Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 21.08.2026 · Lesezeit: 6 Minuten
Das Wichtigste in Kürze
- Basis: zwei Näpfe, Halsband oder Geschirr, Leine, Schlafplatz.
- Der Schlafplatz liegt zugfrei und ungestört, mit ständigem Zugang.
- 🔴 Einzug erst mit über acht Wochen — gesetzlich vorgeschrieben.
- Mikrochip und Impfplan besprichst du beim ersten Tierarzttermin.
Vor dem Einzug wird meist zu viel gekauft und das Falsche zuerst. Ein Welpe braucht in der ersten Woche überraschend wenig. Dieses Wenige sollte allerdings passen. Ich zeige dir, was wirklich vor dem Einzug bereitstehen muss, was zwei Wochen später reicht und welche Punkte gesetzlich geregelt sind.
Die kurze Antwort
Zwei Näpfe, Leine, Halsband oder Geschirr, ein zugfreier Schlafplatz, Fellpflege passend zum Fell. Alles andere kannst du in Ruhe nachkaufen.
🔴 Vor dem Einzug klären
Impftermin, Mikrochip, Anmeldung zur Hundesteuer und die Haftpflicht. Diese vier Punkte kosten später am meisten Zeit.
Die Grundausstattung
Die Liste des Deutschen Tierschutzbundes ist kurz. Als wichtigste Utensilien nennt die Broschüre je einen Fress- und Wassernapf, ein passendes Halsband oder Führgeschirr sowie eine Leine. Dazu kommt Beschäftigung: ein unzerkaubarer Ball sowie ein Kauknochen.

Beim Napf entscheidet das Material über die Reinigung, nicht der Preis. Edelstahl und Keramik lassen sich gründlich säubern, weiches Plastik bekommt beim Fressen Kratzer und hält darin Futterreste fest. Welche Form zu welchem Hund passt, steht in Hundenapf kaufen. Für die Leine gilt dasselbe, dazu mehr in Hundeleine.
Zur Fellpflege nennt dieselbe Quelle Bürste, Kamm oder Striegel, je nach Länge und Beschaffenheit des Fells. Aus meiner Erfahrung reicht am Anfang eine weiche Bürste. Ihr eigentlicher Zweck liegt ohnehin woanders: Dein Welpe lernt dabei, sich überall anfassen zu lassen. Das zahlt sich beim ersten Tierarztbesuch aus, wenn Ohren, Pfoten und Maul untersucht werden.
Was am ersten Tag dastehen muss — und was nicht.
Der Schlafplatz

Die Broschüre wird an dieser Stelle konkret. Der Hund benötigt einen festen Rückzugsort und Schlafplatz, also ein Körbchen, eine Matte oder bei größeren Hunden ein Liegekissen. Auch eine ausgediente Matratze wird ausdrücklich genannt.
Zwei Bedingungen stehen dabei. Der Platz liegt an einem ungestörten, zugfreien Ort in der Wohnung. Dein Hund hat jederzeit Zugang dazu. Kein Kinderzimmer mit geschlossener Tür, kein Durchgang zwischen Küche und Flur. Ein Welpe, der ständig überstiegen wird, kommt nicht in den Tiefschlaf, den er in diesem Alter braucht.
Der dritte Punkt wird oft übersehen. Längeres Liegen auf kaltem Steinboden soll vermieden werden, weil der Hund sonst an Blasen- oder Nierenentzündungen erkranken könnte. Gerade im Sommer legen sich Welpen gern auf Fliesen.

🔴 Was vor dem Einzug geregelt sein muss
Der Einzug hat ein gesetzliches Mindestalter. § 2 Absatz 4 der Tierschutz-Hundeverordnung erlaubt die Trennung vom Muttertier erst mit über acht Wochen. Wer dir einen jüngeren Welpen anbietet, handelt rechtswidrig.
Der zweite Punkt ist die Kennzeichnung. Die Tierarztpraxis setzt ein etwa reiskorngroßes Röhrchen mit einem Mikrochip und einer Identifikationsnummer. Die Nummer meldest du anschließend bei einem Haustierregister an. Zum Impfplan nennt der Tierschutzbund als Beispiel die Grundimmunisierung mit acht Wochen sowie die zweite kombinierte Impfung mit zwölf Wochen. Ausführlich steht das in Impfung beim Hund.
Der dritte Punkt ist Papierkram. Melde deinen Hund bei der Gemeinde zur Steuer an, siehe Hundesteuer. Und schließe die Haftpflicht ab, bevor der Welpe einzieht, dazu Hundehaftpflicht.
Meine langjährige Erfahrung sagt, dass genau diese drei Punkte liegen bleiben, weil in der ersten Woche alle mit dem Welpen beschäftigt sind. Erledige sie deshalb vorher, nicht danach. Der Impftermin lässt sich schon vor dem Einzug vereinbaren, die Steueranmeldung ebenso vorbereiten.
Checkliste für den ersten Tag
- Fress- und Wassernapf stehen bereit.
- Halsband oder Geschirr passt, Leine liegt daneben.
- Schlafplatz ist zugfrei, ungestört und jederzeit zugänglich.
- 🔴 Transportbox fürs Auto ist gesichert.
- Bürste passend zum Fell ist da.
- Tierarzttermin, Steuer und Haftpflicht sind organisiert.
Wie es danach weitergeht: Welpen erziehen.
Fazit: Die Erstausstattung ist kürzer, als der Onlineshop glauben macht. Zwei Näpfe, Leine, Halsband oder Geschirr, ein zugfreier Schlafplatz und passende Fellpflege reichen für den Start. Wichtiger als jedes Zubehör sind die Formalitäten: Mindestalter, Chip, Impfplan, Steuer und Haftpflicht. Wer die vorher erledigt, hat in der ersten Woche Zeit für den Welpen.
Häufige Fragen zur Welpen-Erstausstattung
Was brauche ich wirklich zuerst?
Der Deutsche Tierschutzbund nennt als wichtigste Utensilien je einen Fress- und Wassernapf, ein passendes Halsband oder Führgeschirr und eine Leine. Alles Weitere hat Zeit.
🔴 Was gehört zum Schlafplatz?
Ein Körbchen, eine Matte oder ein Liegekissen. Der Platz liegt ungestört sowie zugfrei, mit jederzeitigem Zugang für deinen Welpen.
Halsband oder Geschirr?
Beides ist erlaubt, wichtig ist die Passform. Für den Anfang bevorzugen viele ein Geschirr, weil der Zug sich auf den Brustkorb verteilt.
Wie viele Näpfe brauche ich?
Zwei. Einen für Futter, einen für Wasser. Wasser muss dauerhaft verfügbar sein, auch wenn der Futternapf längst weggeräumt ist.
Welches Spielzeug ist sinnvoll?
Ein unzerkaubarer Ball sowie ein Kauknochen. So beschreibt es die Broschüre des Deutschen Tierschutzbundes.
Brauche ich eine Transportbox?
Fürs Auto ja. Sie sichert deinen Welpen im Fall einer Bremsung und wird schon in der ersten Woche zur gewohnten Höhle. Stell sie anfangs offen in die Wohnung, damit dein Welpe freiwillig hineingeht.
Was gehört zur Fellpflege?
Je nach Fell Bürste, Kamm oder Striegel. Ein kurzhaariger Welpe kommt mit einer weichen Bürste aus, ein langhaariger braucht mehr.
Wann kommt der Mikrochip?
Meist beim ersten Tierarztbesuch. Die Tierarztpraxis setzt ein etwa reiskorngroßes Röhrchen mit einer Identifikationsnummer.
Wann sind die Impfungen fällig?
Der Tierschutzbund nennt als Beispiel: Grundimmunisierung mit acht Wochen, zweite kombinierte Impfung mit zwölf Wochen. Den Plan legt die Praxis fest.
Ab wann darf mein Welpe einziehen?
Erst mit über acht Wochen. Das schreibt die Tierschutz-Hundeverordnung vor.
Was ist beim Boden zu beachten?
Längeres Liegen auf kaltem Steinboden vermeiden. Der Tierschutzbund warnt vor Blasen- und Nierenentzündungen.
Was kann ich später kaufen?
Zweitleine, Autositz, Spielzeugsammlung, Wintermantel. In der ersten Woche zählt nur, was täglich gebraucht wird.
Quellen
- Deutscher Tierschutzbund – Broschüre „Die Haltung von Hunden“
- Tierschutz-Hundeverordnung § 2 – Allgemeine Anforderungen an das Halten von Hunden
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Über den Autor

Kevin Roth
Co-Gründer von Lucky Pets
Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.
Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.
Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung. Impfplan, Entwurmung und Kennzeichnung legt die Tierarztpraxis individuell fest.
