Stand: August 2026 · Zuletzt geprüft: 27.08.2026 · Lesezeit: 12 Minuten
Das Wichtigste in Kürze
- Neun FCI-Rassen beginnen mit W.
- Der Wolfsspitz ist keine eigene Rasse.
- Drei weitere heißen nur auf Deutsch mit W.
- Vier davon stammen aus Wales.
Wer nach Hunderassen mit W sucht, landet fast immer beim Weimaraner und beim Wolfsspitz. Beim zweiten Namen wird es interessant — der steht so gar nicht in der Rasseliste.
Die kurze Antwort
Neun Rassen tragen im offiziellen FCI-Namen ein W am Anfang. Drei weitere heißen nur in der deutschen Übersetzung so.
Der entscheidende Punkt
Wolfsspitz ist eine Varietät der Rasse Deutsche Spitze, Standardnummer 97 — keine eigene Nummer.
Die neun Rassen mit W
Grundlage ist die deutsche Fassung der FCI-Rassennomenklatur. Ich habe alle zehn Gruppen durchgezählt. Neun Rassen beginnen im offiziellen Namen mit einem W.

FCI-Nomenklatur, deutsche Fassung, Stand 24.08.2026.
Vier davon tragen Wales im Namen. Das ist kein Zufall — die Region hat gleich mehrere eigenständige Hütehund- und Jagdhundlinien hervorgebracht. Wie sich das bei anderen Anfangsbuchstaben verteilt, zeigt Hunderassen mit S.
Warum der Wolfsspitz fehlt
Der FCI-Standard Nr. 97 heißt im Titel Deutsche Spitze. Darunter listet er drei Varietäten auf: erstens Wolfsspitz und Keeshond, zweitens Groß-, Mittel- und Kleinspitz, drittens Zwergspitz und Pomeranian.
Der Wolfsspitz hat also keine eigene Standardnummer. Er teilt sich die 97 mit vier weiteren Größen. Eingeordnet ist die Rasse in Gruppe 5, Sektion 4, Europäische Spitze, ohne Arbeitsprüfung.
FCI-Standard Nr. 97, Fassung vom 20.09.2024.

Aus meiner Erfahrung ist genau der fehlende Jagdtrieb das Argument, das Halter überzeugt. Ein Spitz bleibt beim Menschen. Wie anders das bei jagdlich geführten Rassen aussieht, beschreibt Redbone Coonhound.
Der Weimaraner
Standard Nr. 99 ordnet ihn in Gruppe 7 ein, Sektion 1.1, Kontinentale Vorstehhunde vom Typ Braque. Anders als der Spitz wird er mit Arbeitsprüfung geführt.
Die Maße: Rüden 59 bis 70 cm bei 30 bis 40 kg. Hündinnen 57 bis 65 cm bei 25 bis 35 kg. Damit gehört er zu den großen Jagdhunden.
Der Standard beschreibt ihn als vielseitigen, leichtführigen und passionierten Jagdgebrauchshund mit ausdauernder Suche. Wachsam ja, aggressiv nein. Gehalten wurde er schon im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts am Hof zu Weimar, damals noch mit viel Leithundblut. Zur Farbe des Fells passt Graue Hunde.
Drei Rassen, die nur auf Deutsch mit W beginnen

Die FCI führt jede Rasse unter dem Namen des Ursprungslandes. Die deutsche Übersetzung steht in Klammern dahinter. Bei drei Rassen fängt erst diese Übersetzung mit W an.
FCI-Nomenklatur, deutsche Fassung, Stand 24.08.2026.
Wer nach dem deutschen Namen sucht, findet die Rasse in der offiziellen Liste also an ganz anderer Stelle. Dasselbe Muster gibt es bei anderen Buchstaben, etwa in Hunderasse mit F.
Woran du eine Verwechslung erkennst
- Der gesuchte Name hat keine eigene Standardnummer.
- Der Name taucht nur als Varietät auf.
- Die Nummer gehört zu einer anders benannten Rasse.
- Der Name ist eine reine Farbbezeichnung.
- Die Rasse steht in keiner der zehn Gruppen.
Meine langjährige Erfahrung sagt: Die Standardnummer klärt jede Diskussion in zehn Sekunden.
Was bei der Haltung zählt
Der Buchstabe sagt nichts über den Bedarf. Ein Whippet braucht anderes als eine Westfälische Dachsbracke. § 2 der Tierschutz-Hundeverordnung verlangt ausreichenden Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers.
Dazu kommen mehrmals täglich Umgang mit der Betreuungsperson und regelmäßiger Kontakt zu Artgenossen. Das alles angepasst an Rasse, Alter und Gesundheitszustand.
Das zuständige Bundesministerium fasst die Anforderungen an die Hundehaltung zusammen. Ich lese beides als klaren Auftrag: Erst die Rasse verstehen, dann entscheiden. Mein Rat nach vielen Gesprächen: Lieber eine Rasse weniger ins Auge fassen und die eine wirklich kennen. Einen breiteren Überblick gibt Hunderassen von A bis Z.
Und ganz praktisch: Wer sich für einen Spitz interessiert, sollte die Varietät kennen. Zwischen Zwergspitz und Wolfsspitz liegen rund 30 cm Widerristhöhe.
Für Haut und Fell zählen bei jeder Rasse dieselben Bausteine. Die B-Vitamine gibt es gebündelt im Lucky Pets Vitamin B-Komplex.

Einen genaueren Blick darauf wirft Berger Picard.
Mehr dazu steht in Afghanischer Windhund.
Größe und Gewicht der neun W-Rassen
Die Standards sind bei den Maßen unterschiedlich genau. Manche nennen eine Idealzahl, manche eine Spanne. Drei von neun führen kein Gewicht.
FCI-Standards Nr. 38, 39, 78, 85, 99, 100, 126, 162 und 221, deutsche Fassungen, abgerufen am 27.08.2026. Nr. 221 liegt nur auf Englisch vor (08.06.2023).
Beim Welsh Corgi Cardigan steht anstelle einer Zahl der Satz, das Gewicht solle proportional zur Größe sein. Wer eine belastbare Angabe braucht, holt sie beim Zuchtverband oder beim Züchter ein.
Für den Wetterhoun stellt die FCI keine deutsche Fassung bereit. Seine Zahlen in der Tabelle stammen aus dem englischen Standard vom Juni 2023.
So sehen die neun W-Rassen aus: Fell und Farben
Bei der Farbe liegen die neun am weitesten auseinander. Beim West Highland White Terrier steht dort genau ein Wort: weiß. Der Whippet darf jede Farbe tragen, ausgenommen Merle.
Standard Nr. 78 beschreibt den Welsh Terrier als vorzugsweise schwarz mit Loh oder grizzle mit Loh. Schwarz unterhalb der Sprunggelenke gilt dort als höchst unerwünscht.
Beim Weimaraner nennt Standard Nr. 99 silber-, reh- oder mausgrau samt der Übergänge zwischen diesen Tönen. Weiße Abzeichen sind nur in geringem Maß an Brust und Zehen zulässig. Über der Rückenmitte kann ein dunkler Aalstrich liegen.
Die Westfälische Dachsbracke trägt nach Standard Nr. 100 rot bis gelb mit schwarzem Sattel oder Mantel und den weißen Brackenabzeichen. Schokoladenbraun ist dort ausdrücklich fehlerhaft. Beim Welsh Springer Spaniel lässt Nr. 126 nur sattes Rot und Weiß zu.
Wesen im Alltag
Was unter Wesen im Standard steht, ist ein Zuchtziel. Über den einzelnen Hund vor dir sagt es wenig.
Standard Nr. 38 nennt den Cardigan wachsam, aktiv und intelligent, ausgeglichen, weder scheu noch aggressiv. Für den Pembroke steht in Nr. 39 dreist und geschickt sowie überlegen und freundlich. Beides sind Treibhunde. Das hörst du am Bellen.
Für den West Highland White Terrier verlangt Nr. 85 ein Auftreten, das Raubzeugschärfe erkennen lässt. Übersetzt in den Alltag heißt das: Der Rückruf muss sitzen, bevor der erste Hase auftaucht.
Der Whippet gilt nach Nr. 162 als idealer Begleiter, freundlich, anhänglich, ausgeglichen. Draußen ist er in drei Sekunden auf Tempo. Beim Weimaraner steht dagegen raubzeug- und wildscharf im Standard. Das ist kein Familienhund nebenbei.
Gesundheit und was die Standards ausschließen
Eine Lebenserwartung führt kein FCI-Standard. Wer dazu eine Zahl liest, hat sie aus zweiter Hand. Was drinsteht, sind die zuchtausschließenden Fehler.
Bei allen neun stehen dieselben zwei Punkte. Aggressive oder übermäßig ängstliche Hunde fallen durch. Ebenso Hunde mit deutlichen körperlichen Abnormitäten.
Dazu kommt Rassetypisches. Nr. 38 erlaubt blassblaue oder blaugesprenkelte Augen ausschließlich bei Blue-Merles, leberfarbene und verdünnte Farbe gelten als höchst unerwünscht. Nr. 85 verlangt beim West Highland White Terrier eine Haut frei von allen offensichtlichen Hautproblemen.
Die Grenze darüber zieht § 11b des Tierschutzgesetzes. Verboten ist das Züchten, wenn erblich bedingt Körperteile fehlen oder umgestaltet sind und dadurch Leiden entstehen. Mein Rat: Diese Frage gehört vor den Kauf, nicht danach.
Welpenkauf: worauf du achten solltest
Neun Rassen bedeuten neun Zuchtverbände. Ein paar Punkte gelten überall.
Sieh dir den Wurf beim Züchter an, nie auf einem Parkplatz. Das Muttertier muss dabei sein. Frag nach der Ahnentafel und dem Verein, der sie ausstellt. Lass dir Impfpass und Entwurmung zeigen.
§ 2 Absatz 4 der Tierschutz-Hundeverordnung erlaubt die Trennung vom Muttertier erst im Alter von über acht Wochen. Wer dir einen Welpen mit sechs Wochen anbietet, verstößt gegen geltendes Recht. Das ist ein Abbruchkriterium, kein Verhandlungspunkt.
Der wichtigste Satz fällt beim Züchter meist beiläufig. Wer seine W-Rasse als besonders selten anpreist, verkauft dir eine Geschichte. Selten ist in der Nomenklatur keine Kategorie.
Wie du aus dieser Liste die passende Rasse findest — und für wen keine taugt
Fang bei der Gruppe an, nicht beim Namen. Sie sagt dir, wofür gezüchtet wurde. Daraus folgt der Alltag.
Gruppe 6 und Gruppe 7 heißen Jagd. Westfälische Dachsbracke und Weimaraner wollen Nase, Weg und Aufgabe. Bekommen sie das nicht, suchen sie sich beides selbst.
Gruppe 1 heißt Treiben. Die beiden Corgis arbeiten mit Stimme und Körper. In einer hellhörigen Wohnung fällt genau das auf.
Gruppe 3 heißt Terrier. Welsh Terrier und West Highland White Terrier sind klein, aber nicht bequem. Gruppe 10 heißt Windhund. Der Whippet passt in eine ruhige Wohnung, er braucht dafür eine sichere Fläche zum Rennen.
Und die Gegenprobe. Wer wenig Zeit hat, wenig Platz und keine Lust auf Training, findet unter diesen neun keine passende Rasse. Diese Antwort erspart dir zwei enttäuschte Jahre.
Fazit: Neun FCI-Rassen beginnen im offiziellen Namen mit W. Es sind Welsh Corgi Cardigan (38), Welsh Corgi Pembroke (39), Welsh Terrier (78) und West Highland White Terrier (85). Dazu kommen Weimaraner (99), Westfälische Dachsbracke (100), Welsh Springer Spaniel (126), Whippet (162) und Wetterhoun (221). Der Wolfsspitz gehört nicht dazu. Er ist die erste von drei Varietäten der Rasse Deutsche Spitze mit der Standardnummer 97. Eingeordnet ist er in Gruppe 5, Sektion 4, ohne Arbeitsprüfung. Der Standard nennt 49 cm Widerristhöhe plus minus 6 cm und fehlenden Jagdtrieb. Drei weitere Rassen tragen nur in der deutschen Übersetzung ein W am Anfang. Das sind Lagotto Romagnolo als Wasserhund der Romagna (298), Zapadno-Sibirskaïa Laïka als Westsibirischer Laïka (306) und Berger Blanc Suisse als Weißer Schweizer Schäferhund (347).
Häufige Fragen zu Hunderassen mit W
Wie viele Hunderassen mit W gibt es?
Neun Rassen tragen im FCI-Namen ein W am Anfang. Dazu kommen drei mit deutschem W-Namen.
Ist der Wolfsspitz eine eigene Rasse?
Nein. Er ist die erste Varietät der Rasse Deutsche Spitze mit der Standardnummer 97.
Wie groß wird ein Wolfsspitz?
Der Standard nennt 49 cm Widerristhöhe mit einer Spanne von plus minus 6 cm.
Warum heißt er im Ausland Keeshond?
Der Standard hält fest: Im nicht deutschsprachigen Ausland heißen Wolfsspitze auch Keeshond.
Hat der Wolfsspitz Jagdtrieb?
Der Standard nennt ausdrücklich fehlenden Jagdtrieb als Merkmal dieser Varietät.
Wie groß wird ein Weimaraner?
Rüden 59 bis 70 cm, Hündinnen 57 bis 65 cm. Das Gewicht liegt bei 25 bis 40 kg.
In welcher Gruppe steht der Weimaraner?
In Gruppe 7, Sektion 1.1 Kontinentale Vorstehhunde vom Typ Braque, mit Arbeitsprüfung.
Welche W-Rassen kommen aus Wales?
Welsh Corgi Cardigan, Welsh Corgi Pembroke, Welsh Terrier und Welsh Springer Spaniel.
Was ist ein Wetterhoun?
Ein niederländischer Wasserhund mit der Nummer 221, auf Deutsch Friesischer Wasserhund.
Welche Rassen heißen nur auf Deutsch mit W?
Lagotto Romagnolo, Zapadno-Sibirskaïa Laïka und Berger Blanc Suisse.
Ist der West Highland White Terrier ein W-Hund?
Ja. Er steht unter Nummer 85 in Gruppe 3 bei den Terriern.
Wo steht der Whippet?
In Gruppe 10 bei den Windhunden, unter der Standardnummer 162.
Quellen
- FCI-Rassennomenklatur, deutsche Fassung
- FCI-Rassestandard Nr. 97 – Deutsche Spitze, deutsche Fassung (PDF)
- Tierschutz-Hundeverordnung § 2 – Allgemeine Anforderungen an das Halten
- Bundesministerium (BMLEH) – Mehr Tierschutz bei Hunden
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Über den Autor

Kevin Roth
Co-Gründer von Lucky Pets
Die Idee hinter Lucky Pets entstand aus der Erfahrung, dass viele Alltagsbeschwerden bei Hunden falsch behandelt oder einfach ausgesessen werden. Unser Ziel war eine Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert, ohne Stress für Hund und Halter.
Gemeinsam mit Tierärzten und Ernährungsexperten entwickeln wir Ergänzungsfutter mit pflanzlichen Zutaten, das du deinem Hund einfach zum Futter gibst. In Deutschland hergestellt — und von über 80.000 Hundehaltern im Alltag erprobt.
Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Fragen zu Rasse und Gesundheit hilft deine Tierarztpraxis weiter.
