Olivenöl für Hunde: 83 Prozent einer Fettsäure

Olivenöl für Hunde: 83 Prozent einer Fettsäure

Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 25.08.2026 · Lesezeit: 8 Minuten

Das Wichtigste in Kürze

  • 🔴 Olivenöl besteht zu 83,5 Prozent aus Ölsäure.
  • Der Anteil der Linolsäure liegt nur bei 4 Prozent.
  • Zu Dosierung und Anwendung gibt es in der Fachdatenbank keine Angabe.
  • Pflanzliche Fette liefern rund 900 Kilokalorien je 100 Gramm.

Die kurze Antwort

Olivenöl ist für Hunde unbedenklich. Es liefert aber kaum die Fettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann.

🔴 Der Punkt, den kaum jemand nennt

Über 83 Prozent des Öls sind Ölsäure. Genau diese Fettsäure kann der Körper selbst bilden, im Gegensatz zu anderen.

Ein Schuss Olivenöl übers Futter gilt als gesund. Beim Menschen stimmt das auch.

Halterin gibt in der Küche etwas in eine Schüssel, ein wacher mittelgroßer Hund sitzt daneben
Ein Esslöffel Öl bringt rund 90 Kilokalorien mit.

Aus meiner Erfahrung wird dabei nicht gefragt, welche Fettsäuren ein Hund überhaupt braucht.

🔴 Was tatsächlich drin ist

Die Wirkstoffübersicht der Universität Zürich listet die Zusammensetzung genau auf.

Fettsäure Anteil
FettsäureÖlsäure Anteil83,5 Prozent
FettsäurePalmitinsäure Anteil9,4 Prozent
FettsäureLinolsäure Anteil4 Prozent
FettsäureStearinsäure Anteil2 Prozent
FettsäureArachinsäure Anteil0,9 Prozent

Zusammensetzung von Olivenöl

Dazu kommen kleine Mengen Squalen, Phytosterol und Vitamin E.

Der Blick auf die dritte Zeile lohnt sich. Linolsäure macht nur 4 Prozent aus.

Ein tierärztliches Hautpräparat auf Basis von Sonnenblumenöl kommt dagegen auf 46,8 Prozent. Welche Rolle die Haut dabei spielt, zeigt Schuppen beim Hund.

Warum diese Zahl zählt

Manche Fettsäuren kann der Körper selbst herstellen. Andere nicht.

Zur zweiten Gruppe gehört die Linolsäure. Sie muss über das Futter kommen.

Ölsäure gehört dagegen zur ersten Gruppe. Der Körper baut sie bei Bedarf selbst.

Ein tierärztliches Hautöl setzt deshalb ganz anders an. Dort liegt der Anteil der Linolsäure bei 46,8 Prozent.

Was das praktisch bedeutet

  • Olivenöl liefert vor allem Energie.
  • Die Fettsäuren, auf die es ankommt, sind kaum enthalten.
  • Für Haut und Fell greifen tierärztliche Präparate zu anderen Ölen.
  • Als Geschmacksträger oder Energiequelle ist Olivenöl unbedenklich.

Meine langjährige Erfahrung: Der Unterschied zwischen Öl und Öl ist größer als der zwischen Öl und Wasser.

Was Fischöl anders macht

Fischöl ist durch die langkettigen Omega-3-Fettsäuren gekennzeichnet.

Eine davon ist ein Baustein der Zellmembranen, die andere die Vorstufe von Botenstoffen, die im Körper regulierend eingreifen.

Mittelgroßer wacher Hund mit glänzendem Fell steht auf einer sonnigen Wiese
Für Haut und Fell zählen andere Fettsäuren.

Diese beiden kommen in Olivenöl gar nicht vor.

Die genauen Mengen stehen in Lachsöl für Hunde.

🔴 Was zur Dosierung fehlt

Die Fachdatenbank führt eigene Seiten zu Anwendungsgebieten und Dosierungen.

Beide sind bei Olivenöl ohne Inhalt. Es gibt dort also keine Menge, an der man sich orientieren könnte.

Das heißt nicht, dass Olivenöl schadet. Es heißt, dass keine geprüfte Angabe existiert.

Bei anderen Ölen ist das anders. Ein Hautpräparat nennt 5 bis 15 Milliliter am Tag, je nach Gewicht, ähnlich wie in Fellpflege beim Hund beschrieben.

Woher das Öl kommt

Gepresst wird es aus dem Fruchtfleisch und dem Kern der Oliven, den Früchten des Olivenbaums.

Der größte Produzent in der EU ist Spanien.

Die Farbe reicht von hellgelb bis hellgrün. Der Geschmack gilt als angenehm mild, was Hunde meist ohne Murren annehmen.

Kennzahl Wert
KennzahlFlammpunkt Wert343 Grad Celsius
KennzahlSäurezahl Wert0,2 bis 2,8
KennzahlVerseifungszahl Wert187 bis 196
KennzahlUnverseifbarer Anteil Wert0,5 bis 1,3 Prozent

Kennzahlen aus der Fachdatenbank

Diese Werte sagen nichts über den Nutzen. Sie beschreiben, wie das Öl chemisch beschaffen ist.

Die Säurezahl zeigt, wie viele freie Fettsäuren im Öl schwimmen. Je höher der Wert, desto älter oder schlechter gelagert ist die Ware.

Die kleinen Begleitstoffe

Neben den Fettsäuren stecken drei Stoffe in kleinen Mengen im Öl.

Squalen macht 0,7 Prozent aus. Phytosterol kommt auf 0,2 Prozent. Dazu kommt Tocopherol, besser bekannt als Vitamin E.

Für den Hund spielen diese Anteile mengenmäßig kaum eine Rolle. Bei einem Esslöffel reden wir von Bruchteilen eines Gramms.

Der Punkt mit den Kalorien

Pflanzliche Fette liegen laut PharmaWiki bei rund 900 Kilokalorien je 100 Gramm.

Ein Esslöffel wiegt etwa 10 Gramm. Das sind also ungefähr 90 Kilokalorien.

Bei einem kleinen Hund ist das ein spürbarer Anteil der Tagesration.

Wer regelmäßig Öl gibt, sollte das Futter entsprechend kürzen, siehe Übergewicht beim Hund.

Mittelgroßer wacher Hund frisst in der Küche aus einem Napf
Öl macht trockenes Futter schmackhafter.

Was ich Haltern rate

Ich frage zuerst nach dem Ziel. Geht es um Haut und Fell, ist Olivenöl die falsche Wahl.

Mir fällt auf, dass Öl aus Gewohnheit gegeben wird. Ein Löffel jeden Tag, seit Jahren, ohne Grund.

Aus meiner Sicht spricht nichts dagegen, es als Zugabe zu nutzen. Bei trockenem Futter macht es die Ration schmackhafter, ähnlich wie in Wenn der Hund nicht fressen will beschrieben.

Und ich beginne mit kleinen Mengen. Eine plötzliche Fettmenge führt schnell zu weichem Kot, wie in Durchfall beim Hund beschrieben.

Fazit: Olivenöl wird aus dem Fruchtfleisch und dem Kern der Oliven gepresst und besteht zu 83,5 Prozent aus Ölsäure. Dazu kommen 9,4 Prozent Palmitinsäure, 4 Prozent Linolsäure, 2 Prozent Stearinsäure und 0,9 Prozent Arachinsäure sowie kleine Mengen Squalen, Phytosterol und Vitamin E. Entscheidend ist der niedrige Anteil der Linolsäure, denn diese Fettsäure kann der Körper nicht selbst bilden. Ein tierärztliches Hautpräparat enthält im Vergleich 46,8 Prozent Linolsäure. Die langkettigen Fettsäuren aus Fischöl fehlen in Olivenöl ganz. In der Fachdatenbank sind die Seiten zu Anwendungsgebieten und Dosierungen von Olivenöl ohne Inhalt, es gibt dort also keine geprüfte Mengenangabe. Pflanzliche Fette liefern rund 900 Kilokalorien je 100 Gramm, ein Esslöffel also etwa 90.

Häufige Fragen zu Olivenöl für Hunde

Dürfen Hunde Olivenöl bekommen?

Ja, es ist unbedenklich. Nur liefert es kaum das, wofür Öl meist gegeben wird.

🔴 Woraus besteht Olivenöl?

Zu 83,5 Prozent aus Ölsäure. Der Rest verteilt sich auf wenige andere Fettsäuren.

Was ist mit Linolsäure?

Sie macht nur 4 Prozent aus, obwohl der Körper sie nicht selbst bilden kann.

Warum ist das wichtig?

Weil genau diese Fettsäuren über das Futter kommen müssen.

Was steckt in einem Hautöl?

Ein tierärztliches Präparat enthält 46,8 Prozent Linolsäure.

Und in Fischöl?

Vor allem die langkettigen Fettsäuren EPA und DHA.

🔴 Gibt es eine Dosierung?

In der Fachdatenbank steht dazu nichts. Die Seite ist ohne Inhalt.

Wie viele Kalorien hat Öl?

Pflanzliche Fette liegen bei etwa 900 Kilokalorien je 100 Gramm.

Wofür ist Olivenöl dann gut?

Als geschmacklicher Zusatz und als Fettquelle, wenn es sonst an Energie fehlt.

Was ist Squalen?

Ein Begleitstoff, der mit 0,7 Prozent im Öl steckt.

Quellen

Über den Autor

Kevin Roth, Co-Gründer von Lucky Pets

Kevin Roth

Co-Gründer von Lucky Pets

Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.

Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.

Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Hautproblemen gehört die Ursache abgeklärt.