Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 22.08.2026 · Lesezeit: 11 Minuten
Das Wichtigste in Kürze
- Struppi ist ein Foxterrier Drahthaar, im Original heißt er Milou.
- Rüden messen bis 39 cm, das Idealgewicht liegt bei 8,25 kg.
- Gezüchtet wurde die Rasse für die Fuchsjagd, nicht fürs Sofa.
- Das drahtige Haar wird getrimmt, danach ist es pflegeleicht.
Struppi begleitet Tim seit fast hundert Jahren durch die Welt. Kaum jemand weiß, dass hinter der Comicfigur eine reale Rasse mit klarem Rassestandard steht. Ich zeige, welche das ist. Danach folgt, was ein solcher Hund im Alltag wirklich verlangt.
Die kurze Antwort
Struppi ist ein Foxterrier Drahthaar: bis 39 Zentimeter, Idealgewicht 8,25 Kilogramm, weißes drahtiges Fell mit Abzeichen. Ein Jagdhund, kein Schoßhund.
Vor dem Kauf bedenken
Wer sich einen Hund wegen eines Comics oder Films holt, kauft ein Aussehen. Was danach kommt, sind zehn bis vierzehn Jahre Alltag.
Die Rasse hinter Struppi
Das weiße, drahtige Haarkleid mit den dunklen Abzeichen und die kompakte Terriergestalt führen zu einer eindeutigen Zuordnung: Struppi ist ein Foxterrier Drahthaar. Der VDH führt die Rasse in Gruppe 3 der Terrier, Sektion 1 der hochläufigen Terrier, unter der Standardnummer 169.

Im französischen Original heißt der Hund Milou. Die Reihe stammt aus Belgien und erschien ab 1929. Im Deutschen wurde daraus Struppi. Mit dem Namen wanderte auch das Bild der Rasse in die Wohnzimmer.
Rassedaten nach dem VDH-Rasselexikon und dem FCI-Standard Nr. 169.
Bei den Farben nennt der Standard eine klare Tendenz. Vorherrschend sind weiße Hunde mit schwarzen Abzeichen, mit schwarz und lohfarbenen Abzeichen oder mit lohfarbenen Abzeichen. Genau dieses Muster trägt auch die Comicfigur. Wer alte Ausgaben nebeneinanderlegt, sieht die Rasse deutlicher als in jeder Beschreibung.
Herkunft: ein Hund für den Fuchsbau

Die Rasse stammt aus England, ihre Entwicklung beginnt Mitte des 19. Jahrhunderts. Gezüchtet wurde sie ursprünglich für die Fuchsjagd. Die Vorfahren hatten die Aufgabe, Füchse aus ihren Bauten zu treiben.
Aus meiner Erfahrung erklärt dieser eine Satz das meiste am Verhalten. Ein Hund, der in einen engen Bau geht und dort allein entscheidet, braucht Mut und Eigenständigkeit. Beides verschwindet nicht, weil er heute in einer Wohnung lebt. Wie du diese Energie in Bahnen lenkst, steht in Hundeschule.
Der VDH hält außerdem fest, dass eine jagdliche Ausbildung und Führung der Rasse entgegenkommen und empfehlenswert sind. Wer nicht jagt, ersetzt das durch Nasenarbeit, Suchspiele und feste Aufgaben. Ich sehe daran regelmäßig, wie schnell ein unterforderter Terrier auf eigene Ideen kommt.
Wesen und Alltag
Der VDH beschreibt einen lebhaften, energiegeladenen Hund mit durchdringendem Blick. Er nennt furchtlose Arbeitswilligkeit und Selbstbewusstsein als typische Züge.
Für die Haltung zieht der Verband zwei Linien: tägliche Auslastung und eine konsequente, faire Erziehung. Das Wort fair ist dabei kein Schmuck. Ein selbstbewusster Terrier arbeitet mit, wenn Regeln gelten. Kommt Druck, schaltet er ab.

Die Fellpflege bleibt überschaubar. Das drahtige Haar wird getrimmt, also von Hand ausgezupft statt geschoren, danach gilt es als pflegeleicht. Wer das nicht selbst macht, findet Hilfe unter Hundefriseur.
Was dieser Hund täglich braucht
- Kopfarbeit: Suchspiele, Nasenarbeit, kleine Aufgaben.
- Feste Regeln, ruhig durchgesetzt statt laut.
- Rückruftraining von Anfang an, der Jagdtrieb bleibt.
- Trimmen statt scheren, sonst verliert das Haar seine Struktur.
- Ruhezeiten üben, sonst dreht er hoch.
Zur Fütterung im ersten Jahr: Welpen richtig füttern.
Wenn der Hund aus dem Comic kommt
Nach jeder Verfilmung und jeder Neuauflage steigt die Nachfrage nach der gezeigten Rasse. Das ist bei Struppi nicht anders als bei Dalmatinern oder Huskys. Und es endet regelmäßig in denselben Enttäuschungen.
Der Deutsche Tierschutzbund formuliert nüchtern, was vor jeder Anschaffung gehört. Ein Hund ist eine langfristige Entscheidung, die Tiere werden bis zu circa 14 Jahre alt. Dazu kommen laufende Kosten für Futter, Hundesteuer und Tierarzt, außerdem sollte der Mietvertrag geprüft werden.
Ein weiterer Satz trifft genau den Punkt bei Film- und Comichunden. Der Verband rät nur dann zur Anschaffung, wenn genug Zeit da ist. Aufmerksamkeit, Pflege und Fürsorge gehören zum Alltag, nicht zum Wochenende.
Meine langjährige Erfahrung zeigt, dass gerade bekannte Rassen unter dieser Lücke leiden. Gekauft wird das Bild, geliefert wird ein Jagdterrier mit eigenem Kopf. Wer das vorher weiß, bekommt einen großartigen Hund. Zu den laufenden Kosten gibt Hundesteuer einen Überblick.
Ich rate außerdem, den Alltag ehrlich durchzurechnen: vier Runden am Tag empfiehlt der Tierschutzbund allgemein, dazu Training und Pflege. Wer viel unterwegs ist, klärt die Betreuung vorher. Wie du Alleinbleiben aufbaust, steht in Trennungsangst beim Hund.
Begleitend zum Training gibt es Ergänzungen mit Baldrian und Hopfen wie die Lucky Pets Relax Tabletten.

Einen genaueren Blick darauf wirft Fila Brasileiro.
Mehr dazu steht in Alaskan Malamute.
So sieht der Foxterrier Drahthaar aus
Der FCI-Standard Nr. 169 beschreibt das Haar genauer, als es jede Rassebeschreibung tut. Es ist dicht und von sehr drahtiger Textur. An den Schultern misst es etwa zwei Zentimeter, am Widerrist, am Rücken, an den Rippen sowie an Vor- und Hinterhand etwa vier Zentimeter. Darunter liegt eine Unterwolle aus kurzem, weichem Haar.
Interessant ist die Verteilung. Auf dem Rücken sowie an Vor- und Hinterhand ist das Haar härter als an den Seiten. An den Kiefern wächst es kraus und lang genug, um dem Vorgesicht Kraft zu geben. Genau daraus entsteht der Bart, den jeder von der Zeichnung kennt.
Bei der Farbe ist der Standard eindeutig. Vorherrschend ist Weiß mit schwarzen Abzeichen, mit schwarz und lohfarbenen Abzeichen oder mit lohfarbenen Abzeichen. Gestromte, rote, leberbraune oder schieferblaue Abzeichen gelten als unerwünscht. Ein reinweißer Hund ohne Abzeichen ist damit nicht ausgeschlossen, er ist nur selten.
Der Kopf hat eine nahezu flache obere Schädellinie, die zu den Augen hin schmaler wird. Die Ohren sind klein und V-förmig, sie fallen mit einer ordentlichen Falte nach vorn dicht an die Wangen. Die Augen sind dunkel, mäßig klein, rund und nicht vorstehend. Ein helles Auge nennt der Standard höchst unerwünscht.
Zur Rute macht der Standard eine Anmerkung, die in Deutschland wichtig ist. Er nennt sie „früher üblicherweise kupiert" und beschreibt heute beide Varianten. § 6 Absatz 1 Tierschutzgesetz verbietet das Amputieren von Körperteilen. Eine Ausnahme gilt nur bei jagdlich zu führenden Hunden, wenn der Eingriff für die Nutzung unerlässlich ist und tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen.
Größe und Gewicht
Hier lohnt der genaue Blick, weil im Netz eine feste Zahl kursiert. Der Standard nennt für Rüden nicht mehr als 39 Zentimeter Widerristhöhe. Das ist eine Obergrenze, kein Zielwert. Ein Rüde mit 36 Zentimetern entspricht dem Standard genauso.
FCI-Standard Nr. 169, deutsche Fassung vom 26. März 2009.
Auch beim Gewicht steht eine Einschränkung im Text, die gern verschwindet. Die 8,25 Kilogramm gelten als Idealgewicht in Ausstellungskondition. Ein Hund im Alltag darf darüber oder darunter liegen, ohne dass etwas nicht stimmt.
Zum Gebäude wird der Standard bildhaft. Schulterhöhe und Körperlänge vom Schultergelenk bis zu den Sitzbeinhöckern sollen annähernd gleich groß erscheinen. Im Stand soll der Hund wie ein Jagdpferd mit kurzem Rücken viel Boden decken. Nie schwerfällig, nie grob.
Gesundheit und was der Standard ausschließt
Eine Lebenserwartung steht im FCI-Standard nicht. Ich trage hier keine Zahl nach, für die mir eine geprüfte Quelle fehlt. Was der Standard hergibt, sind die disqualifizierenden Fehler. Die sagen mehr aus als jede Durchschnittsangabe.
Ausgeschlossen sind aggressive Hunde sowie übermäßig ängstliche Hunde. Dazu kommen Tiere mit deutlichen körperlichen Abweichungen oder mit Verhaltensstörungen. Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden.
Beim Kopf zieht der Standard eine Linie, die im Alltag zählt. Eine übermäßige Ausprägung der Kieferknochen oder der Kaumuskulatur nennt er unerwünscht. Gefordert wird ein vollständiges Scherengebiss mit senkrecht stehenden Zähnen. Wer einen Welpen sieht, dessen Gebiss anders schließt, fragt besser nach.
§ 11b Tierschutzgesetz verbietet jede Zucht, deren Nachkommen erblich bedingt Schmerzen, Leiden oder Schäden davontragen. Bei einer Arbeitsrasse ist das kein theoretischer Punkt. Frag den Züchter, wie die Elterntiere laufen, hören und atmen.
Aus meiner Erfahrung braucht dieses Haarkleid im Alltag zwei feste Termine. Erstens das Trimmen, damit die Struktur erhalten bleibt. Zweitens ein regelmäßiger Blick auf Haut und Ohren, denn unter dichtem, drahtigem Haar bleibt vieles unbemerkt.
Welpenkauf: worauf du achten solltest
Papiere zuerst. Eine Ahnentafel eines Zuchtverbands lässt sich zurückverfolgen, ein Welpe ohne Papiere nicht. Bei einer Rasse, die so bekannt ist wie diese, ist das kein Luxus — bekannte Rassen ziehen Vermehrer an.
Besichtige den Wurf, bevor Geld fließt. Das Muttertier gehört dazu und muss sich zeigen lassen. § 2 Absatz 4 der Tierschutz-Hundeverordnung erlaubt die Trennung vom Muttertier erst im Alter von über acht Wochen. Früher geht es nur nach tierärztlichem Urteil.
Impfung, Entwurmung und Chipnummer gehören vor der Übergabe auf Papier. Frag zusätzlich, ob die Elterntiere jagdlich geführt werden. Die Antwort sagt dir, wie viel Trieb du im Wohnzimmer erwarten darfst.
Ein Punkt wird fast immer vergessen. Lass dir zeigen, wie am Fell gearbeitet wird. Ein Züchter, der seine Welpen früh an Kamm und Trimmmesser gewöhnt, erspart dir Jahre an Diskussion beim Hundefriseur.
Passt der Foxterrier Drahthaar zu dir?
Eines vorab zur Einordnung: Struppi ist eine gezeichnete Figur. Die Zuordnung zur Rasse ergibt sich aus seinem Aussehen, nicht aus einer Aussage des Zeichners. Der Hund, der bei dir einzieht, folgt dem Rassestandard — nicht dem Drehbuch.
Die Rasse passt zu Menschen, die Bewegung und Kopfarbeit ohnehin fest einplanen. Wer joggt oder wandert, bekommt einen begeisterten Partner. Wer klare Regeln ruhig durchsetzt, bekommt einen Hund, der mitarbeitet.
Sie passt außerdem in Haushalte, in denen jemand Zeit hat. Der Standard beschreibt einen Hund voll gespannter Erwartung bei der geringsten Herausforderung. So ein Tier acht Stunden allein zu lassen, geht auf Dauer schief.
Die Gegenprobe ist ehrlich. Für Menschen, die einen ruhigen Begleiter suchen, taugt er nicht. In einem Haushalt mit Kaninchen oder Meerschweinchen wird es schwierig, denn der Trieb bleibt. Und wer im Freilauf einen sicheren Rückruf braucht, muss dafür über Jahre arbeiten.
Mit Kindern klappt es gut, sofern sie ihn nicht bedrängen. Andere Hunde nimmt er, wenn er sie früh kennengelernt hat. Sein Selbstbewusstsein bringt ihn dabei gelegentlich in Situationen, die acht Kilo nicht gewinnen können.
Fazit: Struppi ist ein Foxterrier Drahthaar, im Original Milou. Der VDH nennt für Rüden 39 Zentimeter und 8,25 Kilogramm, ein dichtes drahtiges Haarkleid und vorherrschend weiße Hunde mit schwarzen oder lohfarbenen Abzeichen. Gezüchtet wurde die Rasse in England ab Mitte des 19. Jahrhunderts für die Fuchsjagd. Wer sie halten will, bekommt einen lebhaften, furchtlosen Terrier, der täglich Auslastung und eine konsequente, faire Erziehung braucht. Der Comic zeigt das Aussehen, nicht den Aufwand.
Häufige Fragen zu Struppi und seiner Rasse
Welche Rasse ist Struppi?
Ein Foxterrier Drahthaar. Weißes, drahtiges Fell mit Abzeichen und die kompakte Terriergestalt sprechen eindeutig für diese Rasse.
Wie heißt Struppi im Original?
Milou. Die Reihe stammt aus Belgien, im Deutschen wurde daraus Struppi.
Wie groß wird ein Foxterrier Drahthaar?
Der FCI-Standard Nr. 169 nennt für Rüden nicht mehr als 39 cm Widerristhöhe. Hündinnen fallen etwas kleiner aus.
Struppi: Wie schwer wird er?
Der Standard nennt 8,25 kg als Idealgewicht in Ausstellungskondition für Rüden, für Hündinnen etwas weniger.
Struppi: Woher stammt die Rasse?
Aus England. Ihre Entwicklung beginnt Mitte des 19. Jahrhunderts.
Struppi: Wofür wurde sie gezüchtet?
Für die Fuchsjagd. Die Vorfahren trieben Füchse aus ihren Bauten heraus.
Struppi: Wie ist sein Wesen?
Lebhaft und energiegeladen mit durchdringendem Blick. Der VDH nennt furchtlose Arbeitswilligkeit und Selbstbewusstsein.
Struppi: Welche Farben gibt es?
Vorherrschend sind weiße Hunde mit schwarzen Abzeichen, mit schwarz und lohfarbenen oder mit lohfarbenen Abzeichen.
Struppi: Wie wird das Fell gepflegt?
Es wird getrimmt, also von Hand ausgezupft statt geschoren. Danach gilt es als pflegeleicht.
Struppi: Wie viel Auslastung braucht er?
Täglich. Der VDH schreibt, dass dieser Hund täglich ausgelastet werden muss und konsequent, aber fair erzogen gehört.
Struppi: Ist er ein Anfängerhund?
Nur bedingt. Jagdtrieb und Selbstbewusstsein verlangen Konsequenz. Wer Ruhe erwartet, wird überrascht.
Struppi: In welche FCI-Gruppe gehört er?
In Gruppe 3, die Terrier, Sektion 1 der hochläufigen Terrier. Die Standardnummer lautet 169.
Quellen
- VDH Rasselexikon – Fox Terrier (Drahthaar)
- Deutscher Tierschutzbund – Hundehaltung
- FCI-Rassestandard Nr. 169 – Fox Terrier (Wire), deutsche Fassung (PDF)
- Tierschutz-Hundeverordnung § 2 – Allgemeine Anforderungen an das Halten
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Über den Autor

Kevin Roth
Co-Gründer von Lucky Pets
Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.
Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.
Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung. Zu Zuchtverband und Papieren berät der jeweilige Rasseverein.
