Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 27.08.2026 · Lesezeit: 8 Minuten
Das Wichtigste in Kürze
- Der FCI-Standard nennt für den Mops 6,3 bis 8,1 kg als Idealgewicht.
- Die Futtermenge hängt am Körpergewicht, nicht an der Rasse.
- Eine Grammzahl ohne kcal-Angabe des Futters sagt nichts.
- Gefühlt wird am Hund, nicht am Napf: Rippen, Taille, Bauchlinie.
Eine Futtertabelle für den Mops ist schnell gefunden. Meistens steht dort eine Grammzahl. Und meistens ist sie unbrauchbar.
Denn die Menge hängt nicht an der Rasse. Sie hängt am Idealgewicht deines Hundes, an seiner Aktivität und an der Energiedichte des Futters, das im Sack steckt.
Die kurze Antwort
Rechne über Kilokalorien, nicht über Gramm. Für ein Idealgewicht von 7 kg ergibt die Formel des MSD-Handbuchs rund 480 bis 540 kcal am Tag.
Warum das mehr Arbeit macht
Weil du einmal aufs Etikett schauen musst. Dort steht, wie viele Kilokalorien 100 g deines Futters liefern. Erst damit werden aus kcal Gramm.
Was der Rassestandard zum Gewicht sagt
Sechs Komma drei bis acht Komma eins Kilogramm: So nennt der FCI-Standard Nr. 253 das ideale Gewicht des Mopses. Für Rüden und Hündinnen gilt dieselbe Spanne.
Direkt daneben steht ein Satz, den ich für den wichtigsten im ganzen Standard halte. Substanz soll nicht mit Übergewicht verwechselt werden.
Beim Körper wiederholt er das noch deutlicher. Kurz und gedrungen, fest und muskulös — Substanz darf nicht mit Fettleibigkeit verwechselt werden, die höchst unerwünscht ist.
Zweimal derselbe Hinweis im selben Standard. Das schreibt niemand ohne Grund.
Aus meiner Erfahrung heraus rutscht genau hier die Wahrnehmung. Ein runder Mops gilt vielen als typisch — was wirklich zur Rasse gehört, steht in Mops: Gewicht, Farben und Haltung.

Der Bedarf, so wie Tierärzte ihn rechnen
Es gibt eine belegte Rechenregel. Das MSD Veterinary Manual startet beim Ruhebedarf, im Fachjargon RER. Die Formel dafür lautet: 70 mal Körpergewicht in Kilogramm hoch 0,75.
Der Ruhebedarf beschreibt, was ein satter Hund in Ruhe verbraucht. Für den Alltag wird er mit einem Faktor hochgerechnet.
Dieser Faktor hängt an Alter und Kastration. Ein gesunder erwachsener Hund kommt unkastriert auf das 1,8-Fache, kastriert auf das 1,6-Fache.
Neigt er zu Übergewicht, rechnet das Handbuch mit dem 1,4-Fachen. Welpen liegen deutlich höher: bis vier Monate beim Dreifachen, danach beim Doppelten.
Gerechnet mit der Formel des MSD Veterinary Manual, auf 5 kcal gerundet. Maßgeblich ist das Idealgewicht, nicht das heutige Gewicht.
Zwei Warnungen gehören zu dieser Tabelle dazu. Das Handbuch nennt sie selbst.
Erstens ist jede berechnete Menge ein Startpunkt, kein Ergebnis. Sie wird angepasst, sobald sich Gewicht und Verfassung des Hundes verändern.
Zweitens streut der Bedarf stark. Ein Hund kann bis zu 30 Prozent mehr oder weniger brauchen als ein gleich schwerer Artgenosse.
Von Kilokalorien zu Gramm
Jetzt kommt der Schritt, den die alte Tabelle übersprungen hat. Auf jedem Alleinfutter steht, wie viele Kilokalorien 100 Gramm liefern.
Trockenfutter liegt meist bei 350 bis 400 kcal je 100 g. Nassfutter kommt oft auf 80 bis 100 kcal, weil es überwiegend aus Wasser besteht.
Für 480 kcal bedeutet das grob 125 g Trockenfutter. Beim Nassfutter wären es rund 500 g.
Dieselbe Energiemenge, viermal so viel Gewicht im Napf. Deshalb ist eine Grammzahl ohne Futterangabe wertlos.
Mein Tipp: Wieg die Tagesration morgens einmal ab und füll sie in eine Dose. Alles, was dein Mops an diesem Tag bekommt, kommt aus dieser Dose — Leckerlis eingeschlossen.
Was in der alten Fassung dieses Beitrags stand
- „Erwachsener Hund: 300 bis 400 g pro Tag" — als Trockenfutter gelesen sind das rund 1.300 kcal, etwa das Zweieinhalbfache des berechneten Bedarfs.
- Dieselbe Zahl galt dort gleichzeitig für Nass- und Trockenfutter. Beides zusammen geht nicht.
- „Möpse wiegen in der Regel zwischen 6 und 9 Kilogramm" — der Standard nennt 6,3 bis 8,1 kg.
- Ein Zitat über Tierliebe, einem französischen Politiker zugeschrieben. Nirgends belegt, deshalb gestrichen.
Body Condition: die Prüfung, die keine Waage braucht
Das MSD Veterinary Manual rät zur regelmäßigen Beurteilung der Körperverfassung. Die geht mit den Händen, in zehn Sekunden.
- Rippen: unter leichtem Druck einzeln zu fühlen, ohne dass du suchen musst.
- Taille: von oben betrachtet zeichnet sich hinter dem Rippenbogen eine Einbuchtung ab.
- Bauchlinie: von der Seite steigt der Bauch zur Hinterhand hin an.
- Fettpolster: kein Wulst über dem Schwanzansatz, keine Rolle am Hals.
Fühlst du die Rippen nur mit Druck, ist dein Hund zu schwer. Sind sie sichtbar, ist er zu dünn.
Diese Prüfung schlägt jede Tabelle. Wie du daraus einen Abnehmplan machst, steht in Übergewicht beim Hund.
Meine langjährige Erfahrung mit kleinen Rassen sagt mir: 200 Gramm zu viel sieht man einem Mops kaum an. Beim Fühlen merkst du sie sofort.

Warum Übergewicht beim Mops schwerer wiegt
Der Mops ist kurzköpfig gebaut. Sein Standard verlangt deshalb ausdrücklich schwarze Nasenlöcher, die ziemlich groß und weit geöffnet sind.
Eine zusammengedrückte Nase und starke Falten auf dem Nasenrücken nennt derselbe Standard inakzeptabel. Augen oder Nase dürfen von Falten nicht verdeckt werden.
Der Grund liegt auf der Hand. Ist die Nasenöffnung eng, kostet jeder Atemzug Kraft.
Fett am Hals und im Brustkorb macht das schwerer. Dazu kommt die Wärme. Hunde geben sie über das Hecheln ab. Wem das Atmen ohnehin schwerfällt, der kühlt langsamer herunter.
Die rechtliche Linie zieht das Tierschutzgesetz. Verboten ist eine Zucht, bei der erblich bedingt Körperteile für den artgemäßen Gebrauch untauglich sind und dadurch Leiden entstehen.
Für dich als Halter heißt das: Am Gebäude änderst du nichts, am Gewicht schon. Wie sich der Begriff Retro-Mops dazu verhält, klärt Retro Mops.
Welpe, Junghund, Senior
Beim Welpen liegt der Bedarf am höchsten. Bis vier Monate rechnet das MSD-Handbuch mit dem Dreifachen des Ruhebedarfs, danach mit dem Doppelten.
Sobald der Hund etwa 90 Prozent seines erwarteten Endgewichts erreicht hat, empfiehlt das Handbuch ein weniger energiereiches Futter. Der Wechsel geschieht also nicht am Geburtstag, sondern am Gewicht.
Beim älteren Mops sinkt meist die Bewegung, nicht der Appetit. Hier hilft der niedrigere Faktor von 1,4.

Wer schlingt, frisst mehr, als er merkt. Die Griffe dagegen stehen in Hund schlingt das Futter.
Und wenn du unsicher bist, ob das Futter überhaupt taugt: Die Etikettenprüfung steht in Hundefutter Test.
Bei empfindlichem Magen greifen viele Halter zusätzlich zu einer Ergänzung. Das Lucky Pets Premium Magenpulver enthält Ulmenrinde, Möhrenmehl, Enzianwurzel sowie Natrolith-Phonolith und Bentonit, ein halber Teelöffel je 10 kg Körpergewicht.

Fazit: Eine Futtertabelle, die nur nach der Rasse fragt, kann nicht stimmen. Rechne über das Idealgewicht, lies die Kilokalorien vom Etikett ab und prüf einmal die Woche mit der Hand nach.
Häufige Fragen zur Fütterung des Mopses
Wie viel Futter braucht ein Mops am Tag?
Das hängt am Idealgewicht und am Futter. Für einen 7-kg-Mops liegt der gerechnete Erhaltungsbedarf bei rund 480 bis 540 kcal.
Futtertabelle für den Mops: Warum steht hier keine Grammzahl?
Weil Gramm ohne die Energiedichte des Futters nichts aussagen. 100 g Trockenfutter liefern rund viermal so viel wie 100 g Nassfutter.
Was ist das Idealgewicht eines Mopses?
Der FCI-Standard Nr. 253 nennt 6,3 bis 8,1 kg. Diese Spanne gilt für Rüden und Hündinnen gleich.
Wie rechne ich den Bedarf selbst aus?
Nimm das Idealgewicht in Kilogramm hoch 0,75 und multipliziere mit 70. Das ergibt den Ruhebedarf in kcal.
Und dann?
Mal 1,8 bei einem unkastrierten Hund, mal 1,6 nach der Kastration, mal 1,4 bei Neigung zu Übergewicht.
Wie oft am Tag füttern?
Das MSD Veterinary Manual empfiehlt für die meisten erwachsenen Hunde zwei abgemessene Mahlzeiten zu festen Zeiten.
Woran erkenne ich, dass mein Mops zu dick ist?
Die Rippen sind unter leichtem Druck nicht mehr zu fühlen, die Taille verschwindet von oben betrachtet.
Warum ist Übergewicht beim Mops schlimmer?
Weil sein Kopf kurz gebaut ist. Jedes zusätzliche Kilo erschwert Atmung und Wärmeabgabe zusätzlich.
Wie viel darf ein Welpe fressen?
Bis vier Monate rechnet das MSD-Handbuch mit dem Dreifachen des Ruhebedarfs, danach mit dem Doppelten.
Futtertabelle für den Mops: Zählen Leckerlis mit?
Ja, in voller Höhe. Wer sie nicht abzieht, füttert zweimal.
Stimmt die Zahl für jeden Mops?
Nein. Laut MSD kann ein Hund bis zu 30 Prozent mehr oder weniger brauchen als ein gleich schwerer Artgenosse.
Was ist besser, nass oder trocken?
Beides funktioniert, wenn es ein Alleinfutter ist. Entscheidend ist die abgemessene Menge, nicht die Konsistenz.
Quellen
- FCI-Standard Nr. 253 – Mops (deutsche Fassung)
- MSD Veterinary Manual – Nutritional Requirements of Small Animals
- MSD Veterinary Manual – Feeding Practices in Small Animals
- § 11b Tierschutzgesetz – Verbot von Qualzüchtungen
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Über den Autor

Kevin Roth
Co-Gründer von Lucky Pets
Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.
Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.
Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung. Nimmt dein Mops trotz abgemessener Ration zu oder ab, gehört er in die Praxis.
