Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 27.08.2026 · Lesezeit: 12 Minuten
Das Wichtigste in Kürze
- Über 50 französische Einträge, Stand 23.08.2026.
- Gruppe 6 stellt mit 26 die meisten.
- Vier Gruppen enthalten gar keine französische Rasse.
- Auch der Pudel ist laut Standard eine französische Rasse.
Frankreich ist in der FCI ungewöhnlich stark vertreten — aber sehr ungleich verteilt. Ich habe alle zehn Gruppenseiten durchgesehen und die Frankreich-Blöcke ausgezählt.
Die kurze Antwort
Über 50 Rassen der FCI-Nomenklatur stammen aus Frankreich. Der Schwerpunkt liegt eindeutig bei den Laufhunden in Gruppe 6.
Der entscheidende Punkt
Vier Gruppen enthalten keine einzige französische Rasse: Terrier, Dachshunde, Spitze und Windhunde.
Die Verteilung über die Gruppen
Grundlage ist die FCI-Rassennomenklatur in ihrer deutschen Fassung. Am 23. August 2026 habe ich in jeder Gruppenseite den Block unter Frankreich ausgewertet.

Eigene Auszählung der Frankreich-Blöcke in der deutschen FCI-Nomenklatur am 23.08.2026. Varietäten werden teils gesondert geführt, die Summe ist daher keine amtliche Angabe.
Aus meiner Erfahrung überrascht vor allem Gruppe 6. Frankreich stellt dort mit 26 Einträgen mehr als jedes andere Land — das erklärt sich aus einer jahrhundertealten Meutejagd-Tradition. Wie diese Gruppe insgesamt aufgebaut ist, zeigt Jagdhunde-Rassen.
Die bekanntesten Namen
In Gruppe 1 stehen fünf Hütehunde. Der Berger de Beauce trägt die Nummer 44 und heißt umgangssprachlich Beauceron. Dazu kommen der Berger de Brie mit 113, der langhaarige Pyrenäen-Schäferhund mit 141, der Picardie-Schäferhund mit 176 und der Pyrenäen-Hütehund mit kurzhaarigem Gesicht mit 138.
Gruppe 2 führt unter Frankreich den Dogue de Bordeaux mit der Nummer 116 — auf Deutsch die Bordeauxdogge.
In Gruppe 7 sammeln sich die Braques, also die französischen Vorstehhunde. Dazu zählen Braque de l’Ariège mit 177, Braque du Bourbonnais mit 179, Braque d’Auvergne mit 180 und Braque Saint-Germain mit 115. Den Braque Français führt die FCI in zwei Typen: Gascogne mit 133 und Pyrenees mit 134.

Gruppe 8 stellt genau eine Rasse: den Barbet mit der Nummer 105, im Deutschen Französischer Wasserhund. Und in Gruppe 9 steht unter anderem der Bichon à poil frisé mit der Nummer 215.
Wie unterschiedlich Farben innerhalb einer Rasse ausfallen können, zeigt Graue Hunde.
Der bekannteste Franzose von allen
Eine französische Rasse kennt fast jeder, ohne sie dort zu verorten. Der FCI-Rassestandard Nr. 172 nennt beim Pudel Frankreich als Ursprungsland und führt ihn in Gruppe 9, Sektion 2, ohne Arbeitsprüfung.
Der Standard kennt vier Größen. Der Großpudel misst über 45 bis 60 Zentimeter, mit zwei Zentimetern Toleranz. Darunter folgen Kleinpudel mit über 35 bis 45 und Zwergpudel mit über 28 bis 35 Zentimetern. Der Toypudel liegt über 24 bis 28 Zentimeter, ideal sind 25.
Beim Wesen bleibt der Text knapp: bekannt für seine Loyalität und seine Lern- und Dressurfähigkeit, was ihn zu einem besonders angenehmen Gesellschaftshund macht. Wie sich das bei Mischlingen auswirkt, zeigt der Pudel-Dackel-Mix.

Wenn dich eine dieser Rassen interessiert
- Prüfe zuerst die Gruppe — sie verrät die ursprüngliche Aufgabe.
- Bei Laufhunden: Wie sicherst du ihn bei Wildkontakt?
- Bei Hütehunden: Wie viel Beschäftigung kannst du bieten?
- Wie groß und wie schwer werden die Elterntiere?
- Wo findest du in Deutschland seriöse Zuchtstätten?
Wie das Ordnungssystem funktioniert, zeigt Hunderassen von A bis Z.
Was für alle gleich gilt
§ 2 der Tierschutz-Hundeverordnung verlangt unabhängig von der Herkunft: ausreichend Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers, mehrmals täglich Umgang mit der Betreuungsperson und regelmäßiger Kontakt zu Artgenossen. Alles angepasst an Rasse, Alter und Gesundheitszustand.
Für Welpen nennt das zuständige Bundesministerium vier Stunden täglichen Umgang bis zur zwanzigsten Lebenswoche. Meine langjährige Erfahrung sagt: Diese Phase entscheidet mehr als das Herkunftsland. Ich frage deshalb immer zuerst nach der Aufzucht.
Und wenn du wissen willst, wie groß dein Hund tatsächlich ist, hilft Widerristhöhe beim Hund weiter.
Unabhängig von der Rasse gilt: Haut und Fell brauchen B-Vitamine. Gebündelt stecken sie im Lucky Pets Vitamin B-Komplex auf Basis inaktivierter Bierhefe.

Beim Braque d’Auvergne klingt Standard Nr. 180 ungewöhnlich warm. Er beschreibt das Wesen als sanft, sehr schmusig, intelligent und fügsam. Für das Familienleben geeignet, steht dort ausdrücklich.
Einen genaueren Blick darauf wirft Berger Picard.
Mehr dazu steht in Italienisches Windspiel.
Zehn französische Rassen mit Zahlen aus dem Standard
Listenseiten nennen Größe und Gewicht gern ohne Beleg. Ich habe deshalb zehn französische Standards einzeln geöffnet und Gruppe, Sektion, Höhe und Gewicht herausgeschrieben. Alle Werte stehen dort wörtlich.
Wörtlich aus den deutschen FCI-Rassestandards Nr. 44, 113, 176, 141, 116, 322, 180, 179, 105 und 215, abgerufen am 27.08.2026.
Acht dieser zehn Standards nennen überhaupt kein Gewicht. Nur Dogue de Bordeaux und Bichon à poil frisé führen eine Kilozahl. Wer für die anderen acht eine Zahl braucht, fragt beim Zuchtverband nach.
Die Spanne reicht von 25 bis 70 Zentimetern. Der Bichon à poil frisé bleibt bei 25 bis 29 Zentimetern und rund fünf Kilogramm. Der Beauceron misst 65 bis 70. Beide stehen in derselben Nomenklatur unter Frankreich.
Beim Bichon lohnt ein zweiter Blick. Als Ursprung nennt Standard Nr. 215 französisch-belgisch. Das Patronat teilen sich Frankreich und Belgien.
Die FCI-Systematik als roter Faden
Über jedem Standard steht die Rubrik Klassifikation mit Gruppe, Sektion und dem Vermerk zur Arbeitsprüfung. Bei den französischen Rassen fällt dabei eines sofort auf.
Acht der zehn tragen den Vermerk mit Arbeitsprüfung. Selbst die vier Hütehunde in Gruppe 1 stehen dort mit Pflichtprüfung. Ohne Vermerk bleiben nur Dogue de Bordeaux und Bichon à poil frisé.
Das passt zum großen Bild. Frankreich stellt seine Rassen vor allem in den Arbeitsgruppen 6 und 7. Wer sich für eine französische Rasse interessiert, landet also meistens bei einem Hund, der eine Aufgabe erwartet.
Die Sektion sagt, welche Aufgabe gemeint ist. Der Barbet steht in Gruppe 8, Sektion 3 bei den Wasserhunden. Sein Standard Nr. 105 nennt als Verwendung den Wasserhund für die Jagd auf Wasservögel. Beim Wesen steht dort wasserfreudig, auch wenn das Wasser sehr kalt ist.
Aussehen und Fell: was die Standards zu Farben sagen
Farben stehen in den Standards genauer, als viele erwarten. Beim Beauceron nennt Standard Nr. 44 als erste Variante schwarz mit lohfarbenen Abzeichen. Rotstrumpf heißt sie dort. Das Schwarz soll tief sein, der Brand eichhörnchenrot.
Der Briard ist deutlich offener angelegt. Standard Nr. 113 erlaubt schwarz, fauve, fauve mit schwarzer Überdeckung, dazu grau und blau. Das Haar beschreibt er als ziegenartig in der Struktur, trocken, geschmeidig und lang.
Beim Bichon à poil frisé bleibt nur eine Farbe übrig: reines Weiß. Im ersten Lebensjahr darf das Fell leicht ins Champagnerfarbene gehen, aber höchstens auf zehn Prozent des Hundes. Das Deckhaar besteht aus lockeren Korkenzieherlocken — daher der Name frisé, also kraus.
Der Barbet trägt langes, wolliges, lockiges Haar, das Schnüre bilden darf. Sein Standard hält fest, dass dieses Haarkleid im natürlichen Zustand den ganzen Körper bedeckt. Das ist keine Kür, sondern ein wesentliches Merkmal der Rasse.
Wie du aus dieser Liste die passende Rasse findest
Vier Fragen führen weiter als das Herkunftsland. Die erste ist die Endgröße. Zwischen 25 und 70 Zentimetern liegt in dieser Liste alles.
Die zweite Frage ist die Auslastung. Acht der zehn Standards fordern eine Arbeitsprüfung. Solche Hunde brauchen täglich eine Aufgabe — bei den Braques Nasenarbeit, bei den Hütehunden Kopfarbeit im Team.
Die dritte Frage ist die Fellpflege. Kurzhaar wie beim Braque d’Auvergne kostet wenig Zeit. Ein Barbet mit wolligem Lockenhaar und ein Bichon mit Korkenzieherlocken kosten jede Woche welche.
Die vierte Frage ist die Verfügbarkeit. Viele dieser Rassen sind in Deutschland selten. Plane für die Suche nach einer seriösen Zuchtstätte deutlich mehr Zeit ein.
Welpenkauf: worauf du bei französischen Rassen achtest
Frag zuerst nach dem Zuchtverband und nach der Standardnummer, unter der die Elterntiere eingetragen sind. Bei einer Rasse mit Arbeitsprüfung frag zusätzlich, ob die Eltern jagdlich geführt werden.
Sieh dir den Wurf beim Züchter zu Hause an. Das Muttertier gehört dazu. § 11b des Tierschutzgesetzes verbietet die Zucht, wenn bei den Nachkommen erblich bedingte Schmerzen, Leiden oder Schäden zu erwarten sind.
Vor der Abgabe gehören Welpen geimpft, entwurmt und gechippt. Lass dir den Impfpass zeigen. Und lies im Standard den Abschnitt mit den zuchtausschließenden Fehlern: Er sagt dir, was ein Züchter niemals verpaaren darf.
Fazit: Eine eigene Auszählung der Frankreich-Blöcke in der deutschen FCI-Rassennomenklatur ergab am 23. August 2026 über 50 Einträge. Die Verteilung ist ungleich. Gruppe 6 mit den Laufhunden stellt 26 Einträge, Gruppe 7 mit den Vorstehhunden 12. Gruppe 1 und Gruppe 9 kommen auf je 6, Gruppe 2 auf zwei und Gruppe 8 auf einen. Die Gruppen 3, 4, 5 und 10 enthalten keine französische Rasse. Bekannt sind vor allem der Beauceron mit der Nummer 44, der Berger de Brie mit 113 und die Bordeauxdogge mit 116. Dazu kommen die Braques in Gruppe 7, der Barbet mit 105 und der Bichon à poil frisé mit 215. Auch der Pudel ist laut FCI-Standard Nr. 172 eine französische Rasse und wird in vier Größen von über 24 bis 60 Zentimetern geführt.
Häufige Fragen zu französischen Hunderassen
Wie viele französische Rassen führt die FCI?
Eine eigene Auszählung der Frankreich-Blöcke aller zehn Gruppenseiten ergab am 23. August 2026 über 50 Einträge.
Französische: In welcher Gruppe stehen die meisten?
In Gruppe 6, den Laufhunden und Schweißhunden: 26 Einträge.
Welche Gruppen enthalten keine französische Rasse?
Die Gruppen 3, 4, 5 und 10 — also Terrier, Dachshunde, Spitze und Windhunde.
Welche französischen Hütehunde gibt es?
Unter anderem den Beauceron, den Berger de Brie, den Picardie-Schäferhund und zwei Pyrenäen-Schäferhunde.
Was sind Braques?
Französische Vorstehhunde in Gruppe 7 — darunter Braque d’Auvergne, Braque du Bourbonnais und Braque Saint-Germain.
Welche Molosser-Rasse kommt aus Frankreich?
Die Bordeauxdogge, im Standard Dogue de Bordeaux, mit der Nummer 116.
Gibt es einen französischen Wasserhund?
Ja, den Barbet mit der Standardnummer 105 in Gruppe 8.
Ist der Pudel eine französische Rasse?
Ja. Der FCI-Standard Nr. 172 nennt Frankreich als Ursprungsland.
Französische: Wie viele Pudelgrößen gibt es?
Vier: Großpudel über 45 bis 60 cm, Kleinpudel über 35 bis 45, Zwergpudel über 28 bis 35 und Toypudel über 24 bis 28.
Was ist ein Anglo-Français?
Eine Laufhundgruppe in Gruppe 6 — etwa der Grand Anglo-Français Tricolore mit der Nummer 322.
Ist die Zahl über 50 amtlich?
Nein. Sie stammt aus einer eigenen Auszählung. Die FCI zählt Varietäten teils gesondert.
Französische: Was gilt für die Haltung all dieser Rassen?
Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers, mehrmals täglich Umgang und regelmäßiger Kontakt zu Artgenossen.
Quellen
- FCI-Rassennomenklatur, deutsche Fassung
- FCI-Rassestandard Nr. 172 – Pudel, deutsche Fassung (PDF)
- Tierschutz-Hundeverordnung § 2 – Allgemeine Anforderungen an das Halten
- Bundesministerium (BMLEH) – Mehr Tierschutz bei Hunden
Über den Autor

Kevin Roth
Co-Gründer von Lucky Pets
Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.
Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.
Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung. Zu Gesundheit und Belastbarkeit des einzelnen Hundes berät die Tierarztpraxis.
