Hunderassen mit S: 38 Rassen und ein Missverständnis

Hunderassen mit S: 38 Rassen und ein Missverständnis

Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 23.08.2026 · Lesezeit: 6 Minuten

Das Wichtigste in Kürze

  • 🔴 38 Rassen beginnen mit S — eigene Auszählung.
  • Zwölf davon stehen in Gruppe 6.
  • Der Deutsche Schäferhund gehört nicht dazu.
  • Gruppe 4 enthält keine einzige S-Rasse.

Beim Buchstaben S denken die meisten zuerst an den Schäferhund. Genau der fällt aber raus — und das hat mit der Systematik der FCI zu tun.

Die kurze Antwort

Achtunddreißig Rassen der FCI-Nomenklatur beginnen mit S. Der Schwerpunkt liegt bei den Laufhunden in Gruppe 6.

🔴 Der entscheidende Punkt

Die FCI führt den Schäferhund als Deutscher Schäferhund. Damit steht er unter D, nicht unter S.

Die Verteilung über die Gruppen

Grundlage ist die FCI-Rassennomenklatur in ihrer deutschen Fassung. Gezählt habe ich nur Rassen, deren offizieller FCI-Name mit S beginnt.

Sehr großer wacher Hund mit weiß-rotem Fell steht ruhig auf einer Wiese
Der Bernhardiner heißt im Standard St. Bernhardshund.
Gruppe Anzahl Beispiele
Gruppe1 – Hütehunde Anzahl4 BeispieleSchipperke (83), Shetland Sheepdog (88)
Gruppe2 – Molosser und Sennenhunde Anzahl4 BeispieleSchnauzer (182), St. Bernhardshund (61)
Gruppe3 – Terrier Anzahl4 BeispieleScottish Terrier (73), Skye Terrier (75)
Gruppe5 – Spitze und Urtyp Anzahl7 BeispieleSiberian Husky (270), Shiba (257)
Gruppe6 – Laufhunde Anzahl12 BeispieleSlovenský Kopov (244), Sabueso Español (204)
Gruppe7 – Vorstehhunde Anzahl3 BeispieleStabijhoun (222), Spinone Italiano (165)
Gruppe8 – Apportierhunde Anzahl1 BeispieleSussex Spaniel (127)
Gruppe9 – Gesellschaftshunde Anzahl1 BeispieleShih Tzu (208)
Gruppe10 – Windhunde Anzahl2 BeispieleSaluki (269), Sloughi (188)
Gruppe4 – Dachshunde Anzahl0 Beispiele

Eigene Auszählung der deutschen FCI-Gruppenseiten am 23.08.2026. Die Zahl ist keine amtliche Angabe.

Gruppe 6 sticht heraus. Zwölf Laufhunde beginnen mit S, darunter allein zwei serbische und zwei italienische. Wie diese Gruppe aufgebaut ist, zeigt Jagdhunde-Rassen.

🔴 Warum der Schäferhund fehlt

In der Nomenklatur steht unter Deutschland der Eintrag Deutscher Schäferhund mit der Nummer 166. Der Name beginnt mit D, nicht mit S.

Aus meiner Erfahrung ist das die häufigste Verwechslung bei Buchstabenlisten. Der Rufname im Alltag und der offizielle Name gehen auseinander — wer nach Rassen sortiert, muss den FCI-Namen nehmen.

Dasselbe Muster gibt es bei anderen Buchstaben. Die English Bulldog steht als Bulldog unter B, wie Hunderassen mit E zeigt.

Mittelgroßer wacher Spitz mit grau-weißem Fell und Stehohren steht im Schnee
Der Siberian Husky steht in Gruppe 5 bei den Spitzen.

Umgekehrt taucht mancher unter S auf, den man dort nicht vermutet: Der Samojede heißt im Standard Samoiedskaïa Sabaka. Wie das Ordnungssystem funktioniert, erklärt Hunderassen von A bis Z.

Ein Schweizer als bekanntester Vertreter

Der FCI-Rassestandard Nr. 61 führt den Bernhardiner offiziell als St. Bernhardshund, mit Ursprung Schweiz. Der gültige Standard datiert auf den 4. April 2016.

Als Verwendung nennt er Begleit-, Wach- und Hofhund. Das Wesen beschreibt der Text knapp: im Wesen freundlich, das Temperament ruhig bis lebhaft, wachsam.

Merkmal Angabe im Standard Nr. 61
MerkmalWiderristhöhe Rüden Angabe im Standard Nr. 61mindestens 70 cm, höchstens 90
MerkmalWiderristhöhe Hündinnen Angabe im Standard Nr. 61mindestens 65 cm, höchstens 80
MerkmalGrundfarbe Angabe im Standard Nr. 61weiß
MerkmalZeichnung Angabe im Standard Nr. 61rote Platten oder rote Decke
MerkmalVerwendung Angabe im Standard Nr. 61Begleit-, Wach- und Hofhund
MerkmalArbeitsprüfung Angabe im Standard Nr. 61ohne

FCI-Rassestandard Nr. 61, deutsche Fassung, gültiger Standard vom 04.04.2016.

Bei der Farbe unterscheidet der Standard zwei Typen. Plattenhunde tragen kleinere oder größere klare rote Platten auf weißem Grund. Mantelhunde haben eine durchgehende rote Decke über Rücken und Flanken. Ein zerrissener Mantel gilt als gleichwertig. Wie du die Größenangaben nachmisst, zeigt Widerristhöhe beim Hund.

Kleiner wacher Terrier mit rauem dunklem Fell steht auf einem Feldweg
Vier Terrierrassen beginnen mit S.

Ich finde die Höchstmaße bemerkenswert. Neunzig Zentimeter Widerristhöhe sind bei einer Rasse mit Hofhund-Vergangenheit eine Ansage — und ein Grund, beim Welpenkauf auf die Elterntiere zu schauen.

Als disqualifizierende Fehler nennt der Standard unter anderem Wesensschwäche, Rückbiss, ausgeprägten Vorbiss und ein blaues Auge.

Was bei allen 38 gleich gilt

Vier Fragen vor der Entscheidung

  • 🔴 Welche Aufgabe hatte die Rasse ursprünglich?
  • Wie viel Bewegung braucht ein Laufhund täglich?
  • Passt die Endgröße zu deinem Zuhause?
  • Wer übernimmt die Fellpflege bei dichter Unterwolle?

Bei nordischen Rassen kommt der Fellwechsel dazu — mehr dazu in Norwegischer Buhund.

Ich schaue bei Buchstabenlisten deshalb immer zuerst auf die Gruppe, nicht auf den Namen. Sie sagt mir, wofür der Hund gezüchtet wurde — und das entscheidet über den Alltag.

§ 2 der Tierschutz-Hundeverordnung verlangt ausreichenden Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers, mehrmals täglich Umgang mit der Betreuungsperson und regelmäßigen Kontakt zu Artgenossen.

Für die Prägephase nennt das zuständige Bundesministerium vier Stunden täglichen Umgang bis zur zwanzigsten Lebenswoche. Meine langjährige Erfahrung sagt: Diese Wochen prägen den Hund stärker als der Buchstabe seiner Rasse.

Fazit: Eine eigene Auszählung der zehn deutschen FCI-Gruppenseiten ergab am 23. August 2026 achtunddreißig Rassen, deren offizieller Name mit S beginnt. Zwölf davon stehen in Gruppe 6 bei den Laufhunden, sieben in Gruppe 5 bei Spitzen und Urtyphunden, je vier in den Gruppen 1, 2 und 3. Drei stehen in Gruppe 7 und zwei in Gruppe 10, je eine in den Gruppen 8 und 9. Gruppe 4 mit den Dachshunden enthält keine. Der Deutsche Schäferhund gehört nicht dazu, weil die FCI ihn mit der Nummer 166 unter diesem Namen führt. Bekanntester Vertreter der Liste ist der Bernhardiner, offiziell St. Bernhardshund mit der Nummer 61 aus der Schweiz: Rüden erreichen 70 bis 90 Zentimeter, Hündinnen 65 bis 80. Die Grundfarbe ist weiß mit roten Platten oder roter Decke.

Häufige Fragen zu Hunderassen mit S

🔴 Wie viele Hunderassen mit S gibt es?

Eine eigene Auszählung der zehn FCI-Gruppenseiten ergab am 23. August 2026 achtunddreißig.

Zählt der Deutsche Schäferhund dazu?

Nein. Sein FCI-Name lautet Deutscher Schäferhund — alphabetisch steht er unter D.

In welcher Gruppe stehen die meisten?

In Gruppe 6 bei den Laufhunden: zwölf Rassen.

Welche Gruppe enthält keine?

Gruppe 4, die Dachshunde.

🔴 Welche bekannten Rassen sind dabei?

Unter anderem Siberian Husky, Samojede, Shiba, Shih Tzu, Schnauzer und der Bernhardiner.

Wie heißt der Bernhardiner offiziell?

St. Bernhardshund, mit der Standardnummer 61 und Ursprung Schweiz.

Wie groß wird er?

Rüden mindestens 70 und höchstens 90 Zentimeter, Hündinnen 65 bis 80.

Wofür wurde er gezüchtet?

Der Standard nennt als Verwendung Begleit-, Wach- und Hofhund.

🔴 Welche Farben hat der Bernhardiner?

Weiß als Grundfarbe mit roten Platten oder mit durchgehender roter Decke über Rücken und Flanken.

Was sind Platten- und Mantelhunde?

Plattenhunde tragen einzelne rote Flecken, Mantelhunde eine durchgehende Decke.

Welche Terrier beginnen mit S?

Scottish Terrier, Sealyham Terrier, Skye Terrier und Staffordshire Bull Terrier.

Ist die Zahl 38 amtlich?

Nein, sie stammt aus einer eigenen Auszählung der Nomenklatur.

Quellen

Über den Autor

Kevin Roth, Co-Gründer von Lucky Pets

Kevin Roth

Co-Gründer von Lucky Pets

Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.

Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.

Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung. Zu Gesundheit und Belastbarkeit des einzelnen Hundes berät die Tierarztpraxis.