Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 23.08.2026 · Lesezeit: 6 Minuten
Das Wichtigste in Kürze
- 🔴 Nur acht Rassen beginnen mit F.
- Die Französische Bulldogge gehört nicht dazu.
- Sechs von zehn Gruppen enthalten gar keine.
- Drei der acht sind französische Laufhunde.
F ist der Buchstabe mit den wenigsten Treffern in der FCI-Nomenklatur. Und ausgerechnet die bekannteste Rasse, die man dort erwartet, fehlt.
Die kurze Antwort
Acht Rassen der FCI-Nomenklatur beginnen mit F. Sie verteilen sich auf nur vier Gruppen.
🔴 Der entscheidende Punkt
Die Französische Bulldogge heißt in der Nomenklatur Bouledogue Français und steht damit unter B.
Die acht Rassen im Überblick

Grundlage ist die FCI-Rassennomenklatur in ihrer deutschen Fassung. Gezählt habe ich nur Rassen, deren offizieller FCI-Name mit F beginnt.
Eigene Auszählung der deutschen FCI-Gruppenseiten am 23.08.2026. Die Zahl ist keine amtliche Angabe.
Die drei Laufhunde in Gruppe 6 tragen alle das Wort Français im Namen. Wie stark Frankreich in dieser Gruppe vertreten ist, zeigt Französische Hunderassen.
🔴 Warum die Französische Bulldogge fehlt
In der Nomenklatur steht unter Frankreich der Eintrag Bouledogue Français mit der Nummer 101. Der deutsche Name Französische Bulldogge folgt nur in Klammern.
Sortiert man nach dem offiziellen FCI-Namen, landet die Rasse unter B. Aus meiner Erfahrung ist das der Grund, warum Buchstabenlisten im Netz so unterschiedlich ausfallen — manche sortieren nach dem deutschen Namen, andere nach dem Originalnamen.

Dasselbe Muster begegnet einem beim Pudel, der als Caniche geführt wird. Mehr dazu in Hunderassen mit P.
Bei den beiden Fox Terriern gilt übrigens das Gegenteil. Sie stehen im Original wie im Deutschen unter F, geführt als Drahthaar mit der Nummer 169 und Glatthaar mit der 12 — Details dazu in Foxterrier Drahthaar.
Der bekannteste Vertreter
Der FCI-Rassestandard Nr. 121 führt den Flat Coated Retriever mit Ursprung Großbritannien. Der gültige Standard datiert auf den 28. Juli 2009. Als Verwendung nennt er Apportierhund zur Flintenjagd — und zwar mit Arbeitsprüfung.
FCI-Rassestandard Nr. 121, deutsche Fassung, gültiger Standard vom 28.07.2009.
Beim Wesen wird der Standard ungewöhnlich bildhaft. Der Hund sei rundherum ausgestattet mit den natürlichen Eigenschaften eines Jagdhundes. Optimismus und Freundlichkeit würden durch enthusiastische Rutenbewegung demonstriert. Und dann knapp: selbstsicher und freundlich.

Ich finde diese Beschreibung ungewöhnlich brauchbar, weil sie ein Verhalten statt einer Eigenschaft nennt. Die enthusiastische Rutenbewegung ist etwas, das man im Alltag tatsächlich sieht — anders als abstrakte Wörter wie ausgeglichen.
Bei der Farbe bleibt der Text streng. Nur schwarz oder leberbraun. Damit fällt der Flat Coated Retriever in dieselbe Kategorie wie die Rassen in Schwarze Hunderassen.
Was das für die Suche bedeutet
Vier Fragen vor der Entscheidung
- 🔴 Steht die Rasse mit Arbeitsprüfung im Standard?
- Wie viel Bewegung braucht ein Apportierhund täglich?
- Passt die Endgröße zu deinem Zuhause?
- Findest du in Deutschland eine seriöse Zuchtstätte?
Die Einordnung ins System zeigt Hunderassen von A bis Z.
Der Zusatz mit Arbeitsprüfung ist mehr als Formalie. Er bedeutet, dass die Rasse ihre jagdliche Eignung nachweisen muss, bevor sie den Championtitel bekommt. Ich lese ihn als Hinweis darauf, wie viel Beschäftigung so ein Hund erwartet.
§ 2 der Tierschutz-Hundeverordnung verlangt ausreichenden Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers, mehrmals täglich Umgang mit der Betreuungsperson und regelmäßigen Kontakt zu Artgenossen.
Für die Prägephase nennt das zuständige Bundesministerium vier Stunden täglichen Umgang bis zur zwanzigsten Lebenswoche. Meine langjährige Erfahrung sagt: Diese Wochen wiegen schwerer als jede Buchstabenliste.
Fazit: Eine eigene Auszählung der zehn deutschen FCI-Gruppenseiten ergab am 23. August 2026 acht Rassen, deren offizieller Name mit F beginnt. Drei stehen in Gruppe 6 mit Français Tricolore, Français Blanc et Orange und Français Blanc et Noir. Zwei stehen in Gruppe 3 mit den beiden Fox Terriern und zwei in Gruppe 8 mit Flat Coated Retriever und Field Spaniel. Dazu kommt der Fila Brasileiro in Gruppe 2. Die Gruppen 1, 4, 5, 7, 9 und 10 enthalten keine Rasse mit F. Die Französische Bulldogge gehört nicht dazu, weil die FCI sie als Bouledogue Français mit der Nummer 101 führt. Der Flat Coated Retriever misst bei Rüden 59 bis 61,5 Zentimeter bei 27 bis 36 Kilogramm und ist laut Standard nur in Schwarz oder Leberbraun zugelassen.
Häufige Fragen zu Hunderassen mit F
🔴 Wie viele Hunderassen mit F gibt es?
Eine eigene Auszählung der zehn FCI-Gruppenseiten ergab am 23. August 2026 genau acht.
Zählt die Französische Bulldogge dazu?
Nein. Die FCI führt sie als Bouledogue Français mit der Nummer 101 — also unter B.
Welche Gruppen enthalten F-Rassen?
Nur vier: die Gruppen 2, 3, 6 und 8.
Welche Terrier beginnen mit F?
Fox Terrier Drahthaar mit der Nummer 169 und Fox Terrier Glatthaar mit der 12.
🔴 Welche Laufhunde stehen unter F?
Drei französische: Français Tricolore, Français Blanc et Orange und Français Blanc et Noir.
Wie groß wird ein Flat Coated Retriever?
Rüden 59 bis 61,5 Zentimeter, Hündinnen 56,5 bis 59.
Wie schwer wird er?
Rüden 27 bis 36 Kilogramm, Hündinnen 25 bis 32.
Welche Farben sind erlaubt?
Nur schwarz oder leberbraun. Andere Farben nennt der Standard nicht.
🔴 Wofür wurde er gezüchtet?
Als Apportierhund zur Flintenjagd. Der Standard führt ihn mit Arbeitsprüfung.
Wie ist sein Wesen beschrieben?
Selbstsicher und freundlich, mit den natürlichen Eigenschaften eines Jagdhundes.
Warum sind es so wenige?
Viele Rassen mit F im deutschen Namen tragen im FCI-Namen einen anderen Anfangsbuchstaben.
Ist die Zahl acht amtlich?
Nein, sie stammt aus einer eigenen Auszählung der Nomenklatur.
Quellen
- FCI-Rassennomenklatur, deutsche Fassung
- FCI-Rassestandard Nr. 121 – Flat Coated Retriever, deutsche Fassung (PDF)
- Tierschutz-Hundeverordnung § 2 – Allgemeine Anforderungen an das Halten
- Bundesministerium (BMLEH) – Mehr Tierschutz bei Hunden
Über den Autor

Kevin Roth
Co-Gründer von Lucky Pets
Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.
Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.
Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung. Zu Gesundheit und Belastbarkeit des einzelnen Hundes berät die Tierarztpraxis.
