Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 27.08.2026 · Lesezeit: 12 Minuten
Das Wichtigste in Kürze
- Kein Rassestandard — die Bandbreite ist hier besonders groß.
- Pudel: vier Größen von 24 bis 60 Zentimetern.
- Dachshund: drei Größen, gemessen über den Brustumfang.
- Neun Dachshund-Varietäten aus drei Größen und drei Haararten.
Pudel und Dackel — zwei Rassen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Der eine ist Gesellschaftshund ohne Arbeitsprüfung, der andere Jagdhund über und unter der Erde. Ich schaue deshalb zuerst in beide Rassestandards.
Die kurze Antwort
Eine Kreuzung ohne Standard. Weil beide Elternrassen mehrere Größenvarietäten haben, ist die Spanne besonders groß.
Der entscheidende Punkt
Ein Jagdhund trifft auf einen Gesellschaftshund. Welche Linie sich durchsetzt, entscheidet den Alltag.
Zwei sehr verschiedene Elternrassen
Der FCI-Standard Nr. 172 führt den Pudel als Gesellschafts- und Begleithund in Gruppe 9, Sektion 2, ausdrücklich ohne Arbeitsprüfung. Ursprungsland ist Frankreich. Beim Wesen heißt es: Dieser Hund ist bekannt für seine Loyalität und seine Lern- und Dressurfähigkeit, was ihn zu einem besonders angenehmen Gesellschaftshund macht.

Der FCI-Standard Nr. 148 beschreibt den Dachshund dagegen als Jagdhund über und unter der Erde, geführt in Gruppe 4 mit Arbeitsprüfung. Ursprungsland ist Deutschland. Im Wesen soll er freundlich sein, weder ängstlich noch aggressiv, mit ausgeglichenem Temperament — und ein passionierter, ausdauernder, feinnasiger und flinker Jagdhund.
Nach den FCI-Rassestandards Nr. 172 und Nr. 148, geprüft am 23.08.2026.
Warum die Größe so schwer vorherzusagen ist
Beim Pudel nennt der Standard vier Varietäten. Der Großpudel misst über 45 bis 60 Zentimeter, mit einer Toleranz von 2 Zentimetern. Der Kleinpudel liegt bei über 35 bis 45, der Zwergpudel bei über 28 bis 35 Zentimetern. Beim Toypudel sind es über 24 bis 28 Zentimeter, ideal sind 25.
Beim Dachshund funktioniert die Einteilung völlig anders. Gemessen wird nicht die Widerristhöhe, sondern der Brustumfang — und zwar erst im Alter von mindestens 15 Monaten, vom höchsten Punkt des Widerrists bis zum tiefsten Punkt der Brust.

Ich werde oft gefragt, warum ein Welpe aus solch einer Verpaarung mal 30, mal 50 Zentimeter erreicht. Die Antwort steckt in diesen Tabellen: Beide Seiten bringen mehrere Varietäten mit. Wie schwer ein erwachsener Hund dann sein darf, zeigt Übergewicht beim Hund.
Größeneinteilung nach dem FCI-Rassestandard Nr. 148.
Aus meiner Erfahrung erklärt genau das die Verwirrung bei Interessenten. Ein Mix aus Toypudel und Kaninchenteckel ist ein völlig anderer Hund als einer aus Großpudel und Teckel — beide firmieren unter demselben Namen. Wie du selbst korrekt misst, steht in Widerristhöhe beim Hund.
Neun Varietäten allein auf einer Seite
Der Dachshund wird laut Standard seit Jahrzehnten in drei verschiedenen Größen und in drei verschiedenen Haararten gezüchtet — Kurzhaar, Rauhaar und Langhaar. Das ergibt neun Varietäten.
Kombiniert mit vier Pudelgrößen ist die Bandbreite auf beiden Seiten enorm. Deshalb sagt der Name des Mixes über das konkrete Tier fast nichts aus. Mir hilft in solchen Fällen nur der Blick auf die Elterntiere.

Worauf du stattdessen achten solltest
- Welche Varietät haben die Elterntiere genau?
- Wie groß und wie schwer sind sie wirklich?
- Wird der Dachshund-Elternteil jagdlich geführt?
- Wie reagieren beide Elterntiere auf Besuch und Alltagslärm?
- Wie werden die Welpen aufgezogen und sozialisiert?
Warum die frühen Wochen so viel entscheiden, steht in Hunde spielen.
Der Dachshund-Standard nennt eine Proportion, die auch für den Mix relevant ist: Die Körperlänge steht zur Widerristhöhe im Verhältnis von etwa 1,7 bis 1,8 zu 1. Ein langer Rücken auf kurzen Beinen ist also Rassemerkmal, nicht Zufall.
Was der Alltag verlangt
§ 2 der Tierschutz-Hundeverordnung fordert ausreichend Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers, mehrmals täglich Umgang mit der Betreuungsperson und regelmäßigen Kontakt zu Artgenossen — angepasst an Rasse, Alter und Gesundheitszustand.
Für Welpen nennt das zuständige Bundesministerium eine Mindestzeit von vier Stunden täglichem Umgang bis zur zwanzigsten Lebenswoche, mit dem Ziel einer ausreichenden Sozialisierung gegenüber Menschen und Artgenossen.
Meine langjährige Erfahrung mit Dackelmischungen sagt: Die Jagdpassion verschwindet nicht dadurch, dass ein Pudel beteiligt war. Wer einen feinnasigen, ausdauernden Hund bekommt, plant Rückruftraining von Woche eins an ein. Wie das strukturiert läuft, zeigt Hundeschule.
Und beim Fell gilt dieselbe Unsicherheit wie bei der Größe. Ob ein solcher Hund wenig haart, lässt sich vorher nicht sagen — das hängt davon ab, welche Anteile sich durchsetzen. Zur Grundpflege siehe Fellpflege beim Hund.
Unabhängig von der Rasse gilt: Haut und Fell brauchen B-Vitamine. Gebündelt stecken sie im Lucky Pets Vitamin B-Komplex auf Basis inaktivierter Bierhefe.

Der Korridor — und wo er offen bleibt
Beide Elternstandards nennen Zahlen. Sie messen aber nicht dasselbe.
Der Pudelstandard arbeitet mit der Widerristhöhe. Der Dackelstandard tut das nicht, er teilt seine drei Größen über den Brustumfang ein.
Wörtlich aus den deutschen FCI-Standards Nr. 172 und Nr. 148, abgerufen am 27.08.2026.
Aus den Maßen beider Elternstandards ergibt sich nach oben ein Rahmen von etwa 24 bis 60 Zentimetern Widerristhöhe. Das ist keine Rassefestlegung, sondern der Korridor, in dem die Welpen eines Wurfs liegen können. Der einzelne Hund kann darüber oder darunter landen.
Die untere Kante ist dabei die schwächste Zahl der ganzen Rechnung. Sie stammt allein vom Toypudel mit seinen über 24 Zentimetern.
Wie weit der Dackelanteil sie nach unten zieht, sagt kein Standard. Für den Dackel steht dort schlicht keine Widerristhöhe.
Der Standard setzt sie zwar voraus. Der Bodenabstand soll etwa ein Drittel der Widerristhöhe betragen.
Beziffert wird sie trotzdem nirgends. Wer beim Doxiepoo eine Zentimeterzahl liest, liest eine Schätzung, keinen Standardwert.
Aussehen und Fell beim Doxiepoo
Beim Haarkleid stehen sich zwei Standards mit zusammen fünf Haartypen gegenüber. Der Pudel bringt zwei mit, der Dackel drei.
Der Wollpudel trägt üppiges Haar von feiner, wolliger Textur, fein gekräuselt und beim Handauflegen elastisch. Beim Schnürenpudel bildet dasselbe Haar Schnüre von mindestens 20 Zentimetern.
Der Kurzhaarteckel trägt kurzes, dichtes, glänzendes Haar, glatt anliegend, fest und hart. Nirgends darf es unbehaarte Stellen zeigen.
Beim Rauhaarteckel liegt drahtiges Deckhaar mit Unterwolle gleichmäßig an. Am Fang steht ein deutlich ausgeprägter Bart, die Augenbrauen sind buschig.
Der Langhaarteckel trägt schlichtes, glänzendes Haar mit Unterwolle. Es verlängert sich am Hals, hängt am Behang über und bildet an der Unterseite der Rute eine vollständige Fahne.
Bei den Farben wird es ähnlich vielfältig. Der Pudel führt einfarbig Schwarz, Weiß, Braun, Grau und Falb, wobei Falb von cremefarben über Apricot bis ins Rotfalbene reicht.
Der Dackel kennt einfarbig Rot, dazu zweifarbig Tiefschwarz oder Braun mit Brand. Als Farbmuster nennt sein Standard gefleckt und gestromt.
Ein Detail lohnt hier eine Nachfrage beim Züchter. Gefleckt heißt beim Dackel Merle. Der Pudelstandard führt diese Zeichnung in seiner Farbliste nicht.
Wesen im Alltag
Ein Standard hält das Zuchtziel einer reinen Rasse fest. Den einzelnen Hund beschreibt er nicht. Bei einer Kreuzung beschreibt er gar nichts.
Zum Dackel heißt es in Standard Nr. 148 wörtlich: „Im Wesen freundlich, weder ängstlich noch aggressiv, mit ausgeglichenem Temperament." Der Satz danach nennt ihn einen passionierten, ausdauernden, feinnasigen und flinken Jagdhund.
Für den Pudel steht in Standard Nr. 172 ein einziger Satz zum Wesen. Er hebt Loyalität sowie Lern- und Dressurfähigkeit hervor.
Praktisch heißt das zweierlei. Der Hund lernt gern, folgt aber womöglich lieber einer Spur als deinem Ruf.
Für Besuch ist das meist unproblematisch. Beide Standards beschreiben freundliche Hunde ohne Schärfe gegenüber Menschen.
Mit Kindern klappt es oft gut, solange der Rücken geschont wird. Ein langer Rücken auf kurzen Beinen ist beim Dackel Rassemerkmal, kein Zufall.
Beim Rückruf wird es dagegen ernst. Ich übe ihn bei solchen Hunden vom ersten Tag an, mit Futter und in ablenkungsarmer Umgebung.
Das Alleinbleiben fällt vielen Pudelmischungen schwer. Kurze Einheiten in Minuten sind der bessere Einstieg als ein ganzer Vormittag.
Gesundheit und was die Standards ausschließen
Eine Lebenserwartung steht in keinem FCI-Standard. Ich nenne deshalb keine Zahl.
Was beide Standards hergeben, sind die Fehler, die von der Zucht ausschließen. Aggressive oder übermäßig ängstliche Hunde stehen in beiden Listen.
Der Dackelstandard führt zusätzlich untypische Rassevertreter auf. Dazu kommen Vorbiss, Rückbiss und Kreuzbiss, sämtliche Rutenfehler sowie alle Farben, die der Standard nicht selbst beschreibt.
Der Pudelstandard schließt Großpudel über 62 Zentimeter und Toypudel unter 23 Zentimeter aus. Dazu kommen Verzwergungsmerkmale wie Apfelkopf, übertriebener Stopp und vortretende Augen.
Ein Punkt aus dem Pudelstandard trifft unser Thema direkt. Er nennt mangelnden Typ speziell am Kopf, was laut Standard insbesondere auf Einkreuzungen hindeutet.
Beide Standards enden mit derselben Vorgabe. Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde Hunde mit den typischen Rassemerkmalen verwendet werden.
Für den Mischling gilt keine dieser Listen, denn ihn bewertet kein Zuchtrichter. § 11b des Tierschutzgesetzes greift trotzdem. Er verbietet Verpaarungen, bei denen erblich bedingte Schäden zu erwarten sind.
Welpenkauf: worauf du achten solltest
Eine FCI-Ahnentafel gibt es für den Doxiepoo nicht. Alles Übrige darfst du trotzdem verlangen.
Auf den Tisch gehören der EU-Heimtierausweis mit Chipnummer, der Impfnachweis und das Entwurmungsprotokoll. Dazu kommen die Untersuchungsergebnisse beider Elterntiere, schriftlich.
Beim Abgabealter zieht das Recht eine feste Linie. Nach § 2 der Tierschutz-Hundeverordnung darf ein Welpe erst im Alter von über acht Wochen vom Muttertier getrennt werden.
Frag vor dem Besuch zwei Dinge ab. Welche Pudelvarietät steht dahinter? Welche Teckelgröße hat der andere Elternteil?
Ich lasse mir beide Antworten am Tier zeigen. Wer die Varietäten seiner eigenen Hunde nicht kennt, hat auch sonst wenig vorzuweisen.
Das Muttertier muss beim Wurf dabei sein. Wie es auf dich reagiert, sagt mehr als jede Beschreibung in der Anzeige.
Passt ein Doxiepoo zu dir?
Er passt zu Menschen, die gern trainieren und Geduld mitbringen. Eine Jagdhundlinie im Stammbaum verlangt Rückrufarbeit über Jahre.
Er passt in eine Wohnung, sofern Treppen und Sprünge im Alltag begrenzt bleiben. Der Rücken dankt es.
Er passt nicht zu Menschen, die eine feste Endgröße brauchen. Zwischen Toypudel mit Kaninchenteckel und Großpudel mit Teckel liegen zwei völlig verschiedene Hunde.
Für Anfänger halte ich ihn für machbar, wenn eine Hundeschule mitläuft. Ohne Anleitung setzt sich meist die Nase durch.
Fazit: Der Pudel-Dackel-Mix ist keine Rasse, sondern eine Kreuzung ohne Standard. Der FCI-Standard Nr. 172 führt den Pudel als Gesellschafts- und Begleithund ohne Arbeitsprüfung in vier Größen von über 24 bis 60 Zentimetern. Er gilt als loyal sowie lern- und dressurfähig. Der FCI-Standard Nr. 148 führt den Dachshund als Jagdhund über und unter der Erde mit Arbeitsprüfung, freundlich und ausgeglichen, dabei passioniert, ausdauernd und feinnasig. Seine Größe wird über den Brustumfang bestimmt: Teckel über 37 bis 47 Zentimeter bei Rüden, Zwergteckel über 32 bis 37, Kaninchenteckel 27 bis 32 Zentimeter. Mit neun Dachshund-Varietäten und vier Pudelgrößen ist die Bandbreite bei diesem Mix besonders groß.
Häufige Fragen zum Pudel-Dackel-Mix
Ist der Doxiepoo eine Rasse?
Nein. Es ist die Kreuzung aus Pudel und Dachshund, für die es keinen Rassestandard gibt.
Pudel-Dackel-Mix: Wie groß wird so ein Hund?
Das hängt stark von den Elterntieren ab. Beim Pudel reicht die Spanne vom Toypudel ab 24 Zentimetern bis zum Großpudel mit 60 Zentimetern.
Pudel-Dackel-Mix: Welche Pudelgrößen gibt es?
Vier: Großpudel über 45 bis 60 cm, Kleinpudel über 35 bis 45 cm, Zwergpudel über 28 bis 35 cm und Toypudel über 24 bis 28 cm.
Wie wird der Dachshund gemessen?
Nicht über die Widerristhöhe, sondern über den Brustumfang — gemessen ab einem Alter von mindestens 15 Monaten.
Welche Dachshund-Größen gibt es?
Drei: Teckel, Zwergteckel und Kaninchenteckel. Beim Teckel liegt der Brustumfang bei Rüden über 37 bis 47 Zentimeter.
Wie viele Varietäten hat der Dachshund?
Neun — drei Größen kombiniert mit drei Haararten: Kurzhaar, Rauhaar und Langhaar.
Welches Wesen bringt der Pudel mit?
Loyalität sowie Lern- und Dressurfähigkeit. Der Standard nennt ihn einen besonders angenehmen Gesellschaftshund.
Und der Dachshund?
Freundlich, weder ängstlich noch aggressiv, mit ausgeglichenem Temperament — ein passionierter, ausdauernder, feinnasiger Jagdhund.
Warum gilt der Mix als eigenwillig?
Weil eine Jagdhundlinie auf eine Gesellschaftshundlinie trifft. Der Dachshund wird mit Arbeitsprüfung geführt, der Pudel ohne.
Kann ich Größe oder Fell vorhersagen?
Nein. Bei Elternrassen mit vier beziehungsweise neun Varietäten ist die Bandbreite besonders groß.
Pudel-Dackel-Mix: Was fordert die Verordnung?
Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers, mehrmals täglich Umgang und regelmäßigen Kontakt zu Artgenossen.
Pudel-Dackel-Mix: Was gilt für Welpen?
Mindestens vier Stunden Umgang pro Tag bis zur zwanzigsten Lebenswoche.
Quellen
- FCI-Rassestandard Nr. 172 – Pudel, deutsche Fassung (PDF)
- FCI-Rassestandard Nr. 148 – Dachshund, deutsche Fassung (PDF)
- Tierschutz-Hundeverordnung § 2 – Allgemeine Anforderungen an das Halten
- Bundesministerium (BMLEH) – Mehr Tierschutz bei Hunden
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Über den Autor

Kevin Roth
Co-Gründer von Lucky Pets
Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.
Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.
Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung. Zu Rücken, Gelenken und Belastbarkeit des einzelnen Hundes berät die Tierarztpraxis.
