Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 27.08.2026 · Lesezeit: 12 Minuten
Das Wichtigste in Kürze
- 24 Rassen beginnen mit P — eigene Auszählung.
- Der Pudel gehört nicht dazu.
- Der Mops schon: als Pug mit der Nummer 253.
- Zwei Gruppen enthalten gar keine P-Rasse.
Pudel und Puli — so beginnt fast jede Liste zum Buchstaben P. Bei der FCI steht davon aber nur einer unter P.
Die kurze Antwort
Vierundzwanzig Rassen der FCI-Nomenklatur beginnen mit P. Am stärksten vertreten sind die Gruppen 5 und 6.
Der entscheidende Punkt
Der Pudel läuft in der Nomenklatur als Caniche. Alphabetisch steht er damit unter C.
Die Verteilung über die Gruppen
Grundlage ist die FCI-Rassennomenklatur in ihrer deutschen Fassung. Gezählt habe ich nur Rassen, deren offizieller FCI-Name mit P beginnt.

Eigene Auszählung der deutschen FCI-Gruppenseiten am 23.08.2026. Die Zahl ist keine amtliche Angabe.
Auffällig sind die drei Podencos in Gruppe 5. Warum nicht jeder Podenco in der Liste steht, zeigt Podenco Maneto.
Warum der Pudel fehlt
In Gruppe 9 führt die Nomenklatur eine eigene Sektion mit dem Namen Pudel. Der Eintrag darin lautet aber Caniche, mit der Nummer 172 und Frankreich als Ursprungsland. Der FCI-Rassestandard Nr. 172 bestätigt das: Ursprung Frankreich, Verwendung Gesellschafts- und Begleithund.
Der deutsche Name Pudel steht dort nur als Übersetzung in Klammern. Alphabetisch nach dem FCI-Namen sortiert landet die Rasse also unter C.
Beim Wesen bleibt der Standard knapp: bekannt für seine Loyalität und seine Lern- und Dressurfähigkeit, was ihn zu einem besonders angenehmen Gesellschaftshund macht. Bei den Größen nennt er unter anderem Großpudel über 45 bis 60 Zentimeter mit zwei Zentimetern Toleranz und Kleinpudel über 35 bis 45.

Umgekehrt funktioniert es beim Mops. Der heißt in der Nomenklatur Pug und steht mit der Nummer 253 klar unter P. Aus meiner Erfahrung ist das der Grund, warum Buchstabenlisten im Netz so oft auseinandergehen — mehr dazu in Hunderassen mit S.
Der Ungar mit den Schnüren
Der FCI-Rassestandard Nr. 55 führt den Puli mit Ursprung Ungarn. Der gültige Standard datiert auf den 29. Oktober 2013, als Verwendung nennt er ein Wort: Treibhund.
FCI-Rassestandard Nr. 55, deutsche Fassung, gültiger Standard vom 29.10.2013.
Ich finde den Pudelpointer in Gruppe 7 bemerkenswert. Sein Name verrät die Kreuzung aus Pudel und Pointer — eine der wenigen Rassen, die ihre Herkunft direkt im Namen tragen, ähnlich wie die Mischlinge in Pudel-Dackel-Mix.
Das Fell entsteht in Stufen. Bei Welpen ist das Haar dicht, gewellt oder gekräuselt. Später bilden sich Haarbüschel, daraus werden kräftig strukturierte Zotten und Schnüre. Das Haarkleid besteht aus gröberem Deckhaar und feinerer Unterwolle.

Meine langjährige Erfahrung sagt: Genau dieses Fell entscheidet über den Alltag. Schnüre müssen regelmäßig getrennt werden, sonst verfilzen sie zu Platten. Wie du die Größenangaben nachmisst, zeigt Widerristhöhe beim Hund.
Was bei allen 24 gleich gilt
Vier Fragen vor der Entscheidung
- Welche Aufgabe hatte die Rasse ursprünglich?
- Wie viel Bewegung braucht ein Treib- oder Laufhund täglich?
- Wie aufwendig ist die Fellpflege wirklich?
- Findest du in Deutschland überhaupt eine Zuchtstätte?
Die Einordnung ins System zeigt Hunderassen von A bis Z.
§ 2 der Tierschutz-Hundeverordnung verlangt ausreichenden Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers, mehrmals täglich Umgang mit der Betreuungsperson und regelmäßigen Kontakt zu Artgenossen — angepasst an Rasse, Alter und Gesundheitszustand.
Ich lese bei Buchstabenlisten deshalb immer zuerst die Gruppe. Ein Treibhund aus Gruppe 1 und ein Gesellschaftshund aus Gruppe 9 stellen völlig andere Anforderungen, auch wenn beide mit P beginnen.
Für Haut und Fell zählen bei jeder Rasse dieselben Bausteine. Die B-Vitamine gibt es gebündelt im Lucky Pets Vitamin B-Komplex.

Passend dazu ist Pumi.
Wie die zehn Gruppen insgesamt sortiert sind, steht in Hunderassen von A bis Z.
Mehr dazu steht in Toy Pudel.
So sehen die bekanntesten P-Rassen aus
Fell und Farbe stehen in jedem Standard an derselben Stelle. Beim Puli lässt Standard Nr. 55 mehr zu als die meisten Listen zeigen. Erlaubt sind Schwarz, Schwarz mit rostroten oder grauen Nuancen, Falbfarben mit schwarzer Maske sowie Grau in jeder Schattierung. Ein weißer Brustfleck darf höchstens drei Zentimeter messen.
Der Pumi trägt Locken statt Schnüre. Vier bis sieben Zentimeter Haarlänge gibt Standard Nr. 56 an. Einfarbig muss er außerdem sein.
Bei den südlichen Rassen dominiert kurzes Haar. Der Pharaoh Hound trägt laut Standard Nr. 248 Rostbraun bis Dunkelrostbraun. Für den Mops nennt Standard Nr. 253 Silber, Apricot, Hellfalbfarben oder Schwarz. Maske, Ohren und Aalstrich sollen dabei so schwarz wie möglich sein.
Größe und Gewicht: acht P-Rassen im Vergleich
Ich habe die deutschen Standard-PDFs einzeln geöffnet. Bei drei Rassen fehlt eine Widerristhöhe komplett. Das ist kein Versehen: Diese Standards steuern die Größe über das Gewicht.
Wörtlich aus den deutschen FCI-Standard-PDFs Nr. 55, 56, 89, 200, 207, 248, 253 und 339, geprüft am 27.08.2026.
Der Abstand ist enorm. Ein Italienisches Windspiel bleibt bei 32 Zentimetern. Ein Podenco Ibicenco kommt auf 72.
Wesen im Alltag
Das Wesen steht in jedem Standard als eigenes Feld. Beim Puli heißt es dort: von lebhaftem Temperament, außerordentlich lernfähig, kinderliebend und ein ausgezeichneter Wachhund. Der Pumi kommt anders weg. Sein Standard nennt ihn äußerst kühn und gegen fremde Personen etwas misstrauisch. Er schreibt sogar offen, dass der Pumi ziemlich laut ist.
Beim Mops steht ein einziger Satz: viel Charme, Würde und Intelligenz, ausgeglichen, fröhlich und lebhaft. Der Pekingese heißt furchtlos, treu und distanziert. Das Italienische Windspiel gilt als lebhaft, anhänglich und fügsam.
Diese Sätze beschreiben das Zuchtziel, nicht deinen Hund. Ich kenne Pulis, die Besuch komplett ignorieren. Für Rückruf und Alleinbleiben zählt die Aufzucht mehr als der Standardtext.
Haltung, Auslastung und Erziehung
Die Gruppe verrät den Alltag. Der Puli steht als Treibhund in Gruppe 1. Ein solcher Hund arbeitet mit dem Kopf und will Aufgaben. Beim Pumi steht die Empfehlung im Standard: Er erträgt das Leben in einer Wohnung, braucht aber viel Bewegung.
Der Parson Russell Terrier ist ein Arbeitsterrier für die Arbeit unter der Erde. Übersetzt heißt das: Nasenarbeit, Suchspiele, Futterbeutel. Eine Runde um den Block reicht nicht.
Pharaoh Hound und Podenco Ibicenco jagen mit Augen, Nase und Ohren. Beim Podenco steht die Kaninchenjagd wörtlich als Verwendung. Freilauf ohne sicheren Rückruf ist bei beiden keine gute Idee.
Ganz anders liegt Gruppe 9. Mops und Pekingese sind Gesellschaftshunde ohne Arbeitsprüfung.
Gesundheit und was die Standards ausschließen
Eine Lebenserwartung steht in keinem FCI-Standard. Was dort steht, sind die zuchtausschließenden Fehler. Für den Pekingese sind jegliche Anzeichen von Atembeschwerden inakzeptabel, ebenso die Unfähigkeit korrekt zu laufen.
Beim Mops fordert der Standard weit geöffnete Nasenlöcher. Eine zusammengedrückte Nase und starke Falten auf dem Nasenrücken sind dort inakzeptabel.
In Deutschland kommt § 11b des Tierschutzgesetzes dazu. Er verbietet die Zucht, wenn bei den Nachkommen erblich bedingt Körperteile für den artgemäßen Gebrauch fehlen oder untauglich sind und dadurch Leiden entstehen.
Alle acht Standards nennen dieselben zwei Ausschlussgründe: aggressive Hunde und übermäßig ängstliche Hunde. Beim Puli kommt ein kurzes Haarkleid dazu, beim Italienischen Windspiel ein Glasauge.
Welpenkauf: worauf du achten solltest
Für die meisten dieser 24 Rassen findest du in Deutschland keine Zuchtstätte um die Ecke. Frag deshalb beim Zuchtverband nach, bevor du eine Anzeige anklickst. Papiere eines VDH-Vereins sagen dir, nach welchem Standard ein Züchter arbeitet.
Fahr hin und sieh dir den Wurf an. Das Muttertier gehört zum Termin dazu. Frag nach Impfstatus und Entwurmung. § 2 der Tierschutz-Hundeverordnung erlaubt die Trennung vom Muttertier erst im Alter von über acht Wochen.
Meine langjährige Erfahrung mit seltenen Rassen sagt: Wer wartet, kauft besser. Ein Wurf, der sofort verfügbar ist, kommt selten aus einem Verband.
Wie du aus dieser Liste die passende Rasse findest
Vier Fragen führen schneller zum Ziel als der Anfangsbuchstabe. Die erste ist die Größe. Zwischen 32 und 72 Zentimetern liegt in dieser Liste alles.
Die zweite Frage ist die Auslastung. Puli, Pumi und Parson Russell Terrier stammen aus der Arbeit. Sie brauchen täglich eine Aufgabe. Pharaoh Hound und Podenco Ibicenco brauchen zusätzlich gesicherte Flächen.
Die dritte Frage ist die Fellpflege. Schnüre beim Puli musst du regelmäßig trennen, sonst verfilzen sie zu Platten. Den Pumi trimmst du von Hand. Kurzhaar wie beim Mops kostet Minuten pro Woche.
Die vierte Frage ist deine Erfahrung. Ein lauter, misstrauischer Treibhund ist kein Anfängerhund. Mops und Pekingese verzeihen Fehler leichter, fordern dafür einen wachen Blick auf Atmung und Gewicht.
Fazit: Eine eigene Auszählung der zehn deutschen FCI-Gruppenseiten ergab am 23. August 2026 vierundzwanzig Rassen, deren offizieller Name mit P beginnt. Je fünf stehen in den Gruppen 5 und 6. Vier stehen in Gruppe 1, vier in Gruppe 9. Dazu kommen zwei in Gruppe 2, zwei in Gruppe 7 und je eine in den Gruppen 3 und 10. Die Gruppen 4 und 8 enthalten keine. Der Pudel gehört nicht dazu: Die FCI führt ihn als Caniche mit der Nummer 172 unter Frankreich. Der Mops steht dagegen als Pug mit der Nummer 253 unter P. Der Puli aus Ungarn wird als Treibhund geführt. Rüden messen 39 bis 45 Zentimeter bei 13 bis 15 Kilogramm, Hündinnen 36 bis 42 Zentimeter bei 10 bis 13 Kilogramm.
Häufige Fragen zu Hunderassen mit P
Wie viele Hunderassen mit P gibt es?
Eine eigene Auszählung der zehn FCI-Gruppenseiten ergab am 23. August 2026 vierundzwanzig.
Zählt der Pudel dazu?
Nein. Die FCI führt ihn als Caniche mit der Nummer 172 — alphabetisch also unter C.
Und der Mops?
Ja. Sein FCI-Name lautet Pug, mit der Nummer 253.
In welchen Gruppen stehen die meisten?
In den Gruppen 5 und 6 mit je fünf Rassen.
Welche Gruppen enthalten keine?
Die Gruppen 4 und 8 — Dachshunde sowie Apportier- und Stöberhunde.
Wie groß wird ein Puli?
Rüden 39 bis 45 Zentimeter, Hündinnen 36 bis 42.
Wie schwer wird er?
Rüden 13 bis 15 Kilogramm, Hündinnen 10 bis 13.
Wofür wurde der Puli gezüchtet?
Der Standard nennt als Verwendung Treibhund.
Wie entstehen die Schnüre im Puli-Fell?
Aus Welpenhaar werden Haarbüschel, daraus kräftig strukturierte Zotten und Schnüre.
Welche Pudelgrößen kennt der Standard?
Unter anderem Großpudel über 45 bis 60 Zentimeter und Kleinpudel über 35 bis 45.
Welche Podencos beginnen mit P?
Podenco Ibicenco, Podenco Canario und der portugiesische Podengo Português.
Ist die Zahl 24 amtlich?
Nein, sie stammt aus einer eigenen Auszählung der Nomenklatur.
Quellen
- FCI-Rassennomenklatur, deutsche Fassung
- FCI-Rassestandard Nr. 172 – Caniche (Pudel), deutsche Fassung (PDF)
- FCI-Rassestandard Nr. 55 – Puli, deutsche Fassung (PDF)
- Tierschutz-Hundeverordnung § 2 – Allgemeine Anforderungen an das Halten
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Über den Autor

Kevin Roth
Co-Gründer von Lucky Pets
Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.
Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.
Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung. Zu Gesundheit und Belastbarkeit des einzelnen Hundes berät die Tierarztpraxis.
