Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 23.08.2026 · Lesezeit: 12 Minuten
Das Wichtigste in Kürze
- Die FCI führt den Maneto nicht — auch nicht provisorisch.
- Der spanische Verband RSCE führt ihn unter Standard Nr. 408.
- Dieser nennt 30 bis 35 cm Widerristhöhe und rund 10 kg.
- FCI-anerkannt sind aus Spanien nur Ibicenco und Canario.
Zum Podenco Maneto kursieren im Netz präzise Zahlen zu Größe, Gewicht und Lebenserwartung. Ich habe nach der Quelle gesucht. Die FCI führt ihn nicht, der spanische Dachverband dagegen sehr wohl — mit eigenem Standard und eigenen Maßen.
Die kurze Antwort
Die FCI kennt ihn nicht. Einen nationalen spanischen Rassestandard gibt es dagegen sehr wohl, er trägt bei der RSCE die Nummer 408.
Der entscheidende Punkt
Anerkannt ist er national, nicht international. Der spanische Dachverband führt ihn selbst mit dem Zusatz „no aceptada FCI".
Was die Prüfung ergeben hat
Ich habe alle zehn Gruppenseiten der FCI-Nomenklatur im Volltext durchsucht. Der Name Maneto kommt dort nicht vor. Auch in der Liste der provisorisch anerkannten Rassen taucht er nicht auf.

Zur Gegenprobe habe ich die Rasseliste der RSCE geprüft, also des spanischen Dachverbands. Dort steht der Maneto — mit dem angehängten Hinweis, dass die FCI ihn nicht akzeptiert.
Der Maneto ist dort kein Einzelfall. Die gleiche Kennzeichnung tragen der Podenco Andaluz und der Podenco Valenciano. Der Podenco Orito Español läuft sogar nur als ethnische Gruppe.
Provisorisch anerkannt sind aus Spanien derzeit zwei andere Rassen. Das sind der Ratonero Bodeguero Andaluz mit der Nummer 371 seit September 2024 und der Gos Rater Valencià mit der Nummer 370 seit Juni 2022. Beide sind Terrier, keine Podencos.
Was fehlende Anerkennung praktisch bedeutet
- Kein FCI-Standard, an dem sich Merkmale überprüfen lassen.
- Keine international gültige Ahnentafel über den Verband.
- Keine Zulassung zu FCI-Ausstellungen als eigene Rasse.
- Maße und Wesen stehen im nationalen RSCE-Standard, nicht in einem FCI-Standard.
Wie das Anerkennungssystem funktioniert, zeigt Hunderassen von A bis Z.
Die beiden spanischen Podencos, die es gibt
In Gruppe 5, Sektion 7 führt die FCI aus Spanien genau zwei Podenco-Rassen. Der Podenco Ibicenco trägt die Nummer 89 und wird in zwei Varietäten geführt, glatthaarig und rauhhaarig. Der Podenco Canario steht mit der Nummer 329 seit dem 24. Juni 1987 in der Liste.
Der FCI-Rassestandard Nr. 89 nennt als Ursprung Spanien und dort die Balearen. Der gültige offizielle Standard datiert auf den 26. Mai 1982. Geführt wird die Rasse ohne Arbeitsprüfung.
Als Verwendung beschreibt der Standard vor allem die Kaninchenjagd ohne Flinte, bei Tag und bei Nacht. Dabei nutzt der Hund Geruchssinn und Gehör stärker als die Sicht — und findet Kaninchen auch an sehr dicht bewachsenen Stellen.
FCI-Rassestandard Nr. 89, deutsche Fassung, gültiger Standard vom 26.05.1982.
Falbfarbene Hunde lässt der Standard nur bei außerordentlich guten Exemplaren zu — bei Glatthaar gar nicht. Wie du die Größenangaben nachmisst, zeigt Widerristhöhe beim Hund.

Was ich dir raten würde
Aus meiner Erfahrung ist fehlende Anerkennung kein Ausschlusskriterium. Viele regionale Landschläge arbeiten seit Generationen zuverlässig, ohne je einen internationalen Standard bekommen zu haben. Was fehlt, ist die internationale Überprüfbarkeit.
Meine langjährige Erfahrung sagt trotzdem: Frag beim Vermittler nach den Elterntieren, nicht nach dem Rassenamen. Größe, Fell und Jagdverhalten der Eltern sagen mehr als jede Rassebezeichnung — gerade bei Hunden mit Jagdanlage, siehe Jagdhunde-Rassen.
Unabhängig von Papieren gilt § 2 der Tierschutz-Hundeverordnung. Verlangt werden ausreichender Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers, mehrmals täglich Umgang mit der Betreuungsperson und regelmäßiger Kontakt zu Artgenossen.
Bei Hunden mit ausgeprägter Jagdanlage kommt der Rückruf dazu. Ich übe ihn von Anfang an mit Schleppleine, bevor der erste Hase auftaucht. Wie stark solche Anlagen ausfallen können, zeigen die Standards der französischen Laufhunde.
Und wenn du ohnehin nach seltenen Rassen suchst: Ähnlich gelagert ist der Fall bei Hunderassen mit K, wo der bekannte Name und der FCI-Name auseinandergehen.
Für Haut und Fell zählen bei jeder Rasse dieselben Bausteine. Die B-Vitamine gibt es gebündelt im Lucky Pets Vitamin B-Komplex.

Was der spanische Verband selbst festgelegt hat
Nicht anerkannt heißt nicht ungeregelt. Die RSCE führt für den Maneto einen eigenen Rassestandard unter der Nummer 408. Als Ursprung steht dort Spanien, eingeordnet ist die Rasse in Gruppe 5.
Die Herkunft benennt der Text genau: eine bodenständige Rasse aus dem Süden Andalusiens, aus der Provinz Cádiz und angrenzenden Orten der Provinz Málaga. Die größte Dichte liegt im Campo de Gibraltar.
Auch die Entstehung steht dort. Der Maneto geht auf den mittelgroßen Podenco Andaluz zurück. Entstanden ist er vermutlich durch eine Mutation, die der Standard Basetismus oder Zwergwuchs nennt — kurze Beine bei normal langem Körper.
Für dich als Käufer ändert das die Lage. Ein nationaler Standard ist zwar kein FCI-Standard. Er ist aber ein prüfbarer Text mit Zahlen.

Größe und Gewicht laut dem spanischen Standard
Beim Maß macht der Text keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern. Er nennt eine Widerristhöhe zwischen 30 und 35 Zentimetern, für Rüden wie für Hündinnen.
Nach dem Rassestandard Nr. 408 der Real Sociedad Canina de España, geprüft am 27.08.2026.
Die Verhältniszahl 1,337 klingt sperrig. Sie sagt: Der Körper ist rund ein Drittel länger, als der Hund hoch ist. Bodennah und sehr kompakt, so beschreibt es der Standard.
Ein Podenco Ibicenco misst bis zu 72 Zentimeter, der Maneto höchstens 35. Beide tragen denselben Namen.
So sieht der Podenco Maneto aus
Bei der Farbe lässt der Standard wenig Spielraum. Zugelassen ist Zimtfarben in allen Tönen, vom hellsten bis zum feurigsten. Dazu kommen weiße Abzeichen sowie zweifarbige Hunde in Weiß und Zimt.
Jede andere Farbe schließt aus, ausdrücklich jeder Ton, der weder weiß noch zimtfarben ist.
Das Haar ist kurz und glatt. Es liegt an, wirkt derb und glänzend und hat am ganzen Körper dieselbe Länge. Eine zweite Haarvarietät gibt es beim Maneto nicht.
Auffällig ist das Honig-Motiv. Nase, Lefzen und Iris sollen honigfarben sein. Eine andere Irisfarbe führt zum Ausschluss.
Die Ohren stehen dreieckig mit stumpfen Enden und breiter Basis. Bei Aufmerksamkeit richtet der Hund sie energisch auf. Die Rute sitzt tief, ist gebogen und so lang, dass sie die Sprunggelenke überragt und fast den Boden erreicht.
Wesen im Alltag
Der Standard beschreibt einen nüchternen Hund mit starkem Temperament. Er nennt einen ausgeprägten Sinn für Besitz und Überlegenheit gegenüber Artgenossen. Territoriales Verhalten zeige sich schon im Welpenalter.
Gegenüber Menschen fällt der Ton anders aus. Genannt werden der Wunsch nach Gesellschaft und die Sehnsucht nach Zuneigung. Gleichzeitig sei der Hund sehr unabhängig und erkenne nur einen einzigen Herrn an.
Fremden begegne er zunächst misstrauisch, wechsle dann aber schnell zu fröhlichem Verhalten. Ohne seinen Besitzer sei er sehr wachsam. Genannt werden außerdem hohe Intelligenz und ein großes Erinnerungsvermögen.
Aus meiner Sicht sind zwei Punkte für den Alltag entscheidend. Ein Hund, der nur einen Menschen als Bezug annimmt, braucht klare Zuständigkeiten im Haushalt. Und ein Hund mit Besitzanspruch braucht früh geübte Regeln rund um Futter und Spielzeug.
Haltung, Auslastung und Erziehung
Die Aufgabe erklärt den Hund besser als jede Wesensliste. Der Standard nennt ihn ausschließlich für die Niederwildjagd geeignet, konkret für das Kaninchen.
Gebaut ist er für den mediterranen Buschwald mit Brombeergestrüpp, Bächen und engen Schluchten. Die kurzen Beine bringen ihn dorthin, wo größere Hunde nicht durchkommen.
Auch Rebhuhn und Wachtel nennt der Text. Enten holt er aus dem Wasser. Fehlendes Jagdinteresse führt sogar zum Ausschluss.
Für den Alltag in Deutschland folgt daraus zweierlei. Der Rückruf bleibt Dauerarbeit. Nasenarbeit lastet diesen Hund stärker aus als Kilometer. Hitze verträgt er laut Standard sehr gut, Kälte nur mäßig.
Gesundheit und was der Standard ausschließt
Eine Lebenserwartung nennt der Text nicht. Rassestandards beschreiben das Zuchtziel, keine Krankheitshäufigkeit. Aussagekräftig ist dafür die Liste der ausschließenden Fehler.
Allgemein ausgeschlossen sind Albinismus sowie Vor- und Rückbiss. Rassespezifisch führen fehlende Zähne, nicht vollständig aufrechte Ohren, ein fehlender Stop und eine andere Irisfarbe als Honig zum Ausschluss.
Kupierte Ohren und eine kupierte Rute stehen ebenfalls darauf. In Deutschland ist das Kupieren ohnehin verboten. In Deutschland verbietet § 6 TierSchG das Kupieren, von eng begrenzten Ausnahmen abgesehen.
Ein Punkt gehört mit der Tierärztin besprochen. Der Standard selbst führt die kurzen Beine auf eine Mutation zurück. Was ein sehr langer Rücken auf kurzen Läufen für den Einzelhund bedeutet, klärst du am besten vor dem Kauf in der Praxis.
In Deutschland kommt § 11b des Tierschutzgesetzes dazu, das sogenannte Qualzuchtverbot. Es verbietet die Zucht, wenn bei den Nachkommen erblich bedingt Schäden oder Verhaltensstörungen zu erwarten sind.
Welpenkauf: worauf du achten solltest
Die meisten Manetos kommen über den Tierschutz nach Deutschland. Wer einen Züchter sucht, landet in Andalusien. Beide Wege verlangen verschiedene Fragen.
Beim Züchter fragst du nach der Eintragung bei der RSCE und nach den Papieren. Eine FCI-Ahnentafel kann dir niemand geben, ein nationales Papier dagegen schon.
Beim Verein fragst du nach der Erlaubnis nach § 11 des Tierschutzgesetzes, nach dem EU-Heimtierausweis, nach Chipnummer und Tollwutimpfung. Was sonst zum Kauf gehört, steht in Hundekauf.
Beim Abgabealter setzt § 2 der Tierschutz-Hundeverordnung die Untergrenze. Ein Welpe darf erst im Alter von über acht Wochen vom Muttertier getrennt werden. Und schau dir den Zaun zuhause vorher an, ein Jagdhund findet jede Lücke.
Passt der Podenco Maneto zu dir?
Zehn Kilogramm klingen nach einem bequemen Hund. Das täuscht.
Du brauchst Zeit für tägliche Nasenarbeit und Geduld für einen Rückruf, der lange braucht. Du brauchst einen sicheren Garten. Und du brauchst Bereitschaft, Freilauf nur dort zu geben, wo er sicher ist.
In eine Wohnung passt er durchaus. Ohne Aufgabe wird er dort allerdings unruhig.
Kinder im Haus schließen ihn nicht aus. Bei Futter und Spielzeug braucht es dann allerdings Regeln, an die sich alle halten.
Wer ehrlich prüft und dabei zu einem Nein kommt, hat alles richtig gemacht. Beim Abwägen hilft Welche Hunderasse passt zu mir.
Fazit: Der Podenco Maneto war am 23. August 2026 weder in der FCI-Rassennomenklatur noch in der Liste der provisorisch anerkannten Rassen zu finden. Der spanische Dachverband RSCE führt ihn in seiner eigenen Rasseliste mit dem Zusatz, dass die FCI ihn nicht akzeptiert. Ein internationaler Rassestandard existiert für ihn damit nicht. Ein nationaler dagegen schon: Die RSCE führt ihn unter der Nummer 408, mit 30 bis 35 Zentimetern Widerristhöhe, rund 10 Kilogramm Gewicht und Zimtfarben als einziger zugelassener Farbe. Aus Spanien führt die FCI in Gruppe 5 zwei Podenco-Rassen. Das sind der Podenco Ibicenco mit der Nummer 89 in den Varietäten glatthaarig und rauhhaarig sowie der Podenco Canario mit der Nummer 329. Der Standard Nr. 89 nennt als Ursprung die Balearen, eine Widerristhöhe von 66 bis 72 Zentimetern bei Rüden und 60 bis 67 bei Hündinnen sowie die Kaninchenjagd ohne Flinte als Verwendung.
Häufige Fragen zum Podenco Maneto
Ist der Podenco Maneto von der FCI anerkannt?
Nein. Am 23. August 2026 stand er weder in der Nomenklatur noch in der provisorischen Liste.
Wo steht das schwarz auf weiß?
Der spanische Dachverband RSCE führt ihn selbst mit dem Zusatz „no aceptada FCI".
Welche Podencos führt die FCI aus Spanien?
Zwei: den Podenco Ibicenco mit der Nummer 89 und den Podenco Canario mit 329.
Wie groß ist ein Podenco Ibicenco?
Rüden 66 bis 72 Zentimeter, Hündinnen 60 bis 67.
Wofür wurde der Ibicenco gezüchtet?
Hauptsächlich für die Kaninchenjagd ohne Flinte, bei Tag und bei Nacht.
Welche Haararten kennt der Ibicenco-Standard?
Drei: Glatthaar, Rauhhaar und Langhaar.
Welche Farbe hat ein Podenco Maneto?
Der RSCE-Standard lässt nur Zimtfarben in allen Tönen zu, dazu weiße Abzeichen und zweifarbig Weiß-Zimt. Andere Farben sind nicht zugelassen.
Bedeutet fehlende Anerkennung, dass es die Rasse nicht gibt?
Nein. Sie bedeutet nur, dass kein FCI-Standard und keine international gültige Ahnentafel existiert.
Was heißt das für den Kauf?
Prüfbar ist der Hund am nationalen RSCE-Standard Nr. 408. Eine international gültige FCI-Ahnentafel gibt es für ihn nicht.
Stehen andere spanische Rassen provisorisch auf der Liste?
Ja, der Ratonero Bodeguero Andaluz seit September 2024 und der Gos Rater Valencià seit Juni 2022.
Wie groß wird ein Podenco Maneto?
Der RSCE-Standard Nr. 408 nennt 30 bis 35 Zentimeter Widerristhöhe, für Rüden wie für Hündinnen. Das Gewicht liegt bei rund 10 Kilogramm mit 1,5 Kilogramm Schwankung.
Kann sich der Status ändern?
Ja. Die FCI nimmt regelmäßig Rassen provisorisch auf — der Stand hier ist der 23. August 2026.
Quellen
- FCI-Nomenklatur Gruppe 5 – Spitze und Hunde vom Urtyp, deutsche Fassung
- FCI-Rassestandard Nr. 89 – Podenco Ibicenco, deutsche Fassung (PDF)
- RSCE – spanischer Dachverband, Rasseliste als CSV (spanisch)
- RSCE – Rassestandard Nr. 408 Maneto, spanische Fassung (PDF)
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Über den Autor

Kevin Roth
Co-Gründer von Lucky Pets
Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.
Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.
Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung. Zu Gesundheit und Belastbarkeit des einzelnen Hundes berät die Tierarztpraxis.
