Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 27.08.2026 · Lesezeit: 12 Minuten
Das Wichtigste in Kürze
- Kein Rassestandard, keine Prognose.
- Der Aussie ist laut Standard ein Arbeitshund.
- Der Pudel kommt in vier Größen von 24 bis 60 cm.
- Entscheidend sind die konkreten Elterntiere.
Zwei kluge Rassen, ein Mischling — das klingt nach der perfekten Kombination. Was tatsächlich dabei herauskommt, lässt sich nur an den Elterntieren ablesen.
Die kurze Antwort
Für den Mix gibt es keinen Rassestandard. Was er mitbringt, zeigen die Standards der beiden Elternrassen.
Der entscheidende Punkt
Der Australian Shepherd ist laut Standard ein Arbeitshund, der den ganzen Tag arbeiten kann.
Was der Aussie mitbringt

Der FCI-Rassestandard Nr. 342 nennt als Ursprung die USA und als Verwendung Farm- und Ranch-Hütehund. Geführt wird die Rasse in Gruppe 1, Sektion 1 bei den Schäferhunden, ohne Arbeitsprüfung.
Beim Wesen wird der Text deutlich. Der Australische Schäferhund ist ein intelligenter Arbeitshund mit ausgesprochenem Hüte- und Bewachungsinstinkt. Er ist ein pflichtgetreuer Gefährte und fähig, mit Ausdauer den ganzen Tag zu arbeiten.
Ich lese den Satz zur Ausdauer als Warnung an Städter. Ein Hund, der laut Standard den ganzen Tag arbeiten kann, ist mit zwei Runden um den Block nicht ausgelastet.
Dazu kommt: charakterlich ausgeglichen und gutmütig, selten streitsüchtig — beim ersten Kontakt aber möglicherweise etwas reserviert.
Deutsche FCI-Rassestandards Nr. 342 und Nr. 172, am 24.08.2026 geprüft.
Was der Pudel beisteuert

Der FCI-Rassestandard Nr. 172 führt den Pudel als Caniche mit Ursprung Frankreich. Als Verwendung nennt er Gesellschafts- und Begleithund.
Beim Wesen bleibt der Text knapp: bekannt für seine Loyalität und seine Lern- und Dressurfähigkeit. Genau diese Lernfreude ist es, die viele an der Kreuzung reizt.
Bei der Größe wird es interessant. Der Standard kennt vier Varianten: Großpudel über 45 bis 60 Zentimeter, Kleinpudel über 35 bis 45, Zwergpudel über 28 bis 35 und Toypudel über 24 bis 28. Je nachdem, welche davon der Elternteil war, fällt der Nachwuchs völlig anders aus — mehr dazu in Hunderassen mit P.
Aus meiner Erfahrung ist genau das die wichtigste Frage beim Wurf. Ein Aussie mit Großpudel ergibt einen völlig anderen Hund als ein Aussie mit Zwergpudel. Wie stark Größen auseinandergehen können, zeigt auch Pudel-Dackel-Mix.
Was ein Mischling nicht liefert
Ein Mix hat keinen Rassestandard. Es gibt kein Sollmaß, keine festgelegte Fellart und keine verbindliche Wesensbeschreibung. Und es gibt keine FCI-Ahnentafel.
Fragen an den Züchter
- Welche Pudelgröße war beteiligt?
- Wie groß und schwer sind beide Elterntiere tatsächlich?
- Welche Gesundheitsuntersuchungen liegen für sie vor?
- Wie viel Bewegung brauchen die Elterntiere im Alltag?
- Wie reagieren sie auf Fremde und auf Reize?
Alles, was nicht an den Elterntieren überprüfbar ist, bleibt Werbung.

Zur Farbe lohnt ein Blick in den Aussie-Standard. Erlaubt sind Bluemerle, schwarz, Redmerle und rot, jeweils mit oder ohne weiße und kupferfarbene Abzeichen — und keine Farbe soll vor der anderen bevorzugt werden. Wie andere Standards Merle behandeln, zeigt Graue Hunde.
Auch beim Fell gibt es keine Garantie. Der Aussie hat mittellanges Deckhaar mit Unterwolle, der Pudel gekräuseltes Haar ohne nennenswerten Fellwechsel. Welche Kombination ein einzelner Welpe erbt, steht vorher nicht fest.
Meine langjährige Erfahrung sagt: Das Wort hypoallergen fällt bei solchen Kreuzungen fast immer. Belastbar belegen lässt es sich nicht — wer empfindlich reagiert, sollte vorher Kontakt zu erwachsenen Hunden aus derselben Verpaarung suchen. Wie unterschiedlich Fell ausfallen kann, zeigt Xoloitzcuintle mit Fell.
Was der Alltag verlangt
§ 2 der Tierschutz-Hundeverordnung verlangt ausreichenden Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers, mehrmals täglich Umgang mit der Betreuungsperson und regelmäßigen Kontakt zu Artgenossen — angepasst an Rasse, Alter und Gesundheitszustand.
Für die Prägephase nennt das zuständige Bundesministerium vier Stunden täglichen Umgang bis zur zwanzigsten Lebenswoche. Bei einem Hund mit Hüteinstinkt ist das die Zeit, in der er lernt, Reize auszuhalten statt zu kontrollieren.
Und noch ein praktischer Punkt: Ein Hütehund, der nicht hüten darf, sucht sich Ersatz — Jogger, Fahrräder, Kinder. Wie andere Arbeitsrassen damit umgehen, zeigt Tschechoslowakischer Wolfshund.
Ich plane bei solchen Kreuzungen von Anfang an Kopfarbeit ein. Zwei Elternrassen, die beide für Lernbereitschaft stehen, ergeben keinen Hund, der gern nichts tut.
Für Haut und Fell zählen bei jeder Rasse dieselben Bausteine. Die B-Vitamine gibt es gebündelt im Lucky Pets Vitamin B-Komplex.

Kopfarbeit heißt bei dieser Kreuzung nicht Hundeschule am Sonntag. Fünf Minuten Futtersuche in der Wohnung kosten mehr Kraft als zwanzig Minuten an der Leine.
Wie klein der Aussie-Anteil geraten kann, zeigt Mini Australian Shepherd. Am unteren Ende der Pudelskala steht der Toy Pudel mit über 24 bis 28 Zentimetern.
Aussehen und Fell beim Aussiedoodle
Zwei Haartypen treffen hier aufeinander. Beim Australian Shepherd verlangt Standard Nr. 342 Haar von mittlerer Textur, gerade bis gewellt, wetterbeständig und von mittlerer Länge.
Die Dichte der Unterwolle richtet sich nach dem Klima. Kurz und glatt bleibt das Haar am Kopf, an den Ohren, an der Vorderseite der Vorderläufe und unterhalb der Sprunggelenke.
Mähne und Halskrause fallen mäßig aus, bei Rüden stärker als bei Hündinnen. Der Pudel steuert fein gekräuseltes Wollhaar bei, das nicht von selbst ausfällt.
Auch die Ohren gehen weit auseinander. Beim Aussie sitzen sie dreieckig, von mäßiger Größe und hoch am Kopf. Stehohren und Hängeohren zählen dort zu den schweren Fehlern.
Der Pudelstandard verlangt ziemlich lange Ohren, die an den Wangen anliegen. Bedeckt sind sie mit sehr langem, welligem Haar. Welche Form ein Welpe erbt, sagt vorher niemand.
Bei den Augen liegt der Unterschied genauso deutlich. Standard Nr. 342 erlaubt braun, blau und bernsteinfarben, auch gefleckt oder marmoriert. Standard Nr. 172 lässt beim Pudel nur Schwarz und Dunkelbraun zu.
Größe und Gewicht
Für den Mix selbst gibt es keine Maßangabe. Belastbar sind allein die beiden Elternstandards.
Beim Australian Shepherd liegt die bevorzugte Widerristhöhe bei 51 bis 58 Zentimetern für Rüden und 46 bis 53 für Hündinnen. Der Text stellt die Qualität des Hundes ausdrücklich über eine leichte Abweichung von der Idealgröße.
Der Pudel bringt vier Varietäten mit. Welche davon eingekreuzt wurde, entscheidet über die Endgröße stärker als die zweite Rasse.
Widerristhöhen wörtlich aus FCI-Standard Nr. 172 und Nr. 342, abgerufen am 27.08.2026. Die Korridorspalte ist abgeleitet und steht in keinem Standard.
Aus den Maßen beider Elternstandards ergibt sich ein Rahmen von etwa 24 bis 60 Zentimetern Widerristhöhe. Das ist keine Rassefestlegung, sondern der Korridor, in dem die Welpen eines Wurfs liegen können. Der einzelne Hund kann darüber oder darunter landen.
Ein Gewicht führt keiner der beiden Standards auf. Weder für den Aussie noch für eine der vier Pudelgrößen steht dort eine Kilozahl.
Wer eine belastbare Zahl braucht, wiegt beide Elterntiere beim Besuch.
Wesen im Alltag
Ein Standard hält das Zuchtziel einer reinen Rasse fest. Den einzelnen Hund beschreibt er nicht. Beim Mischling hält er nicht einmal das Zuchtziel fest.
Zum Aussie heißt es in Standard Nr. 342 wörtlich: „Er ist charakterlich ausgeglichen und gutmütig, selten streitsüchtig." Gleich danach steht der Satz, dass er beim ersten Kontakt etwas reserviert sein mag.
Für den Pudel reicht ein einziger Satz. Er lautet: „Dieser Hund ist bekannt für seine Loyalität und seine Lern- und Dressurfähigkeit, was ihn zu einem besonders angenehmen Gesellschaftshund macht."
Praktisch bedeutet die Kombination meistens dasselbe. Der Hund lernt schnell, sucht Anschluss und meldet, was ihm auffällt.
Für Besuch heißt das: Er kündigt jeden Gast an. Üben lässt sich das, von allein legt es sich nicht.
Mit Kindern kommen solche Hunde oft gut zurecht. Der Hüteinstinkt kann sich allerdings gegen rennende Kinder richten. Dann brauchst du eine feste Regel im Haus.
Beim Rückruf spielt die Lernfreude für dich. Zehn Minuten Suchspiel im Garten bringen mehr als eine Stunde Leinelaufen.
Der wunde Punkt ist das Alleinbleiben. Zwei Elternrassen, die beide Anschluss suchen, ergeben selten einen Hund, der gern wartet. Ich übe das ab dem ersten Tag, in Minuten statt in Stunden.
Gesundheit und was die Standards ausschließen
Eine Lebenserwartung steht in keinem FCI-Standard. Ich nenne deshalb keine Zahl. Was die Standards hergeben, sind die Fehler, die einen Hund von der Zucht ausschließen.
Standard Nr. 342 disqualifiziert aggressive oder übermäßig ängstliche Hunde. Dasselbe gilt für deutliche körperliche Abnormalitäten und für Verhaltensstörungen.
Dazu kommen Vorbiss und ein Rückbiss von mehr als 2,5 Millimetern. Auch weiße Flecken am Körper zwischen Widerrist und Rute führen zum Ausschluss.
Der Pudelstandard führt eine eigene Liste. Er disqualifiziert Großpudel über 62 Zentimeter und Toypudel unter 23 Zentimeter.
Ausgeschlossen sind außerdem Verzwergungsmerkmale wie ein Apfelkopf, ein übertriebener Stopp und vortretende Augen. Ein Punkt trifft unser Thema direkt: mangelnder Typ speziell am Kopf, was laut Standard insbesondere auf Einkreuzungen hindeutet.
Der Aussie-Standard lässt eine natürliche Stummelrute von höchstens zehn Zentimetern zu. Kupieren erlaubt er nur in Ländern ohne Rutenkupierverbot. In Deutschland verbietet § 6 TierSchG das Kupieren, von eng begrenzten Ausnahmen abgesehen.
Deutschland hat ein solches Verbot. Der Pudelstandard geht noch weiter und schließt eine fehlende oder angeboren kurze Rute von der Zucht aus.
Für den Mischling gilt keine dieser Listen, denn ihn bewertet kein Zuchtrichter. § 11b des Tierschutzgesetzes greift trotzdem. Er verbietet Verpaarungen, bei denen erblich bedingte Schäden zu erwarten sind.
Welpenkauf: worauf du achten solltest
Eine FCI-Ahnentafel bekommst du beim Mischling nicht. Alles Übrige darfst du trotzdem verlangen.
Auf den Tisch gehören der EU-Heimtierausweis mit Chipnummer, der Impfnachweis und das Entwurmungsprotokoll. Dazu kommen die Untersuchungsergebnisse beider Elterntiere, schriftlich.
Beim Alter zieht das Recht eine feste Linie. Nach § 2 der Tierschutz-Hundeverordnung darf ein Welpe erst im Alter von über acht Wochen vom Muttertier getrennt werden.
Ich fahre grundsätzlich hin, bevor ich zusage. Das Muttertier muss beim Wurf dabei sein. Die Welpen sollten im Haus aufwachsen, nicht in einer Box im Schuppen.
Frag nach der Pudelvarietät des Elternteils, bevor du losfährst. Kann der Verkäufer das nicht beantworten, kennt er seine eigenen Hunde nicht.
Passt ein Aussiedoodle zu dir?
Er passt zu Menschen mit Zeit und mit Lust auf Kopfarbeit. Ein Hütehund-Anteil verlangt Beschäftigung, nicht nur Auslauf.
Er passt nicht zu Menschen, die eine bestimmte Endgröße brauchen. Wer in einer Wohnung mit Größengrenze lebt, fährt mit einer anerkannten Rasse besser.
Für Familien mit Kindern halte ich ihn für geeignet, sofern die Elterntiere ruhig sind. Bei langen Abwesenheiten am Stück sehe ich ihn dagegen kritisch.
Anfänger sind mit ihm nicht überfordert, wenn sie sich Hilfe holen. Ohne Anleitung wird aus Lernfreude schnell Selbstbeschäftigung.
Fazit: Für den Australian Shepherd Pudel Mix existiert kein Rassestandard und damit keine verbindliche Aussage zu Größe, Fell oder Wesen. Der FCI-Rassestandard Nr. 342 beschreibt den Australian Shepherd als Farm- und Ranch-Hütehund aus den USA. Er nennt einen ausgesprochenen Hüte- und Bewachungsinstinkt und die Fähigkeit, mit Ausdauer den ganzen Tag zu arbeiten. Charakterlich gilt er als ausgeglichen und gutmütig, beim ersten Kontakt möglicherweise etwas reserviert. Bevorzugt werden 51 bis 58 Zentimeter bei Rüden und 46 bis 53 bei Hündinnen. Der FCI-Rassestandard Nr. 172 führt den Pudel als Caniche aus Frankreich, als Gesellschafts- und Begleithund, bekannt für Loyalität sowie Lern- und Dressurfähigkeit, in vier Größen von über 24 bis 60 Zentimetern. Welche Kombination ein einzelner Welpe erbt, lässt sich nur an den konkreten Elterntieren abschätzen.
Häufige Fragen zum Australian Shepherd Pudel Mix
Ist der Australian Shepherd Pudel Mix eine Rasse?
Nein. Es gibt keinen Rassestandard und damit keine verbindlichen Merkmale.
Australian Shepherd Pudel: Wie groß wird so ein Hund?
Das hängt von den Eltern ab. Der Aussie misst 51 bis 58 Zentimeter, der Pudel je nach Größe 24 bis 60.
Wofür wurde der Aussie gezüchtet?
Als Farm- und Ranch-Hütehund. So steht es im FCI-Standard Nr. 342.
Und der Pudel?
Als Gesellschafts- und Begleithund, laut FCI-Standard Nr. 172.
Welches Wesen bringt der Aussie mit?
Einen ausgesprochenen Hüte- und Bewachungsinstinkt und die Fähigkeit, den ganzen Tag zu arbeiten.
Ist er beim ersten Kontakt zurückhaltend?
Der Standard sagt: Beim ersten Kontakt mag er etwas reserviert sein.
Was zeichnet den Pudel aus?
Loyalität sowie Lern- und Dressurfähigkeit — beides nennt sein Standard ausdrücklich.
Welche Farben hat der Aussie?
Bluemerle, schwarz, Redmerle und rot, jeweils mit oder ohne weiße und kupferfarbene Abzeichen.
Ist der Mix hypoallergen?
Dafür gibt es keine belastbare Quelle. Ein Mischling erbt unvorhersehbar.
Australian Shepherd Pudel: Wie viel Bewegung braucht er?
Rechne mit dem Bedarf eines Hütehunds, der laut Standard den ganzen Tag arbeiten kann.
Australian Shepherd Pudel: Worauf achte ich beim Kauf?
Auf die konkreten Elterntiere: Größe, Fell, Wesen und Gesundheitsnachweise.
Gibt es Papiere für den Mix?
Keine FCI-Ahnentafel. Die gibt es nur für anerkannte Rassen.
Quellen
- FCI-Rassestandard Nr. 342 – Australian Shepherd, deutsche Fassung (PDF)
- FCI-Rassestandard Nr. 172 – Caniche (Pudel), deutsche Fassung (PDF)
- Tierschutz-Hundeverordnung § 2 – Allgemeine Anforderungen an das Halten
- Bundesministerium (BMLEH) – Mehr Tierschutz bei Hunden
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Über den Autor

Kevin Roth
Co-Gründer von Lucky Pets
Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.
Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.
Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung. Zu Gesundheit und Belastbarkeit des einzelnen Hundes berät die Tierarztpraxis.
