Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 27.08.2026 · Lesezeit: 11 Minuten
Das Wichtigste in Kürze
- 32 bis 38 cm — bei Rüden und Hündinnen identisch.
- Höchstens 5 kg Gewicht laut Standard.
- FCI-Gruppe 10, Sektion 3 Kurzhaarige Windhunde.
- Verwendung im Standard: Rennhund.
Ein Windhund im Miniaturformat — so beschreibt es der Standard selbst. Ich schaue mir an, welche Zahlen dahinterstehen und was die Haltung im Alltag verlangt.
Die kurze Antwort
Das Italienische Windspiel misst 32 bis 38 Zentimeter und wiegt höchstens fünf Kilogramm. Der Standard führt es als Rennhund in FCI-Gruppe 10.
Der entscheidende Punkt
Rüden und Hündinnen haben denselben Größenrahmen. Das ist bei Hunderassen die Ausnahme, nicht die Regel.
Die Zahlen aus dem Standard
Der FCI-Rassestandard Nr. 200 nennt Italien als Ursprungsland und Rennhund als Verwendung. Geführt wird die Rasse in Gruppe 10 Windhunde, Sektion 3 Kurzhaarige Windhunde, ohne Arbeitsprüfung.

Bei der Größe fällt eine Besonderheit auf. Der Standard gibt 32 bis 38 Zentimeter Widerristhöhe an — für Rüden und Hündinnen gleichermaßen. Beim Gewicht steht dort höchstens fünf Kilogramm, ebenfalls ohne Unterschied zwischen den Geschlechtern.
Nach dem FCI-Rassestandard Nr. 200, deutsche Fassung, geprüft am 23.08.2026.
Aus meiner Erfahrung wird dieser Punkt beim Kauf oft übersehen. Ein Hund mit fünf Kilo Maximalgewicht ist kein kleiner Familienhund im üblichen Sinn, sondern ein sehr leichtes Tier. Wie du die Widerristhöhe selbst nachmisst, steht in Widerristhöhe beim Hund.
Wie der Standard das Erscheinungsbild beschreibt
Die Formulierungen sind ungewöhnlich blumig für ein technisches Dokument. Der Standard spricht von einer schlanken Erscheinung mit einem Rumpf von quadratischem Format. Obwohl der Hund von eher kleiner Statur sei, entspreche er einer exakten Miniaturausgabe eines großen Windhundes.

Weiter heißt es dort, er sei der Prototyp von Zartheit und Eleganz und könne als Inkarnation von Grazie und Würde bezeichnet werden. Der Kopf wird als länglich und schmal beschrieben, der Schädel als flach. Die Kopfmuskulatur darf laut Standard nicht zu kräftig sein.
Beim Wesen bleibt der Text dagegen knapp. Drei Worte reichen: lebhaft, anhänglich, fügsam.
Windhund heißt: Auge vor Nase
Windhunde jagen anders als Lauf- oder Vorstehhunde. Sie orientieren sich stark am Bewegungsreiz, nicht an der Fährte. Der Standard führt die Rasse folgerichtig als Rennhund und nicht als Jagdgebrauchshund mit Arbeitsprüfung.
Für den Alltag heißt das: Ein wegrennendes Tier kann einen Reiz auslösen, den kein Rückruf überschreit, wenn er vorher nicht geübt wurde. Wie du das aufbaust, steht in Rückruf trainieren.
Die Sektion im Standard heißt Kurzhaarige Windhunde. Das Fell ist entsprechend kurz und liegt eng an, eine dichte Unterwolle beschreibt der Text nicht. Wer im Winter draußen unterwegs ist, plant Pausen und Wärme entsprechend ein.

Was die Haltung verlangt
§ 2 der Tierschutz-Hundeverordnung gilt unabhängig von der Größe. Verlangt werden ausreichend Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers und mehrmals täglich Umgang mit der Betreuungsperson. Dazu kommt regelmäßiger Kontakt zu Artgenossen, angepasst an Rasse, Alter und Gesundheitszustand.
Wer einen Hund im Freien hält, muss nach § 4 eine Schutzhütte bereitstellen. Zusätzlich braucht der Hund außerhalb der Hütte einen witterungsgeschützten, schattigen und wärmegedämmten Liegeplatz. Dieser muss weich oder elastisch verformbar sein und so bemessen, dass der Hund in Seitenlage ausgestreckt liegen kann.
Für Welpen nennt das zuständige Bundesministerium vier Stunden täglichen Umgang bis zur zwanzigsten Lebenswoche als Mindestmaß. Ziel ist eine ausreichende Sozialisierung gegenüber Menschen und Artgenossen.
Vor dem Kauf klären
- Passt ein Hund mit höchstens fünf Kilo in deinen Alltag?
- Wie sicherst du ihn im Umgang mit größeren Hunden?
- Wo kann er im Freien laufen, ohne auf Straßen zu geraten?
- Wie warm ist dein Liegeplatz im Winter?
- Wer betreut ihn, wenn du länger außer Haus bist?
Wie ein passender Ruheplatz aussieht, zeigt Hundebett auswählen.
Meine langjährige Erfahrung mit sehr leichten Rassen sagt: Der Alltag entscheidet sich am Ruheplatz und am Umgang mit anderen Hunden. Ich achte bei solchen Größenunterschieden besonders auf ruhige Begegnungen. Warum Spiel dabei so viel leistet, steht in Hunde spielen.
Und wie bei jeder Rasse gilt: Die Zahlen im Standard beschreiben das Zuchtziel, nicht den einzelnen Hund. Was gesundes Gewicht im Alltag bedeutet, steht in Übergewicht beim Hund.
Unabhängig von der Rasse gilt: Haut und Fell brauchen B-Vitamine. Gebündelt stecken sie im Lucky Pets Vitamin B-Komplex auf Basis inaktivierter Bierhefe.

Einen genaueren Blick darauf wirft Afghanischer Windhund.
Größe und Gewicht: was die Proportionen verraten
Die beiden Zahlen aus der Tabelle sind nur die halbe Auskunft. Der Standard legt zusätzlich fest, wie die Maße zueinander stehen. Die Körperlänge entspricht der Widerristhöhe oder bleibt geringfügig darunter. Daher der quadratische Eindruck.
Der Kopf darf bis zu 40 Prozent der Widerristhöhe erreichen. Der Oberkopf misst genau die halbe Kopflänge. Und der Hals ist so lang wie der Kopf. Bei einem Hund von 35 Zentimetern reden wir also über einen Kopf von rund 14 Zentimetern.
Wichtige Proportionen wörtlich aus dem FCI-Standard Nr. 200, deutsche Fassung, gültiger Standard vom 13. November 2015.
Die Größenangabe ist außerdem eine harte Grenze. Ein Hund unter 32 oder über 38 Zentimetern gilt als disqualifiziert. Der Standard führt das ausdrücklich unter den disqualifizierenden Fehlern auf. Beim Gewicht steht dagegen nur ein Höchstwert.
Wesen im Alltag
Beim Wesen macht es sich Nummer 200 kurz. Drei Wörter stehen dort: lebhaft, anhänglich, fügsam. Mehr sagt der Standard nicht. Das ist ungewöhnlich wenig für ein Papier aus dem Jahr 2015.
Ergänzen lässt sich das nur an einer Stelle. Unter den disqualifizierenden Fehlern stehen aggressive und ängstliche Hunde. Auch deutliche Verhaltensstörungen schließen aus. Mehr Wesensaussage gibt das Dokument nicht her.
Ein Standard beschreibt ohnehin das Zuchtziel, nicht den Hund in deinem Flur. Aus „anhänglich" wird im Alltag oft Nähe rund um die Uhr. Diese Hunde suchen Körperkontakt und liegen gern unter der Decke.
„Fügsam" heißt nicht gehorsam. Es heißt, dass ein solcher Hund sich lenken lässt, wenn du ruhig bleibst. Druck erzeugt bei einem sehr leichten, feinnervigen Hund das Gegenteil. Beim Alleinbleiben lohnt darum ein früher, kleinschrittiger Aufbau.
Fell, Farbe und was der Standard ausschließt
Das Haar beschreibt der Standard am ganzen Körper als kurz, seidig und fein. Fransen darf es nirgends geben. Die Haut liegt dünn und straff an, nur an den Ellenbogen etwas weniger.
Bei den Farben ist die Liste kurz und die Regel streng. Erlaubt sind einfarbig Schwarz, Grau und Isabella in allen Nuancen. Isabella meint ein helles Gelb bis Beige. Weiß wird nur an Brust und Pfoten toleriert.
Alles andere schließt aus. Ein mehrfarbiges Haarkleid ist ein disqualifizierender Fehler, ebenso Weiß an anderen Stellen als Brust und Pfoten. Wer ein geschecktes Windspiel angeboten bekommt, bekommt keinen standardgerechten Hund.
Ein Detail am Kopf ist die schönste Stelle des ganzen Textes. Die Ohren sind sehr hoch angesetzt, klein und in sich selbst gefaltet. Beim aufmerksamen Hund richtet sich das Ohr am Ansatz auf und steht dachartig zur Seite. Der Standard nennt diese Stellung Schmetterlingsohren oder Propellerohren.
Gesundheit und was der Standard ausschließt
Eine Lebenserwartung nennt Nummer 200 nicht. Rassetypische Krankheiten stehen dort ebenfalls nicht. Was er liefert, ist eine Liste von Fehlern und eine Vorgabe zur Zucht.
Am Kopf schließen ein ganz oder zur Hälfte depigmentierter Nasenschwamm sowie ein konvexer oder konkaver Nasenrücken aus. Dazu kommen Vorbiss und Rückbiss. Am Auge nennt der Standard das Glasauge und einen vollständigen Pigmentmangel an den Lidrändern.
An der Rute wird es deutlich. Eine über dem Rücken getragene Rute schließt aus. Dasselbe gilt für Rutenlosigkeit oder eine Stummelrute, angeboren wie erworben. Bei den schweren Fehlern stehen der Passgang, ein kurzer steppender Gang und eine Bewegung zu nahe am Boden.
Der Standard endet mit einem Satz, der über die Optik hinausgeht. Zur Zucht sollten ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden. Der Gesetzgeber verschärft das noch. § 11b des Tierschutzgesetzes verbietet Verpaarungen, bei denen Nachkommen erblich bedingt Körperteile für den artgemäßen Gebrauch fehlen und dadurch leiden.
Welpenkauf: worauf du achten solltest
Frag zuerst nach Papieren. Ein Welpe aus geordneter Zucht bringt die Ahnentafel eines Vereins mit, der einem FCI-Mitgliedsverband angehört. In Deutschland ist das der VDH.
Die zweite Frage betrifft die Größe der Elterntiere. Beide sollten zwischen 32 und 38 Zentimetern messen. Ein Züchter, der bewusst auf besonders kleine Hunde selektiert, arbeitet gegen den Standard. Unter 32 Zentimetern beginnt der Ausschluss.
Die dritte Frage betrifft die Farbe. Lass dir bei gescheckten Welpen erklären, warum sie im Wurf sind. Der Standard lässt Weiß nur an Brust und Pfoten zu.
Mein Tipp: Das Abgabealter regelt die Tierschutz-Hundeverordnung. Ein Welpe darf erst im Alter von über acht Wochen vom Muttertier getrennt werden. Fahr zum Wurf und lass dir das Muttertier zeigen. Über Preise schreibe ich hier bewusst nichts.
Passt das Italienische Windspiel zu dir?
Die Rasse passt gut in eine Wohnung. Ein Hund von höchstens fünf Kilo braucht wenig Platz und macht wenig Lärm. Der Standard führt ihn trotzdem als Rennhund.
Damit ist der wichtigste Punkt genannt. Diese Hunde brauchen Gelegenheit zum Sprint, nicht nur den Gang um den Block. Ein eingezäuntes Stück Wiese ist mehr wert als zwei zusätzliche Kilometer an der Leine.
Gut passt er zu Menschen, die viel zu Hause sind und Nähe mögen. Er passt zu ruhigen Haushalten. Und er passt zu Haltern, die Begegnungen mit großen Hunden aktiv steuern.
Weniger gut passt er dorthin, wo es hektisch zugeht. Sehr kleine Kinder und ein sehr leichter Hund sind eine Kombination, die ständige Aufsicht verlangt. Wer einen robusten Begleiter für jedes Wetter sucht, sucht hier falsch.
Fazit: Das Italienische Windspiel, oft Italienischer Windhund genannt, steht im FCI-Rassestandard Nr. 200. Ursprungsland ist Italien, als Verwendung nennt der Standard Rennhund, geführt wird die Rasse in Gruppe 10 Windhunde, Sektion 3 Kurzhaarige Windhunde, ohne Arbeitsprüfung. Die Widerristhöhe liegt bei 32 bis 38 Zentimetern, das Gewicht bei höchstens fünf Kilogramm — jeweils für Rüden und Hündinnen gleich. Das Wesen beschreibt der Standard mit lebhaft, anhänglich und fügsam. Für die Haltung gilt die Tierschutz-Hundeverordnung: Auslauf außerhalb eines Zwingers, mehrmals täglich Umgang, Kontakt zu Artgenossen, bei Haltung im Freien zusätzlich Schutzhütte und wärmegedämmter Liegeplatz.
Häufige Fragen zum Italienischen Windspiel
Italienischer Windhund: Wie heißt die Rasse offiziell?
Italienisches Windspiel. Der Name Italienischer Windhund meint dieselbe Rasse.
Italienischer Windhund: Wie groß wird ein Italienisches Windspiel?
32 bis 38 Zentimeter Widerristhöhe — bei Rüden und Hündinnen gleichermaßen.
Wie schwer darf es sein?
Höchstens fünf Kilogramm, ebenfalls für beide Geschlechter.
In welcher FCI-Gruppe steht die Rasse?
In Gruppe 10, Sektion 3 Kurzhaarige Windhunde, ohne Arbeitsprüfung.
Was steht als Verwendung im Standard?
Rennhund.
Italienischer Windhund: Wie beschreibt der Standard das Wesen?
Mit drei Worten: lebhaft, anhänglich, fügsam.
Ist es ein verkleinerter Windhund?
Der Standard nennt ihn eine exakte Miniaturausgabe eines großen Windhundes.
Wie sieht der Körperbau aus?
Schlank, mit einem Rumpf von quadratischem Format. Der Kopf ist länglich und schmal.
Braucht so ein Hund viel Bewegung?
Die Verordnung verlangt ausreichend Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers — unabhängig von der Größe.
Kann er draußen leben?
Wer einen Hund im Freien hält, muss laut Verordnung eine Schutzhütte und einen wärmegedämmten Liegeplatz bereitstellen.
Italienischer Windhund: Wie viel Umgang braucht ein Welpe?
Mindestens vier Stunden täglich bis zur zwanzigsten Lebenswoche.
Ist die Rasse für Anfänger geeignet?
Das hängt vom Alltag ab. Wesen und Größe sind im Standard beschrieben, die Haltungspflichten in der Verordnung.
Quellen
- FCI-Rassestandard Nr. 200 – Italienisches Windspiel, deutsche Fassung (PDF)
- Tierschutz-Hundeverordnung § 2 – Allgemeine Anforderungen an das Halten
- Tierschutz-Hundeverordnung § 4 – Anforderungen an das Halten im Freien
- Bundesministerium (BMLEH) – Mehr Tierschutz bei Hunden
Über den Autor

Kevin Roth
Co-Gründer von Lucky Pets
Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.
Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.
Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung. Zu Gesundheit und Belastbarkeit des einzelnen Hundes berät die Tierarztpraxis.
