisch" hier zwei bis drei Stunden Bewegung am Tag, dazu Kopfarbeit. Zughundesport passt gut. Für den Vergleich mit einer nah verwandten Rasse lohnt der Westsibirische Laika.

Vier Laiki, nicht einer
Der Name Laika gehört keiner einzelnen Rasse. In der Nomenklatur der Gruppe 5 stehen drei davon nebeneinander, alle in Sektion 2 bei den nordischen Jagdhunden.
Widerristhöhen wörtlich aus den deutschsprachigen FCI-Standards Nr. 304, 305, 306 und 365.
Der vierte fehlt auf der Gruppenseite. Er steht auf der Liste der provisorisch anerkannten Rassen, zusammen mit dem Prager Rattler und dem Kazakh Tazy.
Provisorisch heißt: Die FCI führt die Rasse mit Standardnummer, vergibt aber noch keinen internationalen Schönheitschampion-Titel. Wer die Gruppenliste durchsucht, findet den Jakutischen Laika deshalb nicht.
Der Unterschied zwischen den vieren ist keine Haarspalterei. Drei sind Jagdhunde, einer ist Schlittenhund. Der Ostsibirische wird mit bis zu 64 Zentimetern am größten.
Yorkshire Terrier: der Bekannteste mit Y
Standard Nr. 86 nennt ein Gewicht bis 3,2 Kilogramm. Eine Widerristhöhe steht dort nicht, dieser Standard rechnet nur in Kilogramm.
Die Farbe ist eng gefasst. Verlangt wird dunkles Stahlblau vom Hinterhauptbein bis zum Rutenansatz, ausdrücklich kein Silberblau. Das lange Kopfhaar trägt eine satte, goldene Tan-Farbe.
Als Verwendung steht Gesellschaftshund im Papier. Die FCI ordnet ihn trotzdem in Gruppe 3 ein, Sektion 4, Zwerg-Terrier. Der Standard erwähnt selbst den Jagdinstinkt der Rasse.
Den heutigen Namen bekam die Rasse 1870. Mehr zu Größe, Fell und Haltung steht im Rasseporträt Yorkshire Terrier.

Südrussischer Ovtcharka: der Dritte im Bunde
Standard Nr. 326 setzt Mindestwerte statt Spannen. Rüden messen nicht unter 66 Zentimeter und wiegen nicht unter 35 Kilogramm, Hündinnen nicht unter 62 Zentimeter und 30 Kilogramm.
Der Standard schreibt sogar, dass eine größere Größe vorzuziehen ist, sofern der Körperbau gut proportioniert bleibt. Das Haar ist lang, nicht unter zehn Zentimeter, rau, dick, grob und zottelig.
Als Verwendung nennt das Papier Hüte- und Schutzhund. Damit gehört er in dieselbe Kategorie wie die Rassen aus der Liste der Herdenschutzhunde. Wer so einen Hund sucht, braucht Fläche und Erfahrung.
Woher der Jakutische Laika kommt
Die Geschichte im Standard liest sich wie ein Reisebericht. Erwähnt werden die jakutischen Hunde erstmals 1692, im Kapitel „Wie die Jakuten im Winter reisen" aus dem Buch „Nord- und Ost-Tatarei" von Nicholas Witsen.
Als besondere Hunderasse taucht der Jakutische Laika 1843 auf, in der „Geographie des Russischen Reichs". Eine Zahl liefert erst 1856 das Werk „Statistische Tabellen des Russischen Reiches": 15.157 Hunde in der Region Jakutsk, gehalten für die Arbeit am Schlitten.
Den ersten Rassestandard für den nordöstlichen Schlittenhund gab es 1958. Daraus wurde 2005 der Standard des russischen Kynologenverbands, aus dem wiederum das FCI-Papier hervorging.
Archäologische Funde reichen viel weiter zurück. Der Standard nennt 8000 Jahre, in denen Menschen in dieser Region Hunde zur Jagd und vor dem Schlitten eingesetzt haben. Neben der Zugarbeit hütete der Hund Rentiere und bewachte das Heim.
Gesundheit und was die Standards ausschließen
Keiner der drei Standards nennt eine Lebenserwartung. Rassestandards regeln Aussehen, Wesen und Zuchtausschluss, sonst nichts.
Bei Nr. 365 fällt die Liste der zuchtausschließenden Fehler deutlich aus. Aufgeführt sind aggressive oder übermäßig ängstliche Hunde, Vorbiss oder Rückbiss mit Lücke, unpigmentierte Nase sowie feminine Rüden.
Der letzte Satz dieser Liste wiegt am schwersten. Ausgeschlossen ist außerdem jede Abweichung im Verhalten oder im Körperbau. Gemeint ist alles, was dem Hund schadet oder ihn an seiner traditionellen Arbeit hindert.
Eine zweite Grenze zieht der Gesetzgeber. § 11b des Tierschutzgesetzes verbietet Verpaarungen, wenn den Nachkommen erblich bedingt Körperteile für den artgemäßen Gebrauch fehlen und dadurch Schmerzen oder Leiden auftreten. Erblich bedingte Verhaltensstörungen zählen ausdrücklich dazu.
Ich frage beim Züchter deshalb immer nach den Auswertungen von Hüfte und Ellenbogen. Sie stehen in keinem Rassestandard. In einem ordentlichen Zuchtbuch stehen sie sehr wohl.
Welpenkauf: worauf du achten solltest
Bei einer provisorisch anerkannten Rasse ist die Papierlage die erste Hürde. Lass dir zeigen, welcher Verein die Ahnentafel ausstellt und ob er einem FCI-Mitgliedsverband angehört.
Der zweite Schritt ist die Besichtigung. Fahr zum Wurf, sieh dir das Muttertier an, lass dir Impf- und Wurmstatus schriftlich geben. Die Tierschutz-Hundeverordnung erlaubt die Trennung vom Muttertier erst nach acht Wochen.
Mein Tipp: Frag bei einer seltenen Rasse nach der Anzahl der Würfe im Zuchtbuch. Eine kleine Population braucht einen Zuchtwart, der Verpaarungen plant. Über Preise schreibe ich hier bewusst nichts, weil sie nichts über die Qualität eines Wurfes sagen.
Ein Hund, der viel läuft, frisst im Winter mehr. Ich gebe bei solchen Hunden gern eine B-Vitamin-Quelle ins Futter. Der Lucky Pets Vitamin B-Komplex besteht aus inaktivierter Bierhefe mit Apfeltrester. Dazu kommen die B-Vitamine B1, B2, B3, B5, B6, B9 sowie B12. Eine Tablette am Tag je 10 Kilogramm Körpergewicht.

Passt eine dieser drei Rassen zu dir?
Der Yorkshire Terrier ist der einzige der drei, der in eine Stadtwohnung passt. Er bleibt trotzdem ein Terrier mit Jagdinstinkt, kein Kuscheltier.
Der Jakutische Laika passt zu Menschen, die im Winter draußen sind. Zughundesport, lange Wanderungen, Nasenarbeit. Wer abends eine Runde um den Block dreht, wird mit ihm nicht glücklich.
Der Südrussische Ovtcharka passt fast niemandem, der diesen Beitrag liest. Ein Hund von 35 Kilogramm aufwärts, misstrauisch gegenüber Fremden, gezüchtet für die Bewachung von Eigentum. Das ist eine bewusste Entscheidung, kein Familienzuwachs nebenbei.
Fazit: Mit Y führt die FCI genau drei Rassen. Der Jakutische Laika (Nr. 365) misst bei Rüden 55 bis 59 Zentimeter, ist als Schlitten- und Jagdhund eingetragen und erst provisorisch anerkannt. Der Yorkshire Terrier (Nr. 86) wiegt bis 3,2 Kilogramm. Der Südrussische Ovtcharka (Nr. 326) bringt mindestens 35 Kilogramm auf die Waage. Und der Name Laika steht bei der FCI für vier Rassen, nicht für eine.
Häufige Fragen zu Hunderassen mit Y
Welche Hunderassen fangen mit Y an?
Drei stehen im FCI-Register: Yakutskaya Laika (Nr. 365), Yorkshire Terrier (Nr. 86) und Yuzhnorusskaya Ovcharka (Nr. 326).
Wie groß wird der Jakutische Laika?
Der FCI-Standard Nr. 365 nennt für Rüden 55 bis 59 Zentimeter Widerristhöhe, für Hündinnen 53 bis 57 Zentimeter.
Wie schwer wird er?
Ein Gewicht führt der Standard nicht auf. Wer eine belastbare Zahl braucht, holt sie beim Züchter ein.
Wofür wurde der Jakutische Laika gezüchtet?
Der Standard nennt als Verwendung Schlitten- und Jagdhund. Er steht in FCI-Gruppe 5, Sektion 1 bei den nordischen Schlittenhunden, mit Arbeitsprüfung im Kopf des Papiers.
Welche Farben sind erlaubt?
Weiß und alle Scheckungen, zweifarbig oder dreifarbig. Jede einheitliche Farbe außer Weiß schließt einen Hund von der Zucht aus.
Stimmt es, dass er blaue Augen haben kann?
Ja. Der Standard lässt dunkelbraun, blau, verschiedenfarbig sowie blaue Segmente auf brauner Iris zu.
Wie viele Laika-Rassen gibt es bei der FCI?
Vier. Drei stehen in Gruppe 5, Sektion 2, der Jakutische in Sektion 1 bei den Schlittenhunden.
Ist der Jakutische Laika endgültig anerkannt?
Nein. Er steht auf der Liste der provisorisch anerkannten Rassen der FCI.
Wie alt wird ein Jakutischer Laika?
Eine Lebenserwartung nennt der Standard nicht. Zahlen ohne Quelle schreibe ich hier deshalb nicht hin.
Wie groß wird der Südrussische Ovtcharka?
Standard Nr. 326 nennt für Rüden mindestens 66 Zentimeter und mindestens 35 Kilogramm.
Wie schwer darf ein Yorkshire Terrier sein?
Bis 3,2 Kilogramm, so steht es in Standard Nr. 86.
Passt ein Jakutischer Laika in eine Wohnung?
Die Frage ist nicht die Quadratmeterzahl. Ein Schlittenhund mit Arbeitsprüfung im Standard braucht täglich eine Aufgabe.
Quellen
- FCI – Rassennomenklatur, Rassen mit Y
- FCI-Standard Nr. 365 – Yakutskaya Laika (deutsche Fassung)
- FCI – Rassennomenklatur, Gruppe 5: Spitze und Hunde vom Urtyp
- FCI – Von der FCI provisorisch anerkannte Rassen
Weiterlesen
Über den Autor

Kevin Roth
Co-Gründer von Lucky Pets
Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.
Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.
Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung. Fragen zu Gesundheit und Belastbarkeit einer Rasse gehören in ein tierärztliches Gespräch.
