Pumi: Größe, Wesen und Beschäftigung

Pumi: Größe, Wesen und Beschäftigung

Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 22.08.2026 · Lesezeit: 10 Minuten

Das Wichtigste in Kürze

  • Rüden 41–47 cm und 10–15 kg, Hündinnen 38–44 cm und 8–13 kg.
  • Klare Regeln schon im Welpenalter — sonst lenkt er sich selbst.
  • Sensibel und selbstbewusst zugleich.
  • Optimal: aktiver Halter und Haus mit Garten.

Der Pumi fällt durch seine gedrehten Locken und die aufgestellten Ohren auf. Dahinter steckt ein ungarischer Hirtenhund mit viel Energie. Ich gehe die VDH-Angaben durch und zeige, was er braucht.

Die kurze Antwort

Ein ungarischer Hirtenhund von rund 40 bis 47 Zentimetern: freundlich, klug, anhänglich — und ausgesprochen sportlich.

Der entscheidende Punkt

Energie und Eigenständigkeit brauchen früh eine Richtung. Der VDH nennt klare Regeln schon für den Welpen.

Größe: Spanne und Idealmaß

Der VDH macht bei dieser Rasse eine nützliche Unterscheidung. Er nennt nicht nur eine erlaubte Spanne, sondern zusätzlich ein Idealmaß.

Wacher Pumi mit gedrehten Locken und aufgestellten Ohren
Gedrehte Locken und hoch angesetzte Ohren machen den Pumi unverwechselbar. Foto: Pets Adviser from Brooklyn, USA / Wikimedia Commons, CC BY 2.0

Rüden messen 41 bis 47 Zentimeter, ideal sind 43 bis 45. Hündinnen liegen bei 38 bis 44 Zentimetern, ideal bei 40 bis 42. Beim Gewicht gilt dasselbe Prinzip. Rüden wiegen 10 bis 15 Kilogramm, ideal sind 12 bis 13. Hündinnen liegen bei 8 bis 13 Kilogramm, ideal bei 10 bis 11.

Angabe Rüde Hündin
AngabeWiderristhöhe Rüde41 – 47 cm Hündin38 – 44 cm
AngabeIdealmaß Rüde43 – 45 cm Hündin40 – 42 cm
AngabeGewicht Rüde10 – 15 kg Hündin8 – 13 kg
AngabeIdealgewicht Rüde12 – 13 kg Hündin10 – 11 kg
AngabeFCI RüdeGruppe 1, Nr. 56 HündinGruppe 1, Nr. 56

Rassedaten nach dem VDH-Rasselexikon.

Damit bleibt der Pumi ein mittelgroßer Hund. Das außergewöhnliche Erscheinungsbild — Locken und hoch angesetzte Ohren — täuscht viele über die eigentliche Größe hinweg.

Wesen: sensibel und selbstbewusst zugleich

Pumis haben nicht nur ein außergewöhnliches Erscheinungsbild. Sie sind auch überaus soziale Hunde, die Sensibilität und Selbstbewusstsein miteinander verbinden. Ich halte diese Kombination für den Kern der Rasse — und für den Grund, warum sie nicht zu jedem Haushalt passt.

Der freundliche, kluge und anhängliche Ungar ist Familienmitglied und Komplize zugleich. Fremden gegenüber verhalten sich Pumis im ersten Moment oft reserviert — sein Mut zeigt sich dabei auch als aufmerksamer Wachhund.

Aus meiner Erfahrung ist Sensibilität bei Hütehunden die anspruchsvollere Hälfte. Ein Hund, der fein wahrnimmt, reagiert auch auf Stimmungen im Haushalt. Wo du eine ruhige Basis aufbaust, steht in Hundeschule.

Der VDH gibt für die Erziehung einen konkreten Weg vor. Gemeinsames Spiel hilft viel — der kluge Hirtenhund braucht aber bereits als Welpe klare Regeln und einen konsequenten Umgang, damit Energie und Eigenständigkeit in die gewünschten Bahnen laufen. Wie sich fehlende Führung an der Leine zeigt, beschreibt Hund zieht an der Leine.

Beschäftigung: die Liste ist lang

Agility, Breitensport, Obedience, Treibball oder Fährtenarbeit — bei all diesen Aktivitäten ist ein Pumi mit Feuereifer bei der Sache. Auch als Reitbegleithund sowie als ausdauernder Begleiter bei Fahrradtouren oder Wanderungen macht der sportliche Ungar eine gute Figur.

Frau arbeitet draußen mit einem wachen Pumi
Agility, Obedience oder Treibball — der Pumi ist bei allem mit Feuereifer dabei.

Die Tierschutz-Hundeverordnung setzt in § 2 den Mindestrahmen. Verlangt werden ausreichend Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers, mehrmals täglich Umgang mit der Betreuungsperson und regelmäßiger Kontakt zu Artgenossen. Angepasst wird das an Rasse, Alter und Gesundheitszustand.

Was ein Pumi im Alltag braucht

  • Einen aktiven Halter — der VDH nennt ihn ausdrücklich als Voraussetzung.
  • Ein Haus mit Garten als optimale Umgebung.
  • Abwechslung im Training statt Wiederholung.
  • Klare Regeln ab dem ersten Tag.
  • Ruhige Begegnungen mit Fremden, er bleibt zunächst reserviert.

Zur Beschäftigung im Alltag: Hundespielzeug.

Ich rate dazu, die Sportart vor dem Welpen auszuwählen. Ein Hund, der bei allem mit Feuereifer dabei ist, wird sonst zum Dauerprojekt ohne Ziel. Was in der Wachstumsphase auf den Teller gehört, steht in Welpen richtig füttern.

Alltag und Gesundheit

Der Pumi ist ein Hirtenhund und wird in der FCI unter den Schäferhunden geführt. Das erklärt sowohl seinen Bewegungsdrang als auch die Neigung, Abläufe im Haushalt selbst organisieren zu wollen.

Meine langjährige Erfahrung mit mittelgroßen Hütehunden zeigt, wie schnell Unterforderung sichtbar wird. Ein Hund mit dieser Energie wird ohne Aufgabe nicht ruhiger, sondern erfinderischer. Wie sich Übergewicht bei zu wenig Bewegung entwickelt, erklärt Übergewicht beim Hund.

Tierärztin untersucht einen wachen Pumi in der Praxis
Gewicht und Haut gehören bei dieser Rasse regelmäßig kontrolliert.

Beim Gewicht liefert der Standard einen ungewöhnlich präzisen Maßstab. Zwischen 12 und 13 Kilogramm liegt bei einem Rüden das Ideal — wer deutlich darüber liegt, sollte gegensteuern. Was gereizte Haut bei dichtem Fell auslöst, beschreibt Juckreiz beim Hund.

Unabhängig von der Rasse gilt: Haut und Fell brauchen B-Vitamine. Gebündelt stecken sie im Lucky Pets Vitamin B-Komplex auf Basis inaktivierter Bierhefe.

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So sieht der Pumi aus

Beim Haar wird der FCI-Standard Nr. 56 sehr genau. Das Haar ist wellig und lockig, es bildet Büschel und ist nie glatt oder verschnürt. Im Durchschnitt misst es vier bis sieben Zentimeter.

Aufgebaut ist das Haarkleid zweilagig. Oben sitzt kräftiges, drahthaariges Deckhaar, darunter liegt eine weiche Unterwolle. Augen und Fangpartie bleiben frei von langem Haar. An den Ohren ragen mittellange, drahtige Grannenhaare nach oben.

Zur Pflege gibt der Standard mehr her als das Rasselexikon. Die erwünschte Form entsteht durch Trimmen mit der Hand. Kleinere Korrekturen mit der Schere am Kopf und an den Gliedmaßen sind möglich. Das ganze Haarkleid mit der Schere herzurichten gilt dagegen als unerwünscht.

Bei den Farben zählt der Text vier Gruppen auf: Grau in verschiedenen Nuancen, Schwarz, Falbfarben und Weiß. Grau entsteht dabei erst mit der Zeit. Bei Geburt sind diese Hunde in der Regel schwarz.

Einfarbig muss die Farbe immer sein. Ein weißer Brustfleck unter drei Zentimetern Durchmesser bleibt erlaubt, ebenso ein weißer Strich auf den Zehen. Schokoladenbraunes oder mehrfarbiges Haarkleid führt zur Disqualifikation.

Merkmal Was der FCI-Standard Nr. 56 sagt
MerkmalHaar Was der FCI-Standard Nr. 56 sagtwellig und lockig, in Büscheln, 4 bis 7 cm
MerkmalAufbau Was der FCI-Standard Nr. 56 sagtdrahthaariges Deckhaar über weicher Unterwolle
MerkmalFarben Was der FCI-Standard Nr. 56 sagtGrau, Schwarz, Falbfarben, Weiß — immer einfarbig
MerkmalOhren Was der FCI-Standard Nr. 56 sagthoch angesetzt, umgekehrte V-Form, oberes Drittel nach vorn geneigt
MerkmalAugen Was der FCI-Standard Nr. 56 sagtmittelgroß, oval, dunkelbraun
MerkmalRute Was der FCI-Standard Nr. 56 sagthoch angesetzt, Bogen über der Kruppe, Kupieren unzulässig

FCI-Standard Nr. 56 Pumi, deutsche Fassung, publiziert am 06.04.2000. In Deutschland verbietet § 6 TierSchG das Kupieren, von eng begrenzten Ausnahmen abgesehen.

Die Ohren sind das zweite Erkennungszeichen. Sie sitzen hoch, stehen aufgerichtet und bilden ein umgekehrtes V. Nur das obere Drittel neigt sich nach vorne. Vollständig aufgerichtete Stehohren gelten als Fehler, hängende ebenso.

Welpenkauf: worauf du achten solltest

Der erste Weg führt zu einem Züchter im Zuchtverband. Papiere belegen dort Abstammung und Wurfkontrolle des ganzen Wurfs. Die Ahnentafel allein reicht dafür nicht.

Besuch den Wurf und sieh dir die Hündin an. Ein Pumi ist von Natur aus lebhaft und laut. Scheues oder phlegmatisches Benehmen nennt der Standard ausdrücklich rassefremd.

Beim Abgabealter ist die Rechtslage eindeutig. Erst nach der achten Lebenswoche darf ein Welpe vom Muttertier weg. Bis zur zwanzigsten Woche verlangt die Tierschutz-Hundeverordnung täglich mindestens vier Stunden Umgang mit einer Betreuungsperson.

Die Liste der Ausschlussgründe ist bei dieser Rasse ungewöhnlich lang. Aggressive oder ängstliche Hunde gehören dazu, ebenso ein runder, puliartiger Kopf. Auch kurzes, glattes Haar und ein mehrfarbiges Haarkleid führen zur Disqualifikation.

Dazu kommt § 11b des Tierschutzgesetzes. Untersagt ist eine Zucht, bei der erblich bedingt Körperteile für den artgemäßen Gebrauch fehlen oder umgestaltet sind. Lass dir außerdem Impfungen und Entwurmungen im Heft zeigen.

Ein guter Züchter fragt zurück. Ihn interessiert, wie viel du unterwegs bist und welchen Sport du planst. Wer nur über den Preis spricht, verkauft.

Passt der Pumi zu dir?

Er passt zu aktiven Haltern mit Haus und Garten. Genau diese Kombination nennt der VDH als optimale Voraussetzung. Eine Wohnung schließt der Standard aber nicht aus: Er erträgt ohne weiteres die Haltung in einer Wohnung, solange er viel Bewegung bekommt.

Er passt zu Menschen, die Sport mit dem Hund suchen. Agility, Obedience, Treibball oder Fährtenarbeit nimmt er mit Feuereifer an. Ohne Aufgabe wird aus Betriebsamkeit sehr schnell Unruhe im Haus.

Er passt zu Haushalten, die Stimme vertragen. Der Standard formuliert es unmissverständlich: Der Pumi ist ziemlich laut. Wer sehr hellhörig wohnt, sollte das ernst nehmen.

Er passt nur bedingt zu Haushalten mit Kleintieren. Sein Spürsinn ist gut entwickelt. Bei der Bekämpfung von Raubwild und Nagern hat er sich laut Standard hervorragend bewährt. Kaninchen im selben Zimmer sind damit ein Thema.

Er passt zu Familien, die klare Regeln durchhalten. Schon der Welpe braucht sie, sonst lenkt er seine Energie selbst. Kleinkind und Hund bleiben dabei nie unbeaufsichtigt.

Er passt nicht zu jemandem, der einen ruhigen Sofahund sucht. Rastlos nennt der Standard sein Temperament, alle Körperteile seien stets in Bewegung. Er passt auch nicht dorthin, wo ständig fremde Menschen ein- und ausgehen.

Fazit: Der Pumi ist ein ungarischer Hirtenhund der FCI-Gruppe 1. Rüden messen 41 bis 47 Zentimeter bei 10 bis 15 Kilogramm, Hündinnen 38 bis 44 Zentimeter bei 8 bis 13 Kilogramm. Zusätzlich nennt der Standard Idealwerte. Er ist überaus sozial und verbindet Sensibilität mit Selbstbewusstsein, gegenüber Fremden bleibt er anfangs reserviert. Optimal sind ein aktiver Halter und ein Haus mit Garten. Erzogen wird er über gemeinsames Spiel — mit klaren Regeln ab dem Welpenalter.

Häufige Fragen zum Pumi

Wie groß wird ein Pumi?

Rüden messen 41 bis 47 cm, Hündinnen 38 bis 44 cm. Die Idealmaße liegen bei 43 bis 45 beziehungsweise 40 bis 42 cm.

Pumi: Wie schwer wird er?

Rüden wiegen 10 bis 15 kg, Hündinnen 8 bis 13 kg. Als Idealgewicht nennt der VDH 12 bis 13 und 10 bis 11 kg.

Pumi: Woher stammt die Rasse?

Aus Ungarn. Der Pumi ist ein Hirtenhund und wird in der FCI unter den Schäferhunden geführt.

Pumi: Wie ist sein Wesen?

Überaus sozial. Er verbindet Sensibilität und Selbstbewusstsein miteinander.

Pumi: Ist er ein Familienhund?

Ja. Der VDH nennt ihn Familienmitglied und Komplize zugleich — freundlich, klug und anhänglich.

Pumi: Wie verhält er sich gegenüber Fremden?

Im ersten Moment oft reserviert. Das legt sich, sobald er die Lage eingeschätzt hat.

Pumi: Taugt er als Wachhund?

Sein Mut zeigt sich auch als aufmerksamer Wachhund. Ein reiner Schutzhund ist er aber nicht.

Pumi: Welcher Hundesport passt?

Agility, Breitensport, Obedience, Treibball oder Fährtenarbeit — bei allem ist er mit Feuereifer dabei.

Eignet er sich für Reiter und Radfahrer?

Ja. Als Reitbegleithund und bei Fahrradtouren oder Wanderungen macht er eine gute Figur.

Welche Haltung ist optimal?

Ein aktiver Halter und ein Haus mit Garten. So formuliert es der VDH.

Pumi: Wie erzieht man ihn?

Über gemeinsames Spiel. Klare Regeln und ein konsequenter Umgang gehören schon in die Welpenzeit.

Pumi: In welche FCI-Gruppe gehört er?

In Gruppe 1, Sektion 1 der Schäferhunde. Die Standardnummer lautet 56.

Quellen

Über den Autor

Kevin Roth, Co-Gründer von Lucky Pets

Kevin Roth

Co-Gründer von Lucky Pets

Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.

Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.

Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung. Zu Gewicht, Haut und Belastung berät die Tierarztpraxis individuell.