Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 27.08.2026 · Lesezeit: 12 Minuten
Das Wichtigste in Kürze
- Keine Doodle-Kreuzung ist FCI-anerkannt.
- Die Elternrassen haben eigene Standards.
- Ohne Standard fehlt jede Vorgabe.
- Der Pudel kommt in vier Größen vor.
Goldendoodle, Labradoodle, Bernedoodle — die Namen klingen nach eigenen Rassen. In der offiziellen Rasseliste steht keiner davon.
Die kurze Antwort
Doodles sind Kreuzungen aus einem Pudel und einer anderen Rasse. Die FCI führt keine davon.
Der entscheidende Punkt
Ohne Rassestandard gibt es keine verbindliche Vorgabe zu Größe, Fell oder Wesen.
Was die Suche in der Nomenklatur ergibt
Ich habe alle zehn Gruppen der deutschen FCI-Rassennomenklatur durchsucht. Gesucht habe ich nach Doodle, Goldendoodle, Labradoodle, Bernedoodle, Cockapoo und Maltipoo.

Ergebnis: kein einziger Treffer. Das heißt nicht, dass diese Hunde schlecht sind. Es heißt, dass es für sie keinen geprüften Maßstab gibt.
FCI-Nomenklatur, deutsche Fassung, Stand 24.08.2026.
Aus meiner Erfahrung ist genau das der Punkt, den Käufer unterschätzen. Ein Name klingt vertraut, die Vorgaben dahinter fehlen. Einen ähnlichen Fall beschreibt Toy Fox Terrier.
Der Pudel als gemeinsamer Nenner
In jeder Doodle-Kombination steckt ein Pudel. Der FCI-Standard Nr. 172 in der Fassung von Dezember 2024 beschreibt ihn genau.
Beim Haarkleid unterscheidet er zwei Typen. Der Wollpudel hat üppiges, fein gekräuseltes Haar. Der Schnürenpudel bildet charakteristische Schnüre, die mindestens 20 cm lang sein sollen.
Bei den Farben ist der Standard breiter, als viele denken. Einfarbig zugelassen sind Schwarz, Weiß, Braun, Grau und Falb. Falb reicht von cremefarben über Apricot bis ins Rotfalbene. Beige und seine helleren Abstufungen sind ausdrücklich nicht zugelassen. Dazu kommt ein eigener Block mehrfarbiger Varianten, darunter Schwarz mit Loh und gestromt.

Der Standard führt vier Varietäten mit eigenen Widerristhöhen. Großpudel messen über 45 bis 60 cm, Kleinpudel über 35 bis 45 cm. Zwergpudel bleiben bei über 28 bis 35 cm, Toypudel bei über 24 bis 28 cm. Genau diese Spanne macht die Vorhersage bei Kreuzungen schwierig. Mehr zu den Pudelfarben steht in Hund braun schwarz.
Die zweite Hälfte
Beim Labradoodle kommt der Labrador Retriever dazu. Standard Nr. 122 nennt einfarbig schwarz, gelb oder leber- beziehungsweise schokoladenbraun. Die ideale Widerristhöhe liegt bei 56 bis 57 cm für Rüden und 54 bis 56 cm für Hündinnen.
Beim Bernedoodle ist es der Berner Sennenhund. Der FCI-Standard Nr. 45 beschreibt einen Bauernhund alter Herkunft aus den Voralpengebieten um Bern, gehalten als Wach-, Zug- und Treibhund.
Seine Farbe ist festgelegt: tiefschwarze Grundfarbe mit sattem, braunrotem Brand an Backen, über den Augen, an allen vier Läufen und auf der Brust. Dazu kommt eine saubere weiße symmetrische Kopfzeichnung.
Beim Wesen wird der Standard konkret. Sicher, aufmerksam, wachsam und furchtlos in Alltagssituationen. Gutmütig und anhänglich zu vertrauten Personen, selbstsicher und friedlich gegenüber Fremden. Mittleres Temperament, gute Führigkeit.

Was bei einer Kreuzung offen bleibt
Zwei Standards ergeben nicht automatisch einen dritten. Ein Berner Sennenhund misst bis 70 cm, ein Zwergpudel unter 35 cm. Was dazwischen herauskommt, steht nirgends geschrieben.
Dasselbe gilt für den Charakter. Ein Vorstehhund bringt anderes mit als ein Begleithund. Beides kann sich mischen. Wie klar Standards das sonst festlegen, zeigt Böhmisch Rauhbart.
Für den Alltag heißt das: Plane den Hund, den du bekommst, nicht den, den du erwartest. Fell, Größe und Bewegungsbedarf können in jede Richtung ausschlagen.
Fragen vor dem Kauf eines Doodles
- Welche Größe hatten beide Elterntiere?
- Welche Fellart hatten sie genau?
- Welcher Verband hat die Papiere ausgestellt?
- Welche Gesundheitsuntersuchungen liegen vor?
- Warum liegt der Preis über dem einer Rassehündin?
Meine langjährige Erfahrung sagt: Bei Kreuzungen zählt das, was du siehst — nicht das, was der Name verspricht.
Mein Eindruck nach vielen Gesprächen: Wer den Charakter eines Pudels sucht, sollte über einen Pudel nachdenken. Wer die Ruhe eines Berner Sennenhunds will, ebenso. Einen Überblick gibt Hunderassen von A bis Z.
Was das Recht dazu sagt
§ 11b des Tierschutzgesetzes gilt unabhängig davon, ob eine Rasse anerkannt ist. Verboten ist das Züchten, wenn erblich bedingt Körperteile oder Organe fehlen, untauglich oder umgestaltet sind und dadurch Schmerzen, Leiden oder Schäden auftreten.
Ebenso verboten ist die Zucht, wenn bei den Nachkommen mit Leiden verbundene erblich bedingte Verhaltensstörungen auftreten. Die Behörde kann das Unfruchtbarmachen anordnen.
Das zuständige Bundesministerium nennt zusätzlich ein Ausstellungsverbot für Hunde mit Qualzuchtmerkmalen. Ich lese beides als klare Botschaft: Der fehlende Standard entbindet niemanden von der Verantwortung.
Für Haut und Fell zählen bei jeder Rasse dieselben Bausteine. Die B-Vitamine gibt es gebündelt im Lucky Pets Vitamin B-Komplex.

So sieht ein Doodle aus — und warum das Fell offen bleibt
Im Wurf treffen zwei sehr verschiedene Haartypen aufeinander. Der Pudel bringt nach Standard Nr. 172 lockiges Wollhaar mit oder das geschnürte Haar des Schnürenpudels. Der Labrador trägt nach Standard Nr. 122 kurzes, dichtes Haar ohne Befederung. Der Golden Retriever hat nach Standard Nr. 111 glattes oder welliges Haar mit guter Befederung. Der Malteser trägt nach Standard Nr. 65 langes Seidenhaar ganz ohne Unterwolle.
Welcher Typ sich durchsetzt, sagt kein Standard voraus. Ein einziger Wurf kann lockige, wellige und glatte Welpen enthalten. Bei den Farben ist es genauso offen. Der Pudelstandard erlaubt einfarbig fünf Farben plus mehrere mehrfarbige Varianten. Der Golden Retriever kennt dagegen nur Gold und Cremefarben, weder Rot noch Mahagoni.
Größe und Gewicht: der Korridor aus beiden Elternstandards
Für Doodles gibt es keine Größenangabe, weil kein Standard existiert. Belegbar sind allein die Maße der Elternrassen. Daraus lässt sich ein Korridor bilden. Er ist keine Rassefestlegung, sondern die Spanne, in der die Welpen eines Wurfs landen können.
Widerristhöhen der Rüden aus beiden Elternstandards, daraus der abgeleitete Korridor. FCI-Standards Nr. 172, 111, 122, 45, 5 und 65, deutsche Fassungen, abgerufen am 27.08.2026.
Über die Endgröße entscheidet die Pudelvarietät stärker als die zweite Rasse. Ein Bernedoodle aus einem Großpudel liegt bei rund 45 bis 70 cm. Derselbe Berner mit einem Zwergpudel öffnet den Korridor auf rund 28 bis 70 cm.
Beim Gewicht wird die Grundlage noch dünner. Pudel, Golden Retriever, Labrador und Berner Sennenhund nennen im Standard gar keines. Nur zwei Elternrassen führen eine Zahl: der Cocker Spaniel mit etwa 13 bis 14,5 kg und der Malteser mit 3 bis 4 kg. Wer eine belastbare Zahl braucht, wiegt die Elterntiere.
Wesen im Alltag
Ein Standard hält das Zuchtziel fest, nicht den einzelnen Hund. Bei einer Kreuzung hält er nicht einmal das fest. Zum Pudel sagt Standard Nr. 172 wörtlich: „Dieser Hund ist bekannt für seine Loyalität und seine Lern- und Dressurfähigkeit." Das ist ein Hund, der gern mitarbeitet. Ohne Aufgabe sucht er sich selbst eine.
Der Labrador steht nach Standard Nr. 122 für ein ausgeglichenes, sehr aufgewecktes Wesen mit vorzüglicher Nase. Der Golden Retriever gilt nach Standard Nr. 111 als freundlich, liebenswürdig und zutraulich. Der Cocker bringt nach Standard Nr. 5 ein fröhliches Wesen mit unermüdlichem Rutenspiel mit. Zwei freundliche Elternrassen ergeben meist einen freundlichen Hund. Der Arbeitswille addiert sich allerdings.
Haltung, Auslastung und Erziehung
Die FCI ordnet die Elternrassen sehr unterschiedlich ein. Der Pudel steht in Gruppe 9 bei den Begleithunden, ohne Arbeitsprüfung. Golden Retriever und Labrador stehen in Gruppe 8 bei den Apportierhunden, beide mit Arbeitsprüfung. Standard Nr. 111 nennt als Verwendung den Apportierhund für die Flintenjagd.
Solche Hunde wollen Nase und Kopf einsetzen. Praktisch heißt das: Suchspiele im Gras, Futterbeutel, Dummyarbeit, Nasenarbeit in der Wohnung. Zwanzig Minuten Suchen ermüden stärker als eine Stunde Rennen. Beim Berner liegt der Schwerpunkt anders. Standard Nr. 45 nennt ihn ursprünglich Wach-, Treib- und Zughund im Kanton Bern.
Beim Fell kommt Arbeit dazu, die viele unterschätzen. Lockiges Haar verfilzt ohne regelmäßiges Bürsten bis auf die Haut. Erbt ein Welpe die Anlage zum Schnürenhaar, wird Fellpflege zur täglichen Aufgabe.
Gesundheit und was die Standards ausschließen
Zur Lebenserwartung eines Doodles kann ich keine geprüfte Zahl nennen. Sie steht in keinem FCI-Standard. Was die Standards hergeben, sind die Fehler, die von der Zucht ausschließen.
Standard Nr. 172 schließt beim Pudel aggressive oder ängstliche Hunde aus. Ausgeschlossen sind außerdem Großpudel über 62 cm und Toypudel unter 23 cm. Auch Verzwergungsmerkmale wie ein Apfelkopf führen zum Ausschluss. Aufschlussreich für unser Thema ist ein weiterer Punkt: mangelnder Typ speziell am Kopf, was nach dem Standard insbesondere auf Einkreuzungen hindeutet.
§ 11b des Tierschutzgesetzes gilt für Kreuzungen genauso. Ein fehlender Rassestandard ändert daran nichts. Frag deshalb nach den Gesundheitsuntersuchungen beider Elterntiere. Wer dazu nichts vorlegen kann, sollte dich stutzig machen.
Welpenkauf: worauf du achten solltest
Beim Doodle fehlt die Instanz, die sonst prüft. Hinter einer FCI-Rasse steht ein Zuchtverband, der Papiere ausstellt und den Wurf abnimmt. Bei einer Kreuzung gibt es diese Kette nicht zwangsläufig. Umso mehr zählt, was du mit eigenen Augen siehst.
Sieh dir beide Elterntiere an, wenn es geht. Der Rüde steht oft woanders, das Muttertier muss beim Wurf sein. Miss die Hündin lieber nach, statt eine genannte Zahl zu glauben. Aus ihrer Größe und der des Vaters ergibt sich der Korridor für deinen Welpen.
Frag nach dem Abgabealter, nach Entwurmung und Impfstatus. Acht Wochen halte ich für das Minimum. Und frag, warum genau diese beiden Hunde verpaart wurden.
Passt ein Doodle zu dir?
Ein Doodle passt zu dir, wenn du mit Unsicherheit gut leben kannst. Größe, Fell und Bewegungsbedarf stehen erst fest, wenn der Hund ausgewachsen ist. Wer das entspannt sieht, bekommt oft einen freundlichen und arbeitswilligen Begleiter.
Er passt eher nicht zu dir, wenn du eine bestimmte Endgröße brauchst. Das gilt für die Mietwohnung mit Größengrenze genauso wie für ein Auto mit knappem Kofferraum. Rechne außerdem mit einem Hund, der täglich Kopfarbeit einfordert.
Nach vielen Gesprächen mit Haltern sage ich es so: Wer den Charakter einer bestimmten Rasse sucht, fährt mit dieser Rasse besser. Wer Freude an der Überraschung hat, ist beim Doodle richtig.
Fazit: Keine Doodle-Kreuzung ist von der FCI anerkannt — weder Goldendoodle noch Labradoodle, Bernedoodle, Cockapoo oder Maltipoo. Die Elternrassen dagegen haben eigene Standards. Der Pudel nach Standard Nr. 172 kommt als Wollpudel mit gelocktem Haar oder als Schnürenpudel mit mindestens 20 cm langen Schnüren vor. Einfarbig zugelassen sind Schwarz, Weiß, Braun, Grau und Falb. Der Standard führt vier Varietäten: Großpudel über 45 bis 60 cm, Kleinpudel über 35 bis 45 cm, Zwergpudel über 28 bis 35 cm und Toypudel über 24 bis 28 cm. Der Labrador Retriever nach Standard Nr. 122 misst ideal 56 bis 57 cm bei Rüden, der Golden Retriever nach Standard Nr. 111 56 bis 61 cm. Der Berner Sennenhund nach Standard Nr. 45 erreicht 64 bis 70 cm bei Rüden und trägt eine tiefschwarze Grundfarbe mit braunrotem Brand und weißer Kopfzeichnung. Weil für die Kreuzungen kein Standard existiert, lassen sich Größe, Fell und Wesen nicht verbindlich vorhersagen.
Häufige Fragen zu Doodle-Rassen
Ist ein Goldendoodle eine Rasse?
Nein. Keine Doodle-Kreuzung steht in einer der zehn FCI-Gruppen.
Was ist ein Doodle dann?
Eine Kreuzung aus einem Pudel und einer anderen Rasse.
Sind die Elternrassen anerkannt?
Ja. Pudel, Golden Retriever, Labrador, English Cocker Spaniel, Malteser und Berner Sennenhund haben jeweils einen eigenen FCI-Standard.
Doodle-Rassen: Warum ist das wichtig?
Ohne Standard gibt es keine überprüfbaren Vorgaben zu Größe, Fell oder Wesen.
Doodle-Rassen: Welche Pudelgrößen gibt es?
Vier: Großpudel über 45 bis 60 cm, Kleinpudel über 35 bis 45 cm, Zwergpudel über 28 bis 35 cm und Toypudel über 24 bis 28 cm.
Wie sieht das Pudelhaar aus?
Entweder gelockt beim Wollpudel oder in Schnüren von mindestens 20 cm beim Schnürenpudel.
Doodle-Rassen: Wie groß wird ein Labrador?
Ideal 56 bis 57 cm bei Rüden und 54 bis 56 cm bei Hündinnen.
Doodle-Rassen: Wie groß wird ein Berner Sennenhund?
Rüden 64 bis 70 cm, Hündinnen 58 bis 66 cm.
Wie ist das Wesen des Berner Sennenhunds?
Sicher, aufmerksam, wachsam und furchtlos, mit mittlerem Temperament und guter Führigkeit.
Was gilt bei der Zucht?
Das Tierschutzgesetz verbietet Zuchten, bei denen erblich bedingt Leiden entstehen.
Doodle-Rassen: Worauf achte ich beim Kauf?
Auf Papiere eines anerkannten Verbands, sichtbare Elterntiere und Gesundheitsnachweise.
Kann ich Größe und Fell vorhersagen?
Nicht zuverlässig. Ohne Standard gibt es keine verbindliche Vorgabe.
Quellen
- FCI-Rassestandard Nr. 172 – Pudel, deutsche Fassung (PDF)
- FCI-Rassestandard Nr. 45 – Berner Sennenhund, deutsche Fassung (PDF)
- Tierschutzgesetz § 11b – Verbot des Züchtens von Wirbeltieren
- Bundesministerium (BMLEH) – Mehr Tierschutz bei Hunden
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Über den Autor

Kevin Roth
Co-Gründer von Lucky Pets
Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.
Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.
Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Fragen zu Gesundheit und Herkunft hilft deine Tierarztpraxis weiter.
