Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 27.08.2026 · Lesezeit: 10 Minuten
Das Wichtigste in Kürze
- Erlaubt sind falb, gestromt, schwarz und weiß.
- Blau und Merle stehen nicht im Standard Nr. 369.
- Die FCI führt die Rasse provisorisch, seit dem 30. März 2022.
- Blaue Augen schließen einen Hund von der Bewertung aus.
Continental Bulldog Farben werden in Anzeigen gern zur Sammlung ausgebaut. Blau, Merle, Chocolate, Lilac. Der Rassestandard ist deutlich sparsamer.
Die kurze Antwort
Der FCI-Standard Nr. 369 erlaubt falb, gestromt, schwarz und weiß, dazu weiße Abzeichen oder eine dunkle Maske. Alle anderen Farben sind nicht gestattet.
Der Satz, an dem alles hängt
„Alle anderen Farben und Farbkombinationen sind nicht gestattet.“ Damit sind Blau und Merle erledigt, ohne dass sie einzeln genannt werden müssten.
Erst der Status, dann die Farbe
Die Rasse ist jung. Ihre Rasseseite bei der FCI nennt als Datum der provisorischen Anerkennung den 30. März 2022, als Status steht dort „Provisorisch anerkannt".
Ursprungsland ist die Schweiz, die offizielle Originalsprache des Standards Deutsch. Beides erklärt, warum viele Zuchtvereine hier gut erreichbar sind.

Provisorisch heißt: Es gibt einen gültigen Standard, die Rasse ist aber noch nicht endgültig aufgenommen. Für die Farbfrage ändert das nichts.
Aus meiner Erfahrung heraus wird dieser Punkt in Ratgebern fast immer weggelassen. Dabei erklärt er, warum die Rasse in manchen Ausstellungsklassen fehlt.
Die erlaubten Farben, wörtlich
Vier Grundtöne führt der FCI-Standard Nr. 369 auf. Falb in allen Schattierungen von sandfarben bis rot. Gestromt. Schwarz. Und weiß.
Dazu erlaubt er weiße Abzeichen in drei Stärken: begrenzt, mittel oder stark. Auch eine dunkle Maske ist zulässig.
Beim weißen Hund dreht sich die Sache um. Er darf Abzeichen in den erlaubten Farben tragen.
Ein Satz schließt die Liste ab. Alle anderen Farben und Farbkombinationen sind nicht gestattet.
Alle Angaben wörtlich aus dem FCI-Standard Nr. 369, deutsche Fassung vom 20.03.2026.
Brindle und gestromt sind dasselbe
Zwei Wörter, ein Muster. Gestromt beschreibt dunkle Streifen auf hellerem Grund, brindle ist die englische Bezeichnung dafür.
In vielen Übersichten stehen beide nebeneinander, als wären es zwei Schläge. Der Standard kennt nur einen Begriff.
Wie kräftig die Streifung ausfällt, schwankt stark. Bei sehr dunklen Hunden erkennt man sie erst im Sonnenlicht.
Meine langjährige Erfahrung mit solchen Listen sagt: Doppelte Einträge entstehen beim Abschreiben, nicht beim Beobachten.
Warum Blau und Merle draußen bleiben
Blau ist keine eigene Farbe, sondern ein verdünntes Schwarz. Im Standard Nr. 369 taucht es an keiner Stelle auf.
Merle wiederum ist ein Zeichnungsmuster mit aufgehellten Flecken. Auch das fehlt in der Aufzählung.
Dazu kommt ein zweiter Punkt, der schwerer wiegt. Blaue oder Birkaugen stehen im Standard unter den disqualifizierenden Fehlern.
Ein Birkauge ist ein Auge mit hellen, gesprenkelten Anteilen in der Iris. Genau so sehen viele Merle-Hunde aus.
Wo Modefarben eingekreuzt werden, greift außerdem das Tierschutzgesetz. Es verbietet Zuchten, bei denen erblich bedingt Körperteile fehlen oder untauglich sind und dadurch Leiden entstehen.
Wenn eine Anzeige mit Farbe wirbt
- Frag, in welchem Zuchtbuch der Wurf eingetragen ist.
- Lass dir die Farbe der Elterntiere im Papier zeigen.
- Blaue Augen sind kein Extra, sondern ein Ausschlussgrund.
- Ein Preisaufschlag für eine Farbe ist ein Warnzeichen, kein Gütesiegel.
Warum es diese Rasse überhaupt gibt
Der Standard erzählt die Vorgeschichte in wenigen Sätzen. Das Ziel war ein mittelgroßer Bulldog.
Gekreuzt wurde mit englischen Bulldogs und Old English Bulldogs. Daraus entstand keine Variante, sondern eine eigene Rasse.

Den Namen wählte man zur klaren Abgrenzung zum English Bulldog. Das steht so im Standard.
Wie sich die Bulldoggen untereinander unterscheiden, steht in Bulldoggen im Porträt.
Zum englischen Zweig habe ich eine eigene Seite: Old English Bulldog.
Der wichtigste Satz steht nicht bei den Farben
Ganz vorn im Standard steht eine Anforderung, die alles andere überstrahlt. Der Hund soll auch bei raschem Trab oder Galopp geräuschlos atmen.
Bei den disqualifizierenden Fehlern taucht dieselbe Sache noch einmal auf. Atemgeräusche in Aktion oder beim ruhigen Stehen schließen einen Hund aus.
Das ist ungewöhnlich hart formuliert und genau so gemeint. Eine Bulldogge soll atmen können.
Dazu passen die Vorgaben am Kopf. Der Kopfumfang vor den Ohren soll die Widerristhöhe um höchstens zehn Prozent übertreffen.
Über die Stirnhöcker lappende Hautfalten sowie eine zu große Nasenfalte gelten als schwere Fehler.
Beim englischen Verwandten ist die Lage anders. Ich habe sie in Englische Bulldogge aufgeschrieben.
Größe, Gewicht und Fell
Bei den Maßen unterscheidet der Standard nach Geschlecht. Die Spannen liegen dicht beieinander.
Werte wörtlich aus dem FCI-Standard Nr. 369, abgerufen am 27.08.2026. Eine Lebenserwartung führt der Standard nicht auf.
Das Fell ist unkompliziert. Kurz, dicht, glatt, glänzend, nicht borstig.
Die Unterwolle ist kurz, dicht und fein. Fehlt sie ganz, ist das ausdrücklich gestattet.
Für die Pflege heißt das wenig Aufwand. Bürsten reicht, die Farbe spielt dabei keine Rolle.
Wesen und Alltag
Vier Wörter benutzt der Standard für den Charakter. Aufmerksam, selbstsicher, freundlich, weder aggressiv noch scheu.
Als Verwendung nennt er Begleithund und Familienhund. Eine Arbeitsprüfung ist nicht vorgesehen.
Trotzdem ist das kein Hund fürs Sofa. Die Tierschutz-Hundeverordnung verlangt mehrmals täglich Auslauf im Freien und Umgang mit der Betreuungsperson.
Wie viel das ist, richtet sich nach Rasse, Alter und Gesundheit. Ich verteile die Bewegung bei schweren Hunden lieber auf mehrere kurze Runden.
Für die tägliche Ration gibt es Ergänzungen mit Grünlippmuschel, Glucosamin und MSM wie die Lucky Pets Gelenktabletten, bei 20 bis 40 kg eine Tablette am Tag.


Die Rute gehört zur Farbfrage dazu
Der Standard beschreibt sie genau, weil sie bei Bulldoggen ein Thema ist. Idealerweise reicht sie bis zu den Sprunggelenken.
Sie ist gerade oder leicht gebogen, in Ruhe hängend, in der Bewegung angehoben. Über den Rücken gerollt darf sie nicht getragen werden.
Eine stark deformierte Rute schließt einen Hund aus. Eine fehlende Rute ebenfalls.
Warum das bei kurzen Ringelruten wichtig ist, steht in Französische Bulldogge.
Welpenkauf: worauf du achtest
Sieh dir zuerst die Elterntiere an, nicht die Farbe. Lass sie ein Stück laufen und hör hin.
Frag nach dem Zuchtverein und nach der Eintragung im Zuchtbuch. Bei einer provisorisch anerkannten Rasse gehört das dazu.
Das Muttertier soll beim Wurf sein. Impf- und Wurmstatus gehören auf Papier, ebenso das Abgabealter.
Augenlider sind einen eigenen Blick wert. Entropium und Ektropium — nach innen oder außen gerolltes Lid — schließen einen Hund von der Zucht aus.
Mein Tipp: Ich frage Züchter, wie viele Welpen des letzten Wurfs eine Farbe außerhalb des Standards hatten. Die Antwort sagt viel über die Linie.
Passt ein Continental Bulldog zu dir?
Er passt zu Menschen, die einen kräftigen Hund wollen, der trotzdem eine Stunde mitlaufen kann. Genau dafür wurde er gezüchtet.
Er passt in einen Haushalt mit Zeit. Ein Molosser wird schnell schwer, wenn die täglichen Runden ausfallen.
Er passt weniger zu jemandem, der vor allem eine bestimmte Optik sucht. Blau gibt es hier nicht.
Und er passt nicht zu jemandem, der Atemgeräusche für rassetypisch hält. Der Standard sieht das anders.
Fazit: Vier Farben führt der Standard Nr. 369 auf, dazu Abzeichen und Maske. Wer diese Liste kennt, erkennt sofort, wenn eine Anzeige mehr verspricht.
Häufige Fragen zu Continental Bulldog Farben
Welche Farben sind beim Continental Bulldog erlaubt?
Falb in allen Schattierungen von sandfarben bis rot, gestromt, schwarz und weiß. Dazu weiße Abzeichen oder eine dunkle Maske.
Gibt es blaue Continental Bulldogs?
Blau steht nicht im Standard Nr. 369. Dort heißt es: Alle anderen Farben und Farbkombinationen sind nicht gestattet.
Ist Merle beim Continental Bulldog zugelassen?
Nein. Merle fehlt in der Aufzählung. Blaue Augen führt der Standard zudem unter den disqualifizierenden Fehlern.
Was ist der Unterschied zwischen brindle und gestromt?
Keiner. Brindle ist das englische Wort für gestromt, also für dunkle Streifen auf hellerem Grund.
Ist die Rasse offiziell anerkannt?
Die FCI hat sie am 30. März 2022 provisorisch anerkannt. Als Status steht auf der Rasseseite „Provisorisch anerkannt“.
Wie groß und schwer wird ein Continental Bulldog?
Der Standard nennt für Rüden 42 bis 50 cm, für Hündinnen 40 bis 48 cm. Als Gewicht stehen dort 30 kg für Rüden und 25 kg für Hündinnen.
Muss die weiße Zeichnung einem Muster folgen?
Nein. Der Standard hält ausdrücklich fest, dass kein bestimmtes Fleckenmuster angestrebt wird.
Continental Bulldog Farben: Wozu wurde die Rasse gezüchtet?
Zu einem mittelgroßen Bulldog. Der Standard verlangt, dass er auch bei raschem Trab oder Galopp geräuschlos atmet.
Welche Augenfarbe ist ein Ausschlussgrund?
Blaue oder Birkaugen. Beide stehen im Standard unter den disqualifizierenden Fehlern.
Wie trägt der Continental Bulldog seine Rute?
In Ruhe hängend, in der Bewegung angehoben. Über den Rücken gerollt darf sie nicht getragen werden.
Was sagt der Standard zu Hautfalten?
Über die Stirnhöcker lappende Hautfalten und eine zu große Nasenfalte gelten als schwere Fehler.
Continental Bulldog Farben: Worauf achte ich beim Welpenkauf?
Auf Papiere, auf das Muttertier beim Wurf und darauf, wie die Elterntiere nach einem kurzen Sprint atmen.
Quellen
- FCI-Standard Nr. 369 – Continental Bulldog
- FCI-Rasseseite Continental Bulldog – Status der Rasse
- § 11b Tierschutzgesetz – Verbot von Qualzüchtungen
- § 2 Tierschutz-Hundeverordnung – Anforderungen an das Halten
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Über den Autor

Kevin Roth
Co-Gründer von Lucky Pets
Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.
Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.
Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Atemgeräuschen oder gereizten Augen gehört der Hund in die Praxis.
