Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 23.08.2026 · Lesezeit: 6 Minuten
Das Wichtigste in Kürze
- 🔴 Zwei Ursprungsländer: Dänemark und Schweden.
- Rüden 34 bis 37 cm, Hündinnen 32 bis 35 cm.
- FCI-Gruppe 2, Sektion 1.1 Pinscher.
- Verwendung: Farm- und Gesellschaftshund.
Ein kleiner Hund mit Bauernhof-Vergangenheit — und einer Einordnung, die viele überrascht. Ich schaue in den Standard und sortiere ein, was dort tatsächlich steht.
Die kurze Antwort
Der Dänisch-Schwedische Farmhund misst 32 bis 37 Zentimeter und steht in FCI-Gruppe 2 bei den Pinschern. Der Standard nennt ihn Farm- und Gesellschaftshund.
🔴 Der entscheidende Punkt
Er ist kein Hütehund. Trotz Hofvergangenheit führt die FCI ihn bei den Pinschern, nicht in Gruppe 1.
Die Zahlen aus dem Standard
Der FCI-Rassestandard Nr. 356 nennt gleich zwei Ursprungsländer: Dänemark und Schweden. Das ist ungewöhnlich — die meisten Standards führen genau ein Land. Als Verwendung steht dort Farm- und Gesellschaftshund.

Bei der Größe gibt der Standard Rüden 34 bis 37 Zentimeter Widerristhöhe vor, Hündinnen 32 bis 35. Dazu kommt eine ausdrückliche Toleranz von zwei Zentimetern nach oben wie nach unten. Ein Gewicht nennt der Text nicht.
Nach dem FCI-Rassestandard Nr. 356, deutsche Fassung, geprüft am 23.08.2026.
Aus meiner Erfahrung sorgt der Name für die meiste Verwirrung. Im Netz heißt die Rasse Schwedisch-Dänischer Hofhund, im Standard Dänisch-Schwedischer Farmhund. Gemeint ist dasselbe Tier. Wie du die Widerristhöhe selbst nachmisst, steht in Widerristhöhe beim Hund.
🔴 Warum er bei den Pinschern steht
Die Einordnung überrascht: Gruppe 2 versammelt Pinscher und Schnauzer, Molosser und Schweizer Sennenhunde. Der Farmhund steht dort in Sektion 1.1 bei den Pinschern — nicht in Gruppe 1 bei den Hütehunden. Welche Gruppen es sonst gibt, zeigt Hunderassen von A bis Z.

Der Kopf passt zu dieser Einordnung. Der Standard beschreibt ihn als dreieckig in der Form und etwas klein im Verhältnis zum Körper. Der Schädel soll ziemlich breit und etwas gerundet sein, der Stopp gut ausgeprägt.
Beim Wesen bleibt der Text knapp: aufgeweckt, aufmerksam und lebhaft. Mehr steht dort nicht. Wer eine Beschreibung von Wachverhalten oder Familientauglichkeit sucht, findet sie im Standard nicht.
Was hinter dem Doppelnamen steckt
Zwei Ursprungsländer in einem Standard sind selten. Der geschichtliche Abriss erklärt, warum: Anerkannt ist die Rasse in Dänemark und Schweden seit 1987 unter dem gemeinsamen Namen Dänisch-Schwedischer Farmhund. Auf den Farmen beider Länder war sie laut Standard schon lange davor bekannt.
Dort steht auch, wofür der Hund gebraucht wurde: als Wachhund, als Rattenfänger und als Gesellschaftshund. Das Erscheinungsbild beschreibt der Standard als klein, kompakt und etwas rechteckig — und nennt die Rasse ausdrücklich einen Spätentwickler.
Für Halter ist das mehr als eine Fußnote. Wer nach Zuchtstätten oder Vereinen sucht, findet sie unter beiden Bezeichnungen — und im internationalen Raum unter dem englischen Namen Danish-Swedish Farmdog.

Die Reihenfolge im offiziellen Namen ist dabei umgekehrt zur deutschen Suchgewohnheit. Der Standard setzt Dänemark voran, die Suchanfragen setzen Schweden nach vorn. Wer sucht, sollte beide Varianten probieren.
Was der Alltag verlangt
§ 2 der Tierschutz-Hundeverordnung gilt unabhängig von der Rasse. Verlangt werden ausreichend Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers und mehrmals täglich Umgang mit der Betreuungsperson. Dazu kommt regelmäßiger Kontakt zu Artgenossen, angepasst an Rasse, Alter und Gesundheitszustand.
Wer den Hund draußen hält, muss nach § 4 eine Schutzhütte bereitstellen. Zusätzlich braucht der Hund außerhalb der Hütte einen witterungsgeschützten, schattigen und wärmegedämmten Liegeplatz, weich oder elastisch verformbar, groß genug zum ausgestreckten Liegen in Seitenlage.
Vor der Anschaffung klären
- Wie viel Beschäftigung kannst du täglich bieten?
- 🔴 Wo läuft ein aufgeweckter kleiner Hund sicher frei?
- Wie reagiert er auf Besuch und Alltagsgeräusche?
- Wo liegt sein Ruheplatz im Haus?
- Wer betreut ihn, wenn du länger weg bist?
Warum Spiel dabei so viel leistet, steht in Hunde spielen.
Meine langjährige Erfahrung mit kleinen, wachen Rassen sagt: Der Kopf will beschäftigt sein, nicht nur die Beine. Ich setze deshalb früh auf Such- und Denkaufgaben. Wie ein strukturierter Aufbau aussieht, zeigt Hundeschule.
Für Welpen nennt das zuständige Bundesministerium vier Stunden täglichen Umgang bis zur zwanzigsten Lebenswoche. Und was gesundes Gewicht im Alltag bedeutet, steht in Übergewicht beim Hund.
Fazit: Der Schwedisch-Dänische Hofhund heißt im Rassestandard Dänisch-Schwedischer Farmhund. Der FCI-Standard Nr. 356 nennt Dänemark und Schweden gemeinsam als Ursprung und Farm- und Gesellschaftshund als Verwendung. Geführt wird die Rasse in Gruppe 2, Sektion 1.1 Pinscher, ohne Arbeitsprüfung — also nicht bei den Hütehunden. Rüden messen 34 bis 37 Zentimeter, Hündinnen 32 bis 35, jeweils mit zwei Zentimetern Toleranz. Ein Gewicht nennt der Standard nicht. Das Wesen beschreibt er als aufgeweckt, aufmerksam und lebhaft, den Kopf als dreieckig und etwas klein im Verhältnis zum Körper. Für die Haltung gilt die Tierschutz-Hundeverordnung mit Auslauf außerhalb eines Zwingers, mehrmals täglichem Umgang und Kontakt zu Artgenossen.
Häufige Fragen zum Dänisch-Schwedischen Farmhund
🔴 Wie heißt die Rasse offiziell?
Dänisch-Schwedischer Farmhund. Schwedisch-Dänischer Hofhund meint dieselbe Rasse.
Aus welchem Land stammt sie?
Aus zweien: Der Standard nennt Dänemark und Schweden gemeinsam als Ursprung.
Wie groß wird der Farmhund?
Rüden 34 bis 37 Zentimeter, Hündinnen 32 bis 35. Der Standard erlaubt zwei Zentimeter Toleranz nach oben und unten.
🔴 In welcher FCI-Gruppe steht er?
In Gruppe 2, Sektion 1.1 Pinscher — nicht bei den Hütehunden, wie viele vermuten.
Was nennt der Standard als Verwendung?
Farm- und Gesellschaftshund.
Wie beschreibt der Standard das Wesen?
Mit drei Worten: aufgeweckt, aufmerksam und lebhaft.
Wie sieht der Kopf aus?
Dreieckig in der Form und etwas klein im Verhältnis zum Körper, mit gut ausgeprägtem Stopp.
Braucht er eine Arbeitsprüfung?
Nein. Die Rasse wird ohne Arbeitsprüfung geführt.
🔴 Ist er ein reiner Hofhund?
Der Standard nennt ihn Farm- und Gesellschaftshund. Beide Rollen stehen gleichberechtigt nebeneinander.
Was verlangt die Verordnung an Auslauf?
Ausreichend Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers und mehrmals täglich Umgang mit der Betreuungsperson.
Darf er draußen gehalten werden?
Wer einen Hund im Freien hält, braucht laut Verordnung eine Schutzhütte und einen wärmegedämmten Liegeplatz.
Wie viel Umgang braucht ein Welpe?
Mindestens vier Stunden täglich bis zur zwanzigsten Lebenswoche.
Quellen
- FCI-Rassestandard Nr. 356 – Dänisch-Schwedischer Farmhund, deutsche Fassung (PDF)
- Tierschutz-Hundeverordnung § 2 – Allgemeine Anforderungen an das Halten
- Tierschutz-Hundeverordnung § 4 – Anforderungen an das Halten im Freien
- Bundesministerium (BMLEH) – Mehr Tierschutz bei Hunden
Über den Autor

Kevin Roth
Co-Gründer von Lucky Pets
Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.
Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.
Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung. Zu Gesundheit und Belastbarkeit des einzelnen Hundes berät die Tierarztpraxis.
