Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 27.08.2026 · Lesezeit: 12 Minuten
Das Wichtigste in Kürze
- Schwarz heißt selten reines Schwarz — Standards lassen Abstufungen zu.
- Russischer Schwarzer Terrier: bis ein Drittel graues Haar erlaubt.
- Ca de Bestiar: schwarz mit weißem Brustabzeichen möglich.
- Dobermann: zwei Farbvarietäten, beide mit rostrotem Brand.
Schwarz klingt eindeutig. In den Rassestandards ist es das selten. Ich zeige an drei Beispielen, wie genau die Vorgaben formuliert sind.
Die kurze Antwort
Mehrere Rassen sind laut Standard schwarz — aber fast jeder Standard erlaubt Abweichungen: graues Haar, weiße Abzeichen oder Brand.
Der entscheidende Punkt
Wer eine schwarze Rasse sucht, sollte den Farbabsatz lesen. Dort steht, was zusätzlich erlaubt ist.
Schwarz mit Toleranz
Der FCI-Rassestandard Nr. 327 für den Russischen Schwarzen Terrier trägt die Farbe im Namen. Trotzdem heißt es dort: Schwarz, wobei schwarz mit unwesentlich vermischtem grauen Haar zulässig ist. In Klammern folgt die Grenze — grau vermischtes Haar soll nicht mehr als ein Drittel des ganzen Körpers bedecken.

Das Haarkleid beschreibt derselbe Standard als rauhes und dichtes Doppelhaar aus harschem, etwas welligem Oberhaar und weichem, kurzem Unterhaar. Das natürliche ungetrimmte Haar ist ungefähr fünf bis 15 Zentimeter lang. Die Kopfbehaarung bildet üppige Augenbrauen, Schnurrbart und Bart.
Bei der Größe gibt der Standard Rüden 72 bis 76 Zentimeter vor, mindestens 70 und höchstens 78, bei 50 bis 60 Kilogramm. Wie du selbst misst, steht in Widerristhöhe beim Hund.
Drei Standards, drei Formulierungen
Der FCI-Rassestandard Nr. 321 für den Ca de Bestiar formuliert kürzer: Er ist vollständig schwarz oder schwarz mit weißem Brustabzeichen. Rüden messen dort 66 bis 73 Zentimeter bei einem mittleren Gewicht von etwa 40 Kilogramm.
Beim Dobermann steht im FCI-Standard Nr. 143 wieder etwas anderes. Die Rasse wird in zwei Farbvarietäten gezüchtet: Schwarz oder Braun, jeweils mit rostrotem, scharf abgegrenztem und sauberem Brand. Reines Schwarz ohne Abzeichen ist dort also nicht vorgesehen.

Nach den FCI-Rassestandards Nr. 327, 321, 143, 122 und 3, geprüft am 23.08.2026.
Aus meiner Erfahrung ist der letzte Eintrag der überraschendste. Beim Kerry Blue Terrier ist Schwarz ausdrücklich eine Jugendfarbe — später soll der Hund blau sein. Wie Standards Farben sonst regeln, zeigt Graue Hunde.
Was die Farbe nicht sagt
Kein Standard leitet aus der Farbe Eigenschaften ab. Wesen, Größe, Bewegung und Aufgabe stehen in eigenen Abschnitten. Eine schwarze Rasse ist deshalb weder wachsamer noch ruhiger als eine andersfarbige. Ich lese diesen Zusammenhang trotzdem regelmäßig in Anzeigen.
Wie die Zeichnung genetisch entsteht, ist dagegen gut untersucht. Für den klassischen Brand auf schwarzem Grund erklärt das Black and Tan im Detail.
Wenn du nach der Farbe suchst
- Lies den Farbabsatz des Standards, nicht nur den Rassenamen.
- Prüfe, welche Abzeichen erlaubt sind.
- Kläre, ob sich die Farbe im ersten Lebensjahr ändert.
- Vergleiche Größe und Gewicht, bevor du dich festlegst.
- Sieh dir die Elterntiere an.
Wie das Ordnungssystem der Rassen funktioniert, zeigt Hunderassen von A bis Z.

§ 2 der Tierschutz-Hundeverordnung gilt unabhängig von der Farbe: ausreichend Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers, mehrmals täglich Umgang mit der Betreuungsperson und regelmäßiger Kontakt zu Artgenossen.
Für Welpen nennt das zuständige Bundesministerium vier Stunden täglichen Umgang bis zur zwanzigsten Lebenswoche. Meine langjährige Erfahrung sagt: Diese Phase entscheidet mehr über den Alltag als jedes Farbmerkmal. Ich frage deshalb immer zuerst nach der Aufzucht. Und wie unterschiedlich zwei Rassen derselben Gruppe sein können, zeigt Foxterrier Drahthaar.
Unabhängig von der Rasse gilt: Haut und Fell brauchen B-Vitamine. Gebündelt stecken sie im Lucky Pets Vitamin B-Komplex auf Basis inaktivierter Bierhefe.

Passend dazu ist Gesunde Hunderassen.
Einen genaueren Blick darauf wirft Oranger Hund.
Wie Standards die helleren Farbtöne benennen, zeigt Oranger Hund.
Wie die Standards die Farbe Schwarz benennen
Drei Standards sind nur der Anfang. Beim Schipperke Nr. 83 heißt die Vorgabe einfarbig schwarz. Trotzdem erlaubt der Text zwei Abweichungen. Die Unterwolle darf dunkelgrau sein, wenn das Deckhaar sie völlig bedeckt. Ein bisschen altersbedingtes Grau am Fang ist geduldet.
Der Neufundländer Nr. 50 kennt drei Farben: Schwarz, weiß-schwarz und Braun. Beim Schwarz soll der Farbton so einheitlich wie möglich sein. Ein leichter Schimmer wie von Sonnenbrand ist zulässig. Weiße Abzeichen an Brust, Zehen und Rutenspitze sind erlaubt.
Der Deutsche Schäferhund Nr. 166 führt schwarz einfarbig als eigenen Farbschlag. Kleine weiße Brustabzeichen sind zugelassen, aber nicht erwünscht. Ein Satz steht dort ohne jede Einschränkung: Die Farbe weiß ist nicht zugelassen.
Am strengsten bleibt der Ca de Bestiar Nr. 321. Die einzig zulässige Farbe ist dort Schwarz in den Tönungen Jett-, Normal- und Pechschwarz. Ein weißes Brustabzeichen über einem Quadratzentimeter zählt bereits als schwerer Fehler.
Größe und Gewicht: acht schwarze Rassen im Vergleich
Ich habe acht deutsche Standard-PDFs einzeln geöffnet. Einer nennt kein Gewicht, ein anderer keine Widerristhöhe.
Wörtlich aus den deutschen FCI-Rassestandards Nr. 3, 50, 83, 122, 143, 166, 321 und 327, geprüft am 27.08.2026.
Der Gewichtsunterschied ist der eigentliche Befund. Ein Schipperke bringt vier Kilogramm auf die Waage, ein Neufundländer im Schnitt 68.
Wesen im Alltag
Der Russische Schwarze Terrier steht im Standard als würdevoller und selbstsicherer Hund. Er nimmt sofort eine aktive Verteidigungsposition ein. Ist die Gefahr vorbei, wird er schnell wieder ruhig.
Der Neufundländer bekommt den wärmsten Satz: Er drückt in seiner Erscheinung Wohlwollen und Milde aus. Der Dobermann gilt laut Standard als freundlich friedlich und in der Familie sehr anhänglich. Gefordert sind dort ein mittleres Temperament und eine mittlere Schärfe.
Beim Ca de Bestiar wird der Text ungewöhnlich persönlich. Er anerkennt nur einen Herrn. In der Jugend ist er äußerst scheu und zurückhaltend, dazu tapfer und streitsüchtig. Solche Zeilen beschreiben ein Zuchtziel. Über deinen Hund entscheidet die Aufzucht.
Haltung, Auslastung und Erziehung
Die Verwendung im Standard sagt dir mehr als jede Farbe. Beim Russischen Schwarzen Terrier steht Gebrauchshund, Wachhund, Sport- und Gesellschaftshund. Ein solcher Hund braucht Aufgaben und klare Regeln.
Der Neufundländer ist im Standard Schlittenhund für schwere Lasten und Wasserhund. Wasserarbeit passt zu ihm wie zu kaum einer anderen Rasse. Bei rund 68 Kilogramm entscheidet die Leinenführigkeit über den Alltag.
Der Labrador Retriever steht mit Arbeitsprüfung in Gruppe 8. Apportieren und Nasenarbeit sind bei ihm keine Spielerei. Sie sind seine ursprüngliche Aufgabe. Der Dobermann trägt ebenfalls eine Arbeitsprüfung im Standard.
Der Schipperke ist der kleinste in dieser Runde. Sein Standard nennt ihn beweglich, agil und unermüdlich. Ein Sofaplatz allein reicht ihm nicht.
Gesundheit und was die Standards ausschließen
Eine Lebenserwartung steht in keinem dieser Standards. Was drinsteht, sind die Fehler. Beim Ca de Bestiar zählen ein weißes Brustabzeichen über einem Quadratzentimeter und weiße Zehen dazu.
Alle acht Standards schließen dieselben zwei Gruppen aus: aggressive Hunde und übermäßig ängstliche Hunde. Dazu kommen deutliche körperliche Abnormitäten. Beim Deutschen Schäferhund gilt eine helle bis stechende Augenfarbe als Pigmentschwäche.
In Deutschland greift zusätzlich § 11b des Tierschutzgesetzes. Er verbietet die Zucht, wenn bei den Nachkommen erblich bedingt Körperteile für den artgemäßen Gebrauch fehlen oder untauglich sind und dadurch Leiden entstehen.
Welpenkauf: worauf du achten solltest
Frag beim Zuchtverband nach, bevor du auf eine Anzeige antwortest. Papiere sagen dir, nach welchem Standard ein Züchter arbeitet. Bei schwarzen Hunden lohnt der Blick doppelt, weil Anzeigenfotos die Zeichnung oft verschlucken.
Sieh dir den Wurf vor Ort an, am besten bei Tageslicht. Das Muttertier gehört zum Termin. Frag nach Impfstatus und Entwurmung. § 2 der Tierschutz-Hundeverordnung erlaubt die Trennung vom Muttertier erst im Alter von über acht Wochen.
Bei den großen Rassen frage ich zusätzlich nach den Untersuchungen der Elterntiere. Ein sorgfältiger Züchter legt sie von sich aus vor.
Wie du aus dieser Liste die passende Rasse findest
Die Farbe hilft dir bei der Auswahl nicht. Vier andere Fragen tun es. Die erste ist die Größe: Von vier Kilogramm beim Schipperke bis 68 beim Neufundländer liegt hier alles.
Die zweite Frage ist der Auslastungsbedarf. Russischer Schwarzer Terrier und Dobermann kommen aus dem Gebrauchshundesport. Labrador und Neufundländer wollen ins Wasser. Der Schipperke will überall dabei sein.
Die dritte Frage ist die Fellpflege. Beim Russischen Schwarzen Terrier wird das Haar bis zu 15 Zentimeter lang. Sein Standard nennt das Bürsten in korrekter Form ausdrücklich erforderlich. Beim Dobermann reicht ein Handschuh.
Die vierte Frage ist deine Erfahrung. Ein 60 Kilogramm schwerer Wachhund verzeiht keine Fehler an der Leine. Der Labrador Retriever ist der zugänglichste in dieser Liste. Der Ca de Bestiar ist es am wenigsten.
Fazit: Schwarz ist in Rassestandards selten reines Schwarz. Der FCI-Rassestandard Nr. 327 erlaubt beim Russischen Schwarzen Terrier schwarz mit unwesentlich vermischtem grauem Haar. Es soll nicht mehr als ein Drittel des Körpers bedecken. Rüden messen dort 72 bis 76 Zentimeter bei 50 bis 60 Kilogramm, das ungetrimmte Haar ist etwa fünf bis 15 Zentimeter lang. Der Standard Nr. 321 nennt den Ca de Bestiar vollständig schwarz oder schwarz mit weißem Brustabzeichen bei 66 bis 73 Zentimetern und etwa 40 Kilogramm. Der Standard Nr. 143 führt den Dobermann in zwei Farbvarietäten, schwarz oder braun, jeweils mit rostrotem, scharf abgegrenztem Brand. Beim Labrador Retriever ist einfarbig Schwarz zulässig, beim Kerry Blue Terrier dagegen nur bis zum Alter von 18 Monaten. Über Wesen oder Eignung sagt die Farbe in keinem dieser Standards etwas aus.
Häufige Fragen zu schwarzen Hunderassen
Welche Rassen sind laut Standard schwarz?
Unter anderem der Russische Schwarze Terrier, der Ca de Bestiar und eine der beiden Dobermann-Varietäten.
Ist reines Schwarz überall Pflicht?
Nein. Der Russische Schwarze Terrier darf etwas graues Haar zeigen, der Ca de Bestiar ein weißes Brustabzeichen.
Wie viel Grau ist beim Russischen Schwarzen Terrier erlaubt?
Grau vermischtes Haar soll nicht mehr als ein Drittel des ganzen Körpers bedecken.
Wie groß wird diese Rasse?
Rüden 72 bis 76 Zentimeter, nicht unter 70 und nicht über 78. Das Gewicht liegt bei 50 bis 60 Kilogramm.
Wie lang ist ihr Fell?
Das natürliche ungetrimmte Haar ist ungefähr fünf bis 15 Zentimeter lang.
Was schreibt der Ca-de-Bestiar-Standard vor?
Vollständig schwarz oder schwarz mit weißem Brustabzeichen. Rüden messen 66 bis 73 Zentimeter.
Und der Dobermann?
Er wird in zwei Farbvarietäten gezüchtet: schwarz oder braun, jeweils mit rostrotem, scharf abgegrenztem Brand.
Gibt es schwarze Labradore?
Ja. Der Standard nennt einfarbig schwarz, gelb oder leber- beziehungsweise schokoladenbraun.
Wo ist Schwarz nur zeitweise erlaubt?
Beim Kerry Blue Terrier: Dort ist Schwarz laut Standard nur bis zum Alter von 18 Monaten zulässig.
Sagt die Farbe etwas über das Wesen?
Nein. Rassestandards beschreiben Farbe und Wesen getrennt voneinander.
Was gilt für die Haltung?
Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers, mehrmals täglich Umgang und regelmäßiger Kontakt zu Artgenossen.
Wie viel Umgang braucht ein Welpe?
Mindestens vier Stunden täglich bis zur zwanzigsten Lebenswoche.
Quellen
- FCI-Rassestandard Nr. 327 – Russischer Schwarzer Terrier, deutsche Fassung (PDF)
- FCI-Rassestandard Nr. 321 – Ca de Bestiar, deutsche Fassung (PDF)
- Tierschutz-Hundeverordnung § 2 – Allgemeine Anforderungen an das Halten
- Bundesministerium (BMLEH) – Mehr Tierschutz bei Hunden
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Über den Autor

Kevin Roth
Co-Gründer von Lucky Pets
Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.
Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.
Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung. Zu Gesundheit und Belastbarkeit des einzelnen Hundes berät die Tierarztpraxis.
