Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 27.08.2026 · Lesezeit: 12 Minuten
Das Wichtigste in Kürze
- 38 Rassen beginnen mit S — eigene Auszählung.
- Zwölf davon stehen in Gruppe 6.
- Der Deutsche Schäferhund gehört nicht dazu.
- Gruppe 4 enthält keine einzige S-Rasse.
Beim Buchstaben S denken die meisten zuerst an den Schäferhund. Genau der fällt aber raus — und das hat mit der Systematik der FCI zu tun.
Die kurze Antwort
Achtunddreißig Rassen der FCI-Nomenklatur beginnen mit S. Der Schwerpunkt liegt bei den Laufhunden in Gruppe 6.
Der entscheidende Punkt
Die FCI führt den Schäferhund als Deutscher Schäferhund. Damit steht er unter D, nicht unter S.
Die Verteilung über die Gruppen
Grundlage ist die FCI-Rassennomenklatur in ihrer deutschen Fassung. Gezählt habe ich nur Rassen, deren offizieller FCI-Name mit S beginnt.

Eigene Auszählung der deutschen FCI-Gruppenseiten am 23.08.2026. Die Zahl ist keine amtliche Angabe.
Gruppe 6 sticht heraus. Zwölf Laufhunde beginnen mit S, darunter allein zwei serbische und zwei italienische. Wie diese Gruppe aufgebaut ist, zeigt Jagdhunde-Rassen.
Warum der Schäferhund fehlt
In der Nomenklatur steht unter Deutschland der Eintrag Deutscher Schäferhund mit der Nummer 166. Der Name beginnt mit D, nicht mit S.
Aus meiner Erfahrung ist das die häufigste Verwechslung bei Buchstabenlisten. Der Rufname im Alltag und der offizielle Name gehen auseinander — wer nach Rassen sortiert, muss den FCI-Namen nehmen.
Dasselbe Muster gibt es bei anderen Buchstaben. Die English Bulldog steht als Bulldog unter B, wie Hunderassen mit E zeigt.

Umgekehrt taucht mancher unter S auf, den man dort nicht vermutet: Der Samojede heißt im Standard Samoiedskaïa Sabaka. Wie das Ordnungssystem funktioniert, erklärt Hunderassen von A bis Z.
Ein Schweizer als bekanntester Vertreter
Der FCI-Rassestandard Nr. 61 führt den Bernhardiner offiziell als St. Bernhardshund, mit Ursprung Schweiz. Der gültige Standard datiert auf den 4. April 2016.
Als Verwendung nennt er Begleit-, Wach- und Hofhund. Das Wesen beschreibt der Text knapp: im Wesen freundlich, das Temperament ruhig bis lebhaft, wachsam.
FCI-Rassestandard Nr. 61, deutsche Fassung, gültiger Standard vom 04.04.2016.
Bei der Farbe unterscheidet der Standard zwei Typen. Plattenhunde tragen kleinere oder größere klare rote Platten auf weißem Grund. Mantelhunde haben eine durchgehende rote Decke über Rücken und Flanken. Ein zerrissener Mantel gilt als gleichwertig. Wie du die Größenangaben nachmisst, zeigt Widerristhöhe beim Hund.

Ich finde die Höchstmaße bemerkenswert. Neunzig Zentimeter Widerristhöhe sind bei einer Rasse mit Hofhund-Vergangenheit eine Ansage — und ein Grund, beim Welpenkauf auf die Elterntiere zu schauen.
Als disqualifizierende Fehler nennt der Standard unter anderem Wesensschwäche, Rückbiss, ausgeprägten Vorbiss und ein blaues Auge.
Was bei allen 38 gleich gilt
Vier Fragen vor der Entscheidung
- Welche Aufgabe hatte die Rasse ursprünglich?
- Wie viel Bewegung braucht ein Laufhund täglich?
- Passt die Endgröße zu deinem Zuhause?
- Wer übernimmt die Fellpflege bei dichter Unterwolle?
Bei nordischen Rassen kommt der Fellwechsel dazu — mehr dazu in Norwegischer Buhund.
Ich schaue bei Buchstabenlisten deshalb immer zuerst auf die Gruppe, nicht auf den Namen. Sie sagt mir, wofür der Hund gezüchtet wurde — und das entscheidet über den Alltag.
§ 2 der Tierschutz-Hundeverordnung verlangt ausreichenden Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers, mehrmals täglich Umgang mit der Betreuungsperson und regelmäßigen Kontakt zu Artgenossen.
Für die Prägephase nennt das zuständige Bundesministerium vier Stunden täglichen Umgang bis zur zwanzigsten Lebenswoche. Meine langjährige Erfahrung sagt: Diese Wochen prägen den Hund stärker als der Buchstabe seiner Rasse.
Unabhängig von der Rasse gilt: Haut und Fell brauchen B-Vitamine. Gebündelt stecken sie im Lucky Pets Vitamin B-Komplex auf Basis inaktivierter Bierhefe.

Einen genaueren Blick darauf wirft Oranger Hund.
Wie die zehn Gruppen insgesamt sortiert sind, steht in Hunderassen von A bis Z.
Wie das zusammenhängt, zeigt Peruanischer Nackthund.
So sehen die bekanntesten S-Rassen aus
Der Bernhardiner-Standard Nr. 61 kennt zwei Haarvarietäten. Kurzhaar liegt dicht, glatt und derb an. Langhaar ist mittellang mit reichlich Unterwolle. Bei der Farbe steht dort mehr als Weiß mit Rot: Gestromtes Rotbraun ist zulässig, Braungelb wird toleriert. Eine dunkle Verbrämung am Kopf gilt als erwünscht.
Beim Schnauzer Nr. 182 nennt der Standard zwei Farben: rein Schwarz mit schwarzer Unterwolle sowie Pfeffersalz. Das Haar soll drahtig hart und dicht sein. Bart und buschige Brauen sind sein typisches Kennzeichen.
Die nordischen Rassen tragen doppeltes Haar. Beim Samojeden bildet es um Hals und Schultern eine Mähne. Beim Shih Tzu Nr. 208 sind dagegen alle Farben erlaubt. Das Haar darf dort die Sehfähigkeit des Hundes nicht beeinträchtigen.
Größe und Gewicht: neun S-Rassen im Vergleich
Ich habe neun deutsche Standard-PDFs einzeln geöffnet. Vier davon nennen überhaupt kein Gewicht. Einer verzichtet auf die Widerristhöhe. Wer im Netz trotzdem exakte Zahlen findet, liest keine geprüfte Quelle.
Wörtlich aus den deutschen FCI-Standard-PDFs Nr. 61, 76, 83, 182, 208, 212, 257, 269 und 270, geprüft am 27.08.2026.
Die Spannweite ist der eigentliche Befund. Vom Shih Tzu mit höchstens 27 Zentimetern bis zum Bernhardiner mit 90 liegen mehr als sechzig Zentimeter.
Wesen im Alltag
Beim Bernhardiner braucht der Standard sechs Wörter: im Wesen freundlich, Temperament ruhig bis lebhaft, wachsam. Der Samojede bekommt mehr Text. Er gilt als freundlich, aufgeschlossen, munter und lebhaft, mit sehr gering ausgeprägtem Jagdinstinkt. Ein Satz dort ist ungewöhnlich ehrlich: als Wachhund ungeeignet.
Der Siberian Husky zeigt laut Standard nicht die besitzbetonenden Eigenschaften eines Wachhundes. Der Saluki ist Fremden gegenüber reserviert, würdevoll und unabhängig. Beim Staffordshire Bull Terrier steht: hochintelligent und liebevoll, besonders zu Kindern.
Solche Sätze beschreiben das Zuchtziel. Für Besuch, Rückruf und Alleinbleiben zählt am Ende die Aufzucht. Ein unabhängiger Windhund wie der Saluki bleibt trotzdem ein Hund, der eigene Entscheidungen trifft.
Haltung, Auslastung und Erziehung
Die Verwendung im Standard sagt dir, was der Hund braucht. Beim Siberian Husky steht ein Wort: Schlittenhund. Zughundesport, Fahrrad oder lange Wanderungen passen zu dieser Herkunft. Ein Garten ersetzt das nicht.
Zwölf S-Rassen stehen in Gruppe 6. Laufhunde arbeiten mit der Nase über weite Strecken. Sie brauchen Fährtenarbeit und lange Wege statt drei Runden im Wohngebiet.
Der Standard führt den Bernhardiner als Begleit-, Wach- und Hofhund. Bei 90 Zentimetern Widerristhöhe entscheidet die Leinenführigkeit über den Alltag. Junge Hunde dieser Größe brauchen außerdem Rücksicht beim Treppensteigen.
Der Shih Tzu steht in Gruppe 9 als Begleithund. Auch dort warnt der Standard: Die Länge des Haares soll die Bewegung nicht beschränken.
Gesundheit und was die Standards ausschließen
Eine Lebenserwartung nennt kein FCI-Standard. Aussagekräftig sind die Fehlerlisten. Beim Bernhardiner Nr. 61 steht der mangelhafte Lidschluss als Fehler. Das ist ein Punkt, der direkt die Augen betrifft.
Alle geprüften S-Standards schließen zwei Dinge aus: aggressive Hunde und übermäßig ängstliche Hunde. Beim Shiba kommt eine gescheckte Farbe als Fehler dazu. Beim Husky bestraft der Standard Übergewicht ausdrücklich.
In Deutschland greift zusätzlich § 11b des Tierschutzgesetzes. Er verbietet die Zucht, wenn bei den Nachkommen erblich bedingt Körperteile für den artgemäßen Gebrauch fehlen oder untauglich sind und dadurch Leiden entstehen.
Welpenkauf: worauf du achten solltest
Viele der 38 Rassen sind in Deutschland selten. Bei den serbischen und italienischen Laufhunden aus Gruppe 6 findest du hier kaum einen Wurf. Frag zuerst beim Zuchtverband nach, dann bei der Anzeige.
Sieh dir den Wurf vor Ort an. Das Muttertier gehört zum Termin. Lass dir Papiere, Impfpass und Entwurmung zeigen. § 2 der Tierschutz-Hundeverordnung erlaubt die Trennung vom Muttertier erst im Alter von über acht Wochen.
Bei den großen Rassen frage ich zusätzlich nach den Untersuchungen der Elterntiere. Ein sorgfältiger Züchter legt sie unaufgefordert vor.
Wie du aus dieser Liste die passende Rasse findest
Der Anfangsbuchstabe hilft dir bei der Auswahl nicht. Vier andere Fragen tun es. Die erste ist die Größe: Zwischen 27 und 90 Zentimetern liegt hier alles.
Die zweite Frage ist der Auslastungsbedarf. Husky und Samojede kommen aus dem Zuggeschirr. Die zwölf Laufhunde aus Gruppe 6 arbeiten mit der Nase. Wer täglich zwei kurze Runden schafft, schaut besser in Gruppe 9.
Die dritte Frage ist die Fellpflege. Bei Husky, Samojede und langhaarigem Bernhardiner fällt zweimal im Jahr viel Unterwolle an. Den Schnauzer trimmst du von Hand. Beim Shih Tzu steht tägliches Kämmen an.
Die vierte Frage ist deine Erfahrung. Ein Bernhardiner mit 90 Zentimetern verzeiht keine Fehler an der Leine. Saluki und Shiba entscheiden gern selbst. Für den ersten Hund passen die freundlichen Begleithunde besser.
Fazit: Eine eigene Auszählung der zehn deutschen FCI-Gruppenseiten ergab am 23. August 2026 achtunddreißig Rassen, deren offizieller Name mit S beginnt. Zwölf davon stehen in Gruppe 6 bei den Laufhunden, sieben in Gruppe 5 bei Spitzen und Urtyphunden, je vier in den Gruppen 1, 2 und 3. Drei stehen in Gruppe 7 und zwei in Gruppe 10, je eine in den Gruppen 8 und 9. Gruppe 4 mit den Dachshunden enthält keine. Der Deutsche Schäferhund gehört nicht dazu, weil die FCI ihn mit der Nummer 166 unter diesem Namen führt. Bekanntester Vertreter der Liste ist der Bernhardiner, offiziell St. Bernhardshund mit der Nummer 61 aus der Schweiz: Rüden erreichen 70 bis 90 Zentimeter, Hündinnen 65 bis 80. Die Grundfarbe ist weiß mit roten Platten oder roter Decke.
Häufige Fragen zu Hunderassen mit S
Wie viele Hunderassen mit S gibt es?
Eine eigene Auszählung der zehn FCI-Gruppenseiten ergab am 23. August 2026 achtunddreißig.
Zählt der Deutsche Schäferhund dazu?
Nein. Sein FCI-Name lautet Deutscher Schäferhund — alphabetisch steht er unter D.
In welcher Gruppe stehen die meisten?
In Gruppe 6 bei den Laufhunden: zwölf Rassen.
Welche Gruppe enthält keine?
Gruppe 4, die Dachshunde.
Welche bekannten Rassen sind dabei?
Unter anderem Siberian Husky, Samojede, Shiba, Shih Tzu, Schnauzer und der Bernhardiner.
Wie heißt der Bernhardiner offiziell?
St. Bernhardshund, mit der Standardnummer 61 und Ursprung Schweiz.
Wie groß wird er?
Rüden mindestens 70 und höchstens 90 Zentimeter, Hündinnen 65 bis 80.
Wofür wurde er gezüchtet?
Der Standard nennt als Verwendung Begleit-, Wach- und Hofhund.
Welche Farben hat der Bernhardiner?
Weiß als Grundfarbe mit roten Platten oder mit durchgehender roter Decke über Rücken und Flanken.
Was sind Platten- und Mantelhunde?
Plattenhunde tragen einzelne rote Flecken, Mantelhunde eine durchgehende Decke.
Welche Terrier beginnen mit S?
Scottish Terrier, Sealyham Terrier, Skye Terrier und Staffordshire Bull Terrier.
Ist die Zahl 38 amtlich?
Nein, sie stammt aus einer eigenen Auszählung der Nomenklatur.
Quellen
- FCI-Rassennomenklatur, deutsche Fassung
- FCI-Rassestandard Nr. 61 – St. Bernhardshund, deutsche Fassung (PDF)
- Tierschutz-Hundeverordnung § 2 – Allgemeine Anforderungen an das Halten
- Bundesministerium (BMLEH) – Mehr Tierschutz bei Hunden
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Über den Autor

Kevin Roth
Co-Gründer von Lucky Pets
Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.
Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.
Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung. Zu Gesundheit und Belastbarkeit des einzelnen Hundes berät die Tierarztpraxis.
