Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 23.08.2026 · Lesezeit: 6 Minuten
Das Wichtigste in Kürze
- 🔴 Die FCI führt den Maneto nicht — auch nicht provisorisch.
- Der spanische Verband RSCE bestätigt das selbst.
- Anerkannt sind aus Spanien nur Ibicenco und Canario.
- Zum Maneto existiert kein prüfbarer Rassestandard.
Zum Podenco Maneto kursieren im Netz präzise Zahlen zu Größe, Gewicht und Lebenserwartung. Ich habe nach der Quelle gesucht — und keine gefunden. Das ist die eigentliche Nachricht.
Die kurze Antwort
Der Podenco Maneto ist keine FCI-anerkannte Rasse. Es gibt für ihn keinen internationalen Rassestandard.
🔴 Der entscheidende Punkt
Der spanische Dachverband führt ihn selbst mit dem Zusatz „no aceptada FCI" — also ausdrücklich als nicht anerkannt.
Was die Prüfung ergeben hat

Ich habe alle zehn Gruppenseiten der FCI-Nomenklatur im Volltext durchsucht. Der Name Maneto kommt dort nicht vor. Auch in der Liste der provisorisch anerkannten Rassen taucht er nicht auf.
Zur Gegenprobe habe ich die Rasseliste der RSCE geprüft, also des spanischen Dachverbands. Dort steht der Maneto — mit dem angehängten Hinweis, dass die FCI ihn nicht akzeptiert.
Der Maneto ist dort kein Einzelfall. Die gleiche Kennzeichnung tragen der Podenco Andaluz und der Podenco Valenciano. Der Podenco Orito Español läuft sogar nur als ethnische Gruppe.
Provisorisch anerkannt sind aus Spanien derzeit zwei andere Rassen. Das sind der Ratonero Bodeguero Andaluz mit der Nummer 371 seit September 2024 und der Gos Rater Valencià mit der Nummer 370 seit Juni 2022. Beide sind Terrier, keine Podencos.
Was fehlende Anerkennung praktisch bedeutet
- 🔴 Kein FCI-Standard, an dem sich Merkmale überprüfen lassen.
- Keine international gültige Ahnentafel über den Verband.
- Keine Zulassung zu FCI-Ausstellungen als eigene Rasse.
- Angaben zu Größe und Wesen stammen von Züchtern, nicht aus einem Standard.
Wie das Anerkennungssystem funktioniert, zeigt Hunderassen von A bis Z.
🔴 Die beiden spanischen Podencos, die es gibt

In Gruppe 5, Sektion 7 führt die FCI aus Spanien genau zwei Podenco-Rassen. Der Podenco Ibicenco trägt die Nummer 89 und wird in zwei Varietäten geführt, glatthaarig und rauhhaarig. Der Podenco Canario steht mit der Nummer 329 seit dem 24. Juni 1987 in der Liste.
Der FCI-Rassestandard Nr. 89 nennt als Ursprung Spanien und dort die Balearen. Der gültige offizielle Standard datiert auf den 26. Mai 1982. Geführt wird die Rasse ohne Arbeitsprüfung.
Als Verwendung beschreibt der Standard vor allem die Kaninchenjagd ohne Flinte, bei Tag und bei Nacht. Dabei nutzt der Hund Geruchssinn und Gehör stärker als die Sicht — und findet Kaninchen auch an sehr dicht bewachsenen Stellen.
FCI-Rassestandard Nr. 89, deutsche Fassung, gültiger Standard vom 26.05.1982.
Falbfarbene Hunde lässt der Standard nur bei außerordentlich guten Exemplaren zu — bei Glatthaar gar nicht. Wie du die Größenangaben nachmisst, zeigt Widerristhöhe beim Hund.
Was ich dir raten würde

Aus meiner Erfahrung ist fehlende Anerkennung kein Ausschlusskriterium. Viele regionale Landschläge arbeiten seit Generationen zuverlässig, ohne je einen internationalen Standard bekommen zu haben. Was fehlt, ist die Überprüfbarkeit.
Meine langjährige Erfahrung sagt trotzdem: Frag beim Vermittler nach den Elterntieren, nicht nach dem Rassenamen. Größe, Fell und Jagdverhalten der Eltern sagen mehr als jede Rassebezeichnung — gerade bei Hunden mit Jagdanlage, siehe Jagdhunde-Rassen.
Unabhängig von Papieren gilt § 2 der Tierschutz-Hundeverordnung. Verlangt werden ausreichender Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers, mehrmals täglich Umgang mit der Betreuungsperson und regelmäßiger Kontakt zu Artgenossen.
Bei Hunden mit ausgeprägter Jagdanlage kommt der Rückruf dazu. Ich übe ihn von Anfang an mit Schleppleine, bevor der erste Hase auftaucht. Wie stark solche Anlagen ausfallen können, zeigen die Standards der französischen Laufhunde.
Und wenn du ohnehin nach seltenen Rassen suchst: Ähnlich gelagert ist der Fall bei Hunderassen mit K, wo der bekannte Name und der FCI-Name auseinandergehen.
Fazit: Der Podenco Maneto war am 23. August 2026 weder in der FCI-Rassennomenklatur noch in der Liste der provisorisch anerkannten Rassen zu finden. Der spanische Dachverband RSCE führt ihn in seiner eigenen Rasseliste mit dem Zusatz, dass die FCI ihn nicht akzeptiert. Damit existiert für ihn kein internationaler Rassestandard, an dem sich Größe, Gewicht oder Wesen überprüfen ließen. Aus Spanien führt die FCI in Gruppe 5 zwei Podenco-Rassen. Das sind der Podenco Ibicenco mit der Nummer 89 in den Varietäten glatthaarig und rauhhaarig sowie der Podenco Canario mit der Nummer 329. Der Standard Nr. 89 nennt als Ursprung die Balearen, eine Widerristhöhe von 66 bis 72 Zentimetern bei Rüden und 60 bis 67 bei Hündinnen sowie die Kaninchenjagd ohne Flinte als Verwendung.
Häufige Fragen zum Podenco Maneto
🔴 Ist der Podenco Maneto von der FCI anerkannt?
Nein. Am 23. August 2026 stand er weder in der Nomenklatur noch in der provisorischen Liste.
Wo steht das schwarz auf weiß?
Der spanische Dachverband RSCE führt ihn selbst mit dem Zusatz „no aceptada FCI".
Welche Podencos führt die FCI aus Spanien?
Zwei: den Podenco Ibicenco mit der Nummer 89 und den Podenco Canario mit 329.
Wie groß ist ein Podenco Ibicenco?
Rüden 66 bis 72 Zentimeter, Hündinnen 60 bis 67.
🔴 Wofür wurde der Ibicenco gezüchtet?
Hauptsächlich für die Kaninchenjagd ohne Flinte, bei Tag und bei Nacht.
Welche Haararten kennt sein Standard?
Drei: Glatthaar, Rauhhaar und Langhaar.
Welche Farben sind erlaubt?
Bevorzugt weiß und rot oder einfarbig weiß oder rot.
Bedeutet fehlende Anerkennung, dass es die Rasse nicht gibt?
Nein. Sie bedeutet nur, dass kein FCI-Standard und keine international gültige Ahnentafel existiert.
🔴 Was heißt das für den Kauf?
Es gibt keinen FCI-Standard, an dem sich Größe, Gewicht oder Wesen überprüfen ließen.
Stehen andere spanische Rassen provisorisch auf der Liste?
Ja, der Ratonero Bodeguero Andaluz seit September 2024 und der Gos Rater Valencià seit Juni 2022.
Warum nenne ich keine Größenangaben zum Maneto?
Weil dafür keine belastbare Quelle existiert. Geschätzte Zahlen wären erfunden.
Kann sich der Status ändern?
Ja. Die FCI nimmt regelmäßig Rassen provisorisch auf — der Stand hier ist der 23. August 2026.
Quellen
- FCI-Nomenklatur Gruppe 5 – Spitze und Hunde vom Urtyp, deutsche Fassung
- FCI-Rassestandard Nr. 89 – Podenco Ibicenco, deutsche Fassung (PDF)
- RSCE – spanischer Dachverband, Rasseliste als CSV (spanisch)
- Tierschutz-Hundeverordnung § 2 – Allgemeine Anforderungen an das Halten
Über den Autor

Kevin Roth
Co-Gründer von Lucky Pets
Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.
Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.
Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung. Zu Gesundheit und Belastbarkeit des einzelnen Hundes berät die Tierarztpraxis.
