Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 24.08.2026 · Lesezeit: 12 Minuten
Das Wichtigste in Kürze
- Dürrlaubfarben steht nicht im Standard.
- Der Standard nennt saufarben und braun-saufarben.
- Nicht beschriebene Farben sind disqualifizierend.
- Die Größe wird über den Brustumfang bestimmt.
Beim Rauhaardackel kursieren Farbnamen, die kein Rassestandard kennt. Dürrlaubfarben ist einer davon — und die offizielle Bezeichnung lautet anders.
Die kurze Antwort
Der FCI-Standard Nr. 148 kennt den Begriff dürrlaubfarben nicht. Er nennt saufarben und braun-saufarben.
Der entscheidende Punkt
Alle Farben, die der Standard nicht beschreibt, sind disqualifizierend.
Was der Standard für Rauhaar nennt
Der FCI-Standard Nr. 148 führt die Farben getrennt nach Haarart. Für das Rauhaar stehen dort vier Kategorien.

FCI-Standard Nr. 148, deutsche Fassung.
Der Abschluss ist unmissverständlich. Alle nicht beschriebenen Farben und Farbmuster sind disqualifizierend. Schwache Pigmentierung gilt zusätzlich als höchst unerwünscht.
Aus meiner Erfahrung entstehen solche Zusatznamen im Alltag, nicht im Zuchtbuch. Wer sie hört, sollte nachfragen, welche Standardfarbe gemeint ist. Wie eng andere Standards Farben regeln, zeigt Cocker Spaniel Farben.
Wo der Brand sitzen muss
Bei den mehrfarbigen Varianten legt der Standard die Position der hellen Abzeichen fest. Sie sitzen über den Augen, an den Seiten des Fanges und der Unterlippe sowie am inneren Behangrand.
Weiter geht es an der Vorbrust, an den Innen- und Hinterseiten der Läufe, an den Pfoten und um den Anus. Von dort zieht sich der Brand bis zu einem Drittel oder der Hälfte der Rutenunterseite.
Auch die Pigmentierung folgt der Grundfarbe. Bei saufarbenen und schwarz-roten Hunden sind Nase, Krallen und Ballen schwarz, bei braun-saufarbenen und braun mit Brand braun. Mehr zu dieser Systematik steht in Hund schwarz braun.

Das Rauhaar im Detail
Das Haarkleid beschreibt der Standard genau. Mit Ausnahme von Fang, Augenbrauen und Behang trägt der Hund am ganzen Körper ein dichtes, drahtiges Deckhaar mit Unterwolle, vollkommen gleichmäßig anliegend.
Weiches Schopf- und Pfotenhaar ist höchst unerwünscht. Am Fang zeigt sich ein deutlich ausgeprägter Bart, die Augenbrauen sind buschig.
Am Behang ist die Behaarung kürzer als am Körper und fast glatt. Die Rute ist gut, gleichmäßig und eng anliegend behaart.
Ich mag an dieser Beschreibung, wie funktional sie ist. Ein drahtiges Fell schützt im Dickicht, ein weiches nicht. Ähnlich funktional beschreibt der Standard des Böhmisch Rauhbart sein Haarkleid.
Genau deshalb ist weiches Schopf- und Pfotenhaar unerwünscht. Es hält der Arbeit nicht stand. Ich sehe daran, wie eng Optik und Funktion hier zusammenhängen.

Neun Varietäten, gemessen am Brustumfang
Der Dachshund wird laut FCI-Rassennomenklatur in Gruppe 4 geführt, mit Arbeitsprüfung. Er kommt in drei Größen und drei Haararten vor — macht neun Varietäten.
Ungewöhnlich ist das Maß. Nicht die Widerristhöhe entscheidet, sondern der Brustumfang. Gemessen wird ab einem Alter von mindestens 15 Monaten, vom höchsten Punkt des Widerrists bis zum tiefsten Punkt der Brust.
FCI-Standard Nr. 148, Brustumfang, deutsche Fassung.
Mein Eindruck nach vielen Gesprächen: Diese Messmethode überrascht fast jeden. Zur Größenverwirrung bei dieser Rasse passt Großer Dackel.
Wesen und Haltung
Der Standard beschreibt das Wesen kurz und klar. Freundlich, weder ängstlich noch aggressiv, mit ausgeglichenem Temperament. Ein passionierter, ausdauernder, feinnasiger und flinker Jagdhund.
Historisch entstand die Rasse aus Bracken, gezüchtet für die Jagd unter der Erde. Der Standard nennt sie eine der vielseitigsten Jagdgebrauchshunderassen und verweist auch auf spurlautes Jagen, Stöbern und Schweißfährte.
Der älteste Zuchtverein ist der Deutsche Teckelklub von 1888. Bekannt ist die Rasse laut Standard schon seit dem Mittelalter.
Mein Rat für Interessenten: Frag beim Züchter nach der Farbe im Zuchtbuch, nicht nach dem Namen im Inserat. Wie oft solche Namen abweichen, zeigt Blue Line Hund.
Was ein Rauhaardackel im Alltag braucht
- Nasenarbeit statt langer Wegstrecken.
- Regelmäßiges Trimmen des drahtigen Haars.
- Rückruftraining wegen der Jagdpassion.
- Rückenschonende Bewegung ohne viel Springen.
- Klare Regeln von Anfang an.
Meine langjährige Erfahrung sagt: Ein unterforderter Teckel wird nicht müde, sondern erfinderisch.
§ 2 der Tierschutz-Hundeverordnung verlangt ausreichenden Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers. Das zuständige Bundesministerium fasst die Anforderungen an die Hundehaltung zusammen.
Unabhängig von der Rasse gilt: Haut und Fell brauchen B-Vitamine. Gebündelt stecken sie im Lucky Pets Vitamin B-Komplex auf Basis inaktivierter Bierhefe.

Wie das zusammenhängt, zeigt Vegane Ernährung Hund.
So sieht der Rauhaardackel aus
Die Bauform beschreibt der Standard in einem einzigen Satz. Niedrige, kurzläufige, langgestreckte, aber kompakte Gestalt, sehr muskulös. Dazu eine keck herausfordernde Haltung des Kopfes.
Zwei Verhältniszahlen halten diese Form zusammen. Der Bodenabstand soll etwa ein Drittel der Widerristhöhe betragen. Die Körperlänge steht zur Widerristhöhe etwa 1,7 bis 1,8 zu 1, gemessen von der vorderen Brustbeinspitze bis zum Sitzbeinhöcker.
Am Kopf trifft sich beim Rauhaar, was der Standard an zwei Stellen erwähnt. Die Augenbrauenbögen nennt er deutlich ausgebildet. Darüber sitzt das buschige Brauenhaar dieser Varietät.
Die Augen sind mittelgroß und mandelförmig, der Ausdruck klar und energisch. Ihre Farbe reicht bei allen Fellfarben von leuchtend dunkelrotbraun bis schwarzbraun. Glas-, Fisch- oder Perlaugen sind bei gefleckten Hunden nicht erwünscht, aber zu tolerieren. Bei allen anderen führt der Standard Glasaugen als schweren Fehler.
Die Ohren sitzen hoch und nicht zu weit vorne. Sie reichen bis zum Beginn der Lippen, sind abgerundet und liegen mit dem vorderen Saum an der Wange.
Die Rute verlängert die Rückenlinie leicht abfallend. Über Rückenhöhe getragen gehört sie nicht. Im letzten Drittel erlaubt der Standard eine geringfügige Krümmung.
Fellpflege: was das drahtige Haar verlangt
Das Rauhaar besteht aus zwei Schichten. Oben liegt das drahtige Deckhaar, darunter die Unterwolle. Erst beide zusammen ergeben den Schutz, den der Standard verlangt.
Fehlende Unterwolle steht im Standard unter den schweren Fehlern der Behaarung. Daneben weiches Haar, gelocktes oder welliges Haar, weiches Kopfhaar sowie fehlende Bartbildung. Auch Kurzhaarigkeit zählt dort dazu.
Daraus folgt die wichtigste Pflegeentscheidung. Wer schert, kürzt das harte Deckhaar und lässt die weiche Unterwolle stehen. Das Fell wird weicher, statt drahtig nachzuwachsen.
Beim Trimmen zupfst du das abgestorbene Deckhaar stattdessen heraus. Das neue wächst hart nach. Wie oft das nötig ist, hängt am einzelnen Hund — ein Griff ins Fell sagt mehr als ein Kalender.
Der Bart braucht eigene Aufmerksamkeit. Nach dem Fressen hängt Futter darin. Ich wische ihn feucht aus und trockne ihn danach ab.
Die buschigen Augenbrauen bleiben stehen. Sie sind ein Rassemerkmal, kein Wildwuchs. Wer sie wegschneidet, nimmt dem Gesicht genau den Ausdruck, den der Standard beschreibt.
Größe und Gewicht: was der Standard nennt und was nicht
Die häufigste Frage zu dieser Rasse beantwortet der Standard nicht in Zentimetern. Eine Widerristhöhe führt er für keine der drei Größen auf.
Ein Gewicht nennt er ebenfalls nicht. Wer eine belastbare Zahl braucht, holt sie beim Zuchtverband oder beim Züchter ein. Alles andere ist geschätzt.
FCI-Standard Nr. 148, deutsche Fassung vom 14.03.2022.
Du misst mit wenig gespanntem Maßband. Der Weg geht vom höchsten Punkt des Widerrists bis zum tiefsten Punkt der Brust.
Vor dem 15. Lebensmonat sagt dieses Maß wenig aus. Ein junger Hund kann noch in die nächste Klasse hineinwachsen.
Gesundheit und was der Standard ausschließt
Eine Lebenserwartung steht im Standard nicht. Sie steht in keinem FCI-Standard. Wer eine Zahl nennt, sollte die Quelle dazu nennen.
Aussagekräftig sind stattdessen die Fehlerlisten. Als schweren Fehler führt der Standard eine schwächliche, hochläufige oder am Boden schleppende Gestalt. Dazu Senkrücken, Karpfenrücken und eine schwache Lendengegend.
Wonach ein Fehler zu bewerten ist, sagt der Standard selbst. Nach dem Grad der Abweichung. Nach dem Einfluss auf Gesundheit und Wohlbefinden des Hundes. Und nach seiner Fähigkeit, die verlangte Jagdgebrauchsarbeit zu erbringen.
Disqualifizierend sind aggressive Hunde ebenso wie übermäßig ängstliche. Dazu Hunde mit deutlichen körperlichen Auffälligkeiten oder Verhaltensstörungen. Dazu sämtliche Rutenfehler.
Bei den Farben ist die Liste ebenso hart. Schwarz oder braun ohne Brand disqualifiziert. Weiß disqualifiziert, mit Brand wie ohne.
Über den Standard hinaus zieht § 11b des Tierschutzgesetzes eine rechtliche Grenze. Verboten ist das Züchten, sobald züchterische Erkenntnisse ein bestimmtes Ergebnis erwarten lassen.
Nämlich dass bei der Nachzucht erblich bedingt Körperteile oder Organe fehlen, für den artgemäßen Gebrauch untauglich sind oder umgestaltet. Und dass dadurch Schmerzen, Leiden oder Schäden auftreten.
Mein Rat dazu bleibt praktisch. Frag den Züchter nach dem Rücken der Elterntiere, bevor du nach der Farbe fragst.
Welpenkauf: worauf du beim Rauhaardackel achten solltest
Zuerst der Verein. Den ältesten Zuchtverein für diese Rasse nennt der Standard selbst: den Deutschen Teckelklub von 1888. Ein Wurf mit Ahnentafel läuft über einen Zuchtverein.
Die Farbe steht im Zuchtbuch, nicht im Inserat. Lass dir zeigen, welche Bezeichnung der Züchter dort eingetragen hat. Saufarben steht dort, dürrlaubfarben nicht.
Beim Maß wird es konkret. Frag nach dem Brustumfang beider Elterntiere und nach dem Datum der Messung. Vor dem 15. Lebensmonat zählt sie nicht.
Auch das Fell der Elterntiere verrät viel. Fühl nach, ob das Deckhaar hart ist und Unterwolle darunter liegt. Ein deutlicher Bart am Fang gehört dazu.
Das Muttertier gehört zum Termin. Sieh es dir bei den Welpen an, im selben Raum. Eine Hündin, die man dir nicht zeigt, ist ein Abbruchgrund.
Das Abgabealter regelt § 2 Absatz 4 der Tierschutz-Hundeverordnung. Ein Welpe darf erst im Alter von über acht Wochen vom Muttertier getrennt werden. Wer früher abgibt, arbeitet gegen geltendes Recht.
Zum Schluss die Papiere. Impfpass und Wurmkur-Protokoll gehören dir schriftlich in die Hand.
Passt der Rauhaardackel zu dir?
Die Wohnungsgröße ist selten das Problem. Der leere Tag ist es.
Der Standard nennt ihn passioniert, ausdauernd, feinnasig und flink. Diese vier Wörter beschreiben zusammen einen Arbeitshund.
Wer täglich zehn Minuten Suchspiel unterbringt, kommt gut mit ihm zurecht. Wer dagegen einen Hund sucht, der ohne Aufgabe zufrieden bleibt, sucht bei dieser Rasse falsch.
Zur Jagdpassion gehört eine ehrliche Rechnung. Ein Hund, der unter der Erde allein entscheidet, gibt diese Entscheidung über der Erde nicht freiwillig ab. Die Schleppleine im Wald ist deshalb keine Strafe.
Der Pflegeaufwand kommt dazu. Trimmen gehört bei dieser Varietät zur Haltung, nicht zur Kür.
Mit Kindern klappt es gut, solange sie seinen Schlafplatz in Ruhe lassen. Treppen im vierten Stock würde ich vorher durchdenken.
Für Ersthundehalter halte ich die Rasse für machbar. Leicht ist sie nicht.
Nicht passend ist sie für Haushalte ohne Zeit für tägliche Nasenarbeit. Und für alle, die ein pflegeleichtes Fell erwarten.
Fazit: Der Begriff dürrlaubfarben kommt im FCI-Standard Nr. 148 nicht vor. Für den Rauhaarteckel nennt der Standard als einfarbige Variante Rot mit erlaubter schwarzer Stichelung und als mehrfarbige Varianten saufarben, braun-saufarben, schwarz-rot sowie braun mit Brand. Dazu kommen die Farbmuster gefleckt und gestromt. Alle nicht beschriebenen Farben und Farbmuster sind disqualifizierend, schwache Pigmentierung gilt als höchst unerwünscht. Das Rauhaar besteht aus dichtem, drahtigem Deckhaar mit Unterwolle. Dazu kommen ein ausgeprägter Bart und buschige Augenbrauen. Am Behang ist es kürzer und fast glatt. Der Dachshund wird in neun Varietäten gezüchtet. Die Größe bestimmt nicht die Widerristhöhe, sondern der Brustumfang ab einem Alter von mindestens 15 Monaten.
Häufige Fragen zum Rauhaardackel
Steht dürrlaubfarben im Rassestandard?
Nein. Der Begriff kommt im FCI-Standard Nr. 148 nicht vor.
Welche Bezeichnungen nutzt der Standard?
Für Mehrfarbige: saufarben, braun-saufarben, schwarz-rot und braun mit Brand.
Welche einfarbige Variante gibt es?
Rot, wobei schwarze Stichelung erlaubt ist.
Was passiert mit anderen Farben?
Alle nicht beschriebenen Farben und Farbmuster sind disqualifizierend.
Wie sieht das Rauhaar aus?
Dichtes, drahtiges Deckhaar mit Unterwolle, dazu Bart und buschige Augenbrauen.
Wo ist das Haar kürzer?
Am Behang. Dort ist es fast glatt.
Rauhaardackel dürrlaubfarben: Wie viele Varietäten gibt es?
Neun: drei Größen mal drei Haararten.
Rauhaardackel dürrlaubfarben: Wie wird die Größe bestimmt?
Über den Brustumfang, gemessen ab einem Alter von mindestens 15 Monaten.
Welche Werte gelten für den Teckel?
Rüden über 37 bis 47 cm Brustumfang, Hündinnen über 35 bis 45 cm.
Und für den Kaninchenteckel?
Rüden 27 bis 32 cm, Hündinnen 25 bis 30 cm.
Rauhaardackel dürrlaubfarben: Wie beschreibt der Standard das Wesen?
Freundlich, weder ängstlich noch aggressiv, mit ausgeglichenem Temperament.
Rauhaardackel dürrlaubfarben: Seit wann gibt es die Rasse?
Der Standard nennt sie seit dem Mittelalter bekannt.
Quellen
- FCI-Rassestandard Nr. 148 – Dachshund, deutsche Fassung (PDF)
- FCI-Rassennomenklatur, deutsche Fassung
- Tierschutz-Hundeverordnung § 2 – Allgemeine Anforderungen an das Halten
- Bundesministerium (BMLEH) – Mehr Tierschutz bei Hunden
Über den Autor

Kevin Roth
Co-Gründer von Lucky Pets
Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.
Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.
Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Fragen zu Rücken und Gelenken hilft deine Tierarztpraxis weiter.
