Basset Hound: Größe, Wesen und Alltag

Basset Hound: Größe, Wesen und Alltag

Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 22.08.2026 · Lesezeit: 11 Minuten

Das Wichtigste in Kürze

  • 33 bis 38 cm hoch, dabei 25 bis 32 kg schwer.
  • Meutehund: nicht länger als zwei bis vier Stunden allein.
  • Der VDH nennt Temperament, Kondition und Bewegungsfreude.
  • Das Fell ist pflegeleicht, die Ohren brauchen Kontrolle.

Der Basset Hound gilt als der gemütlichste Hund überhaupt. Kurze Beine, lange Ohren, trauriger Blick. Der Rassestandard erzählt eine andere Geschichte. Ich gehe die Zahlen des VDH durch und zeige, warum dieser Hund mehr fordert, als sein Ruf vermuten lässt.

Die kurze Antwort

Ein 33 bis 38 Zentimeter hoher Laufhund mit 25 bis 32 Kilogramm. Gutmütig, aber mit Spürnase, Kondition und einem klaren Bedarf an Gesellschaft.

Der wichtigste Punkt

Er ist ein Meutehund. Daraus zieht der VDH eine ungewöhnlich konkrete Konsequenz: zwei bis vier Stunden Alleinbleiben sind die Obergrenze.

Rassedaten: klein gebaut, schwer gebaut

Der VDH nennt eine Widerristhöhe von 33 bis 38 Zentimetern. Rüden wiegen dabei etwa 30 bis 32 Kilogramm, Hündinnen rund 25 bis 28. Diese Kombination ist ungewöhnlich und erklärt vieles im Alltag.

Wacher Basset Hound sitzt aufmerksam draußen im Laub
Lange Ohren, kurze Läufe, kräftiger Körper: der Basset im Rassebild.
Merkmal Angabe
MerkmalWiderristhöhe Angabe33–38 cm
MerkmalGewicht Rüde Angabeca. 30–32 kg
MerkmalGewicht Hündin Angabeca. 25–28 kg
MerkmalFarben Angabedreifarbig, rotmantel, hellrot mit weiß
MerkmalFCI AngabeGruppe 6, Sektion 1.3, Nr. 163

Rassedaten nach dem VDH-Rasselexikon.

Bei den Farben bleibt der Standard offen. Genannt werden dreifarbig in Schwarz-Braun-Weiß, rotmantel und hellrot mit Weiß. Zulässig ist darüber hinaus jede andere Laufhundfarbe.

Aus meiner Erfahrung unterschätzen Halter das Gewicht regelmäßig. Ein Hund mit 32 Kilogramm lässt sich nicht eben hochheben, weder ins Auto noch auf den Behandlungstisch. Das gehört vor dem Kauf durchdacht, ebenso wie die laufenden Kosten. Eine Übersicht gibt Hundesteuer.

Wesen: gutmütig, aber kein Sofakissen

Frau geht draußen mit einem wachen Basset Hound an der Leine
Nimmt die Nase eine Fährte auf, wird aus dem gemütlichen Hund ein zielstrebiger.

Der VDH beschreibt ein überaus liebenswertes Wesen. Gegenüber Kindern gilt der Basset als geduldig und tolerant, außerdem als zuverlässig, anpassungsfähig und gutmütig.

Im selben Absatz steht der Gegenpol. Er ist anhänglich, erfordert aber konsequente Erziehung. Und der Verband spricht von Temperament, Kondition und überraschender Bewegungsfreude.

Der Grund liegt in der Herkunft. Bassets sind aus alten Jagdhunde-Linien hervorgegangene Laufhunde mit ausgezeichnetem Spürsinn. Ein Hund, der eine Fährte aufnimmt, hört nicht auf halbem Weg auf. Wie du den Rückruf sauber aufbaust, steht in Hundeschule. Und wie du Alleinbleiben schrittweise übst, zeigt Trennungsangst beim Hund.

Meutehund: was das für den Alltag heißt

Der VDH nennt die Rasse für die Meutehaltung prädestiniert. Bassets schätzen den Kontakt zu Artgenossen. Und er zieht eine Grenze, die man in Rasseporträts selten so klar formuliert findet: Bassets sollten nicht länger als zwei bis vier Stunden allein gelassen werden.

Das deckt sich mit dem geltenden Recht. Paragraf 2 der Tierschutz-Hundeverordnung verlangt mehrmals täglich Umgang mit der Person, die den Hund hält oder betreut. Außerdem soll regelmäßig Kontakt zu Artgenossen ermöglicht werden.

Tierärztin kontrolliert die Ohren eines wachen Basset Hound in der Praxis
Die langen Ohren gehören regelmäßig kontrolliert.

Ein weiterer Satz derselben Vorschrift passt genau zu dieser Rasse. Auslauf und Sozialkontakte sind der Rasse, dem Alter und dem Gesundheitszustand des Hundes anzupassen. Bei einem Meutehund bedeutet das mehr Gesellschaft, nicht weniger.

Wer nur einen Hund hält, hat zusätzlich eine eigene Pflicht. Einem einzeln gehaltenen Hund ist täglich mehrmals die Möglichkeit zu länger dauerndem Umgang mit Betreuungspersonen zu geben.

Alltag mit einem Basset

  • Alleinbleiben in kleinen Schritten aufbauen, Obergrenze zwei bis vier Stunden.
  • Regelmäßig Hundekontakte einplanen, nicht nur Spaziergänge.
  • Rückruf trainieren, bevor die Nase die Führung übernimmt.
  • Gewicht im Blick behalten, kurze Läufe tragen viel.
  • Ohren wöchentlich ansehen, sie hängen tief und lang.

Was bei Ohrenproblemen zu tun ist: Ohrenentzündung beim Hund.

Pflege, Ohren und Gewicht

Das Fell beschreibt der VDH als pflegeleicht. Bürsten reicht. Deutlich mehr Aufmerksamkeit verdienen die Ohren, weil sie lang sind, herabhängen und wenig Luft an den Gehörgang lassen. Ein wöchentlicher Blick genügt meistens. Details stehen in Ohrenentzündung beim Hund.

Meine langjährige Erfahrung mit schweren, niedrigen Hunden führt zu einem zweiten Punkt: dem Gewicht. Jedes zusätzliche Kilo wirkt bei kurzen Läufen stärker als bei langbeinigen Rassen. Feste Portionen und ein monatlicher Wiegetermin lösen das Problem, bevor es eins wird. Für junge Hunde hilft Welpen richtig füttern. Was bei Übergewicht am Bewegungsapparat passiert, beschreibt Arthrose beim Hund.

Ich rate außerdem dazu, Sprünge aus dem Kofferraum von Anfang an zu vermeiden. Eine Rampe kostet wenig und nimmt jedem Gespräch darüber die Grundlage. Ich halte sie bei dieser Rasse für die sinnvollste Anschaffung überhaupt.

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So sieht der Basset Hound aus

Zwei Farbschläge stehen im FCI-Standard Nr. 163 an erster Stelle. Üblich sind Schwarz-Weiß-Braun als dreifarbige Variante sowie Lemon-Weiß als zweifarbige. Lemon meint ein helles Gelbbraun. Darüber hinaus ist jede andere Laufhundfarbe zulässig. Farblich ist diese Rasse damit offener als die meisten.

Das Haar bleibt glatt, kurz und dicht, ohne dabei zu fein zu sein. Die Umrisslinien laufen glatt durch, Befederung gibt es keine. Ein langes, weiches Haarkleid mit Befederung gilt als höchst unerwünscht.

Der Schädel ist gewölbt und trägt ein herausragendes Hinterhauptbein. Die Haut am Kopf soll so lose sitzen, dass sie sich runzelt, sobald der Hund den Kopf senkt. Daher kommt der berühmte Faltenwurf. Die Augen sind rautenförmig und dunkel, ihr Ausdruck ruhig und ernst.

Die Ohren setzen tief an, knapp unterhalb der Augenlinie. Der Hals ist muskulös und ziemlich lang, mit ausgeprägter Wamme. Die Rute trägt der Hund in der Bewegung aufrecht in einem leicht säbelförmigen Bogen, niemals eingerollt. An ihrer Unterseite sitzt etwas Rauhhaar.

Größe und Gewicht

Beim Maß bleibt Standard Nr. 163 knapp: 33 bis 38 Zentimeter Widerristhöhe, ohne Unterschied zwischen Rüde und Hündin. Das ist ungewöhnlich. Die meisten Standards führen für beide Geschlechter eigene Zahlen.

Ein Gewicht sucht man dort vergeblich. Die Kilozahlen stammen vom VDH, der 30 bis 32 Kilogramm bei Rüden und 25 bis 28 bei Hündinnen als ideales Gewicht angibt. Wer eine belastbare Zahl für den eigenen Hund braucht, holt sie beim Zuchtverband oder in der Tierarztpraxis ein.

Angabe FCI-Standard Nr. 163
AngabeWiderristhöhe Rüde FCI-Standard Nr. 16333–38 cm
AngabeWiderristhöhe Hündin FCI-Standard Nr. 16333–38 cm
AngabeGewicht FCI-Standard Nr. 163im Standard nicht angegeben
AngabeFCI-Gruppe FCI-Standard Nr. 163Gruppe 6 Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
AngabeSektion FCI-Standard Nr. 1631.3 Kleine Laufhunde, mit Arbeitsprüfung
AngabeVerwendung FCI-Standard Nr. 163Laufhund

Angaben nach dem FCI-Standard Nr. 163, gültiger offizieller Standard vom 13.10.2010.

Ich messe am Widerrist, dem höchsten Punkt zwischen Hals und Schulterblättern. Viele Halter schätzen ihren Basset kleiner ein, als er ist. Sie sehen die kurzen Läufe und übersehen die Masse darüber.

Gesundheit und was der Standard ausschließt

Eine Lebenserwartung führt der Rassestandard nicht auf. Er führt die Fehler auf, die einen Hund von der Zucht ausschließen. Bei dieser Rasse sind das zwei Wesenspunkte: aggressive Hunde und übermäßig ängstliche. Dazu kommen Tiere mit deutlichen körperlichen Auffälligkeiten oder Verhaltensstörungen.

Aufschlussreicher ist, worauf der Standard an anderer Stelle besteht. Er nennt den Basset einen arbeitenden Laufhund, der kräftig, aktiv und zu großer Ausdauer im Feld fähig sein muss. Zwischen dem tiefsten Punkt des Brustkorbs und dem Boden soll genug Abstand bleiben, damit der Hund frei über jeden Grund läuft.

Überknöcheln am Vordermittelfuß gilt als höchst unerwünscht. Knie- und Sprunggelenke dürfen in der Bewegung nie steif wirken, die Zehen nicht über den Boden schleifen. Wer diese Sätze zusammen liest, erkennt das Zuchtziel: kein schwerer Hund mit Bodenkontakt, sondern ein beweglicher.

In dieselbe Richtung zielt § 11b des Tierschutzgesetzes. Verboten ist die Zucht, wenn den Nachkommen erblich bedingt Schmerzen, Leiden oder Schäden drohen. Der Standard endet mit demselben Gedanken. Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden.

Welpenkauf: worauf du achten solltest

Ich rate zum Weg über einen Zuchtverein im VDH. Dort gehören Ahnentafel, Wurfabnahme und die Zuchtzulassung beider Elterntiere zum Verfahren. Anzeigen ohne Verein dahinter sparen genau diese Schritte ein.

Beim Besuch schaue ich zuerst auf das Muttertier. Sie soll beim Wurf sein und sich anfassen lassen. Acht Wochen bleiben die Welpen mindestens bei ihr, keinen Tag weniger. Und ich lasse mir zeigen, wo sie aufwachsen: Ein Wurf mitten im Haushalt bringt mehr Alltagsreize mit als ein sauberer Zwinger im Garten.

Am Abgabetag liegen Impfpass, Entwurmungsnachweis und Mikrochipnummer vor. Bei dieser Rasse frage ich zusätzlich nach zwei Dingen. Wie viel Luft haben die Elterntiere zwischen Brustkorb und Boden? Wie sehen ihre Ohren von innen aus?

Preise nenne ich bewusst nicht. Entscheidend ist der Eindruck vor Ort. Ein Züchter, der Fragen zur Bewegung seiner Hunde ausweicht, ist die falsche Adresse.

Passt der Basset Hound zu dir?

Er passt zu Menschen, die viel zu Hause sind. Die Grenze von zwei bis vier Stunden ist bei dieser Rasse keine Empfehlung, sondern der Kern. Wer acht Stunden außer Haus arbeitet, braucht eine verlässliche Betreuung.

Eine Wohnung reicht ihm. Treppen sind dabei das größere Thema als die Quadratmeter. Ein Hund mit 32 Kilogramm auf kurzen Läufen sollte sie nicht mehrmals täglich hinunterspringen.

Mit Kindern kommt er gut zurecht. Der Standard nennt ihn gelassen, niemals aggressiv oder ängstlich, dazu anhänglich. Was die Nachbarn mitbekommen, ist seine Stimme. Beschrieben wird sie als tief und melodisch. In einem hellhörigen Haus ist das ein Punkt, den ich vorher bedenken würde.

Gegen ihn spricht der Wunsch nach einem Hund, der ohne Nase durchs Leben geht. Ein Basset arbeitet mit ihr. Ausdauernd. Als ersten eigenen Hund halte ich ihn trotzdem für geeignet, solange die Zeit stimmt.

Fazit: Der Basset Hound misst 33 bis 38 Zentimeter und wiegt dabei 25 bis 32 Kilogramm. Sein Fell ist pflegeleicht, die Farbpalette reicht von dreifarbig über rotmantel bis zu jeder anderen Laufhundfarbe. Der VDH beschreibt ihn als überaus liebenswert, geduldig mit Kindern und gutmütig, verlangt aber konsequente Erziehung. Der entscheidende Punkt steht allerdings woanders: Er ist ein Meutehund und sollte nicht länger als zwei bis vier Stunden allein bleiben.

Häufige Fragen zum Basset Hound

Wie groß wird ein Basset Hound?

Die Widerristhöhe liegt bei 33 bis 38 cm. Er ist also niedrig, aber alles andere als leicht.

Basset Hound: Wie schwer wird er?

Rüden wiegen etwa 30 bis 32 kg, Hündinnen rund 25 bis 28 kg.

Wie passt das zusammen?

Gar nicht intuitiv: Ein Hund von 35 cm Höhe bringt so viel auf die Waage wie mancher Schäferhund. Das prägt den ganzen Alltag.

Basset Hound: Welche Farben gibt es?

Dreifarbig in Schwarz-Braun-Weiß, rotmantel oder hellrot mit Weiß. Der Standard lässt zudem jede andere Laufhundfarbe zu.

Basset Hound: Wie ist sein Wesen?

Der VDH nennt ein überaus liebenswertes Wesen, geduldig und tolerant gegenüber Kindern, dazu zuverlässig, anpassungsfähig und gutmütig.

Braucht er trotzdem Erziehung?

Ja, ausdrücklich. Der VDH schreibt, dass er anhänglich ist, aber konsequente Erziehung erfordert.

Basset Hound: Wofür wurde er gezüchtet?

Als Laufhund aus alten Jagdhunde-Linien mit ausgezeichnetem Spürsinn. Für die Meutehaltung gilt er als prädestiniert.

Wie lange darf er allein bleiben?

Der VDH nennt eine klare Grenze: nicht länger als zwei bis vier Stunden am Stück, weil Bassets als Meutehunde auf Gesellschaft ausgelegt sind.

Ist er wirklich so gemütlich?

Nur halb. Der VDH spricht von Temperament, Kondition und überraschender Bewegungsfreude.

Was schreibt das Gesetz zum Sozialkontakt?

Paragraf 2 der Tierschutz-Hundeverordnung verlangt, regelmäßig Kontakt zu Artgenossen zu ermöglichen.

Basset Hound: Wie aufwendig ist die Pflege?

Gering. Der VDH beschreibt das Fell als pflegeleicht. Aufmerksamkeit verdienen dafür die langen Ohren.

Basset Hound: In welche FCI-Gruppe gehört er?

In Gruppe 6, Sektion 1.3 der kleinen Laufhunde mit Arbeitsprüfung. Die Standardnummer lautet 163.

Quellen

Über den Autor

Kevin Roth, Co-Gründer von Lucky Pets

Kevin Roth

Co-Gründer von Lucky Pets

Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.

Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.

Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Ohren-, Rücken- oder Gewichtsproblemen entscheidet die Tierarztpraxis über das Vorgehen.